18/07/2024
Der Willys MB Jeep ist ein unbestreitbares Symbol des Zweiten Weltkriegs und ein Meisterwerk der Ingenieurskunst. Doch unter den Hunderttausenden produzierten Exemplaren gibt es eine besonders seltene und begehrte Variante, die bei Sammlern und Restauratoren gleichermaßen für Faszination sorgt: der sogenannte „Slat Grille“ Willys MB. Diese frühen Modelle, die zwischen November 1941 und März 1942 vom Band liefen, zeichnen sich durch eine Reihe einzigartiger Merkmale aus, die sie von den später standardisierten MBs unterscheiden. Sie sind nicht nur ein Stück Geschichte, sondern auch eine Herausforderung und Belohnung für jeden, der sich ihrer Restaurierung widmet.

Nachdem Willys den prestigeträchtigen Auftrag zur Herstellung des vierteltonnen schweren Lastwagens für das Militär gewonnen hatte, begannen sie, ihre Vorserienversion, den Willys MA, kontinuierlich zu verbessern. Die ersten 25.808 Fahrzeuge, die ab November 1941 bis März 1942 vom Fließband rollten, wurden mit einem Kühlergrill aus Eisenstangen gefertigt. Dieses charakteristische Merkmal gab diesen Modellen ihren Spitznamen: der „Slat Grille“ Jeep. Diese frühen Fahrzeuge sind Zeugen einer Übergangsphase in der Massenproduktion und spiegeln die anfänglichen Designentscheidungen und Anpassungen wider, die während des Kriegs getroffen wurden.
- Die Geburt eines Mythos: Die Geschichte des „Slat Grille“
- Einzigartige Merkmale der „Slat Grille“ Karosserie
- Besonderheiten der Windschutzscheibe
- Armaturenbrett und Instrumente: Details für Kenner
- Fahrwerk: Federn, Achsen und das „Lenkproblem“
- Räder und Reifen: Von Prototypen bis zur Kampfversion
- Luftfilter und Gummiteile: Frühe Spezifikationen
- Weitere bemerkenswerte Unterschiede
- Vergleich: „Slat Grille“ vs. Standard MB
- Restaurierungstipps und die Seltenheit heute
- Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum „Slat Grille“ Willys MB
- Wie viele „Slat Grille“ Jeeps wurden im Zweiten Weltkrieg hergestellt?
- Woran erkenne ich einen „Slat Grille“ Willys MB?
- Warum wurde der „Slat Grille“ durch den gestanzten Grill ersetzt?
- Sind Ersatzteile für einen „Slat Grille“ Jeep noch erhältlich?
- Gab es auch einen Ford „Slat Grille“?
- Wie unterscheidet sich die Windschutzscheibe eines „Slat Grille“ von späteren Modellen?
Die Geburt eines Mythos: Die Geschichte des „Slat Grille“
Die Entscheidung für den „Slat Grille“ war pragmatisch. Willys adaptierte die Idee, die Scheinwerfer unter der Motorhaube zu verstecken, vom Ford Model GP, einem Vorserien-Jeep. Als Ford Motor Company etwa im März 1942 in die Jeep-Produktion einstieg, befanden sie die Drahtgitter-Konfiguration des Willys als zu arbeitsintensiv in der Herstellung. Ford begann daraufhin, den standardmäßigen, neun Schlitze umfassenden, gestanzten Stahlgrill zu produzieren, der nicht nur genauso stabil, sondern auch leichter war. Das neue Grilldesign integrierte zudem die Luftleitbleche als eine Einheit, wodurch die aufwendige Montage einzelner Kühlerlamellen, die zuvor an den Kotflügeln und unter der Motorhaube verschraubt werden mussten, entfiel.
Von den insgesamt 361.339 Willys-Overland MBs, die während des Zweiten Weltkriegs produziert wurden, waren 25.808 „Slat Grille“ Jeeps. Diese wurden vom 18. November 1941 bis zum 6. März 1942 hergestellt. Ihre begrenzte Produktionszeit und die nachfolgenden Designänderungen machen sie heute zu begehrten Sammlerstücken.
Einzigartige Merkmale der „Slat Grille“ Karosserie
Die Karosserie des „Slat Grille“ weist zahlreiche Besonderheiten auf, die ihn von späteren MB-Modellen abheben:
- Kein Handschuhfach: „Slat Grilles“ vor der Seriennummer 120.697 besaßen kein Handschuhfach. Der dadurch entstandene offene Raum im Bereich des Beifahrer-Fußraums wurde genutzt, um den Feuerlöscher dort zu montieren. Sechs Schrauben, die die Halterung befestigten, waren von außerhalb des Fahrzeugs auf der Beifahrerseite sichtbar. Bei späteren Standardversionen wurde der Feuerlöscher über dem Fahrer-Fußraum angebracht, da das Handschuhfach den nötigen Kopffreiheit nahm.
- „Script Jeeps“: Der Herstellername „Willys“ war in fetter Schrift in die linke hintere Seite der Heckplatte gestanzt. Ein Anhängerlichtanschluss, ein Kanisterhalter oder ein am Kotflügel montiertes Tarnlicht suchte man hier vergeblich; diese Elemente wurden erst Anfang bis Mitte 1943 hinzugefügt. Da sowohl frühe Ford- als auch Willys-Jeeps den Namen in die Heckplatte gestanzt hatten, sind sie auch als „Script Jeeps“ bekannt. Die Haubennummer wurde in blaugrauer Farbe über den gestanzten Namen auf der Heckplatte aufgebracht.
- Frühes Verdeckdesign: Das Verdeck war ein früher Stil mit sechs Spanngurten an der Unterseite des Hecks. Spätere Verdecke, die für die Verwendung mit einem Ersatzkraftstoffkanister vorgesehen waren, hatten ein Loch im Stoff für den Kanistergurt und nur fünf Gurte.
- Werkzeugkastenabdeckungen: Auch die Werkzeugkastenabdeckungen unterschieden sich. Anstatt eines langen Klavierscharniers mit drei Schrauben zur Befestigung der Abdeckung am Korpus, gab es zwei kleine separate Scharniere pro Abdeckung. Statt Druckknopföffnern gab es Schlösser, die mit demselben H700-Schlüssel wie der Zündschalter bedient wurden. Die doppelten Scharniere wurden bis zur Fahrzeugnummer 118.599 verwendet.
- Kraftstofftank-Vertiefung: Die Vertiefung für den Kraftstofftank war quadratisch geschnitten und kastenförmig, während spätere Jeeps eine abgerundete Form aufwiesen, wahrscheinlich um scharfe Kanten zu vermeiden, die bei Geländefahrten an Hindernisse stoßen könnten.
Besonderheiten der Windschutzscheibe
Die Windschutzscheibe des „Slat Grille“ war ebenfalls einzigartig:
- Befestigung: „Slat Grille“ Jeeps verwendeten Druckknöpfe am Windschutzscheibenrahmen für das Verdeck bis zur Fahrzeugnummer 164.554.
- Höhe: Die ersten 3.545 Jeeps hatten einen kürzeren Windschutzscheibenrahmen. Es stellte sich heraus, dass viele Personen zu groß waren, um mit installiertem Verdeck bequem zu fahren. Daher wurden zusätzliche zwei Zoll in den äußeren Rahmen an der Unterseite eingearbeitet, wo die Blechplatte befestigt wird. Dieser Bereich maß bei den frühen Rahmen etwa 4 Zoll, der spätere Standardrahmen war 6 Zoll hoch. Diese Messung wurde für das zivile Modell CJ2A, das von 1945 bis 1949 gebaut wurde, nochmals um 2 Zoll erhöht.
- Halterungen: Die Halterungen der Windschutzscheibe auf der Motorhaube waren anders angeordnet, um die kürzere Windschutzscheibe in der heruntergeklappten Position zu halten.
- Innenscheiben: Die inneren Windschutzscheibenpaneele, die das Glas halten, waren universell und passten sogar in den Ford GP-Rahmen. Der Standard-Außenrahmen (6 Zoll) war für die Anbringung einer Gewehrscheide ausgestattet.
- Klemmen und Wischer: Die Klemmen, die die Windschutzscheibe am Armaturenbrett befestigten, bestanden aus massivem Messing, ebenso wie die frühen GPW-Klemmen. Es ist auch passend, einzelne Wischerbaugruppen zu haben, die nicht miteinander verbunden sind, da das Tandemwischer-Set erst irgendwann im Jahr 1944 auf den Markt kam.
Armaturenbrett und Instrumente: Details für Kenner
Das Armaturenbrett der frühen MBs bot zahlreiche Unterschiede:
- Lenkrad: Frühe MBs hatten ein massives schwarzes Kunststoff-Sheller-Lenkrad (WO A-6858), wie in TM-10-1186 und ORD 9 SNL G503 Ersatzteilbüchern gezeigt. Es gibt jedoch keine Informationen darüber, wann der Wechsel zu den grünen Kunststoff- oder Stahlspeichen-Typen erfolgte.
- Tachometer: Der Tachometer war in 5-mph-Schritten graduiert. Es handelte sich um das King-Seeley Corp. Nr. 40355 Gerät, das später durch das Auto-Lite 10309 ersetzt wurde, das in 1-Meile-pro-Stunde-Schritten graduiert war.
- Amperemeter und Tankanzeige: Ebenfalls typisch für „Slat Grilles“ ist ein 30/30-Amperemeter und eine Tankanzeige, die „GAS“ statt „FUEL“ anzeigt.
- Datenschilder: Die Datenschilder waren aus Messing, und das Fahrzeuggeschwindigkeitsbegrenzungsschild zeigte eine Höchstgeschwindigkeit von „65 mph“ anstelle von „60 mph“ für die Standardversion.
- Zündschloss: Der Zündschalter war ein Produkt der H.A. Douglas Mfg. Co. mit einer glatten runden Blende, die den H700-Schlüssel verwendete. Dieser Schlüssel passte auch zu den Schlössern der Werkzeugkästen. Der Schalter im GPW verwendete eine runde gezackte Blende, ein offensichtlicher Unterschied. Beim LKW 202.023 wurde der Schlüsselschalter zugunsten des Kippschalters fallen gelassen.
- Weitere Bedienelemente: Die anderen Bedienelemente waren Standard, mit Ausnahme des fehlenden Tarnlichtschalters.
Fahrwerk: Federn, Achsen und das „Lenkproblem“
Auch im Fahrwerk gab es wichtige Unterschiede und Anpassungen:
- Drehmoment-Reaktionsfeder: Die ersten Jeeps waren nicht mit der Drehmoment-Reaktionsfeder ausgestattet, die an der vorderen Fahrerfeder der Standardeinheiten zu finden war. Als Jeeps an die Einsatzorganisationen verteilt wurden, entdeckten die Fahrer eine störende und gefährliche Eigenschaft im Fahrverhalten des Jeeps unter Notbedingungen: Bei starkem Bremsen lenkte der Jeep von selbst in den Gegenverkehr, ohne dass das Lenkrad bewegt wurde. Dieser Zustand trat auf, weil der Lenkhebel an der Achse montiert war.
- Ursache und Lösung: Wenn die Last des Fahrzeugs beim Bremsen wirkte, verdrehte sich die Vorderachse aufgrund der Federverformung nach vorne. Dies wiederum führte dazu, dass der Lenkhebel vom Spurstangenhebel gezogen wurde und die Räder nach links zogen. Um dieses Problem so billig und schnell wie möglich zu bekämpfen, wurde ein schweres Eisenfederblatt zum Federpaket auf der Fahrerseite hinzugefügt. Es wurde mit einem Schäkel am Heck am Rahmen befestigt und reduzierte die Federverformung auf ein Minimum.
- Langfristige Korrektur: Dieses Problem wurde im zivilen Modell CJ2A und allen Modellen danach dauerhaft korrigiert, indem der Lenkhebel am vorderen Rahmenquerträger montiert wurde.
- Achsendatierung: Auf dem Differentialträgergehäuse sollte ein Datum gestempelt sein, das einige Tage vor dem Lieferdatum liegt, wenn die Achsen die Originale sind. Dieses Datum ist auf einem Gusszapfen auf der rechten Seite des Gehäuses zu finden.
- Federblätter: Diese Jeeps sollten acht vordere und neun hintere Federblätter pro Feder haben.
- MA-Typ Rahmen: Die ersten 3.500 MBs verwendeten einen MA-Typ Rahmen, der einen kürzeren Abstand zwischen der Motorhaube und den Glasrahmen (4 Zoll) hatte.
Räder und Reifen: Von Prototypen bis zur Kampfversion
Die Räder der „Slat Grille“ Jeeps durchliefen ebenfalls eine Entwicklung:
- Frühe Räder: Die gleichen Räder, die bei Vorserien-Jeeps verwendet wurden, kamen bei „Slat Grilles“ bis zur Fahrzeugnummer 120.700 zum Einsatz. Dies waren Kelsey-Hayes Nr. 24562 4"x16" Drop-Center-Räder mit einer massiven Scheibenmitte, im Gegensatz zu späteren Rädern, die vier geschlitzte Löcher um die Mitte herum aufwiesen.
- Kampfräder: Im Jahr 1942 erhielten MB-Jeeps sogenannte „Kampfräder“, die die ursprüngliche gestanzte und geschweißte Version ersetzten. Fahrzeuge nach 120.700 verwendeten den geteilten, verschraubbaren Kampf-Radtyp mit Wulsthalterung (Kelsey Hayes Nr. 25692).
- Zivile Räder: Frühe zivile Jeeps hatten ein Rad, das diesem ähnelte, aber 4.50 Zoll im Durchmesser maß.
Luftfilter und Gummiteile: Frühe Spezifikationen
Auch bei den kleineren Komponenten gab es Besonderheiten:
- Luftfilter: Die ersten Fahrzeuge, einschließlich des Modells MA bis 124.309, verwendeten den AC Spark Plug Co. Modell A-183-40 „Pancake-Stil“ Ölbadluftfilter. Dieser Luftfilter war sowohl bei frühen Ford- als auch bei Willys-Jeeps üblich. Filter, die in Ford-Fahrzeugen verwendet wurden, sollen mit einem F-Schriftzug gekennzeichnet sein. Er wurde später durch den Oakes Modell 613313 Filter ersetzt.
- Gummiteile: Vor der Gummirationierung während des Krieges hatte der Jeep viele Teile aus Gummi, wie die Schalthebelmanschetten und Gummikraftstofftankdichtungen vorne und hinten am Kraftstofftanksumpf, die Steine und Schmutz daran hinderten, sich zwischen Tank und Sumpf zu verkeilen. Sitzkissen bestanden aus einem gesinterten Gummimaterial, das später durch Drahtfedern und Rosshaar ersetzt wurde. Es gab auch dünne Gummitüllen, um die Rücklichter in der hinteren Karosserieplatte abzudichten.
- Motorhaubenblöcke: Die Motorhaube war bis zur Fahrzeugnummer 218.345 mit grünen Gummi-Haubenblöcken ausgestattet, danach wurden Holzblöcke mit Gurtband installiert. Viele solcher Teile beim Ford GPW wurden von Anfang an aus Nicht-Gummimaterialien hergestellt, wie Leder-Schalthebelmanschetten und teerimprägnierte Karosserietüllen und -dichtungen. Willys verwendete schließlich viele dieser gleichen Artikel. Die Steinschutzvorrichtungen für den Kraftstofftank wurden bei Fahrzeugnummer 118.599 weggelassen.
Weitere bemerkenswerte Unterschiede
Zusätzlich zu den oben genannten Punkten gab es noch weitere Details, die den „Slat Grille“ auszeichneten:
- Kraftstofftank: Frühe Jeeps hatten einen anderen Kraftstofftank mit einer schmalen (2 Zoll) Öffnung, die einen Verschluss derselben Größe wie bei zivilen Jeeps wie dem CJ2A verwendete. Die untere Fahrersitzwanne war ebenfalls anders, um den kleinen Verschluss aufzunehmen. Dieser Tank wurde bis zur Fahrzeugnummer 174.739 verwendet, was nicht lange nach Beginn der Montage von Ersatzkraftstoffkanistern an der Heckplatte war. Der größere 4-Zoll-Verschluss wurde verwendet und hatte auch eine herausnehmbare Verlängerung/Sieb, und natürlich wurde die Sitzwanne auf eine größere Öffnung geändert.
- Auspuffanlage: Die frühe Auspuffanlage verwendete einen runden Schalldämpfer und andere Auspuffhalterungen bis zur Fahrzeugnummer 143.507, als der ovale Schalldämpfer verwendet wurde.
- Batterieablage: Die Batterieablage blieb dieselbe wie beim Modell MA bis zur Fahrzeugnummer 120.700.
- Bremsleitung hinten: Dasselbe galt für die Bremsleitung zur Hinterachse, die nach der Fahrzeugnummer 106.763 geändert wurde. Bei beiden, dem MA und den frühen MBs, befand sich eine kleine Halterung am hinteren Querträger nahe der Fahrerseite des Rahmenträgers. Hier wurde die Stahlbremsleitung mit dem Gummischlauch verbunden, der zu einem Verteilerblock am Achsrohr führte. Später führte die Bremsleitung zur Mitte des Querträgers und hinunter zu einem Verteilerblock, der auf der Oberseite des Trägergehäuses montiert war, um ihn im Rahmen vor Beschädigungen bei Geländefahrten zu schützen.
- Pintle Hook: Der verwendete Pintle Hook war das Holland Hitch Co. Modell T-60-A ohne Anhängersicherheitsketten-Augbolzen, die erst ab Fahrzeug 158.372 hinzugefügt wurden. Der Pintle Hook am GPW hatte ein großes F in Schreibschrift auf der Beifahrerseite.
- Türsicherheitsgurte: Frühe Türsicherheitsgurte unterschieden sich von späteren Stilen durch eine beige Lederschlaufe. Spätere Produktionen verwendeten Leinenschlaufen.
Vergleich: „Slat Grille“ vs. Standard MB
Um die einzigartigen Merkmale des „Slat Grille“ besser zu verdeutlichen, hier eine kleine vergleichende Übersicht:
| Merkmal | Willys MB „Slat Grille“ (Früh) | Willys MB (Standard/Später) |
|---|---|---|
| Kühlergrill | Eisenstangen-Gitter | Gestanzter Stahl mit 9 Schlitzen |
| Handschuhfach | Nicht vorhanden (bis SN 120.697) | Vorhanden |
| Herstellername Heck | „Willys“ in fetter Schrift gestanzt („Script Jeep“) | Kein gestanzter Name |
| Feuerlöscherposition | Beifahrer-Fußraum | Fahrer-Fußraum |
| Werkzeugkasten-Scharniere | Zwei kleine Scharniere pro Deckel | Langes Klavierscharnier |
| Werkzeugkasten-Verschluss | Schlüssel (H700) | Druckknopf |
| Windschutzscheibenhöhe | Kürzer (4 Zoll am unteren Rahmen, erste 3.545) | Standard (6 Zoll am unteren Rahmen) |
| Tachometer-Graduierung | 5 mph Schritte (King-Seeley) | 1 mph Schritte (Auto-Lite) |
| Tankanzeige | „GAS“ | „FUEL“ |
| Höchstgeschwindigkeits-Schild | 65 mph | 60 mph |
| Zündschloss | H.A. Douglas, glatte Blende, H700 Schlüssel | Gezackte Blende, später Kippschalter |
| Drehmoment-Reaktionsfeder | Nicht vorhanden (anfangs) | Vorhanden |
| Räder | Massive Scheibenmitte (Kelsey-Hayes Nr. 24562) | Gezackte Löcher, später geteilte Kampfräder |
| Luftfilter | AC Spark Plug Co. „Pancake-Stil“ | Oakes Modell 613313 |
| Kraftstofftank-Öffnung | Schmal (2 Zoll) | Breit (4 Zoll) |
| Auspuff-Schalldämpfer | Rund | Oval |
Restaurierungstipps und die Seltenheit heute
Die Restaurierung eines „Slat Grille“ Jeeps ist ein anspruchsvolles, aber lohnendes Projekt. Aufgrund der zahlreichen einzigartigen Teile und der geringen Produktionszahlen ist die Beschaffung originalgetreuer Komponenten oft eine Herausforderung. Viele der hier beschriebenen Unterschiede sind subtil, aber entscheidend für eine authentische Restaurierung. Es ist ratsam, sich mit anderen Enthusiasten und Experten zu vernetzen, um Zugang zu Wissen und Ersatzteilen zu erhalten.
Der Autor hofft, dass die hier bereitgestellten Informationen jenen helfen werden, die eines dieser seltenen Jeeps restaurieren. Während der Restaurierung seines eigenen Jeeps erhielt er große Unterstützung von vielen Mitstreitern in diesem Hobby, insbesondere von seinem engen Freund John Geesink aus Christchurch, Neuseeland, der eine unerschöpfliche Quelle an Wissen und Ermutigung war.
Wir wissen vielleicht nicht, wie viele „Slat Grilles“ heute noch existieren, aber jedes Jahr werden weitere entdeckt. Nichtsdestotrotz sind die Zahlen immer noch gering, und der Preis wird ein seltenes Exemplar sein, wenn Sie Ihres fertig restauriert haben!
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum „Slat Grille“ Willys MB
Wie viele „Slat Grille“ Jeeps wurden im Zweiten Weltkrieg hergestellt?
Es wurden genau 25.808 Willys MB „Slat Grille“ Jeeps produziert. Sie liefen zwischen dem 18. November 1941 und dem 6. März 1942 vom Willys-Overland-Band.
Woran erkenne ich einen „Slat Grille“ Willys MB?
Die offensichtlichsten Merkmale sind der Kühlergrill aus Eisenstangen, das Fehlen eines Handschuhfachs (bei sehr frühen Modellen), die gestanzte „Willys“-Schrift am Heck („Script Jeep“), ein Tachometer, der in 5-mph-Schritten graduiert ist, und eine Tankanzeige, die „GAS“ anstatt „FUEL“ anzeigt. Viele weitere Details, wie in diesem Artikel beschrieben, helfen bei der Identifizierung.
Warum wurde der „Slat Grille“ durch den gestanzten Grill ersetzt?
Der „Slat Grille“ aus Eisenstangen war arbeitsintensiver in der Herstellung und schwerer. Ford führte den gestanzten Stahlgrill ein, der effizienter zu produzieren, leichter und genauso robust war. Dieses Design wurde dann zum Standard für die Massenproduktion.
Sind Ersatzteile für einen „Slat Grille“ Jeep noch erhältlich?
Originalteile für „Slat Grille“ Jeeps sind extrem selten und schwer zu finden. Viele Restauratoren müssen auf Nachbauten oder aufwendige Restaurierungen vorhandener Teile zurückgreifen. Der Austausch mit der Sammlergemeinschaft ist entscheidend, um seltene Teile aufzuspüren.
Gab es auch einen Ford „Slat Grille“?
Nein, der Begriff „Slat Grille“ bezieht sich spezifisch auf die frühen Willys MB Modelle mit dem Gitter aus Eisenstangen. Als Ford in die Jeep-Produktion einstieg, führten sie direkt den gestanzten Stahlgrill ein, der zum Standard wurde.
Wie unterscheidet sich die Windschutzscheibe eines „Slat Grille“ von späteren Modellen?
Die ersten 3.545 „Slat Grille“ Jeeps hatten einen kürzeren Windschutzscheibenrahmen (4 Zoll am unteren Rand), der später auf 6 Zoll für die Standard-MBs verlängert wurde, um mehr Kopffreiheit zu schaffen. Zudem nutzten frühe Modelle Druckknopfverschlüsse für das Verdeck am Rahmen.
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