Was ist der Unterschied zwischen einem rechteckigen und einem unglasierten Pizzastein?

Der ultimative Pizzastein-Guide für Grill & Ofen

29/10/2021

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Der Duft von frisch gebackener Pizza, der durch das Haus oder den Garten zieht, ist einfach unwiderstehlich. Doch oft fehlt der selbstgemachten Pizza die typische Knusprigkeit und das Aroma, das man von einem echten Steinofen kennt. Hier kommt der Pizzastein ins Spiel! Diese unscheinbare Platte aus Naturstein kann Ihre Pizzabackkünste auf ein völlig neues Niveau heben und ein Ergebnis liefern, das fast dem Ihres Lieblingsitalieners gleicht. Doch was ist ein Pizzastein genau, und worauf sollten Sie achten, wenn Sie sich einen zulegen möchten?

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Pizzastein und wie funktioniert er?

Ein Pizzastein ist im Grunde eine dicke Platte, meist aus Materialien wie Cordierit, Schamott, Keramik oder Lavastein gefertigt. Es gibt aber auch Varianten aus speziellem Backstahl. Seine Hauptfunktion ist es, Wärme extrem gut zu speichern und diese dann gleichmäßig und direkt an den Pizzaboden abzugeben. Dies simuliert die hohen Temperaturen eines traditionellen Steinofens. Bevor Sie Ihre Pizza auf den Stein legen, muss dieser gründlich vorgeheizt werden. Dadurch erhält der Teig einen Hitzeschock, der ihn schnell aufgehen und wunderbar knusprig werden lässt, während überschüssige Feuchtigkeit entzogen wird. Nicht nur für Pizza ist der Stein ein Segen, auch Flammkuchen und selbstgebackenes Brot gelingen darauf hervorragend.

Was ist bei einem Pizzastein zum Grillen wichtig?
Insbesondere bei einem Pizzastein zum Grillen sehr wichtig, da bei Holzkohle die Wärme schnell nachlassen kann. Nur, wenn der Pizzastein sich gleichmäßig erwärmt, wird der Boden Deiner Pizza perfekt! Auch dies ist ein Kriterium für einen gleichmäßig crossen Pizzaboden.

Pizzastein im Backofen nutzen: So geht's

Die Verwendung eines Pizzasteins im Backofen ist einfacher, als Sie vielleicht denken, und verspricht Ergebnisse, die weit über die eines normalen Backblechs hinausgehen. Hier eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für die perfekte Ofenpizza:

  • Positionierung: Legen Sie den Pizzastein auf einen Gitterrost in der mittleren Schiene Ihres Backofens. Wichtig: Niemals direkt auf den Boden des Ofens legen, da dies den Ofen beschädigen kann und die Luftzirkulation behindert wird.
  • Vorheizen: Heizen Sie den Ofen mit dem Stein zusammen auf die höchste mögliche Temperatur (Ober- und Unterhitze empfohlen) vor. Die Aufwärmzeit variiert je nach Dicke des Steins, liegt aber oft zwischen 30 und 60 Minuten. Dünnere Steine (0,8-1 cm) brauchen etwa 30-35 Minuten, mittlere (1,5 cm) ca. 45 Minuten und dickere (ab 2 cm) bis zu 60 Minuten. Nur ein ausreichend heißer Stein garantiert das gewünschte Ergebnis.
  • Pizza vorbereiten: Während der Stein aufheizt, können Sie Ihre Pizza belegen. Verwenden Sie eine Pizzaschaufel, die Sie vorher großzügig mit Mehl, idealerweise feinem Hartweizenmehl (Semola), bestreuen, um ein Ankleben des Teigs zu verhindern.
  • Der Profi-Trick: Um sicherzustellen, dass die Pizza gut auf den Stein gleitet und der Boden besonders knusprig wird, können Sie den Teig zuerst nur mit Tomatensoße bestreichen und für ein bis zwei Minuten auf dem heißen Stein vorbacken. Dann nehmen Sie ihn kurz heraus, belegen ihn fertig und schieben ihn erneut auf den Stein. Der Rand bekommt so schon etwas Struktur, und der Belag bleibt saftiger.
  • Backvorgang: Schieben Sie die belegte Pizza mit Schwung auf den heißen Stein. Die Backzeit ist beeindruckend kurz: Oft ist Ihre Pizza schon nach 5-10 Minuten fertig, je nach Teigdicke und gewünschtem Bräunungsgrad. Eine zugeschaltete Grillfunktion kann helfen, auch den Belag von oben perfekt zu garen.
  • Kein Backpapier: Verzichten Sie auf Backpapier. Es kann die direkten Hitzeeigenschaften des Steins negativ beeinflussen und das knusprige Ergebnis mindern.

Pizza vom Grill: Ein Outdoor-Erlebnis

Ein Pizzastein ist nicht nur für den Backofen geeignet, sondern auch ein fantastisches Zubehör für Ihren Grill. Die hohen Temperaturen, die ein Grill erreichen kann (oft 300°C und mehr), sind ideal für authentische Pizza. Hier sind die Besonderheiten beim Grillen mit Pizzastein:

  • Vorbereitung: Legen Sie den Pizzastein direkt auf den Grillrost. Schließen Sie den Deckel des Grills, um die Hitze optimal zu stauen und den Stein gleichmäßig aufzuheizen. Auch hier ist die Vorheizzeit entscheidend.
  • Gleichmäßige Hitze: Das A und O beim Pizzabacken auf dem Grill ist eine gute Hitzeverteilung. Ohne Deckel würde der Boden schnell schwarz werden, während der Belag roh bliebe. Der Deckel sorgt dafür, dass die Hitze zirkuliert und auch von oben auf die Pizza einwirkt.
  • Gasgrill vs. Kohlegrill: Ein Gasgrill ist oft anfängerfreundlicher, da die Temperatur leichter zu regulieren ist. Bei einem Kohlegrill ist es schwieriger, eine konstante hohe Temperatur zu halten, aber mit etwas Übung erzielen Sie auch hier hervorragende Ergebnisse.
  • Größe und Form: Achten Sie darauf, dass der Pizzastein gut auf die Grillfläche passt. Für Kugelgrills sind naturgemäß runde Steine am besten geeignet.
  • Zubehör: Viele Pizzasteine für den Grill kommen mit einem Alublech, auf dem Sie Ihre Pizza bequem garnieren können, bevor Sie sie auf den heißen Stein schieben.
  • Blitzschnell fertig: Aufgrund der extrem hohen Temperaturen auf dem Grill ist die Garzeit sogar noch kürzer als im Backofen – oft nur wenige Minuten, bis Ihre Pizza perfekt ist.

Wichtige Kaufkriterien für den Pizzastein

Die Auswahl an Pizzasteinen ist groß. Um den besten Stein für Ihre Bedürfnisse zu finden, sollten Sie verschiedene Kriterien berücksichtigen:

Größe und Form:

  • Passform: Messen Sie Ihren Ofen oder Grillrost aus, um sicherzustellen, dass der Stein passt. Es gibt runde und eckige Varianten in verschiedenen Durchmessern und Maßen.
  • Verwendungszweck: Eckige Steine bieten etwas mehr Spielraum für die Größe der Pizzen und sind oft einfacher zu handhaben. Runde Steine sind ideal für Kugelgrills.

Aufwärmzeit und Wärmespeicherung:

  • Dicke des Steins: Dünne Steine heizen schneller auf, speichern die Wärme aber nicht so lange. Dickere Steine benötigen eine längere Vorheizzeit, halten die Hitze aber konstant über einen längeren Zeitraum, was besonders wichtig ist, wenn Sie mehrere Pizzen hintereinander backen möchten.
  • Konstante Hitze: Eine gute Wärmespeicherung ist entscheidend, damit die Qualität der Pizza auch nach der zweiten oder dritten Runde nicht nachlässt.

Gleichmäßige Hitzeverteilung und Flüssigkeitsentzug:

  • Nur wenn der Stein die Hitze gleichmäßig verteilt, wird der Pizzaboden durchgängig knusprig und nicht stellenweise weich oder verbrannt.
  • Die poröse Oberfläche des Steins entzieht dem Teig Feuchtigkeit, was zu einem besonders crossen Ergebnis führt.

Materialien im Vergleich:

  • Cordierit: Sehr beliebt, gute Wärmeleitfähigkeit, robust. Erzeugt sehr gute Ergebnisse, neigt aber dazu, nach der ersten Benutzung dunkle Flecken zu entwickeln, die sich nicht entfernen lassen (rein kosmetisch).
  • Schamott: Ähnlich wie Cordierit, aber heizt etwas langsamer auf und ist bei unsachgemäßer Behandlung bruchanfälliger. Liefert ebenfalls hervorragende Ergebnisse.
  • Keramik: Heizt schnell auf, speichert die Wärme jedoch nicht ganz so lange wie dickere Cordierit- oder Schamottsteine. Kann bei vielen Pizzen an seine Grenzen stoßen.
  • Lavastein: Oft handgefertigt, sehr gute Wärmespeicherung und -verteilung. Kann auch für Fleisch und Fisch verwendet werden. Benötigt oft eine spezielle Vorbereitung (Reinigung und Einölen) vor der ersten Nutzung. Dunkle Flecken fallen auf der gesprenkelten Oberfläche weniger auf.
  • Backstahl: Kein Stein, sondern eine massive Stahlplatte. Heizt extrem schnell auf und liefert oft die besten Ergebnisse für einen ultra-knusprigen Boden. Ist sehr schwer und benötigt mehr Pflege (Einbrennen, Ölen, um Rost zu vermeiden). Kann nicht brechen. Oft teurer als Pizzasteine.

Zubehör:

  • Eine hochwertige Pizzaschaufel ist unerlässlich, um die Pizza sicher auf den heißen Stein zu befördern und wieder herunterzunehmen. Metallschaufeln sind oft dünner und gleiten besser unter die Pizza, während Holzschaufeln optisch ansprechender sein können.
  • Ein Pizzaschneider ist praktisch für das Zerteilen der fertigen Pizza.
  • Manche Sets enthalten auch Rezeptbücher oder Anleitungen, was besonders für Anfänger hilfreich ist.

Verarbeitungsqualität und Benutzerfreundlichkeit:

  • Ein hochwertiger Pizzastein ist eine Investition, die sich bei häufigem Gebrauch auszahlt. Achten Sie auf eine gute Verarbeitung, abgerundete Ecken und ein angenehmes Gewicht.
  • Die Benutzerfreundlichkeit zeigt sich im Handling, im Lieferumfang und in der Klarheit der Anleitung.

Preis-Leistungs-Verhältnis:

  • Vergleichen Sie die gebotenen Eigenschaften und das Zubehör mit dem Preis. Auch günstige Modelle können gute Ergebnisse liefern, aber oft sind es die kleinen Details und die Qualität des Zubehörs, die den Unterschied machen.

Reinigung und Pflege Ihres Pizzasteins

Die Reinigung eines Pizzasteins ist einfacher, als man denkt, erfordert aber besondere Vorsicht, um seine Langlebigkeit zu gewährleisten:

  • Langsam abkühlen lassen: Lassen Sie den Pizzastein nach Gebrauch immer vollständig im Ofen oder auf dem Grill abkühlen. Ein schneller Temperaturwechsel kann zu Rissen führen.
  • Trockene Reinigung: Entfernen Sie Krümel und Mehlreste mit einer Bürste oder einem trockenen Tuch. Angebrannte Käsereste oder Soßen können vorsichtig mit einem Ceranfeldschaber oder einem Plastikschaber abgekratzt werden. Einige Hersteller empfehlen Plastikschaber, um Kratzer zu vermeiden.
  • Vorsicht mit Wasser: Ein Pizzastein ist porös und nimmt Feuchtigkeit auf. Spülmittel ist absolut tabu, da es in den Stein einziehen und beim nächsten Erhitzen unangenehme Gerüche oder Geschmäcker verursachen kann. Wenn Sie ihn mit Wasser reinigen möchten, dann nur mit wenig Leitungswasser und ohne ihn komplett einzutauchen.
  • Trocknungszeit: Nach einer Nassreinigung muss der Stein vollständig durchtrocknen, was bis zu einer Woche dauern kann. Restwasser im Stein kann beim erneuten Erhitzen zu Spannungen führen und den Stein brechen lassen. Viele Hersteller raten daher gänzlich von der Nassreinigung ab.
  • Eingebrannte Flecken: Unglasierte Pizzasteine bekommen bereits nach der ersten Benutzung dunkle Flecken von eingebranntem Belag. Das ist völlig normal, hygienisch unbedenklich und beeinträchtigt die Funktion nicht. Es ist lediglich ein kosmetischer Aspekt.
  • Glasierte Pizzasteine: Wenn Sie Wert auf eine makellose Optik legen, sind glasierte Pizzasteine eine gute Wahl. Ihre Oberfläche ist weniger porös, wodurch sie sich deutlich leichter und sichtbarer reinigen lassen. Auch hier müssen eingebrannte Reste abgeschabt werden, aber die Verfärbungen sind minimal.

Pizzasteine im Praxistest: Empfehlungen und Vergleiche

Nach zahlreichen Tests zeigt sich: Die grundlegende Funktionalität der meisten Pizzasteine ist überzeugend. Die selbstgebackene Pizza schmeckt in der Regel deutlich besser als auf einem Blech. Die Unterschiede liegen oft in Details wie der Aufheizzeit, dem Zubehör und der Verarbeitungsqualität. Hier ein Überblick über einige Modelle und ihre Besonderheiten:

Der Testsieger, oft der Blumtal Pizzastein, überzeugt durch ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis. Er kommt meist im Set mit einer robusten Metallschaufel, die das Handling erleichtert. Der rechteckige Cordierit-Stein (z.B. 38 x 30 cm, 1,5 cm dick) passt gut in Standardbacköfen und liefert sehr knusprige Ergebnisse. Ein Nachteil ist, dass er wie alle unglasierten Steine nach der ersten Benutzung dunkle Spuren zeigt.

Eine gute Alternative ist der Stokefire PL3125. Mit nur einem Zentimeter Dicke hat er eine geringe Aufheizdauer, kann die Wärme aber gut halten. Die beiliegende Metallschaufel mit zwei Grifflängen ist ein praktisches Extra. Auch hier bleiben nach der Nutzung dunkle Flecken sichtbar.

Für Liebhaber des besonderen Knuspererlebnisses empfiehlt sich ein Backstahl, wie der Fire World Pizzabackstahl. Er heizt extrem schnell auf und liefert ein überragendes Ergebnis. Mit über acht Kilogramm ist er jedoch sehr schwer und benötigt aufgrund seines Materials etwas mehr Pflege, um Rost zu vermeiden. Eine Schaufel ist hier meist nicht im Lieferumfang enthalten.

Im Luxussegment findet sich der My Friend Sicilia Ätna Lavastein. Dieser handgefertigte Naturstein aus Sizilien bietet trotz seiner zwei Zentimeter Dicke eine relativ kurze Aufheizdauer und speichert die Wärme zuverlässig und lange. Er eignet sich auch hervorragend zum Grillen von Fleisch und Fisch. Sein höherer Preis und die Notwendigkeit einer speziellen Vorbereitung vor dem ersten Gebrauch sind hier zu beachten.

Ein Preistipp ist der Relaxdays 10019338. Dieser günstige runde Cordierit-Stein (Ø 33 cm, 1 cm dick) liefert ebenfalls hervorragende Backergebnisse und heizt schnell auf. Er wird jedoch oft ohne Pizzaschieber und Anleitung geliefert, was für Neulinge eine Herausforderung sein könnte.

Vergleich ausgewählter Pizzasteine

Um Ihnen die Entscheidung zu erleichtern, hier eine kleine Vergleichstabelle der genannten Modelle:

ModellMaterialForm/MaßeAufheizzeit (ca.)Besondere MerkmaleVor-/Nachteile
Blumtal PizzasteinCordieritEckig, 38 x 30 cm45 Min.Testsieger, gutes Set mit Metallschaufel+ Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, + Sehr gute Schaufel, - Zeigt Spuren nach erster Nutzung
Stokefire PL3125CordieritEckig, 38 x 30 cm30-40 Min.Dünn, Schaufel mit 2 Grifflängen+ Kurze Aufheizdauer, + Gute Pizza, - Zeigt Spuren nach erster Nutzung
Fire World PizzabackstahlStahlRechteckig, 38 x 33 cmSehr schnellBester Backstahl, sehr krosses Ergebnis+ Heizt sehr schnell auf, + Sehr gutes Ergebnis, - Sehr schwer, - Mehr Pflegeaufwand, - Ohne Schaufel
My Friend Sicilia Ätna LavasteinLavasteinRechteckig, 39 x 35 cm40 Min.Handgefertigt, auch für Fleisch/Fisch+ Sehr gute Pizza, + Lange Wärmespeicherung, - Teuer, - Benötigt Vorbereitung, - Keine Schaufel
Relaxdays 10019338CordieritRund, Ø 33 cm30-35 Min.Preistipp, sehr günstig+ Knuspriges Ergebnis, + Günstig, - Keine Anleitung, - Keine Schaufel, - Zeigt Spuren nach erster Nutzung

Häufig gestellte Fragen zum Pizzastein

Um die wichtigsten Anliegen zu klären, hier Antworten auf häufig gestellte Fragen:

F: Was ist der Unterschied zwischen einem unglasierten und einem glasierten Pizzastein?
A: Unglasierte Pizzasteine (z.B. aus Cordierit oder Schamott) sind porös und entwickeln mit der Zeit dunkle, eingebrannte Flecken, die sich nicht entfernen lassen. Dies ist rein kosmetisch und hat keinen Einfluss auf die Hygiene oder Funktion. Glasierte Pizzasteine haben eine schützende Oberfläche, die die Reinigung deutlich vereinfacht und weniger sichtbare Spuren hinterlässt. Die Backeigenschaften sind jedoch bei beiden Typen sehr ähnlich.

Was ist bei einem Pizzastein zum Grillen wichtig?
Insbesondere bei einem Pizzastein zum Grillen sehr wichtig, da bei Holzkohle die Wärme schnell nachlassen kann. Nur, wenn der Pizzastein sich gleichmäßig erwärmt, wird der Boden Deiner Pizza perfekt! Auch dies ist ein Kriterium für einen gleichmäßig crossen Pizzaboden.

F: Warum klebt der Teig am Pizzastein fest?
A: Das Festkleben liegt oft an unzureichendem Mehl auf der Pizzaschaufel oder am Teig selbst. Bestreuen Sie die Pizzaschaufel großzügig mit feinem Hartweizenmehl (Semola), bevor Sie die Pizza darauf legen. Ein Teig mit 00er-Mehl ist oft griffiger und klebt weniger. Der Profi-Trick des kurzen Vorbackens des Teigs nur mit Soße hilft ebenfalls, eine stabile Basis zu schaffen, bevor der Belag hinzugefügt wird.

F: Kann ich Backpapier auf dem Pizzastein verwenden?
A: Nein, es wird dringend davon abgeraten, Backpapier zu verwenden. Der Pizzastein entfaltet seine volle Wirkung durch den direkten Kontakt mit dem Teig, wodurch Feuchtigkeit entzogen und eine maximale Knusprigkeit erreicht wird. Backpapier würde diese Eigenschaften stark abschwächen.

F: Wie lange dauert es, bis der Pizzastein heiß ist?
A: Die Aufheizzeit hängt von der Dicke des Steins und der Leistung Ihres Ofens/Grills ab. Dünne Steine sind oft in 30-35 Minuten bereit, während dickere Steine bis zu 60 Minuten oder länger benötigen können. Wichtig ist, dass der Stein wirklich durchgeheizt ist, um optimale Ergebnisse zu erzielen.

F: Ist es schlimm, dass mein Pizzastein nach der Benutzung Flecken hat?
A: Nein, das ist völlig normal und unbedenklich bei unglasierten Pizzasteinen. Die dunklen Flecken sind eingebrannte Reste, die die Hygiene oder die weitere Verwendung des Steins in keiner Weise beeinträchtigen. Sie sind ein Zeichen dafür, dass der Stein in Gebrauch ist.

F: Kann ich den Pizzastein in die Spülmaschine geben?
A: Auf keinen Fall! Ein Pizzastein ist sehr porös und würde sich mit Wasser vollsaugen. Spülmittelrückstände könnten beim nächsten Erhitzen unangenehme Gerüche oder Geschmäcker freisetzen. Zudem kann die aufgenommene Feuchtigkeit beim Erhitzen zu Spannungen führen, die den Stein brechen lassen. Reinigen Sie den Stein immer trocken oder nur mit sehr wenig Wasser und lassen Sie ihn anschließend vollständig trocknen.

Fazit: Die Pizza-Revolution für Zuhause

Ein Pizzastein ist eine lohnende Investition für jeden, der die Qualität seiner selbstgemachten Pizza auf ein neues Level heben möchte. Ob auf dem Grill oder im Backofen – die Fähigkeit des Steins, hohe und konstante Hitze direkt an den Teig abzugeben, sorgt für einen unvergleichlich knusprigen Boden und perfekt gegarten Belag. Während die Unterschiede zwischen den einzelnen Steinmodellen oft marginal sind, kommt es vor allem auf die korrekte Anwendung, einen guten Teig und das passende Zubehör wie eine Pizzaschaufel an. Mit etwas Übung werden Sie schon bald Pizzen zaubern, die dem Original aus dem Steinofen in nichts nachstehen. Die kleine Mühe bei der Vorbereitung und Reinigung zahlt sich in jedem Fall mit einem genussvollen Ergebnis aus.

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