Was darf man im Garten Grillen?

Spieße perfekt garen ohne Grill? So geht's!

28/06/2023

Rating: 4.41 (14781 votes)

Der Duft von gegrilltem Fleisch liegt in der Luft, und Sie möchten Ihre köstlich marinierten Schweine- und Leberspieße am liebsten sofort auf den Rost werfen. Doch was tun, wenn kein Grill zur Hand ist oder das Wetter nicht mitspielt? Die Frustration ist groß, wenn das Fleisch in der Pfanne außen zu schnell verbrennt, bevor es innen gar ist, oder im Ofen einfach trocken wird. Viele Hobbyköche kennen dieses Dilemma, aber die gute Nachricht ist: Sie müssen nicht auf saftige, perfekt gegarte Spieße verzichten! Es gibt hervorragende Alternativen, die Ihre Spieße zu einem wahren Gaumenschmaus machen, ohne dass Sie einen Grill benötigen. Vergessen Sie trockene Ergebnisse oder ungleichmäßig gegartes Fleisch. Wir zeigen Ihnen, wie Ihre Spieße jedes Mal gelingen, butterzart und voller Geschmack.

Was darf man im Garten Grillen?
2 Stücke Fleisch und 2 Würste pro Person. Was übrig bleibt wird eingefroren. Man kann auch gut (Riesen)Kartoffeln, Auberginen, Zucchinis, Möhren, Paprika u.s.w. grillen. Und natürlich Brot.

Die Herausforderung bei der Zubereitung von Spießen ohne Grill liegt oft darin, eine gleichmäßige Garung zu erzielen, ohne die Außenseite zu verbrennen oder das Fleisch auszutrocknen. Die direkte, hohe Hitze der Pfanne kann schnell zu einer verkohlten Kruste führen, während das Innere noch roh ist. Eine zu hohe Ofentemperatur oder zu lange Garzeiten wiederum entziehen dem Fleisch Feuchtigkeit. Doch mit den richtigen Techniken und ein paar cleveren Tricks können Sie diese Probleme umgehen und Ergebnisse erzielen, die denen vom Grill in nichts nachstehen. Lassen Sie uns die besten Methoden erkunden, die Ihnen helfen, Ihre Spieße jedes Mal perfekt auf den Punkt zu garen.

Inhaltsverzeichnis

Die besten Grill-Alternativen für saftige Spieße

Um saftige und perfekt gegarte Spieße zu erhalten, müssen wir die Hitze kontrollieren und dafür sorgen, dass das Fleisch gleichmäßig gart, ohne seine Feuchtigkeit zu verlieren. Hier sind die bewährtesten Methoden, die Sie zu Hause anwenden können:

1. Die raffinierte Ofenmethode: Sanft und Saftig

Der Backofen ist ein vielseitiges Werkzeug, das sich hervorragend für die Zubereitung von Spießen eignet, wenn man seine Eigenheiten versteht. Der Schlüssel liegt in der Kontrolle der Temperatur und der Feuchtigkeit. Statt einer hohen Hitze, die das Fleisch schnell austrocknet, setzen wir auf eine sanftere, gleichmäßigere Garung, die die Säfte im Fleisch bewahrt.

Beginnen Sie damit, Ihren Backofen auf eine moderate Temperatur von etwa 160-180°C Ober-/Unterhitze oder Umluft vorzuheizen. Verwenden Sie ein Backblech, das mit Backpapier ausgelegt ist, oder noch besser, eine Auflaufform mit einem Rost, auf dem die Spieße liegen können. Das verhindert, dass die Spieße im eigenen Saft liegen und sorgt für eine bessere Luftzirkulation.

Um die Feuchtigkeit im Ofen zu erhöhen und ein Austrocknen des Fleisches zu verhindern, können Sie eine kleine Menge Flüssigkeit – wie Wasser, Gemüsebrühe oder sogar etwas Wein – auf den Boden der Auflaufform geben. Das erzeugt Dampf, der das Fleisch während des Garvorgangs umhüllt und es saftig hält. Für die erste Phase des Garvorgangs empfiehlt es sich, die Spieße locker mit Alufolie abzudecken. Dies schließt die Feuchtigkeit ein und ermöglicht eine gleichmäßige Garung, ohne dass die Oberfläche zu schnell bräunt. Nach etwa 15-20 Minuten können Sie die Folie entfernen, um den Spießen eine schöne Bräunung zu verleihen.

Der wichtigste Schritt bei dieser Methode ist die Verwendung eines Kerntemperaturmessers. Stecken Sie den Sensor in den dicksten Teil des Fleisches, ohne den Knochen zu berühren. Für Schweinefleischstreifen auf Spießen streben Sie eine Kerntemperatur von 63-70°C an, je nachdem, wie durchgebraten Sie es mögen (63°C ist medium-rare, aber bei Spießen wird oft 65-70°C bevorzugt). Für Leber, die sehr empfindlich ist, ist eine Kerntemperatur von 65-70°C ideal, um sie gar, aber nicht trocken oder gummiartig werden zu lassen. Die genaue Garzeit hängt von der Dicke der Spieße ab, liegt aber typischerweise zwischen 20 und 40 Minuten. Sobald die gewünschte Kerntemperatur erreicht ist, nehmen Sie die Spieße aus dem Ofen und lassen Sie sie vor dem Servieren 5-10 Minuten lang locker mit Folie abgedeckt ruhen. Dieser Schritt ist entscheidend, da er es den Fleischsäften ermöglicht, sich wieder im Fleisch zu verteilen, was zu einem deutlich saftigeren Ergebnis führt.

2. Pfanne und Ofen – aber richtig!

Ihre vorherige Methode, die Pfanne mit dem Ofen zu kombinieren, war im Ansatz gut, kann aber mit ein paar Anpassungen perfektioniert werden. Das Problem war wahrscheinlich die zu hohe Ofentemperatur, die das Fleisch austrocknete, nachdem es in der Pfanne angebraten wurde. Die Kombination aus Pfanne und Ofen ist eine hervorragende Methode, um sowohl Röstaromen als auch eine gleichmäßige, saftige Garung zu erzielen.

Beginnen Sie damit, eine ofenfeste Pfanne (z.B. eine Gusseisenpfanne) auf hoher Hitze zu erhitzen. Geben Sie etwas hitzebeständiges Öl hinzu. Wenn das Öl heiß ist (es sollte leicht rauchen), legen Sie die Spieße hinein. Braten Sie die Spieße von allen Seiten scharf an, bis sie eine schöne goldbraune Kruste haben. Dieser Schritt, die sogenannte Maillard-Reaktion, ist entscheidend für die Geschmacksentwicklung und das „Anschließen“ der Säfte.

Sobald die Spieße von außen gut gebräunt sind, reduzieren Sie die Hitze nicht auf dem Herd, sondern transferieren Sie die Pfanne direkt in einen auf 150-160°C vorgeheizten Backofen. Die niedrigere Ofentemperatur ist hier der entscheidende Unterschied zu Ihrem vorherigen Versuch. Bei dieser Temperatur gart das Fleisch sanft von innen durch, ohne weiter auszutrocknen. Sie können auch hier eine kleine Menge Flüssigkeit (z.B. einen Schuss Brühe) in die Pfanne geben, bevor Sie sie in den Ofen schieben, oder die Pfanne locker mit Alufolie abdecken, um zusätzliche Feuchtigkeit zu gewährleisten.

Auch hier ist der Kerntemperaturmesser Ihr bester Freund. Überprüfen Sie regelmäßig die Temperatur, bis die gewünschten 63-70°C (Schwein) oder 65-70°C (Leber) erreicht sind. Die Garzeit im Ofen kann je nach Dicke der Spieße und der anfänglichen Anbratzeit variieren, liegt aber oft zwischen 10 und 20 Minuten. Nehmen Sie die Spieße heraus und lassen Sie sie wie oben beschrieben kurz ruhen, bevor Sie sie servieren.

3. Heißluftfritteuse: Knusprig und Gleichmäßig

Die Heißluftfritteuse, oder Air Fryer, hat sich in vielen Haushalten als eine fantastische Alternative zum Frittieren und sogar zum „Grillen“ etabliert. Sie arbeitet mit Konvektion, indem sie heiße Luft zirkuliert, was zu einer schnellen und gleichmäßigen Garung führt und gleichzeitig eine appetitliche, knusprige Oberfläche erzeugt.

Für Spieße ist die Heißluftfritteuse ideal, da sie die Hitze von allen Seiten gleichmäßig verteilt. Heizen Sie Ihre Heißluftfritteuse auf etwa 180-200°C vor. Legen Sie die Spieße in den Korb der Fritteuse. Achten Sie darauf, den Korb nicht zu überfüllen, da dies die Luftzirkulation behindern und zu ungleichmäßigem Garen führen würde. Garen Sie die Spieße in Chargen, wenn nötig.

Die Garzeit in der Heißluftfritteuse ist oft kürzer als im Ofen. Beginnen Sie mit etwa 8-10 Minuten, wenden Sie die Spieße dann und garen Sie sie weitere 5-10 Minuten, oder bis die gewünschte Kerntemperatur erreicht ist. Überprüfen Sie auch hier mit dem Kerntemperaturmesser. Die Spieße werden außen wunderbar knusprig und innen saftig. Ein weiterer Vorteil ist, dass Sie nur sehr wenig oder gar kein zusätzliches Öl benötigen.

4. Sous-Vide: Die Präzisionsmethode für ultimative Zartheit

Obwohl Sous-Vide spezielle Ausrüstung erfordert, ist es die ultimative Methode, um Fleisch auf den Punkt genau und unglaublich zart zu garen. Wenn Sie die Anschaffung eines Sous-Vide-Bades in Betracht ziehen, ist dies eine Investition, die sich für perfekt gegartes Fleisch, Fisch und Gemüse auszahlt.

Bei der Sous-Vide-Methode werden die marinierten Spieße in einem Vakuumbeutel versiegelt und dann in einem Wasserbad bei einer exakt kontrollierten Temperatur gegart. Für Schweinefleischspieße könnten Sie beispielsweise eine Temperatur von 63°C für 1-2 Stunden wählen. Die Leber wäre bei 65°C für etwa 1 Stunde perfekt. Da das Fleisch im Wasserbad nie über die eingestellte Temperatur hinaus erhitzt wird, ist ein Übergaren praktisch unmöglich. Das Ergebnis ist eine unübertroffene Zartheit und Saftigkeit.

Nach dem Sous-Vide-Garen fehlt den Spießen noch die appetitliche Bräunung und die Röstaromen. Nehmen Sie die Spieße aus dem Beutel, tupfen Sie sie gründlich trocken und braten Sie sie dann sehr kurz in einer sehr heißen Pfanne mit etwas Öl an, oder verwenden Sie einen Küchenbrenner, um eine schöne Kruste zu erzeugen. Dieser schnelle Schritt verleiht den Spießen das gewünschte Aroma und Aussehen, während das Innere perfekt saftig bleibt.

5. Schmoren im Topf/Dutch Oven: Wenn Zartheit alles ist

Diese Methode ist zwar nicht „grillähnlich“, aber sie ist eine fantastische Option, wenn Sie ultimativ zarte Spieße wünschen, die förmlich auf der Zunge zergehen. Besonders für Schweinefleisch oder wenn Sie eine reichhaltige Soße dazu möchten, ist das Schmoren im Topf oder einem Dutch Oven ideal.

Braten Sie die Spieße zunächst in einem schweren Topf oder Dutch Oven von allen Seiten scharf an, um Röstaromen zu entwickeln. Nehmen Sie die Spieße heraus und geben Sie dann aromatische Zutaten wie Zwiebeln, Knoblauch und Gemüse an, bis sie weich sind. Löschen Sie mit Flüssigkeit wie Brühe, Wein oder passierten Tomaten ab und bringen Sie es zum Köcheln. Geben Sie die Spieße zurück in den Topf, sodass sie teilweise oder ganz von der Flüssigkeit bedeckt sind. Lassen Sie die Spieße bei niedriger Hitze (im Ofen bei ca. 150-160°C oder auf dem Herd bei niedrigster Stufe) mehrere Stunden sanft schmoren, bis das Fleisch extrem zart ist und sich leicht von den Spießen lösen lässt. Das Ergebnis ist unglaublich geschmackvoll und butterzart, wenn auch nicht mit der Textur von gegrilltem Fleisch vergleichbar.

Wichtige Tipps für saftige Spieße, egal wie Sie sie zubereiten

Unabhängig von der gewählten Zubereitungsmethode gibt es allgemeine Regeln, die Ihnen helfen, jedes Mal saftige und geschmackvolle Spieße zu zaubern:

  • Die Marinade ist Ihr Freund: Sie haben Ihre Spieße bereits mariniert – das ist eine ausgezeichnete Grundlage! Marinaden tragen nicht nur zur Geschmacksverbesserung bei, sondern können das Fleisch auch zarter machen und helfen, Feuchtigkeit während des Garvorgangs zu bewahren. Ölbasierten Marinaden mit Säure (Zitronensaft, Essig) oder Enzymen (Ananas, Papaya) sind besonders effektiv.
  • Der Kerntemperaturmesser: Dies ist das absolut wichtigste Werkzeug, um trockenes Fleisch zu vermeiden. Es gibt keine Verallgemeinerung für die perfekte Garzeit, da diese von der Dicke des Fleisches, der Ausgangstemperatur und der genauen Ofen- oder Pfannentemperatur abhängt. Messen Sie immer im dicksten Teil des Fleisches, ohne Knochen oder Spieße zu berühren. Für Schweinefleisch ist eine Kerntemperatur von 63-70°C ideal (63°C für rosa, 70°C für durchgebraten). Für Leber, die sehr empfindlich auf Übergaren reagiert, zielen Sie auf 65-70°C ab.
  • Die Ruhezeit: Dieser Schritt wird oft unterschätzt, ist aber entscheidend für die Saftigkeit. Nehmen Sie die Spieße aus der Hitzequelle, sobald die gewünschte Kerntemperatur erreicht ist, und lassen Sie sie für 5-10 Minuten locker mit Alufolie abgedeckt ruhen. Während des Garens ziehen sich die Muskelfasern des Fleisches zusammen und pressen die Säfte in die Mitte. Die Ruhezeit ermöglicht es den Fasern, sich zu entspannen und die Säfte wieder im gesamten Fleisch zu verteilen. Das Ergebnis ist ein viel saftigeres Stück Fleisch.
  • Braten/Backen mit Flüssigkeit: Wie bei der Ofenmethode erwähnt, kann das Hinzufügen einer kleinen Menge Flüssigkeit zum Garraum (sei es in der Pfanne oder im Backblech) dazu beitragen, eine feuchte Umgebung zu schaffen und das Austrocknen des Fleisches zu verhindern.
  • Qualität des Fleisches und Schnitt: Mageres Fleisch trocknet schneller aus als fettreichere Stücke. Für Spieße ist Schweinenacken oder -schulter oft eine gute Wahl, da sie einen höheren Fettanteil haben, der für Saftigkeit sorgt. Wenn Sie magerere Stücke wie Lende verwenden, achten Sie besonders auf die Garzeit und die Kerntemperatur.
  • Nicht überladen: Egal ob Pfanne, Ofenblech oder Heißluftfritteuse – geben Sie den Spießen immer ausreichend Platz. Eine Überfüllung führt dazu, dass die Temperatur sinkt und das Fleisch eher dämpft als brät, was die Bildung einer schönen Kruste verhindert.

Spezialfall: Schweine- und Leberspieße

Ihre Wahl, Schweine- und Leberspieße zuzubereiten, ist interessant, da beide Fleischsorten unterschiedliche Anforderungen an die Garung stellen, um ihre beste Textur und ihren besten Geschmack zu entfalten.

  • Schweinefleisch: Schweinefleisch, insbesondere magerere Schnitte, kann bei Übergaren schnell trocken und faserig werden. Die bereits erwähnte Kerntemperatur von 63-70°C ist hier entscheidend. Bei 63°C ist das Fleisch noch leicht rosa und sehr saftig (was für moderne Schweinezucht absolut sicher ist), während es bei 70°C durchgebraten, aber immer noch zart sein sollte, wenn es richtig geruht hat. Wählen Sie für Spieße idealerweise Stücke wie Schweinenacken oder -bauch, da diese durch ihren Fettgehalt von Natur aus saftiger bleiben. Wenn Sie magerere Filetstücke verwenden, ist die genaue Temperaturkontrolle und die Ruhezeit noch wichtiger.
  • Leber: Leber ist ein sehr empfindliches Fleisch, das extrem schnell überkocht. Übergart wird Leber hart, trocken und krümelig mit einem unangenehmen, mehligen Mundgefühl. Der Schlüssel ist, die Leber nur bis zum Punkt des Durchgarens zu erhitzen, ohne sie zu überkochen. Eine Kerntemperatur von 65-70°C ist hier der Sweet Spot. Bei dieser Temperatur sollte die Leber innen noch leicht rosa oder gerade eben durch sein, aber noch sehr zart. Vermeiden Sie hohe, direkte Hitze für längere Zeit. Die Kombination aus scharfem Anbraten und anschließendem sanftem Garen im Ofen oder die Sous-Vide-Methode sind hier besonders vorteilhaft, um die Zartheit der Leber zu bewahren.

Vergleichstabelle der Zubereitungsmethoden

Um Ihnen die Entscheidung zu erleichtern, haben wir die besprochenen Methoden in einer übersichtlichen Tabelle zusammengefasst:

MethodeVorteileNachteileIdeal für
Ofen (sanft & abgedeckt)Sehr gleichmäßige Garung, bewahrt Saftigkeit, wenig Aufwand, ideal für große Mengen.Keine direkte Kruste/Röstaromen ohne Vorbraten, längere Garzeit.Große Mengen, empfindliches Fleisch, wenn Saftigkeit Priorität hat.
Pfanne & Ofen (kombiniert)Erzeugt schöne Röstaromen und Kruste, saftiger Kern, gute Kontrolle über den Gargrad, effizient.Benötigt ofenfeste Pfanne, zwei Schritte (Anbraten & Backen), kann etwas mehr Aufsicht erfordern.Mittelgroße Mengen, wenn eine Kruste gewünscht ist, aber auch Saftigkeit wichtig ist.
HeißluftfritteuseSchnell, erzeugt knusprige Oberfläche, gleichmäßige Garung, benötigt wenig bis kein Öl, einfache Reinigung.Begrenzte Kapazität (oft nur kleine Mengen gleichzeitig), erzeugt keinen echten Rauchgeschmack wie ein Grill.Kleinere Mengen, schnelle Zubereitung, wenn Knusprigkeit ohne viel Fett gewünscht ist.
Sous-Vide (mit anschließendem Anbraten)Ultimative Zartheit und Saftigkeit, exakte Kontrolle des Gargrads, unmöglich zu übergaren.Spezialausrüstung (Sous-Vide-Gerät, Vakuumierer) nötig, längere Gesamtvorbereitungszeit.Perfektionisten, besondere Anlässe, wenn höchste Zartheit und Präzision gefragt sind.
Schmoren im Topf/Dutch OvenExtrem zartes Fleisch, das förmlich zerfällt, ideal für reichhaltige Soßen, verwandelt zähere Stücke.Keine „Grill“-Textur oder -Aromen, sehr lange Kochzeit, eher ein Eintopf als ein Spieß.Zähere Fleischstücke, wenn ultimative Zartheit und ein Schmorgericht gewünscht sind.

Häufig gestellte Fragen (FAQs)

Wie vermeide ich trockenes Fleisch bei Spießen, wenn ich keinen Grill habe?

Der Schlüssel liegt in der Kontrolle der Kerntemperatur, der Nutzung von Marinaden, dem Hinzufügen von Feuchtigkeit während des Garvorgangs und der Einhaltung einer Ruhezeit nach dem Garen. Ein Kerntemperaturmesser ist unerlässlich, um das Fleisch nicht zu überkochen. Das Abdecken mit Folie im Ofen oder das Hinzufügen von etwas Flüssigkeit in die Pfanne/Ofenform kann ebenfalls helfen, die Saftigkeit zu bewahren.

Welche Kerntemperatur ist ideal für Schweinefleisch- und Leberspieße?

Für Schweinefleisch auf Spießen ist eine Kerntemperatur von 63-70°C ideal. Bei 63°C ist das Fleisch noch leicht rosa und sehr saftig, während 70°C für eine durchgebratene, aber noch zarte Konsistenz sorgt. Für Leber ist eine Kerntemperatur von 65-70°C perfekt, um sie gar, aber nicht trocken oder gummiartig werden zu lassen. Stechen Sie den Kerntemperaturmesser immer in den dicksten Teil des Fleisches.

Kann ich Spieße auch auf dem Herd komplett durchgaren?

Technisch ja, aber es ist sehr schwierig, ohne die Außenseite zu verbrennen, bevor das Innere gar ist, oder das Fleisch auszutrocknen. Die Pfanne liefert intensive, direkte Hitze, die schnell zu einer harten Kruste führt. Für die besten Ergebnisse und eine gleichmäßige Garung ist die Kombination aus scharfem Anbraten in der Pfanne und anschließendem sanftem Garen im Ofen die überlegene Methode.

Wie lange müssen Spieße im Ofen garen?

Die Garzeit hängt stark von der Dicke der Spieße, der Art des Fleisches und der gewählten Ofentemperatur ab. Bei einer Ofentemperatur von 160-180°C können Spieße zwischen 20 und 40 Minuten benötigen. Wichtiger als die reine Zeit ist jedoch die Kerntemperatur. Verlassen Sie sich immer auf Ihren Kerntemperaturmesser, um den perfekten Gargrad zu bestimmen.

Ist eine Heißluftfritteuse eine gute Investition für die Zubereitung von Spießen?

Ja, absolut! Eine Heißluftfritteuse ist eine hervorragende Ergänzung für jede Küche, besonders wenn Sie gerne knusprige Ergebnisse ohne viel Öl erzielen möchten. Für Spieße bietet sie eine schnelle, gleichmäßige Garung und eine schöne äußere Textur, die der eines Grills nahekommt, ohne dessen Aufwand. Sie ist besonders praktisch für kleinere Mengen.

Soll ich die Spieße vor dem Garen salzen?

Es ist am besten, die Spieße kurz vor dem Braten oder Garen zu salzen. Wenn Sie das Fleisch zu lange vor dem Garen salzen, kann das Salz dem Fleisch durch Osmose Feuchtigkeit entziehen, was zu einem trockeneren Ergebnis führen kann. Wenn Sie eine Marinade verwenden, stellen Sie sicher, dass diese bereits Salz enthält oder salzen Sie das Fleisch direkt vor dem Anbraten.

Kann ich gefrorene Spieße direkt zubereiten?

Es wird dringend empfohlen, gefrorene Spieße vollständig im Kühlschrank aufzutauen, bevor Sie sie zubereiten. Das Garen von gefrorenem Fleisch kann zu ungleichmäßigen Ergebnissen führen: Die Außenseite ist möglicherweise schon durchgegart, während das Innere noch kalt oder roh ist. Außerdem verlängert sich die Garzeit erheblich.

Wie kann ich sicherstellen, dass die Leber auf den Spießen nicht zäh wird?

Der Schlüssel zu zarter Leber ist, sie nicht zu übergaren. Leber gart sehr schnell und wird bei Überschreiten des optimalen Gargrades (65-70°C Kerntemperatur) schnell trocken und zäh. Verwenden Sie unbedingt einen Kerntemperaturmesser und nehmen Sie die Spieße sofort aus der Hitze, sobald die gewünschte Temperatur erreicht ist. Eine kurze Ruhezeit ist auch hier wichtig.

Fazit

Wie Sie sehen, ist das Fehlen eines Grills kein Hindernis für die Zubereitung von absolut köstlichen, saftigen Spießen. Mit den richtigen Techniken und ein wenig Geduld können Sie in Ihrer eigenen Küche Ergebnisse erzielen, die Sie und Ihre Gäste begeistern werden. Ob Sie sich für die sanfte Ofenmethode, die Kombination aus Pfanne und Ofen oder die effiziente Heißluftfritteuse entscheiden – der Schlüssel zum Erfolg liegt in der Kontrolle der Temperatur, der Nutzung eines Kerntemperaturmessers und der entscheidenden Ruhezeit nach dem Garen.

Ihre bereits vorbereiteten und marinierten Schweine- und Leberspieße sind die perfekte Grundlage. Experimentieren Sie mit den hier vorgestellten Methoden, passen Sie sie an Ihre Vorlieben an und entdecken Sie, welche Technik für Sie am besten funktioniert. Mit diesen Tipps werden Ihre Spieße nicht nur durchgegart, sondern auch unglaublich saftig und voller Geschmack sein. Guten Appetit!

Wenn du andere Artikel ähnlich wie Spieße perfekt garen ohne Grill? So geht's! kennenlernen möchtest, kannst du die Kategorie Grillen besuchen.

Go up