Wie bereite ich eine Rehkeule auf den Grill vor?

Rehkeule vom Grill: Zartes Wildfleisch perfekt zubereitet

04/03/2022

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Der Herbst ist nicht nur die Zeit der bunten Blätter und gemütlichen Abende, sondern auch die ideale Saison für Liebhaber von Wild am Grill. Während viele Grillfans bei Wildfleisch, insbesondere bei magerem Rehfleisch, noch zögern, beweist sich die Rehkeule als hervorragende Wahl für ein festliches und dennoch unkompliziertes Gericht. Mit ihrem feinen Aroma und der zarten Textur verspricht eine perfekt zubereitete rosa Rehkeule vom Grill ein unvergessliches Geschmackserlebnis. Begleitet von herbstlichem Gemüse wie Karotten, Zwiebeln und Kartoffeln, verfeinert mit Wacholderbeeren und Lorbeerblättern, wird dieses Gericht schnell zum Highlight auf Ihrem Grillrost.

Wie bereite ich eine Rehkeule auf den Grill vor?
Wer möchte: 1. Die Rehkeule von Sehnen -und Knorpelresten entfernen, anschließend die Silberhaut entweder einritzen oder noch besser mit einem kleinen Messer vorsichtig abtrennen 2. Im Anschluss das Ganze mit eurem Rub ordentlich würzen 3. Glaze vorbereiten, bevor die Rehkeule auf den Grill wandert. Dazu die BBQ Sauce mit eurem Rub vermengen 4.

In diesem umfassenden Leitfaden tauchen wir tief in die Welt des Rehfleisches ein, entkräften Mythen rund ums Grillen von Wild und präsentieren Ihnen ein detailliertes Gastrezept vom renommierten Austria Grill Team, das Ihnen Schritt für Schritt zeigt, wie Sie eine zartrosa Rehkeule selbst zubereiten können. Machen Sie sich bereit, Ihr Grillrepertoire um eine köstliche und gesunde Option zu erweitern!

Inhaltsverzeichnis

Rehfleisch vom Grill – Geht das überhaupt?

Die Frage, ob Rehfleisch überhaupt zum Grillen geeignet ist, spaltet oft die Gemüter in der Grillgemeinde. Viele Hobbygriller werden nervös, wenn sie an das sehr magere Rehfleisch denken, da die Befürchtung besteht, es könnte zu schnell austrocknen und zäh werden. Doch die gute Nachricht ist: Ja, Rehfleisch lässt sich wunderbar auf dem Grill zubereiten! Tatsächlich erleben wir in den letzten Jahren einen erfreulichen Aufwärtstrend, was die Zubereitung von „Wild am Grill“ betrifft. Mit ein paar grundlegenden Tipps und Tricks gelingt Ihnen ein saftiges und aromatisches Ergebnis, das selbst Skeptiker überzeugen wird.

Um das volle Potenzial des Rehfleisches zu entfalten und es perfekt zu garen, sind einige wichtige Punkte zu beachten:

  • Richtige Temperatur des Fleisches: Bevor das Rehfleisch auf den Grill kommt, sollte es gut gekühlt sein. Dies hilft, ein zu schnelles Austrocknen während des Grillvorgangs zu verhindern. Es ist jedoch ebenso wichtig, das Fleisch etwa eine Stunde vor dem Grillen auf Zimmertemperatur zu bringen. Dies gewährleistet ein gleichmäßigeres Garen von außen nach innen.
  • Vorbereitung vor dem Grillen: Reiben Sie das Fleisch vor dem Auflegen auf den Rost auf beiden Seiten mit etwas Öl ein. Dies dient nicht nur als Schutzschicht, die das Anhaften am Grillrost verhindert, sondern trägt auch zur schönen Kruste bei. Eine geschmackvolle Marinade, wie die in unserem Rezept beschriebene, verleiht dem Fleisch zusätzlich Tiefe und Aroma.
  • Die richtige Grilltemperatur: Rehfleisch ist zart und empfindlich. Daher ist es entscheidend, die Grilltemperatur nicht zu hoch werden zu lassen. Eine mittlere Hitze ist ideal, und das Fleisch sollte regelmäßig gewendet werden, um eine gleichmäßige Garung und eine schöne Bräunung zu erzielen, ohne dass es verbrennt oder austrocknet.
  • Kontrolle der Kerntemperatur: Um die perfekte Garstufe zu erreichen, ist ein Fleischthermometer Ihr bester Freund. Besonders bei Wildfleisch ist die Kerntemperatur entscheidend, da es bei zu hohen Temperaturen schnell zäh werden kann. Für eine zartrosa Rehkeule ist eine Kerntemperatur von ca. 65°C optimal.
  • Die Bedeutung der Ruhephase: Sobald das Fleisch die gewünschte Kerntemperatur erreicht hat, nehmen Sie es vom Grill und lassen Sie es für einige Minuten (ca. 5-10 Minuten) ruhen. Diese Ruhephase ist extrem wichtig, da sich der Fleischsaft im gesamten Fleischstück verteilen kann, was es nach dem Anschneiden saftiger und zarter macht. Beachten Sie, dass die Kerntemperatur während dieser Phase noch leicht ansteigen wird (um 1-2 Grad). Planen Sie dies bei der Entnahme vom Grill ein, um die gewünschte Garstufe nicht zu überschreiten.

Wenn diese Schritte beachtet werden, wird Ihr gegrilltes Rehfleisch saftig, zart und voller Geschmack sein – eine hervorragende und gesunde Alternative zu herkömmlichen Fleischsorten wie Rind oder Huhn.

Wie gesund ist Rehfleisch wirklich?

Rehfleisch genießt den Ruf, besonders zart und mager zu sein, und das aus gutem Grund. Im Gegensatz zur Massentierhaltung leben Rehe, ebenso wie Wildschweine und andere Wildtiere, artgerecht und stressreduziert in ihrer natürlichen Umgebung. Diese Lebensweise wirkt sich direkt auf die Qualität des Fleisches aus. Rehfleisch ist im Geschmack aromatisch, dabei aber wesentlich dezenter und feiner als beispielsweise Wildschweinfleisch, was es für viele Gaumen besonders ansprechend macht.

Aus ernährungsphysiologischer Sicht ist Rehfleisch ein wahres Superfood. Es zählt neben Fisch zu den eiweißreichsten Fleischarten und ist zudem leicht verdaulich. Wie bereits erwähnt, weist es einen sehr geringen Fettgehalt auf, ist jedoch reich an wertvollen B-Vitaminen, Eisen und wichtigen Mineralstoffen. Ein weiterer entscheidender Vorteil ist, dass Rehfleisch völlig frei von Medikamentenrückständen ist, da die Tiere nicht mit Antibiotika oder Hormonen behandelt werden, wie es in der konventionellen Tierhaltung oft der Fall ist. Dies macht Rehfleisch zu einer ausgezeichneten Wahl für eine bewusste und gesunde Ernährung.

Ein Gastrezept: Zartrosa Rehschlögel / Rehkeule vom Grill

Wir freuen uns sehr, Ihnen heute ein exklusives Gastrezept von den talentierten Jungs vom Austria Grill Team präsentieren zu dürfen. Sie haben eine zartrosa Rehkeule auf dem Grill zubereitet und teilen nun ihr erprobtes Rezept mit Ihnen. Das Austria Grill Team, 2021 gegründet, hat den „Grillspirit“ voll und ganz für sich entdeckt und steht für innovative und köstliche Grillkreationen. Viel Freude beim Nachgrillen und guten Appetit!

Rehschlögel / Rehkeule vom Grill mariniert

Zutaten für den Rehschlögel / Rehkeule vom Grill

  • 1 Stück Rehkeule
  • 1 EL frischer Rosmarin gehackt
  • 1 EL frischer Thymian gehackt
  • 1 EL frischer Oregano gehackt
  • 1 EL Wacholderbeeren
  • 2 EL Wildwuchs (Gewürzmischung)
  • 3 Stück Lorbeerblätter
  • 8 EL Olivenöl
  • 1-2 TL Salz
  • 1-2 TL Pfeffer gemahlen
  • 2-3 Stück Karotten
  • 2 Stück Zwiebel
  • 1/2 Stange frischer Lauch
  • 100 Gramm Sellerie
  • 50 ml Kirschlikör
  • 200 ml Wildfond
  • 500 ml Wasser

Zubereitungsschritte für den Rehschlögel / Rehkeule vom Grill

  1. Marinade vorbereiten: Zerdrücken Sie zunächst die Wacholderbeeren und Lorbeerblätter. Vermischen Sie diese mit einer Wildgewürzmischung Ihrer Wahl (das Austria Grill Team empfiehlt „Wildwuchs“). Spülen Sie frischen Oregano, Rosmarin und Thymian kurz ab und zupfen Sie die Blätter von den Stängeln. Geben Sie alles zusammen mit dem Olivenöl in eine Schüssel und schmecken Sie die Marinade mit Salz und Pfeffer ab.
  2. Fleisch marinieren: Vermischen Sie die Rehkeule gründlich mit der vorbereiteten Marinade. Decken Sie das marinierte Fleisch zu und stellen Sie es über Nacht in den Kühlschrank. Dies ermöglicht es den Aromen, tief in das Fleisch einzuziehen und ihm seinen unverwechselbaren Geschmack zu verleihen.
  3. Grill vorbereiten & Gemüse schneiden: Heizen Sie Ihren Grill an und schaffen Sie eine indirekte Zone mit einer Garraumtemperatur von etwa 130-140°C. Während der Grill aufheizt, schneiden Sie Lauch, Zwiebeln und Sellerie in grobe Stücke. Geben Sie das geschnittene Gemüse in eine feuerfeste Form. Fügen Sie Wein (alternativ Kirschlikör für eine süßere Note), Wasser und Wildfond hinzu. Sollten Sie keinen Wildfond zur Hand haben, eignet sich auch Rinderbrühe hervorragend.
  4. Garen der Rehkeule: Legen Sie die marinierte Rehkeule auf das Gemüse in die feuerfeste Form. Schließen Sie den Deckel des Grills und garen Sie das Fleisch, bis eine Kerntemperatur von etwa 65°C erreicht ist. Wie bereits erwähnt, ist die genaue Kerntemperatur bei Wild besonders wichtig, um ein Zähwerden zu verhindern.
  5. Ruhephase & Sauce zubereiten: Nehmen Sie das Fleisch nach Erreichen der Kerntemperatur vom Grill und lassen Sie es für etwa 5-10 Minuten ruhen. Dieser Schritt ist essenziell, damit sich der Fleischsaft im gesamten Stück verteilen kann und das Fleisch beim Anschneiden saftig bleibt. Für eine cremigere Sauce können Sie den Sud mit dem Gemüse mit einem Stabmixer pürieren. Alternativ kann die Sauce mit dem Wurzelgemüse auch direkt serviert werden, was eine rustikalere Note verleiht.
  6. Servieren: Schneiden Sie das herrlich duftende Fleisch auf und servieren Sie es am besten mit einem guten Glas Wein und klassischen Beilagen wie Röstkartoffeln oder Semmelknödeln. Genießen Sie dieses exquisite Herbstgericht!

Vielseitigkeit der Rehkeule: Was lässt sich noch zubereiten?

Die Rehkeule ist ein äußerst vielseitiges Stück Fleisch, das sich für eine breite Palette an kulinarischen Kreationen eignet, weit über das Grillen hinaus. Wenn Sie Abwechslung suchen oder andere Zubereitungsarten bevorzugen, bietet die Rehkeule zahlreiche Möglichkeiten:

  • Rehragout: Eine Rehkeule ist prädestiniert für herzhafte Ragouts und Eintöpfe. Schneiden Sie das Fleisch in Würfel und schmoren Sie es langsam in einem Topf mit saisonalem Gemüse, kräftigem Rotwein und aromatischen Gewürzen, bis es butterzart und saftig ist.
  • Rehbraten: Ein klassischer Rehbraten ist ein Fest für die Sinne. Die Rehkeule lässt sich wunderbar marinieren und anschließend im Ofen oder auf dem Grill als Ganzes garen, um einen saftigen und aromatischen Braten zu erhalten, der sich hervorragend tranchieren lässt.
  • Rehsteak: Aus größeren Rehkeulenstücken lassen sich auch exquisite Steaks schneiden. Diese können kurzgebraten in der Pfanne oder auf dem Grill zubereitet werden und sind eine schnelle Option für ein edles Hauptgericht.
  • Rehkeule in Rotweinsauce: Diese Zubereitung betont das feine Aroma des Rehfleisches. Das in Würfel geschnittene Fleisch wird langsam in einer reichhaltigen Rotweinsauce mit Gemüse und Kräutern geschmort, was zu einem tiefgründigen Geschmack führt.
  • Rehkeule in Currysauce: Für eine exotischere Note kann die Rehkeule auch in einer cremigen Currysauce zubereitet werden. Das gewürfelte Fleisch gart zusammen mit verschiedenen Gemüsesorten und Curry-Gewürzen zu einem aromatischen und wärmenden Gericht.
  • Rehkeule auf dem Grill: Wie ausführlich besprochen, ist die Rehkeule hervorragend für den Grill geeignet. Mariniert und bei kontrollierter Hitze gegart, entfaltet sie ihr volles Aroma und bleibt wunderbar zart.
  • Rehkeule in der Pfanne: Für eine schnelle Zubereitung können dünnere Scheiben der Rehkeule in der Pfanne mit etwas Öl oder Butter gebraten werden. Achten Sie auch hier darauf, die Garzeit kurz zu halten, um das Austrocknen zu verhindern.

Unabhängig von der gewählten Zubereitungsart ist es stets von größter Bedeutung, das Fleisch nicht zu lange zu garen. Die natürliche Zartheit und Saftigkeit des Rehfleisches ist sein größter Trumpf und sollte durch sorgfältige Garung bewahrt werden.

Woher bekommt man hochwertiges Rehfleisch?

Rehfleisch ist in unseren Breitengraden ein echtes regionales Produkt und bietet den Vorteil kurzer Transportwege und hoher Frische. Es gibt mehrere vertrauenswürdige Bezugsquellen, um an qualitativ hochwertiges Rehfleisch zu gelangen:

  • Direkt vom Jäger: Die wohl authentischste und oft beste Quelle ist der Jäger Ihres Vertrauens. Hier erhalten Sie frisches Wildbret direkt aus der Region, oft noch am selben Tag der Erlegung oder nach kurzer Reifezeit.
  • Lokale Wildbrethändler: Viele Fleischereien und spezialisierte Wildhändler bieten in der Saison frisches Wildbret an. Diese Händler beziehen ihr Wild oft ebenfalls direkt von lokalen Jägern und gewährleisten eine professionelle Verarbeitung und Lagerung.
  • Online-Shops: Immer mehr Anbieter, wie beispielsweise der im Ursprungstext erwähnte Online-Shop vom Höllerschmid, bieten frisches und hochwertiges Rehfleisch direkt nach Hause an. Dies ist eine bequeme Option, um auch außerhalb der direkten Jagdregion an Qualitätswildbret zu kommen.

Scheuen Sie sich nicht, Wildfleisch selbst zuzubereiten! Die Mythen, die besagen, Wild grillen sei schwierig, sind oft unbegründet. Mit den richtigen Kenntnissen und ein wenig Übung wird es Ihnen leichtfallen, ein köstliches Wildgericht auf den Tisch zu zaubern.

Wichtige Informationen rund um Wildfleisch

Warum muss Wild abgehängt werden?

Das „Abhängen“ von Wild, auch bekannt als Fleischreife, ist ein entscheidender Schritt in der Verarbeitung von Wildbret und dient dazu, das Fleisch zart zu machen und vor dem Austrocknen zu schützen. Dieser Prozess beginnt erst, nachdem die Totenstarre des Tieres vollständig eingetreten ist, um optimale Reifungsprozesse zu ermöglichen. Während des Abhängens findet ein chemischer Prozess statt, bei dem Glykogen in Milchsäure umgewandelt wird. Diese Milchsäure trägt maßgeblich zur Zartheit und zum Geschmack des Fleisches bei.

Die Dauer des Abhängens variiert je nach Wildart:

  • Schwarz- und Rotwild: Werden in der Regel bis zu ca. 7 Tage abgehängt.
  • Rehwild: Benötigt eine kürzere Reifezeit von bis zu ca. 48 Stunden.

Die Kühltemperatur während des Abhängens sollte konstant bei etwa 7°C liegen, möglichst ohne Schwankungen, um eine optimale und sichere Reifung zu gewährleisten.

Wann ist die beste Zeit für Wildfleisch?

Die beste Zeit, um Wildfleisch zu jagen oder zu kaufen, hängt von der jeweiligen Wildart und dem geografischen Standort ab. Generell gilt jedoch, dass Wildfleisch in der kälteren Jahreszeit am besten ist. In dieser Zeit setzen die Tiere mehr Fett an, um sich vor der Kälte zu schützen. Dieser höhere Fettanteil macht das Fleisch zarter und saftiger und verbessert den Geschmack.

In Europa erstreckt sich die Haupt-Wildsaison typischerweise von Oktober bis Januar. In Nordamerika können die Jagdsaisonen je nach Bundesstaat und Wildart variieren. Beispielsweise ist die Hirschsaison in den meisten Staaten von Oktober bis Dezember, während die Elchsaison von September bis Oktober dauert.

Wenn Sie Wildfleisch kaufen, achten Sie immer auf das Schlachtdatum auf dem Etikett. Frisches Wildfleisch sollte idealerweise innerhalb weniger Tage nach Beginn der Jagdsaison geschlachtet worden sein, um höchste Qualität und Frische zu garantieren. Beachten Sie auch, dass der Verkauf von Wildfleisch in vielen Ländern nur während der offiziellen Jagdsaison erlaubt ist. Außerhalb dieser Zeiten sollten Sie sicherstellen, dass das Fleisch von einer zugelassenen Quelle stammt und ordnungsgemäß verarbeitet wurde.

Beilagenideen für Wild vom Grill

Die Wahl der richtigen Beilagen ist entscheidend, um ein Wildgericht perfekt abzurunden. Ähnlich wie zu einem Rinderbraten passen zu Wild vom Grill viele klassische und saisonale Komponenten. Besonders beliebt sind Knödel in verschiedenen Variationen, da sie den würzigen Fond oder die Wurzelsauce, die oft zu Wild gereicht wird, hervorragend aufnehmen können.

Hier sind einige weitere Ideen für passende Beilagen:

  • Knödel: Neben Semmelknödeln passen auch Kartoffelknödel oder geräucherte Tiroler Speckknödel (geräuchert auf dem Grill für ein besonderes Aroma!) hervorragend.
  • Fruchtige Komponenten: Gefüllte Pfirsiche oder Birnen mit Preiselbeeren sind eine klassische und köstliche Ergänzung zu Wildgerichten. Die Süße der Früchte und die leicht herbe Note der Preiselbeeren harmonieren wunderbar mit dem kräftigen Fleischgeschmack.
  • Warmes Herbstgemüse: Gerade im Herbst bieten sich warme Gemüsebeilagen an. Denken Sie an saisonale Produkte wie Kürbis. Eine Kürbispfanne oder ein cremiges Kürbispüree sind ausgezeichnete Begleiter.
  • Kartoffelvariationen: Neben Röstkartoffeln sind auch ein Kartoffelgratin (besonders lecker aus dem Smoker) oder einfach gekochte Salzkartoffeln gute Optionen, die den Geschmack des Wildes nicht überdecken.
  • Pürees: Ein leichtes Erbsenpüree, wie es zum Beispiel zu einem zartrosa gegrillten Rehrücken passt, bietet eine frische und cremige Textur.

Die Kombination aus herzhaftem Wildfleisch und sorgfältig ausgewählten Beilagen macht Ihr Grillgericht zu einem wahren Herbstfestmahl.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Thema Rehkeule vom Grill

Ist Rehfleisch gesund?

Ja, Rehfleisch gilt als sehr gesund. Es ist besonders mager und eiweißreich, enthält wenig Fett und ist eine hervorragende Quelle für B-Vitamine, Eisen und Mineralstoffe. Da Rehe artgerecht leben, ist ihr Fleisch zudem frei von Medikamentenrückständen, was es zu einer ausgezeichneten Wahl für eine bewusste Ernährung macht.

Kann man Rehfleisch grillen?

Absolut! Obwohl es mager ist, lässt sich Rehfleisch wunderbar auf dem Grill zubereiten. Wichtig sind die richtige Vorbereitung (Marinade, Zimmertemperatur), die Kontrolle der Grilltemperatur (mittel, indirekt) und die Einhaltung der Kerntemperatur, um ein Austrocknen zu verhindern und ein zartes, saftiges Ergebnis zu erzielen.

Warum ist die Kerntemperatur bei Wild so wichtig?

Die Kerntemperatur ist bei Wildfleisch, insbesondere bei magerem Rehfleisch, von entscheidender Bedeutung, da es bei Überhitzung schnell zäh und trocken werden kann. Durch die präzise Messung der Kerntemperatur (z.B. 65°C für rosa) können Sie die gewünschte Garstufe exakt erreichen und sicherstellen, dass das Fleisch saftig und zart bleibt.

Was bedeutet „Wild abhängen“?

„Wild abhängen“ oder Fleischreife ist ein Reifeprozess, der nach der Erlegung stattfindet. Dabei wird das Fleisch bei kontrollierter Temperatur gelagert, damit enzymatische Prozesse es zarter machen und der Geschmack sich entwickelt. Glykogen wird in Milchsäure umgewandelt. Für Rehwild dauert dieser Prozess typischerweise bis zu 48 Stunden bei etwa 7°C.

Wann ist die beste Zeit für Wildfleisch?

Die beste Zeit, um Wildfleisch zu genießen, ist in der Regel die kältere Jahreszeit, insbesondere die europäische Wildsaison von Oktober bis Januar. In dieser Periode setzen die Tiere mehr Fett an, was das Fleisch zarter und saftiger macht und seinen Geschmack intensiviert.

Kerntemperatur für rosa Rehkeule vom Grill
GarstufeEmpfohlene KerntemperaturHinweis
Rosaca. 65°CFleisch nach Erreichen der Temperatur sofort vom Grill nehmen. Die Temperatur steigt während der Ruhephase noch leicht an (ca. 1-2°C).

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