Welche Tiere kommen in den Gartenteich?

Leben im Gartenteich: Faszinierende Bewohner

12/05/2021

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Ihr Gartenteich ist weit mehr als nur ein dekoratives Element in Ihrem Garten; er ist ein pulsierendes Biotop, das eine erstaunliche Vielfalt an Lebewesen beherbergt. Selbst wenn Sie keine Fische einsetzen, wird Ihr Teich schnell zu einem Zuhause für unzählige Pflanzen und Tiere, die sich dort von selbst ansiedeln. Das Beobachten dieser natürlichen Bewohner ist nicht nur faszinierend, sondern auch ein klares Zeichen dafür, dass Ihr Teich im biologischen Gleichgewicht ist und hervorragend funktioniert. Tauchen Sie ein in die verborgene Welt unter der Wasseroberfläche und erfahren Sie, welche Tiere Ihren Gartenteich beleben und wie Sie dieses empfindliche Ökosystem fördern können.

Welche Tiere kommen in den Gartenteich?
Gut geeignet sind heimische Friedfische wie Rotfedern, Rotaugen oder Moderlieschen. In seltenen Fällen kommen Fische auch in Ihren Gartenteich, wenn sich der Laich an Wasserpflanzen befindet. Auch Tiere wie Frösche können den Laich mitunter in Ihren Teich tragen. Auch Vögel kommen gelegentlich an Ihren Teich, doch bleiben sie nicht dauerhaft.
Inhaltsverzeichnis

Mikroorganismen: Die unsichtbaren Architekten des Lebens

Die kleinsten, aber keineswegs unwichtigsten Bewohner Ihres Gartenteichs sind die Mikroorganismen. Obwohl sie nicht direkt zu den Tieren im herkömmlichen Sinne zählen, sind sie die grundlegenden Bausteine jedes funktionierenden Ökosystems. Hierzu gehören unzählige Arten von Bakterien sowie tierische Einzeller wie Geißeltierchen, Rädertierchen und Pantoffeltierchen. Einige dieser winzigen Lebewesen sind von entscheidender Bedeutung, da sie schädliche Stoffe abbauen und somit maßgeblich zum biologischen Gleichgewicht beitragen. Sie wandeln organische Abfälle um und sorgen dafür, dass das Wasser klar und gesund bleibt. Andere Mikroorganismen hingegen können Fäulnisprozesse begünstigen und im schlimmsten Fall zum "Kippen" des Wassers führen. Um die nützlichen Mikroorganismen zu unterstützen und eine gesunde Umgebung zu gewährleisten, ist es unerlässlich, Verunreinigungen wie abgestorbene Pflanzenreste oder überschüssiges Futter regelmäßig aus dem Teich zu entfernen.

Die faszinierende Welt der Wasserinsekten und ihrer Larven

Insekten sind oft die ersten Tiere, die einen neu angelegten Teich besiedeln. Ihre Vielfalt ist beeindruckend, und während einige willkommene Helfer sind, können andere zu lästigen Plagegeistern werden.

Mücken: Ungebetene Gäste und ihre Bekämpfung

Mücken und ihre Larven sind wohl die bekanntesten, aber auch die am wenigsten beliebten Teichbewohner. Besonders an warmen Sommertagen können sie zu einer echten Plage werden. Weibliche Mücken suchen stehende Gewässer wie Gartenteiche auf, um ihre Eier abzulegen, da die Larven für ihre Entwicklung auf Wasser angewiesen sind. Die Stiche sind nicht nur unangenehm juckend, sondern können sich auch entzünden und sogar Krankheiten übertragen. Um Mückenlarven im Teich zu bekämpfen, gibt es mehrere Ansätze. Eine einfache Methode ist das regelmäßige Abfischen der Larven. Viel effektiver ist jedoch der Einsatz von Fischen, die Mückenlarven zum Fressen gern haben, wie Rotaugen, Rotfedern, Goldfische oder Goldorfen. Diese Fische dezimieren die Larvenpopulation auf natürliche Weise. Auch Wasserspiele, die Bewegung ins Wasser bringen, erschweren Mücken die Eiablage. Zusätzlich können duftende Pflanzen wie Zitronengras, Zitronenmelisse, Salbei oder Lavendel Mücken fernhalten. Als Alternative bieten sich Mückenfallen an, die Kohlendioxid verströmen und die Mücken anziehen und einsaugen.

Libellen: Elegante Jäger am Teich

Libellen sind die absoluten Stars unter den Teichinsekten – wunderschön, faszinierend und echte Flugkünstler. Diese Großinsekten sind am Gartenteich äußerst willkommen, da sie verschiedene Schädlinge, insbesondere Mücken, fressen. Trotz alter, furchterregender Namen wie "Teufelsnadel" sind Libellen scheue und für Menschen völlig ungefährliche Tiere. Um diese eleganten Flugakrobaten an Ihren Teich zu locken, sollten Sie auf eine üppige Bepflanzung des Uferbereichs mit Blühpflanzen achten und für sauberes Wasser sorgen. Die Larven von Libellen, die oft mehrere Jahre im Wasser verbringen, überwintern im Teich. Dafür sollte der Teich an seiner tiefsten Stelle mindestens 80 Zentimeter tief sein, um ein komplettes Zufrieren zu verhindern.

Weitere nützliche Insektenlarven

Neben Mücken- und Libellenlarven gibt es eine Vielzahl weiterer Insekten, die Ihren Gartenteich als Brutstätte nutzen und im Larvenstadium dort leben:

  • Köcherfliegenlarven: Diese Larven sind leicht an ihrem selbstgebauten Köcher aus Pflanzenresten, kleinen Steinchen und Schneckenhäusern zu erkennen, der ihnen als Schutz dient. Sie sind nützliche Insekten, da sie sich von Algen und abgestorbenen Pflanzenteilen (Detritus) ernähren und somit zur Algenbekämpfung beitragen.
  • Eintagsfliegenlarven: Obwohl die erwachsenen Eintagsfliegen nur wenige Stunden oder Tage leben, können ihre Larven bis zu drei Jahre im Wasser verbringen. Sie sind oft an ihren drei Schwanzfäden und Fächerkiemen am Hinterleib zu erkennen. Auch sie ernähren sich von Algen und Detritus und unterstützen so die Teichreinigung.
  • Schlammfliegenlarven (Netzflügler): Diese Larven halten sich am Grund des Teiches auf und sind daher seltener zu sehen. Sie ernähren sich von kleinen Lebewesen im Teichschlamm und sind somit Teil des natürlichen Kreislaufs.

Amphibien: Quakende und kriechende Bewohner

Frösche, Kröten und Molche sind faszinierende Amphibien, die das Leben an und in Ihrem Gartenteich bereichern.

Frösche und Kröten: Nützliche Schädlingsbekämpfer

Kröten sind vielleicht nicht die Schönsten, aber sie sind äußerst nützlich! Sie fressen eine Vielzahl schädlicher Insekten, darunter auch Mücken, und sind sogar bei der Bekämpfung von Nacktschnecken behilflich. Obwohl sie zum Laichen den Teich aufsuchen, verbringen sie die meiste Zeit in der näheren Umgebung. Frösche hingegen halten sich gerne im und am Wasser auf und legen dort auch ihren Laich ab. Das laute und langanhaltende Quaken der männlichen Frösche mag manchmal störend sein, doch sollte man dies für den großen Nutzen in Kauf nehmen: Frösche dezimieren ebenfalls schädliche Insekten, einschließlich Mücken und deren Larven, und tragen so zur Schädlingsbekämpfung bei.

Welche Arten von Grillen gibt es?
In mehreren Unterfamilien gibt es weltweit über hundert verschiedene Arten der Echten Grillen, hier eine Auswahl: Die Maulwurfsgrillen (Gryllotalpidae) gehören nicht zu den Echten Grillen, sondern bilden innerhalb derselben Ordnung eine eigene Familie. Faunabox (Kunststoff; Japan 2003) und chinesischer Grillenkäfig (Holz, Kürbis, Glas; China Anf.

Molche: Scheue Schwanzlurche

Molche, eine Art Schwanzlurch, sind ebenfalls sehr nützliche Gäste an Ihrem Gartenteich, da sie viele schädliche Insekten fressen. Diese Tiere sind jedoch ziemlich scheu und bevorzugen naturnahe Gartenteiche. Sie siedeln sich oft schnell an neu angelegten Teichen an, doch um sie dauerhaft zu halten, benötigen sie viele Versteckmöglichkeiten. Achten Sie auf eine üppige Bepflanzung mit Wasserpflanzen wie Seerosen, die den Molchen Schutz vor Fressfeinden bieten. Molche laichen im flachen Wasser. Wenn Sie möchten, dass sich Molche in Ihrem Teich vermehren, sollten Sie auf Fische verzichten, da diese den Molchlaich fressen.

Weichtiere: Die stillen Wasserfilter

Muscheln und Schnecken sind oft unscheinbare, aber wichtige Bewohner, die maßgeblich zur Wasserqualität Ihres Teiches beitragen.

Muscheln: Seltene, aber wichtige Filter

Teichmuscheln gelangen meist als Laich mit Fischen oder Wasserpflanzen in den Teich und werden oft erst bei der Teichreinigung entdeckt. Lassen Sie Muscheln unbedingt im Teich, denn sie sind hervorragende Wasserfilter und fressen Algen. Ihre Anwesenheit ist ein gutes Zeichen für ein gesundes Ökosystem. Wenn Sie Bitterlinge in Ihrem Teich halten möchten, sind Muscheln sogar unerlässlich, da diese Fische die Kiemen der Muscheln zur Eiablage nutzen.

Wasserschnecken: Algenfresser mit Haus

Ähnlich wie Muscheln tragen Wasserschnecken erheblich zu einer guten Wasserqualität bei, indem sie Algen und Pflanzenreste fressen. Sie können Wasserschnecken in Zoohandlungen erwerben, doch oft siedeln sie sich auch von selbst an, beispielsweise über Wasserpflanzen oder mit Fischen.

Fische: Farbenfrohe Bewohner mit Verantwortung

Fische sind für viele Teichbesitzer der Inbegriff eines Gartenteiches. Meistens müssen Sie Fische selbst einsetzen, indem Sie sie kaufen oder von anderen Teichbesitzern erhalten. Achten Sie bei der Auswahl darauf, welche Arten gut miteinander harmonieren und welche spezifischen Ansprüche sie an die Haltung stellen. Heimische Friedfische wie Rotfedern, Rotaugen oder Moderlieschen sind oft gut geeignet. In seltenen Fällen können Fische auch durch Laich, der an Wasserpflanzen haftet, in Ihren Teich gelangen, oder sogar durch Tiere wie Frösche, die den Laich unfreiwillig übertragen.

Gefiederte Besucher: Vögel am Teich

Auch Vögel besuchen gelegentlich Ihren Gartenteich. Ist der Teich groß genug und bietet er mit einer vielfältigen Bepflanzung die richtigen Bedingungen, kann er sogar für Enten einladend wirken. Weniger willkommene Gäste sind Fischreiher, die sich gerne an Ihrem Fischbestand bedienen. Befindet sich ein größeres Gewässer in der Nähe, ist es auch nicht ausgeschlossen, dass sich ein Kormoran zu Ihrem Teich verirrt und Ihre Fischpopulation dezimiert.

Was ist der Unterschied zwischen einer Hausgrille und einem Käfer?
Bei der Hausgrille steht dann im Zutatenverzeichnis „teilweise entfettetes Pulver aus Acheta domesticus (Hausgrille)“; beim Käfer heißt es „gefrorene Larven/Paste aus Larven von Alphitobius diaperinus (Getreideschimmelkäfer)“ oder „getrocknete Larven/Pulver aus Larven von Alphitobius diaperinus (Getreideschimmelkäfer).“

So locken Sie Tiere in Ihren Gartenteich

Möchten Sie eine reiche und vielfältige Tierwelt in Ihrem Gartenteich fördern, gibt es einige wichtige Punkte zu beachten:

  • Vielfältige Wassertiefen: Schaffen Sie unterschiedliche Tiefenzonen, von flachen Uferbereichen (z.B. 10-30 cm) bis zu tieferen Zonen (mindestens 80 cm für Überwinterung). Dies bietet verschiedenen Tieren geeignete Lebensräume.
  • Ein- und Ausstiegsmöglichkeiten: Sorgen Sie für flache Uferbereiche, Steine oder Äste, die Tieren wie Fröschen, Kröten und Igeln einen sicheren Zugang zum und Abgang vom Wasser ermöglichen.
  • Umfangreiche Bepflanzung: Viele Wasser- und Uferpflanzen locken nicht nur Insekten an, sondern bieten auch Versteckmöglichkeiten und Laichplätze für Amphibien und andere Tiere. Seerosen, Schilf, Sumpfdotterblumen und Schwertlilien sind nur einige Beispiele.
  • Naturnahe Gestaltung: Je natürlicher Ihr Teich gestaltet ist, desto attraktiver wirkt er auf die Tierwelt. Vermeiden Sie zu viele künstliche Elemente und setzen Sie auf ein ausgewogenes Verhältnis von Pflanzen, Wasser und Stein.
  • Geduld und Beobachtung: Es braucht Zeit, bis sich ein Ökosystem etabliert. Seien Sie geduldig und genießen Sie das Beobachten der sich ansiedelnden Lebewesen.

Häufig gestellte Fragen (FAQs)

Hier finden Sie Antworten auf oft gestellte Fragen zum Leben in Ihrem Gartenteich:

Warum ist das biologische Gleichgewicht im Teich so wichtig?

Das biologische Gleichgewicht sorgt dafür, dass sich Nährstoffe und Lebewesen im Teich in einem stabilen Verhältnis befinden. Nützliche Mikroorganismen bauen Schadstoffe ab, während Tiere wie Insektenlarven oder Schnecken Algen fressen. Ein gestörtes Gleichgewicht kann zu Algenblüten, trübem Wasser oder sogar zum "Kippen" des Teiches führen.

Welche Fische fressen Mückenlarven?

Einige Fischarten sind hervorragende Fresser von Mückenlarven. Dazu gehören Rotaugen, Rotfedern, Goldfische, Goldorfen, Moderlieschen und Elritzen. Achten Sie jedoch darauf, die Fische nicht zu überfüttern, da sie sonst weniger Interesse an den Mückenlarven zeigen.

Kann ich Molche und Fische zusammen im Teich halten?

Es ist schwierig, Molche und Fische zusammen zu halten, insbesondere wenn Sie möchten, dass sich die Molche vermehren. Viele Fischarten fressen den Laich und die Kaulquappen der Molche, wodurch der Nachwuchs gefährdet ist. Für eine erfolgreiche Molchzucht ist ein fischfreier Teich oft die beste Lösung.

Sind alle Insektenlarven im Teich nützlich?

Die meisten Insektenlarven im Teich sind entweder nützlich, da sie Algen oder Detritus fressen, oder sie dienen als Nahrung für andere Tiere. Mückenlarven sind zwar lästig, sobald sie erwachsen sind, aber als Larven sind sie eine wichtige Nahrungsquelle. Räuberische Larven wie die von Libellen helfen, andere Insektenpopulationen zu kontrollieren.

Was tun, wenn sich unerwünschte Tiere wie Reiher am Teich ansiedeln?

Fischreiher können eine Bedrohung für Ihren Fischbestand darstellen. Maßnahmen zur Abschreckung können Reiherfiguren, Spanndrähte über dem Teich, Netze oder auch Bewegungsmelder mit Wasserspritzern sein. Eine dichte Uferbepflanzung bietet den Fischen zudem mehr Versteckmöglichkeiten.

Übersicht ausgewählter Teichbewohner und ihrer Rollen
TierartHauptrolle im ÖkosystemBesonderheiten/Hinweise
MikroorganismenAbbau von Schadstoffen, NährstoffkreislaufGrundlage für das biologische Gleichgewicht.
MückenlarvenNahrung für Fische und AmphibienErwachsene Mücken können lästig sein; durch Fische kontrollierbar.
LibellenlarvenRäuber von Mückenlarven und anderen InsektenBenötigen sauberes Wasser und Verstecke; Indikator für gute Wasserqualität.
KöcherfliegenlarvenFressen Algen und DetritusBauen schützende Köcher; helfen bei der Algenkontrolle.
Frösche & KrötenFressen Insekten, Schnecken; LaichablageQuaken der Frösche kann laut sein; sehr nützliche Schädlingsbekämpfer.
MolcheFressen Insekten; scheuBenötigen viele Wasserpflanzen als Verstecke; Fischbesatz kann Laich gefährden.
WasserschneckenAlgenfresser, fressen PflanzenresteTragen zur Wasserklärung bei; können sich leicht ansiedeln.
TeichmuschelnFiltern Wasser, fressen AlgenSelten, aber sehr nützlich; wichtig für Bitterlinge.
FischeFressen Insektenlarven; ästhetischer WertMüssen bewusst eingesetzt werden; können Gleichgewicht beeinflussen.

Ein Gartenteich ist ein lebendiges Kunstwerk, das sich ständig weiterentwickelt. Indem Sie die Bedürfnisse seiner Bewohner verstehen und eine naturnahe Gestaltung fördern, schaffen Sie nicht nur ein wunderschönes Element für Ihren Garten, sondern auch einen wertvollen Lebensraum, der Ihnen unzählige Stunden der Beobachtung und Freude bereiten wird. Genießen Sie die Vielfalt des Lebens, die Ihr Teich zu bieten hat!

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