30/08/2023
Das Tomahawk Steak ist weit mehr als nur ein einfaches Stück Fleisch – es ist ein Statement. Mit seinem imposanten Knochen und der beeindruckenden Größe verwandelt es jede Grillparty in ein unvergessliches Ereignis. Doch gerade weil dieses Premium-Cut nicht alltäglich und auch nicht ganz preiswert ist, möchten Sie sicherstellen, dass bei der Zubereitung nichts schiefgeht. Ob Sie ein erfahrener Grillmeister sind oder sich zum ersten Mal an dieses Prachtstück wagen, dieser umfassende Leitfaden wird Ihnen Schritt für Schritt zeigen, wie Sie Ihr Tomahawk Steak perfekt grillen, damit es nicht nur fantastisch aussieht, sondern auch unvergleichlich schmeckt.

Was macht das Tomahawk Steak so besonders?
Das Tomahawk Steak ist im Grunde ein Ribeye- oder Entrecôte-Steak, das jedoch an einem vollständigen Rippenknochen belassen wird. Dieser Knochen, der optisch an ein indianisches Kriegsbeil erinnert – daher der Name „Tomahawk“ –, verleiht dem Steak nicht nur sein charakteristisches, beeindruckendes Aussehen, sondern auch eine besondere Note beim Grillen. Mit einem Gewicht von typischerweise 1000 bis 1400 Gramm und einer Dicke von rund 7 Zentimetern ist es ein wahres Schwergewicht unter den Steaks, das garantiert satt macht und sich hervorragend für besondere Anlässe oder das Teilen mit mehreren Gästen eignet. Während dieser spezielle Schnitt in Deutschland erst im 21. Jahrhundert populär wurde, hat das Tomahawk Steak in den USA eine lange Tradition und gilt dort als Symbol für rustikalen, authentischen Grillgenuss.
Die Faszination des Knochens: Mehr als nur Optik
Der lange, markante Knochen des Tomahawk Steaks ist zweifellos ein echter Hingucker und zieht die Bewunderung von Grillfreunden auf sich. Doch seine Bedeutung geht weit über die Ästhetik hinaus. Er ist ein Zeichen der Authentizität und Herkunft des Fleisches, direkt vom Rücken eines ausgewachsenen Rindes. Obwohl der Knochen während des relativ kurzen Grillvorgangs weniger intensive Aromen freisetzt als beim Schmoren, trägt er dennoch zu einem saftigeren und gleichmäßigeren Grillergebnis bei. Der Knochen wirkt als natürlicher Hitzeschutz und sorgt dafür, dass das Fleisch in seiner Nähe nicht so schnell überhitzt. In Kombination mit der natürlichen Marmorierung des Fleisches, die für eine hervorragende Saftigkeit sorgt, bleibt das Tomahawk Steak auch bei hohen Temperaturen zart und geschmackvoll. Ein Steak, das am Knochen gereift wurde, kann zudem eine zusätzliche Geschmackstiefe entwickeln.
Ein Festmahl für Freunde: Das Tomahawk als Gruppen-Highlight
Die beeindruckende Größe des Tomahawk Steaks macht es zum idealen Kandidaten für ein gemeinsames Festmahl. Statt sich mit der Zubereitung vieler kleiner Steaks abzumühen, können sich Grillmeister auf die perfekte Zubereitung dieses einen, mächtigen Stücks Fleisch konzentrieren. Ein Tomahawk Steak von durchschnittlich 1 bis 1,5 Kilogramm kann je nach Appetit problemlos zwei bis drei Personen satt machen. Selbst nach dem Ablösen des Knochens bleiben, abhängig von der Rinderrasse und dem Schnitt, noch rund 800 Gramm saftiges Fleisch übrig. Ein weiterer unschätzbarer Vorteil seiner Dicke ist die Möglichkeit, das Steak scharf anzubraten und so eine köstliche Kruste mit intensiven Röstaromen zu erzeugen, ohne dabei das Risiko des Übergarens einzugehen. Dies bietet eine perfekte Balance zwischen krosser Außenseite und zartem, saftigem Inneren.
Qualität erkennen: So wählen Sie Ihr perfektes Tomahawk
Die Qualität des Tomahawk Steaks ist entscheidend für das Endergebnis. Achten Sie beim Kauf auf folgende Merkmale: Der lange Knochen und das üppige Fleisch sind offensichtlich. Eine hochwertige Ware zeichnet sich jedoch vor allem durch eine gleichmäßige, feine Marmorierung aus – das sind die kleinen Fettäderchen, die sich durch das Muskelfleisch ziehen und beim Braten schmelzen, wodurch das Steak besonders saftig und geschmackvoll wird. Einige Tomahawk Steaks weisen auch einen Fettrand auf, der, wenn er knusprig karamellisiert wird, eine zusätzliche Geschmacksebene hinzufügt, wenngleich er nicht zwingend notwendig ist. Wer sich für ein trocken gereiftes (dry-aged) Tomahawk entscheidet, sollte darauf achten, dass das Fleisch eine tiefrote Farbe aufweist. Dieses Zeichen der Trockenreifung führt zu einem reichhaltigen, leicht nussigen Geschmacksprofil und einer besonders zarten Textur.
Die Kunst des Garens: Vorwärts- oder Rückwärts-Grillen?
Bei so einem großen und dicken Steak gibt es zwei bewährte Methoden, um es auf den Punkt zu garen. Beide haben ihre Berechtigung und führen zu exzellenten Ergebnissen. Die Wahl hängt oft von Ihren persönlichen Vorlieben und der Abendplanung ab.
Vorwärts-Garen (Reverse Searing)
Dies ist die klassische Methode. Das Steak wird zuerst bei hoher, direkter Hitze von allen Seiten scharf angegrillt, um eine perfekte Kruste und intensive Röstaromen zu entwickeln. Anschließend wird es in den indirekten Bereich des Grills gelegt und dort langsam auf die gewünschte Kerntemperatur gebracht. Diese Methode ist ideal, wenn Sie den Grillvorgang am Stück durchführen und das Steak nach dem Angrillen entspannt bis zum gewünschten Gargrad weitergaren lassen möchten.
Rückwärts-Garen (Low & Slow, dann Searing)
Beim Rückwärts-Garen wird das Steak zunächst langsam und schonend im indirekten Bereich des Grills auf eine Kerntemperatur knapp unter dem gewünschten Endpunkt gebracht. Erst danach wird es über direkter, hoher Hitze kurz und kräftig von allen Seiten angebraten, um die gewünschte Kruste zu erzeugen. Diese Methode bietet den Vorteil, dass das Steak sehr gleichmäßig gart und Sie kurz vor dem Servieren noch eine "Flammen-Show" am Grill abziehen können. Wichtig ist hierbei, das Steak 2-3°C vor der gewünschten Endtemperatur vom indirekten Bereich zu nehmen, da die Temperatur beim anschließenden scharfen Angrillen noch leicht ansteigt.

Vergleich der Grillmethoden
| Merkmal | Vorwärts-Garen | Rückwärts-Garen |
|---|---|---|
| Ablauf | Scharf angrillen, dann indirekt garen | Indirekt garen, dann scharf angrillen |
| Vorteile | Klassische Methode, durchgehender Prozess, entspanntes Fertiggaren | Sehr gleichmäßiges Garen, Kontrolle über Kruste kurz vor dem Servieren |
| Nachteile | Kruste kann etwas leiden, wenn lange indirekt gegart wird | Zwei separate Phasen, erfordert Timing |
| Ideal für | Grillabende, bei denen man das Steak nach dem Angrillen in Ruhe lassen möchte | Grillmeister, die die Kontrolle über die Kruste bis zum Schluss behalten möchten |
Das richtige Equipment und die Zutaten
Um Ihr Tomahawk Steak perfekt zuzubereiten, benötigen Sie nicht viel, aber das Richtige:
- Ein Grill mit Deckel, der sowohl direkte als auch indirekte Hitze ermöglicht (Gas- oder Kohlegrill).
- Ein zuverlässiges Fleischthermometer, idealerweise ein digitales Kernthermometer, ist absolut unerlässlich für die genaue Bestimmung des Gargrades.
- Ein 1,2 kg Tomahawk Steak von hoher Qualität.
- Grobkörniges Salz, wie z.B. Maldon Sea Salt Flakes, um den reinen Fleischgeschmack zu unterstreichen.
Mehr braucht es wirklich nicht. Bei einem so guten Stück Fleisch sollte man den Eigengeschmack nicht mit zu vielen Gewürzen überdecken. Natürlich steht es Ihnen frei, das Tomahawk Steak auch im Vorfeld zu würzen, aber Vorsicht beim direkten Grillen, damit die Gewürze nicht verbrennen. Eine Alternative ist auch ein Stück Kräuterbutter, das nach dem Grillen auf das heiße Steak gelegt wird.
Schritt für Schritt zum perfekten Tomahawk Steak (Vorwärts-Garen)
Die Zubereitung eines Tomahawk Steaks ist keine Hexerei, erfordert aber Präzision und Geduld. Hier ist eine bewährte Anleitung für das Vorwärts-Garen:
- Vorbereitung: Nehmen Sie das Tomahawk Steak ca. 2 Stunden, bevor es auf den Grill soll, aus dem Kühlschrank. So kann es Raumtemperatur annehmen, was ein gleichmäßigeres Garen fördert.
- Grill vorheizen: Heizen Sie Ihren Grill auf starke, direkte Hitze vor. Bei einem Kohlegrill sollte die Kohle eine weiße Ascheschicht haben. Stellen Sie sicher, dass Sie auch einen indirekten Bereich auf dem Grill einrichten können.
- Scharfes Angrillen: Legen Sie das Steak direkt über die Hitzequelle und grillen Sie es etwa 3 Minuten pro Seite scharf an. Schließen Sie dabei den Deckel und lassen Sie das Steak (außer zum einmaligen Wenden) in Ruhe. Das Schlimmste, was Sie jetzt tun können, ist das Steak innerhalb der 3 Minuten zu bewegen – lassen Sie die Maillard-Reaktion ihre Arbeit tun und eine schöne Kruste bilden.
- Indirektes Garen: Nach dem direkten Angrillen legen Sie das Steak in den indirekten Bereich des Grills. Stecken Sie den Fühler des Fleischthermometers möglichst mittig in den dicksten Teil des Steaks, um die Kerntemperatur genau zu überwachen.
- Kerntemperatur erreichen: Stellen Sie den Garraum auf eine Temperatur von ca. 100-120°C ein. Lassen Sie das Steak dort ohne weiteres Zutun garen, bis die gewünschte Kerntemperatur erreicht ist. Dieser Vorgang kann je nach Dicke des Steaks und Temperatur des Grills zwischen 1 bis 2 Stunden dauern.
- Ruhezeit: Nach Erreichen der Kerntemperatur nehmen Sie das Steak vom Grill. Lassen Sie es dann für mindestens 5 bis 10 Minuten ruhen. Diese Ruhezeit ist entscheidend, damit sich die Fleischsäfte im Steak verteilen können und es beim Anschnitt nicht trocken wird. Um ein zu starkes Abkühlen zu verhindern, können Sie es lose mit Alufolie abdecken (nicht fest einwickeln, sonst geht die Kruste verloren) oder es im ausgeschalteten Grill mit geöffnetem Deckel kurz ruhen lassen, bevor Sie den Deckel für die letzten Minuten wieder schließen, um die Restwärme zu nutzen. Alternativ kann es auch bei 50°C im Backofen ruhen.
- Servieren: Schneiden Sie das Tomahawk Steak am besten quer zur Faser (vom Knochen nach außen) in Scheiben. Würzen Sie es nach Belieben mit Salz und/oder Pfeffer. Guten Appetit!
Zubereitung in Pfanne und Ofen: Eine Alternative für drinnen
Falls das Wetter nicht mitspielt oder Sie keinen Grill zur Hand haben, lässt sich ein Tomahawk Steak auch hervorragend in der Pfanne und im Ofen zubereiten:
- Vorbereitung: Nehmen Sie das Steak mindestens 30 Minuten vor der Zubereitung bei Raumtemperatur aus dem Kühlschrank.
- Würzen: Würzen Sie das Steak großzügig mit Salz und Pfeffer oder Ihrer bevorzugten Steakgewürzmischung.
- Pfanne erhitzen: Geben Sie etwas hocherhitzbares Öl (z.B. Rapsöl oder Butterschmalz) in eine schwere, ofenfeste Pfanne (am besten Gusseisen) und erhitzen Sie sie bei mittelhoher bis hoher Temperatur, bis das Öl leicht raucht.
- Anbraten: Braten Sie das Steak 2-3 Minuten von jeder Seite an, bis eine schöne goldbraune Kruste entsteht. Achten Sie darauf, auch die Seiten des Steaks kurz anzubraten.
- Ofen garen: Heizen Sie Ihren Ofen auf 150°C vor. Legen Sie das angebratene Steak in die ofenfeste Pfanne (oder eine andere ofenfeste Form) und schieben Sie es in den vorgeheizten Ofen.
- Temperatur überprüfen: Verwenden Sie ein Fleischthermometer, um die Kerntemperatur zu überprüfen. Je nach gewünschtem Gargrad und Dicke des Steaks kann dies zwischen 15 und 35 Minuten dauern.
- Ruhezeit: Lassen Sie das Steak nach dem Herausnehmen aus dem Ofen 5-10 Minuten ruhen, damit sich die Säfte im Fleisch verteilen können.
- Aufschneiden und Servieren: Schneiden Sie das Fleisch gegen die Faser in Scheiben und servieren Sie es sofort.
Kerntemperaturen für Ihren Wunsch-Gargrad
Die genaue Kerntemperatur ist der Schlüssel zum perfekten Gargrad Ihres Tomahawk Steaks. Ein gutes Fleischthermometer ist hier Ihr bester Freund. Beachten Sie, dass die Temperatur nach dem Garen noch um 1-2 Grad ansteigen kann (Carry-over-Effekt), besonders wenn Sie es direkt vom Grill nehmen:
| Gargrad | Beschreibung | Kerntemperatur |
|---|---|---|
| Blutig / Rare | Innen kühl und rot | ca. 45°C |
| Englisch / Medium Rare | Warmrot im Kern | ca. 50°C |
| Rosa / Medium | Durchgehend rosa | ca. 55°C |
| Halb-rosa / Medium Done | Leicht rosa im Kern | ca. 60-65°C |
| Durchgebraten / Done | Grau durchgehend | ab 70°C |
Die letzten beiden Temperaturen stehen hier nur der Vollständigkeit halber. Bitte tun Sie diesem tollen Steak das nicht an! Ein Tomahawk Steak entfaltet sein volles Potenzial am besten bei den Gargraden "Englisch" oder "Rosa", wo es noch herrlich saftig und zart ist.
5 Ultimative Hacks und Tricks für Ihr Tomahawk Steak
Um Ihr Grillerlebnis mit dem Tomahawk Steak zu perfektionieren, haben wir hier fünf bewährte Profi-Tipps für Sie:
- Kernthermometer für die perfekte Garstufe: Das Tomahawk Steak ist durch seine enorme Dicke eine besondere Herausforderung. Ein digitales Kernthermometer ist daher nicht nur nützlich, sondern absolut unerlässlich. Stechen Sie es stets in den dicksten Teil des Steaks, ohne den Knochen zu berühren, um die präziseste Messung zu erhalten. So stellen Sie sicher, dass es genau nach Ihrem Geschmack gegart wird, vermeiden das Über- oder Untergaren und erzielen jedes Mal perfekte, reproduzierbare Ergebnisse.
- Butterbaste für extra Röstaromen: Während des indirekten Garens oder des Bratens in der Pfanne können Sie das Steak regelmäßig mit geschmolzener Butter (gerne mit etwas Knoblauch und Rosmarin aromatisiert) übergießen. Dies fördert nicht nur die Bildung einer wunderbar krustigen Außenseite, sondern verleiht dem Steak auch zusätzlichen Geschmack und eine glänzende Oberfläche.
- Zwei-Zonen-Grillmethode: Um sicherzustellen, dass das dicke Tomahawk Steak gleichmäßig durchgart, ohne außen zu verbrennen, ist die Zwei-Zonen-Methode auf dem Grill der Schlüssel zum Erfolg. Beginnen Sie mit dem scharfen Angrillen direkt über der Hitze, um die begehrte Kruste zu erzeugen. Verschieben Sie es dann in den indirekten Bereich des Grills, wo es langsam und schonend auf die gewünschte Kerntemperatur garen kann. Diese Technik verhindert das Austrocknen des Fleisches und sorgt für eine perfekte Textur von Rand zu Kern.
- Knochen als natürlicher Griff: Der lange Knochen des Tomahawk Steaks ist nicht nur optisch beeindruckend, sondern auch äußerst funktional. Nutzen Sie den Knochen als praktischen, natürlichen Griff beim Wenden des Steaks auf dem Grill oder in der Pfanne. Dies ermöglicht eine sichere Handhabung des schweren Fleischstücks und minimiert das Risiko, das Fleisch mit einer Zange zu beschädigen und so wertvolle Säfte zu verlieren.
- Rosmarin- und Knoblauch-Infusion: Für ein zusätzliches Aromenfeuerwerk, fügen Sie während des indirekten Garens auf dem Grill oder während des Bratens in der Pfanne frische Rosmarinzweige und halbierte Knoblauchzehen hinzu. Legen Sie diese direkt neben oder unter das Steak. Die ätherischen Öle von Rosmarin und Knoblauch werden durch die Hitze freigesetzt und infundieren das Fleisch mit einer subtilen, aber köstlichen Geschmacksnote, die perfekt zum kräftigen Rindfleisch passt.
Mit diesen Tricks und Hacks wird Ihr Tomahawk Steak nicht nur optisch zum Highlight, sondern auch geschmacklich zu einem unvergesslichen Erlebnis, das Ihre Gäste beeindrucken wird!
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Tomahawk Steak
Wie lange muss ein Tomahawk Steak ruhen?
Die Ruhezeit ist ein kritischer Schritt, der oft unterschätzt wird. Ein Tomahawk Steak sollte nach dem Garen mindestens 5 bis 10 Minuten ruhen. Bei besonders dicken Exemplaren kann die Ruhezeit auch bis zu 15 Minuten betragen. Während dieser Zeit verteilen sich die Fleischsäfte, die sich beim Garen an den Rand gedrängt haben, wieder gleichmäßig im gesamten Steak. Das Ergebnis ist ein saftigeres und zarteres Stück Fleisch beim Anschnitt. Um das Steak währenddessen warm zu halten, können Sie es locker mit Alufolie abdecken oder es im ausgeschalteten Grill bzw. Backofen bei etwa 50°C ruhen lassen.
Wie grille ich ein 1,2 kg Tomahawk Steak richtig?
Die Zubereitung eines 1,2 kg Tomahawk Steaks erfordert die Beherrschung der Zwei-Zonen-Grillmethode. Beginnen Sie, indem Sie das Steak für etwa 3 Minuten pro Seite über direkter, hoher Hitze scharf angrillen, um eine schöne Kruste zu erzeugen. Anschließend verschieben Sie es in den indirekten Bereich Ihres Grills. Dort sollte die Temperatur des Garraums bei etwa 100-120°C liegen. Stecken Sie ein Fleischthermometer in den dicksten Teil des Steaks und garen Sie es indirekt, bis die gewünschte Kerntemperatur erreicht ist (z.B. 55°C für Medium). Dieser indirekte Garvorgang kann je nach Grill und gewünschtem Gargrad 1 bis 2 Stunden dauern. Eine detaillierte Anleitung finden Sie im Abschnitt "Schritt für Schritt zum perfekten Tomahawk Steak (Vorwärts-Garen)".
Wie hoch sollte die Kerntemperatur beim Tomahawk Steak sein?
Die ideale Kerntemperatur hängt von Ihrem gewünschten Gargrad ab. Für ein Tomahawk Steak empfehlen wir die folgenden Richtwerte: für "Englisch" (Medium Rare) etwa 50°C, für "Rosa" (Medium) etwa 55°C. Wenn Sie es etwas durchgegarte bevorzugen, liegt "Halb-rosa" (Medium Done) bei 60-65°C. Es ist jedoch ratsam, ein Tomahawk Steak nicht "Durchgebraten" (über 70°C) zu garen, da es sonst seine Saftigkeit und Zartheit verlieren kann. Verwenden Sie immer ein zuverlässiges Fleischthermometer, um die Kerntemperatur genau zu überwachen.
Wie erkenne ich, ob ein Tomahawk trocken ist?
Ein trockenes Tomahawk Steak ist das Ergebnis von Übergaren. Die beste Prävention ist die genaue Überwachung der Kerntemperatur mit einem Fleischthermometer, um das Steak nicht über den gewünschten Gargrad hinaus zu garen. Ein hochwertiges Tomahawk Steak mit guter Marmorierung bleibt von Natur aus saftig, da das intramuskuläre Fett beim Garen schmilzt und das Fleisch von innen heraus feucht hält. Wenn das Steak jedoch zu lange oder bei zu hoher Temperatur gegart wurde, kann es trocken und faserig werden. Visuell kann sich dies durch eine sehr feste Textur und einen Mangel an austretendem Saft beim Anschnitt zeigen. Ein rosafarbener oder rötlicher Kern ist ein gutes Zeichen für Saftigkeit; ein durchgehend grauer Kern deutet auf Trockenheit hin.
Fazit zum Tomahawk Steak
Das Tomahawk Steak ist weit mehr als nur ein Stück Fleisch auf dem Grill oder in der Pfanne. Es verkörpert ein echtes Grillerlebnis, das sowohl optisch als auch geschmacklich beeindruckt. Durch seine besondere Größe und den charakteristischen Knochen wird es zum unbestreitbaren Highlight jeder Grillparty oder jedes besonderen Anlasses. Doch um dieses Premium-Stück Fleisch wirklich in seiner vollen Pracht zu genießen, sind Know-how und die richtigen Techniken erforderlich. Mit der Beherrschung der Zwei-Zonen-Grillmethode, der präzisen Überwachung der Kerntemperatur und der Einhaltung der wichtigen Ruhezeit wird jedes Tomahawk Steak zu einem kulinarischen Meisterwerk, das in Erinnerung bleibt. Ob als imposantes Hauptgericht für besondere Anlässe oder als ultimativer Grillgenuss im Sommer – das Tomahawk Steak verdient den Respekt und die richtige Zubereitung, um sein volles Potenzial zu entfalten und Ihnen und Ihren Gästen ein unvergessliches Geschmackserlebnis zu bescheren. Wagen Sie sich an dieses königliche Stück Fleisch, und Sie werden mit einem unvergleichlichen Genuss belohnt!
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