Wie schwer ist ein Roastbeef am Stück?

Zartes Roastbeef vom Grill: Dein ultimativer Guide

24/04/2025

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Ein saftiges Roastbeef vom Grill ist ein wahrer Genuss und das Highlight jeder Grillparty. Doch die Größe eines Roastbeefs, das mehrere Kilogramm wiegen kann, mag auf den unerfahrenen Griller zunächst einschüchternd wirken. Keine Sorge! Mit der richtigen Herangehensweise und ein paar einfachen Tipps wird dein Roastbeef vom Grill wunderbar zart, unglaublich saftig und perfekt auf den Punkt gegart sein. Dieser umfassende Guide führt dich Schritt für Schritt durch den gesamten Prozess, von der Auswahl des Fleisches bis zum Anschnitt des fertigen Meisterwerks.

Warum schmeckt Roastbeef so schlecht?
Geschmacksverlust: Das Fett in und auf dem Fleisch kann während des Garens schmelzen und dem Roastbeef zusätzlichen Geschmack und Saftigkeit verleihen. Trockenheit: Das Entfernen der Fettschicht kann dazu führen, dass das Fleisch beim Garen trockener wird, besonders wenn es zu lange gekocht wird.
Inhaltsverzeichnis

Was ist Roastbeef überhaupt? Anatomie eines Edelstücks

Bevor wir uns den praktischen Schritten widmen, ist es hilfreich zu verstehen, was genau ein Roastbeef ist und wo es im Rind sitzt. Das Roastbeef, in den USA oft als Striploin oder New York Strip bezeichnet und in Österreich als Beiried bekannt, ist eines der zartesten und begehrtesten Muskeln des Rindes. Es befindet sich im Rückenbereich des Tieres, genauer gesagt im hinteren Teil des Rinderrückens.

Da dieser Muskel im Leben des Rindes nur wenig beansprucht wird, ist er von Natur aus besonders zart. Der vordere Teil des Rinderrückens wird in das hohe Roastbeef, das flache Roastbeef und das Zwischenrippenstück unterteilt. Letzteres ist auch als RibEye oder Entrecôte bekannt. Da das Roastbeef direkt in das Entrecôte übergeht, kann es vorkommen, dass auch im Roastbeef das charakteristische „Fettauge“ des RibEyes zu finden ist. Aus dem Roastbeef werden die beliebten Rumpsteaks geschnitten.

Die Qualität des Roastbeefs hängt stark von der Marmorierung ab, also der feinen Verteilung von Fett im Muskelgewebe. Eine gute Marmorierung sorgt für zusätzlichen Geschmack und Saftigkeit während des Garvorgangs. Auch der Fettdeckel auf der Oberseite des Roastbeefs ist ein wichtiger Bestandteil, der das Fleisch beim Grillen vor dem Austrocknen schützt und Aroma abgibt.

Die Wahl des richtigen Roastbeefs: Qualität zählt

Der Grundstein für ein perfektes Roastbeef wird bereits beim Einkauf gelegt. Achte unbedingt auf qualitativ hochwertiges Rindfleisch. Eine tiefrote Farbe und eine feine, gleichmäßige Fettmarmorierung sind erste optische Qualitätsmerkmale. Doch es gibt noch weitere Faktoren, die die Zartheit und den Geschmack deines Roastbeefs beeinflussen:

  • Tieralter und Geschlecht: Am geschmackvollsten gilt das fein marmorierte Fleisch von Ochsen oder Färsen (weiblichen Rindern).
  • Fleischreifung: Rindfleisch sollte niemals schlachtfrisch zubereitet werden. Es muss eine Weile reifen, um zart und geschmackvoll zu werden. Die meisten Metzger lassen das Fleisch etwa eine Woche reifen (Trockenreifung oder Wet-Aging).
  • Rinderrasse: Verschiedene Rinderrassen bieten unterschiedliche Fettanteile, Marmorierungen und Faserungen. Hochwertige Ware erhält man beispielsweise von Rassen wie Black Angus oder Simmentaler Rindern. Exklusivere Rassen wie das japanische Wagyu oder Kobe-Rind sind für ihre extreme Marmorierung bekannt.

Lagerung vor dem Grillen

Nach dem Einkauf solltest du das Roastbeef korrekt lagern. Lege es in eine Schüssel, decke es mit einem Teller, Frischhaltefolie oder einem feuchten Tuch ab und bewahre es an der kältesten Stelle deines Kühlschranks auf (oft über dem Gemüsefach). Idealerweise sollte es spätestens nach fünf Tagen zubereitet werden.

Vorbereitung ist die halbe Miete: Parieren und Würzen

Die richtige Vorbereitung des Roastbeefs ist entscheidend für ein gleichmäßiges Garergebnis und optimalen Geschmack.

Roastbeef parieren: Fettdeckel dran oder ab?

Das Parieren bedeutet, Sehnen und überschüssiges Fett vom Fleisch zu entfernen. Eine wichtige Entscheidung dabei ist, ob der Fettdeckel auf der Oberseite des Roastbeefs entfernt werden soll oder nicht. Hier die Vor- und Nachteile:

  • Fettdeckel dranlassen: Er schützt das Fleisch während des Garvorgangs vor dem Austrocknen und gibt zusätzliches Aroma ab. Viele schneiden ihn erst nach dem Garen ab, wenn er nicht mitgegessen werden soll.
  • Fettdeckel entfernen: Eine größere Fleischoberfläche steht für die Würzung zur Verfügung, was zu einer intensiveren Kruste führen kann. Wenn du das Roastbeef später als Aufschnitt verwenden möchtest, ist es ratsam, den Fettdeckel vorher zu entfernen.

Letztendlich ist es reine Geschmackssache. Entferne in jedem Fall alle sichtbaren Sehnen und versuche, das Fleisch in eine möglichst gleichmäßige Form zu bringen. Sollte das Roastbeef durch das Parieren ungleichmäßig geworden sein, kannst du es mit etwas Küchengarn in Form binden. So gart es gleichmäßiger und bleibt saftiger.

Die perfekte Würzung: Weniger ist oft mehr

Roastbeef ist ein edles Teilstück mit einem ausgeprägten Eigengeschmack, den man nicht überdecken sollte. Setze daher auf frische, hochwertige Zutaten statt auf dominante BBQ-Rubs.

Zutaten für eine klassische Marinade (für ca. 1 kg Roastbeef):

  • 1 kg Roastbeef am Stück
  • 1 Knoblauchzehe (fein gehackt)
  • 5 EL Olivenöl (gute Qualität)
  • 1 Zweig Rosmarin (fein gehackt)
  • 1 TL Thymian
  • 1 TL Majoran
  • 1 TL Oregano
  • 1 TL grobes Meersalz
  • 1/2 TL Pfeffer Symphonie oder frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitung der Marinade:

Vermische alle gehackten Kräuter, Knoblauch, Salz und Pfeffer mit dem Olivenöl zu einer Paste. Reibe das vorbereitete Roastbeef großzügig damit ein. Lass die Gewürze idealerweise 30-60 Minuten bei Raumtemperatur einwirken, bevor das Fleisch auf den Grill kommt. Für eine intensivere Geschmacksentwicklung kannst du das Roastbeef auch vakuumieren und über Nacht im Kühlschrank marinieren lassen.

Wie bewahrt man Roastbeef auf?
Wie bewahrt man Roastbeef richtig auf? Was viele nicht wissen: Rindfleisch sollte nicht schlachtfrisch gegrillt werden, sondern muss eine Weile reifen, um zart und geschmackvoll zu werden. Die meisten Metzger lassen das Fleisch dafür etwa eine Woche ruhen.

Die Grillmethode: Heiß angrillen, niedrig gar ziehen

Die Kunst beim Grillen eines Roastbeefs am Stück liegt in der Kombination aus scharfem Angrillen und anschließendem Niedrigtemperaturgaren. Dies sorgt für eine perfekte Kruste und einen zartrosa, saftigen Kern.

Zuerst wird das gewürzte Roastbeef über direkter, hoher Hitze kurz von allen Seiten scharf angegrillt. Ziel ist es, schöne Röstaromen zu erzeugen und eine ansprechende Kruste zu bilden. Heize deinen Grill auf etwa 220-230°C auf. Grille das Roastbeef von allen Seiten an, aber nicht zu lange, damit die Kräuter nicht verbrennen.

Sobald das Fleisch rundherum angegrillt ist, nimmst du es vom Grill und regelst die Hitze auf eine indirekte Temperatur von etwa 110-120°C ein. Bei vielen Grillsystemen legt man dazu Deflektorsteine oder Hitzeschilde ein, um von direkter auf indirekte Hitze umzustellen. Die Temperatur sollte so niedrig wie möglich sein, denn je niedriger die Gartemperatur, desto gleichmäßiger gart das Roastbeef und desto zarter und saftiger wird es. Achte darauf, dass die Gartemperatur nicht über 130°C hinausgeht. Höhere Temperaturen „stressen“ das Fleisch und können zu einem ungleichmäßigen Garergebnis mit einem grauen Rand führen.

Rauch für den besonderen Kick

Ein großes Stück Rindfleisch verträgt auch eine dezente Rauchnote. Ähnlich wie bei Gewürzen gilt auch hier: Weniger ist mehr! Ein kleiner Chunk Hickory-Holz reicht oft aus, um dem Fleisch einen feinen, subtilen Rauchgeschmack zu verleihen, der den Eigengeschmack nicht überdeckt.

Alternativen: Rückwärtsgaren und Drehspieß

Eine weitere beliebte Methode ist das Rückwärtsgaren. Dabei wird das Roastbeef zuerst bei niedriger Temperatur bis zur gewünschten Kerntemperatur gegart und erst anschließend kurz und heiß angebraten, um die Kruste und Röstaromen zu erzeugen.

Für einen beeindruckenden Auftritt eignet sich auch das Grillen am Drehspieß. Durch die ständige Rotation gart das Roastbeef besonders gleichmäßig und entwickelt eine rundum knusprige Oberfläche, während es innen unglaublich saftig bleibt. Eine Gusseisenpfanne darunter fängt den Bratensaft auf, der perfekt für Saucen oder Beilagen genutzt werden kann.

Das A und O: Die Kerntemperatur mit dem Grillthermometer

Um den perfekten Garpunkt zu treffen, ist ein zuverlässiges Grillthermometer unverzichtbar. Es ermöglicht dir, sowohl die Gartemperatur im Grill als auch die Kerntemperatur des Fleisches präzise zu überwachen. Moderne Thermometer mit WLAN- oder Bluetooth-Funktion senden die Daten direkt an dein Smartphone und geben dir so maximale Kontrolle.

Der perfekte Garpunkt: Zartrosa „Medium“

Ein perfekt gegartes Roastbeef zeichnet sich durch einen gleichmäßig zartrosa Kern aus. Für den beliebten Garpunkt „Medium“ peilst du eine Kerntemperatur von 52-53°C an. Die Garzeit für ein 1 kg Stück Roastbeef beträgt bei 110-120°C etwa 70-80 Minuten. Bei größeren Stücken verlängert sich die Garzeit entsprechend.

Wie schwer ist ein Roastbeef am Stück?
Ein Roastbeef am Stück kann mehrere Kilogramm schwer sein, was auf den unerfahrenen Griller durchaus respekteinflößend sein kann. Mit dieser Anleitung wird dein Roastbeef vom Grill zart und saftig! Bevor wir uns dem Rezept widmen, gibt es zunächst ein wenig Theorie. Was genau ist überhaupt ein Roastbeef und wo sitzt es im Rind?

Sobald die gewünschte Kerntemperatur erreicht ist, nimmst du das Roastbeef vom Grill und lässt es unbedingt 15 Minuten ruhen. Diese Ruhephase ist entscheidend! Währenddessen entspannt sich das Fleisch, und die Fleischsäfte, die sich durch die Hitze im Kern gesammelt haben, verteilen sich wieder gleichmäßig im gesamten Stück. Dadurch bleibt das Fleisch beim Anschnitt wunderbar saftig. Keine Sorge, das Fleisch kühlt in dieser Zeit nicht aus. Wichtig: Wickle das Fleisch keinesfalls in Alufolie ein, da es sonst anfängt zu schwitzen und der wertvolle Fleischsaft in der Folie landet.

Während der Ruhephase steigt die Kerntemperatur noch leicht an, typischerweise um 2-3°C, sodass du bei 55-56°C landest – dem idealen Wert für ein medium gegartes Roastbeef.

Kerntemperaturen für Roastbeef und Rumpsteak

Die folgende Tabelle gibt dir eine Orientierung für verschiedene Garstufen:

GarstufeRoastbeef (Kerntemperatur)Rumpsteak (Kerntemperatur)
Rare (Blutig)46° bis 49°C44° bis 49°C
Medium Rare50° bis 54°C50° bis 54°C
Medium (Zartrosa)55° bis 59°C55° bis 59°C
Well Done (Durch)60° bis 65°C60° bis 65°C

Wichtiger Tipp: Beende den Grillvorgang immer 1-2 Grad unterhalb deiner Wunschkerntemperatur, da das Fleisch in der Ruhephase noch nachzieht und so den perfekten Garpunkt erreicht.

Servieren und Genießen: Saucen und Beilagen

Wenn alles richtig gemacht wurde, erwartet dich beim Anschnitt ein wunderbar gleichmäßig gegartes, zartrosa Roastbeef mit einer tollen Kräuterkruste. Doch was wäre ein Braten ohne die passenden Begleiter?

Perfekte Saucen zum Roastbeef

  • Sauce Béarnaise: Eine französische Abwandlung der Sauce Hollandaise, basierend auf aufgeschlagener Butter, verfeinert mit Estragon und Kerbel. Passt hervorragend zu Rindfleisch.
  • Remouladensauce: Ein kalter Klassiker, einfach herzustellen aus Mayonnaise und Joghurt, verrührt mit Senf, Gurkenwasser und frischen Kräutern wie Petersilie und Schnittlauch.
  • Pfeffersauce: Für Liebhaber scharfer Noten. Schnell aus Bratenfond, Sahne, Schalotten, Butter und grünem Pfeffer zubereitet. Der grüne Pfeffer sorgt für eine angenehme, nicht zu extreme Schärfe.

Passende Beilagen für jeden Geschmack

  • Kartoffelvariationen: Von aromatischen Rosmarinkartoffeln über krosse Bratkartoffeln bis hin zu rahmigem Kartoffelgratin oder leckeren Ofenkartoffeln – Kartoffeln sind immer eine gute Wahl.
  • Gemüse vom Grill: Ein bunter Gemüsemix, parallel zum Fleisch auf dem Grill zubereitet, bietet Abwechslung und frische Aromen.
  • Salate: Ein leichter grüner Salat oder ein Krautsalat ist besonders im Sommer eine frische und leichte Ergänzung.
  • Yorkshire Pudding: Die klassische englische Variante. Ein herzhaftes Gebäck aus Mehl, Milch, Eiern und Gewürzen, das traditionell zum Roastbeef serviert wird.

Gasgrill vs. Holzkohlegrill: Was ist besser für Roastbeef?

Beim Grillen eines Roastbeefs ist die präzise Temperaturkontrolle entscheidend. Ein Gasgrill bietet hier den Vorteil, dass die Temperaturen sehr einfach und bequem eingestellt und gehalten werden können. Beim Holzkohlegrill ist dies etwas aufwendiger und erfordert mehr Erfahrung. Unsere Empfehlung: Für ein Roastbeef am Stück ist der Gasgrill oft die unkomplizierteste Wahl, um ein perfektes Ergebnis zu erzielen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie schwer ist ein Roastbeef am Stück?

Ein Roastbeef am Stück kann durchaus mehrere Kilogramm schwer sein. Handelsübliche Stücke können 40-50 cm lang und 4-5 kg schwer sein, insbesondere wenn sie für größere Gesellschaften von 15-20 Personen gedacht sind. Kleinere Stücke ab etwa 1 kg sind jedoch ebenfalls erhältlich und eignen sich hervorragend für kleinere Runden.

Wo genau liegt das Roastbeef im Rind?

Das Roastbeef ist ein Teil des hinteren Rückens des Rindes. Es befindet sich zwischen dem vorderen Hochrippenbereich und der Hüfte. Es ist die äußere Lendenmuskulatur, die wenig beansprucht wird, was ihre besondere Zartheit erklärt. Aus diesem Bereich werden auch Rumpsteaks geschnitten.

Wie bewahrt man Roastbeef richtig auf?

Rindfleisch sollte niemals schlachtfrisch zubereitet werden, sondern muss reifen. Nach dem Kauf beim Metzger lagerst du das Roastbeef am besten in einer Schüssel, abgedeckt mit einem Teller oder feuchtem Tuch, an der kältesten Stelle des Kühlschranks (z.B. über dem Gemüsefach). Es sollte dann innerhalb von spätestens fünf Tagen zubereitet werden.

Wie vermeidet man, dass Roastbeef zäh oder trocken wird?

Um ein zähes oder trockenes Roastbeef zu vermeiden, sind mehrere Punkte entscheidend:

  • Qualität des Fleisches: Beginne mit hochwertigem, gut gereiftem Fleisch.
  • Niedrigtemperaturgaren: Nach dem scharfen Angrillen das Fleisch bei niedriger, indirekter Hitze (nicht über 130°C) garen. Dies sorgt für eine gleichmäßige und schonende Garung.
  • Kerntemperatur überwachen: Nutze ein Grillthermometer, um den perfekten Garpunkt zu treffen und ein Übergaren zu vermeiden.
  • Ruhephase: Lasse das Roastbeef nach dem Grillen unbedingt 10-15 Minuten ruhen, bevor du es anschneidest. So können sich die Fleischsäfte verteilen und das Fleisch bleibt saftig.
  • Nicht in Alufolie wickeln: Dies lässt das Fleisch schwitzen und es verliert Saft.

Mit diesen Tipps und Tricks ist Roastbeef grillen kein Hexenwerk mehr. Wenn du die grundlegenden Dinge beachtest, wirst du einen richtig tollen Braten zubereiten, der sich auch kalt hervorragend als Aufschnitt verwerten lässt. Viel Spaß beim Nachgrillen und guten Appetit!

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