Wie kann man Grillen vertreiben?

Nützlinge im Garten: Frühlingshelfer auf sechs Beinen

20/10/2022

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Wenn die ersten warmen Sonnenstrahlen den Boden erwärmen und die Natur aus ihrem Winterschlaf erwacht, beginnt im Garten ein reges Treiben – nicht nur der Pflanzen, sondern auch ihrer kleinen, summenden und krabbelnden Bewohner. Im Frühling erwacht langsam das Summen und Zirpen der Insekten, die unsere Gärten bevölkern. Während uns einige davon lästig sind und so mancher Pflanze auf die Pelle rücken, begrüßen wir andere freudig, da sie entweder Schädlingen den Garaus machen oder die Fortpflanzung der Pflanzen in Form von Bestäubung unterstützen. Die Bedeutung dieser winzigen Lebewesen für ein gesundes Ökosystem kann kaum überschätzt werden. Sie sind die stillen Arbeiter, die im Hintergrund agieren und doch so entscheidend für die Vitalität und Produktivität unserer grünen Oasen sind. Wollen Sie genauer wissen, welche Nützlinge sich in Ihrem Garten tummeln und wie Sie diese wertvollen Helfer fördern können? Dann lernen Sie hier die wichtigsten Nützlinge kennen, die Sie unbedingt in Ihrem Garten begrüßen wollen. Wir haben für Sie 10 der nützlichsten Insekten aufgelistet, die bestimmt auch in Ihrem Garten als Helfer zu finden sind und die Ihnen dabei helfen, eine natürliche Balance zu schaffen.

Welche Arten von Grillen gibt es?
In mehreren Unterfamilien gibt es weltweit über hundert verschiedene Arten der Echten Grillen, hier eine Auswahl: Die Maulwurfsgrillen (Gryllotalpidae) gehören nicht zu den Echten Grillen, sondern bilden innerhalb derselben Ordnung eine eigene Familie. Faunabox (Kunststoff; Japan 2003) und chinesischer Grillenkäfig (Holz, Kürbis, Glas; China Anf.
Inhaltsverzeichnis

Die Top 10 der nützlichsten Insekten im Frühlingsgarten

Ein gesunder Garten ist ein lebendiger Garten, und das verdanken wir nicht zuletzt den unzähligen Insekten, die dort ihre Heimat finden. Viele von ihnen sind wahre Schätze, die uns die Arbeit erleichtern und den Einsatz chemischer Mittel überflüssig machen. Hier stellen wir Ihnen die wichtigsten vor:

1. Der Laufkäfer: Der nachtaktive Schädlingsjäger

Der Laufkäfer ist ein unscheinbarer, aber äußerst hilfreicher Bewohner Ihres Gartens. In Mitteleuropa sind über 700 Laufkäferarten heimisch, und einige davon finden Sie garantiert auch in Ihrem Garten. Sein Name kommt daher, dass einige Laufkäferarten nicht fliegen können; stattdessen sind sie mit kräftigen Beinen ausgestattet, die sie zu schnellen Läufern machen. Im Gegensatz zu vielen anderen Käferlarven haben auch die Larven der Laufkäfer Beine, was sie sehr mobil macht.

Da Laufkäfer bei Gefahr ein stinkendes Sekret absondern, sind sie zunächst einmal nicht sonderlich beliebt. Begegnen werden Sie diesen robusten Insekten aber ohnehin selten, denn Laufkäfer sind nachtaktiv. In der Dunkelheit gehen sie auf Streife und entfalten dann erst ihr nützliches Potenzial. Laufkäfer ernähren sich nämlich von einer Reihe an Schädlingen, die im Frühling besonders aktiv werden. Sie vertilgen Schnecken, Milben, Raupen, Läuse und die Larven schädlicher Insekten. Jede Laufkäferart hat dabei ihre eigene Lieblingsspeise, aber alle tragen dazu bei, das ökologische Gleichgewicht zu wahren. Um Laufkäfer anzulocken, bieten Sie ihnen Versteckmöglichkeiten wie Steine, Totholz oder dichte Bodendecker.

2. Bienen: Die unermüdlichen Bestäuber

Die Bienen gehören zu den bekanntesten Arten unter den nützlichen Insekten des Gartens und sind dabei die wichtigsten Bestäuber der Pflanzen. Der Nutzen von Bienen im Garten, in der Landwirtschaft und in der Natur ist unumstritten. Sie gehören nämlich zu den wichtigsten Bestäubern dieses Planeten. Ohne ihre unermüdliche Arbeit wäre die Fortpflanzung vieler Pflanzen unmöglich. Insbesondere wenn Sie Obstbäume oder fruchttragende Sträucher in Ihrem Garten haben, wollen Sie unbedingt die Hilfe der fleißigen Insekten in Anspruch nehmen.

Am bekanntesten ist wohl die staatenbildende Honigbiene mit ihrer Königin, den Arbeiterinnen mit verschiedenen Aufgaben und den männlichen Drohnen. Daneben gibt es aber auch eine Reihe an Wildbienenarten, die größtenteils solitär leben und oft weniger auffällig sind. Die Bienenart ist für Ihren Garten unerheblich, denn für die Bestäubung zeigen sie sich alle verantwortlich. Um die fleißigen Helfer anzulocken, sollten Sie eine Ecke mit Wildkräutern einrichten, die auch zum Blühen kommen, und auf bienenfreundliche Pflanzen setzen. Damit helfen Sie aktiv mit, dem weltweiten Bienensterben den Kampf anzusagen und fördern gleichzeitig eine reiche Ernte.

3. Hummeln: Die wetterfesten Blütenbesucher

Hummeln sind als Bestäuber der Pflanzen, im Gegensatz zu Bienen, auch bei schlechtem Wetter aktiv. Diese nützlichen Insekten sind nahe mit Bienen verwandt und daher ähnlich effiziente Bestäuber. Bei manchen Pflanzen erledigen sie ihre Arbeit sogar gewissenhafter als ihre kleineren Verwandten, da ihr dichter Pelz mehr Pollen aufnehmen kann. Beide Arten wollen eigentlich an den süßen Nektar gelangen. Als Gegenleistung für die Pflanze verfangen sich die Pollen als Staubschicht im dichten Pelz der Insekten. Die nächste Blüte wird damit von der Hummel unbemerkt bestäubt.

Im Gegensatz zu Bienen sind diese Insekten auch bei Schlechtwetter aktiv, da ihr Körperbau und ihr Stoffwechsel es ihnen erlauben, auch bei kühleren Temperaturen zu fliegen. Im Frühling gehören sie daher auch zu den ersten Bestäubern überhaupt, was sie für Obstbäume und frühe Blüten besonders wertvoll macht. Ihre Nester legen sie beispielsweise unter Holzhaufen, in verlassenen Nistkästen oder auch in alten Mäusenestern an. Wenn Ihr Garten Platz dafür bietet, können Sie mit solch einer wenig genutzten Ecke das ideale Nest für Hummeln schaffen.

4. Ohrwürmer: Freund oder Feind?

Der Ohrwurm kann für jeden Garten Schädling und Nützling zugleich sein. Ohrwürmer erkennen Sie leicht an der Zange, die diese Insekten am Körperende tragen. Auch wenn sie ihre Zange zur Verteidigung einsetzen, müssen Sie sich nicht davor fürchten gekniffen zu werden. Genauso wenig stimmt das Märchen, dass der Ohrwurm in die Ohren von Menschen hineinkriecht – das ist reine Folklore.

Im Garten ist der Ohrwurm gleichzeitig Nützling und Schädling. Mit seinem unersättlichen Appetit ernährt er sich von vielen schädlichen Insekten wie Blattläusen, Schildläusen oder Schmetterlingsraupen. Sogar Milben oder Spinnen stehen auf dem Speiseplan, was ihn zu einem effektiven Bio-Schädlingsbekämpfer macht. Bei Nahrungsknappheit geht er aber auch an Pflanzen und nagt dann weiche Pflanzenteile an, wie beispielsweise Blütenblätter oder junge Triebe. Für Schäden an härteren Schalen ist er nicht verantwortlich. Hier bedient er sich höchstens, wenn ein anderes Tier bereits Vorarbeit geleistet hat. Um sie anzulocken und gleichzeitig unter Kontrolle zu halten, können Sie Ohrwurm-Hotels aus umgedrehten Tontöpfen mit Holzwolle anbieten.

5. Schlupfwespen: Die unsichtbaren Leibwächter

Schlupfwespen gehören zu den unauffälligen Helfern im Garten. Sie sind meist so klein, dass sie oftmals übersehen werden, aber ihre Wirkung ist immens. Die meisten Menschen merken gar nicht, dass sie Schlupfwespen in ihrem Garten beherbergen. Viele Arten sind nämlich nur winzig klein und für den Menschen völlig ungefährlich, da sie keinen Stachel zur Verteidigung besitzen. Trotzdem machen sich Schlupfwespen im Garten sehr nützlich. Die Weibchen legen nämlich ihre Eier in andere Insekten oder deren Larven, welche anschließend von den schlüpfenden Larven der Schlupfwespe bei lebendigem Leib von innen verspeist werden. Dies mag grausam klingen, ist aber ein natürlicher und hochwirksamer Mechanismus der Schädlingskontrolle.

Beliebte Wirte für die Eiablage der Schlupfwespen sind Blattläuse, Weiße Fliegen oder diverse Schmetterlingsraupen, die sonst großen Schaden an Nutzpflanzen anrichten würden. Sie sind daher ein natürliches Mittel gegen Fraßschäden und können ganze Schädlingspopulationen dezimieren, noch bevor sie sich zu einer Plage entwickeln. Ihre Anwesenheit deutet auf ein gesundes, ausgeglichenes Ökosystem im Garten hin.

6. Florfliegen: Die Blattlauslöwen

Die Florfliegen sind nicht nur optisch ein Hingucker in jedem Garten, sondern sind zugleich nützliche Blattlausvernichter. Diese filigranen Netzflügler mit ihren wunderschön grün schillernden Flügeln vollbringen wahre Wunderwerke in der Blattlausbekämpfung. Die Larven der Florfliege werden auch als „Blattlauslöwe“ bezeichnet, denn ein einzelnes Tier kann im Laufe seines Lebens bis zu 500 Blattläuse vertilgen – eine beeindruckende Leistung für so ein kleines Geschöpf. Sie sind wahre Fressmaschinen und gehen äußerst effektiv gegen diese weit verbreiteten Schädlinge vor.

Die Weibchen steuern gezielt von Blattläusen befallene Pflanzen an, um ihre Eier dorthin abzulegen. Sollten Sie also Florfliegen in Ihrem Garten entdecken, heißen Sie diese herzlich willkommen. Sie werden sich wie von selbst um Blattlausplagen kümmern, und das noch bevor Sie diese selber entdeckt haben. Ein einzelnes Weibchen legt dabei im Laufe des Jahres mehrere hundert Eier, aus denen schließlich die unersättlichen Blattlauslöwen schlüpfen. Sie können Florfliegen durch blühende Pflanzen wie Dill, Fenchel oder Koriander anlocken.

7. Marienkäfer: Das Glück des Gärtners

Der Marienkäfer ist ein weiterer bekannter und überaus nützlicher Gartenbewohner. Man sagt, dass der Marienkäfer Glück bringt, und auf Hobbygärtner trifft das tatsächlich zu. Es gibt mehrere hundert Marienkäferarten, die sich in Farbe und Anzahl der Punkte unterscheiden. Am bekanntesten ist der sogenannte Siebenpunkt mit seinen namensgebenden sieben schwarzen Punkten auf rotem Untergrund.

Egal welche Art es sich in Ihrem Garten heimisch macht, sie alle haben großen Appetit auf Blattläuse. Das trifft sowohl auf den ausgewachsenen Käfer, noch viel mehr aber auf dessen Larve zu, die noch hungriger ist. Im erwachsenen Zustand stehen zusätzlich Schildläuse, Wanzen, Milben, aber auch Pollen und Blütennektar auf ihrem Speiseplan. Einige der gelben Marienkäferarten fressen sogar Mehltau und befreien befallene Blätter von der tückischen Pilzerkrankung. Marienkäfer überwintern in Laubhaufen, im Rindenmulch oder unter Steinen. Belassen Sie einige Stellen in Ihrem Garten möglichst naturnah, um Marienkäfer dauerhaft anzulocken und ihnen sichere Winterquartiere zu bieten.

8. Libellen: Die eleganten Mückenjäger

Libellen halten sich gerne in der Nähe von Gewässern auf und sind dabei effektive Mücken- und Fliegenbekämpfer. Diese Insekten sind nicht nur schön anzusehen, wenn sie elegant durch die Luft gleiten, sondern auch effektive Räuber, die lästige Mücken oder Fliegen im Flug erbeuten. Die geschickten Flugkünstler sind immer in der Nähe von Gewässern zu finden, lassen sich also mit einem Gartenteich vorzüglich anlocken. Gleichzeitig aber zieht ein Teich auch Mücken an, die ihre Eier genauso wie Libellen unter Wasser ablegen. Zum Glück aber sind Libellenlarven, auch Nymphen genannt, noch bessere Räuber als ihre Eltern und machen den Mückenlarven unter Wasser schnell den Garaus. Ein Gartenteich wird so zu einem selbstregulierenden Ökosystem.

Die Biologie unterscheidet zwischen Großlibellen und Kleinlibellen. Die beiden Gruppen lassen sich leicht unterscheiden, wenn man die großen Facettenaugen betrachtet. Bei Großlibellen berühren sich diese an der Oberseite des Kopfes, bei Kleinlibellen nicht. Das Paarungsspiel im Frühjahr ist jedenfalls bei allen Arten ein sehenswertes Ritual, das die Ankunft der warmen Jahreszeit ankündigt.

9. Schmetterlinge: Farbenfrohe Bestäuber

Schmetterlinge gehören wie die Bienen oder Hummeln zu den Blütenbestäubern und sind mit ihren bunten Flügeln oft die Lieblingsinsekten vieler Gärtner. Neben Bienen sind auch Schmetterlinge als effiziente Blütenbestäuber bekannt. Daneben gehören sie mit ihren bunten Flügeln zu den beliebtesten Insekten überhaupt. Es lohnt sich schon allein deswegen, mit einer Wildkräuterwiese die attraktiven Falter anzulocken und so für eine lebendige, farbenfrohe Atmosphäre im Garten zu sorgen.

Den nützlichen erwachsenen Schmetterlingen stehen ihre Raupen gegenüber, denen ein unstillbarer Appetit nachgesagt wird. Die Raupen diverser Falter sind für Fraßschäden an Gemüse oder Gehölzen zuständig und können manchmal zur Plage werden. Andere hingegen, wie der Admiral oder das Tagpfauenauge, verspeisen am liebsten Brennnesseln, die wir ohnehin lieber nicht in unserem Garten haben wollen. Gehen Sie daher gegen Schmetterlingsraupen nur dann vor, wenn es absolut unvermeidlich ist und die Schäden überhandnehmen. Oftmals sind auch die Raupen Teil eines größeren Nahrungsnetzes.

10. Schwebfliegen: Die fliegenden Mimiker und Schädlingsvertilger

Die Schwebfliege leistet ebenso einen wichtigen Teil an Arbeit bei der Bestäubung der Pflanzen und ist ein wahrer Allrounder im Garten. Wir alle erkennen die freundlichen Schwebfliegen rasch am eigentümlich schwebenden Flugstil, bei dem sie auf der Stelle in der Luft verharren können. Dass sie trotz ihrer äußerlichen Ähnlichkeit mit Wespen völlig ungefährlich sind und nicht stechen, ist den meisten Menschen bekannt. Weit weniger wissen, dass sich auch die Schwebfliege von Nektar und Pollen ernährt und damit ebenso einen wichtigen Teil der Bestäubungsarbeit erfüllt.

Aber nicht genug damit! Im Gegensatz zu den vorwiegend vegetarischen Erwachsenen ernähren sich die Larven der Schwebfliege von Blattläusen und Spinnmilben. Somit ist die Schwebfliege ein wahrer Allrounder und sollte daher in keinem Garten fehlen. Sie können die nützlichen Insekten ähnlich wie Bienen oder Hummeln mit einer Vielfalt an Blumen und Wildkräutern anlocken, die ihnen Nektar und Pollen bieten. Besonders gerne mögen sie Doldenblütler wie Dill oder Koriander.

Wie lockt man Nützlinge in den Garten? Praktische Tipps

Nachdem auch in den Privatgärten immer öfter nachhaltig und biologisch gearbeitet wird, sollten Sie sich dafür einsetzen, solchen nützlichen Insekten ein angenehmes Heim zu bieten oder sie gar gezielt anzulocken. Ein nützlingsfreundlicher Garten ist ein gesunder Garten, der weniger Pflege benötigt und sich selbst im Gleichgewicht hält.

Schaffung von Lebensräumen:

  • Insektenhotels: Diese Strukturen bieten Solitärbienen, Marienkäfern und Florfliegen Unterschlupf und Nistplätze. Achten Sie auf unterschiedliche Materialien wie Bambusröhrchen, Holzblöcke mit Bohrlöchern und Stroh.
  • Alte Nistkästen und Totholz: Besonders Hummeln und Laufkäfer besiedeln gerne verlassene Nistkästen oder finden Unterschlupf in Haufen aus Totholz und Ästen. Lassen Sie Schnittgut liegen und schaffen Sie kleine Holzstapel.
  • Naturnahe Bereiche: Belassen Sie einige Ecken Ihres Gartens unaufgeräumt. Laubhaufen, Steinhaufen oder dichte Bodendecker bieten Marienkäfern, Laufkäfern und Ohrwürmern ideale Überwinterungs- und Versteckmöglichkeiten.

Pflanzenauswahl:

  • Vielfältige Blütenpracht: Bestäuber wie Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und Schwebfliegen lieben eine reiche Auswahl an Blüten. Pflanzen Sie eine Mischung aus einheimischen Wildblumen und Kräutern, die zu verschiedenen Zeiten blühen, um ein kontinuierliches Nahrungsangebot zu gewährleisten.
  • Beliebte Pflanzen: Kamille, Margerite, Lavendel, Fenchel, Sonnenhut, Ysop, Koriander, Dill, Borretsch und Phacelia sind nur einige Beispiele für Pflanzen, die Nützlinge magisch anziehen.
  • Wildkräuterwiese: Eine kleine Ecke, die Sie der Natur überlassen und Wildkräutern die Möglichkeit geben, zu wachsen und zu blühen, ist ein Paradies für viele Insekten.

Wasserquellen:

  • Gartenteiche oder Biotope: Diese beleben nicht nur das Klima des Gartens, sondern unterstützen auch die Nützlinge, insbesondere Libellen, die auf Wasser für ihre Entwicklung angewiesen sind.
  • Flache Wasserstellen: Fehlt Ihnen dazu der Platz, reicht auch schon eine Regentonne oder eine alte Babywanne, die Sie mit Seerosen bepflanzen oder einfach mit Steinen und Zweigen ausstatten. Wichtig sind Strukturen, die aus dem Wasser herausragen, an denen sich Insekten niederlassen und gefahrlos trinken können. Eine flache Schale mit Steinen als Landeplatz ist ebenfalls ideal.

Vermeidung von Pestiziden:

Der wichtigste Schritt, um Nützlinge zu fördern, ist der Verzicht auf chemische Pestizide. Diese töten nicht nur Schädlinge, sondern auch die wertvollen Helfer. Setzen Sie stattdessen auf biologische Schädlingsbekämpfung und fördern Sie das natürliche Gleichgewicht in Ihrem Garten.

Vergleichstabelle der Nützlinge

InsektHauptnutzenBesonderheitAnlocktipps
LaufkäferSchnecken-, Milben-, RaupenfresserNachtaktiv, kräftige BeineTotholz, Steine, dichte Bodendecker
BienenWichtigster BestäuberHonigbienen & WildbienenWildkräuter, bienenfreundliche Blüten
HummelnBestäuber, auch bei Kälte aktivDichter Pelz, frühe AktivitätHolzhaufen, alte Nistkästen, Wildblumen
OhrwürmerBlattlaus-, Milbenfresser (kann auch Pflanzen schädigen)Zangen am KörperendeOhrwurm-Hotels (Tontopf mit Holzwolle)
SchlupfwespenParasitieren Schädlinge (Blattläuse, Raupen)Winzig, unsichtbarer HelferVielfältige Blütenpflanzen
FlorfliegenBlattlaus- & Spinnmilbenvertilger (Larven)Larven als „Blattlauslöwen“Dill, Fenchel, Koriander, Insektenhotels
MarienkäferBlattlausfresser (Käfer & Larven)Beliebter GlücksbringerLaubhaufen, Rindenmulch, unaufgeräumte Ecken
LibellenMücken- & FliegenjägerLeben am Wasser, elegante FliegerGartenteich, flache Wasserstellen
SchmetterlingeBlütenbestäuberBunte Flügel, Raupen teils schädlichWildkräuterwiesen, Nektarpflanzen
SchwebfliegenBestäuber & Blattlausfresser (Larven)Wespen-Mimikry, schwebender FlugDoldenblütler, blühende Kräuter

Häufig gestellte Fragen zu Nützlingen im Garten

F: Was ist der Hauptunterschied zwischen Bienen und Hummeln im Garten?

A: Bienen und Hummeln sind beides wichtige Bestäuber, aber es gibt entscheidende Unterschiede. Bienen (insbesondere Honigbienen) sind oft staatenbildend und sehr effizient bei warmem Wetter. Hummeln hingegen sind robuster, haben einen dichteren Pelz und können auch bei kühleren Temperaturen und schlechtem Wetter aktiv sein. Sie sind oft die ersten Bestäuber im Frühling und können auch an tieferen Blüten effektiver Pollen sammeln.

F: Wie erkenne ich nützliche Insekten von Schädlingen?

A: Oft hilft die Beobachtung ihres Verhaltens und ihrer Nahrung. Viele Nützlinge sind Räuber oder Parasiten und bewegen sich aktiv auf der Suche nach Beute (z.B. Marienkäferlarven auf Blattlauskolonien). Bestäuber besuchen Blüten. Schädlinge hingegen sind meist direkt an den Pflanzen zu finden, wo sie Fraßspuren hinterlassen oder sich in großer Zahl ansammeln (z.B. Blattläuse an jungen Trieben). Einige Nützlinge, wie die Schwebfliege, imitieren sogar Schädlinge (Wespen), sind aber harmlos.

F: Sollte ich alle Raupen in meinem Garten bekämpfen?

A: Nein, auf keinen Fall. Viele Raupen entwickeln sich zu wunderschönen Schmetterlingen, die wiederum wichtige Bestäuber sind. Bekämpfen Sie Raupen nur dann, wenn sie wirklich massiven Schaden an wichtigen Nutzpflanzen anrichten. Oft fressen Raupen auch „Unkräuter“ wie Brennnesseln. Ein gesunder Garten verträgt einen gewissen Grad an Fraßschäden, und die Raupen sind oft eine wichtige Nahrungsquelle für Vögel und andere Tiere.

F: Wie lange bleiben diese Nützlinge im Garten aktiv?

A: Die Aktivitätszeit der Nützlinge variiert je nach Art. Viele sind vom Frühling bis in den Herbst aktiv, solange Nahrung und geeignete Lebensbedingungen vorhanden sind. Einige, wie Marienkäfer und Laufkäfer, überwintern als erwachsene Tiere oder Larven im Garten und werden im Frühling wieder aktiv. Bestäuber wie Bienen und Hummeln sind vom Frühling bis zum Spätsommer unterwegs. Ein kontinuierliches Blütenangebot ist entscheidend, um sie die ganze Saison über zu halten.

F: Welche Pflanzen locken die meisten Nützlinge an?

A: Eine breite Vielfalt an heimischen Pflanzen ist am besten. Besonders attraktiv sind Pflanzen mit offenen Blüten, die leicht zugänglichen Nektar und Pollen bieten. Dazu gehören Doldenblütler (Dill, Fenchel, Koriander), Korbblütler (Margeriten, Sonnenhut), Lippenblütler (Lavendel, Ysop) und viele Wildkräuter wie Kamille oder Brennnesseln (als Futterpflanze für Schmetterlingsraupen). Achten Sie auf eine gestaffelte Blütezeit, damit vom Frühling bis zum Herbst immer etwas blüht.

Fazit: Ein lebendiger Garten dank Nützlingen

Die Bedeutung von Insekten im Frühling und über das gesamte Gartenjahr hinweg ist unbestreitbar. Sie sind die stillen Helden, die im Hintergrund arbeiten und maßgeblich dazu beitragen, dass unser Garten blüht, Früchte trägt und sich im ökologischen Gleichgewicht befindet. Indem wir ihnen geeignete Lebensräume bieten, die richtigen Pflanzen anbauen und auf chemische Pestizide verzichten, können wir diese wertvollen Helfer aktiv fördern. Ein Garten, der von Laufkäfern, Bienen, Hummeln, Florfliegen und all den anderen nützlichen Insekten bevölkert wird, ist nicht nur produktiver und gesünder, sondern auch ein Ort voller Leben und faszinierender Naturbeobachtungen. Nehmen Sie sich die Zeit, Ihre kleinen Gartenbewohner kennenzulernen und zu schätzen – Sie werden überrascht sein, wie viel Freude und Erleichterung sie Ihnen bereiten können. Investieren Sie in die Artenvielfalt, und Ihr Garten wird es Ihnen vielfach danken.

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