07/12/2021
Der Sommer ist in Hamburg angekommen, und mit ihm beginnt die heiß ersehnte Grillsaison. Nichts geht über den Duft von frisch Gegrilltem an einem lauen Abend, doch damit das Vergnügen ungetrübt bleibt, ist es wichtig, die Regeln zu kennen – insbesondere, wo man überhaupt grillen darf und wie man den entstehenden Müll korrekt entsorgt. Hamburg bietet zahlreiche wunderschöne Orte für einen gelungenen Grillabend, aber um die Natur zu schützen und Ärger zu vermeiden, müssen einige wichtige Punkte beachtet werden. Dieser umfassende Leitfaden hilft Ihnen dabei, Ihren Grillabend in Hamburg sicher und umweltbewusst zu gestalten, von der Wahl des richtigen Grillplatzes bis zur fachgerechten Entsorgung von Abfällen und Asche.

Wo darf man offiziell in Hamburg grillen?
Die Hansestadt Hamburg ist stolz auf ihre grünen Oasen und Freiflächen. Um diese zu schützen und gleichzeitig den Grillfans entgegenzukommen, legen die jeweiligen Bezirksämter spezifische Grillzonen fest. Es ist entscheidend, sich an diese ausgewiesenen Bereiche zu halten, um die empfindliche Vegetation nicht zu schädigen und die öffentliche Ordnung zu wahren. Ein Blick auf die Regelungen der einzelnen Bezirke verrät, wo der Grillspaß erlaubt ist.
Grillvergnügen in Hamburg Nord
Der Stadtpark ist zweifellos eine der beliebtesten Adressen für Grillfans in Hamburg Nord. Hier gibt es zwei offizielle Grillstellen: auf der weitläufigen Festwiese und auf der Wiese westlich des Planschbeckens. Außerhalb dieser speziell ausgewiesenen Bereiche ist das Grillen im Stadtpark strengstens untersagt. Eine weitere idyllische Möglichkeit bietet sich rund um die Außenalster. An der Fernsichtbrücke und am Schwanenwik finden sich zwei Wiesen, die zum Grillen freigegeben sind. Besonders die Wiese am Schwanenwik verspricht lange Abendsonne und malerische Sonnenuntergänge zum Bratwurst- und Grillkäsegenuss. Wer es etwas ruhiger mag, findet am Grillplatz an der Fernsichtbrücke im Norden der Außenalster eine entspannte Alternative. Auch der Haynspark in Eppendorf lockt mit einer angenehmen Atmosphäre. Hier befinden sich die ausgewiesenen Grillplätze direkt am Ufer der Alster, wo man auf der Meenkwiese mit Blick auf den Alsterlauf einen wunderschönen Grillabend verbringen kann.
Grillmöglichkeiten in Altona
In Altonas Grünanlagen ist das Grillen grundsätzlich erlaubt, vorausgesetzt, Boden, Rasenflächen und Pflanzen nehmen keinen Schaden. Es ist unbedingt darauf zu achten, dass der gesamte Müll, inklusive der Grillkohle, wieder mitgenommen oder ordnungsgemäß entsorgt wird. Ein besonderes Highlight in Altona ist die Rissener Kuhle, auch bekannt als Rissener Kiesgrube. Hier stehen gemauerte Grills, Tische und Bänke zur Verfügung, was das Grillen besonders komfortabel macht. Zudem gibt es einen großen Spielplatz für Kinder und öffentliche Toiletten vor Ort, was diesen Ort zu einem idealen Ausflugsziel für Familien macht.
Einschränkungen in Eimsbüttel
Eimsbüttel verfügt über keine explizit ausgewiesenen Grillzonen, dennoch ist das Grillen in den Grünanlagen unter bestimmten Auflagen gestattet. Wichtig ist, dass keine Bodengrills verwendet werden dürfen, da diese den Rasen oder die Pflanzen beschädigen können. Auch offenes Feuer ist nicht erlaubt. Die Grillkohle und jeglicher anderer Müll müssen entweder mitgenommen oder sachgerecht entsorgt werden. Eine Ausnahme bildet das Niendorfer Gehege, wo "wildes Grillen" explizit verboten ist. Dafür können Sie den öffentlichen Grillplatz neben dem Waldcafé nutzen, der für jedermann zugänglich ist.
Grillplätze in Hamburg-Mitte
In Hamburg-Mitte stehen mehrere Wiesen und Parks mit ausgewiesenen Zonen für das Grillvergnügen zur Verfügung. Wer die Ruhe sucht, wird den Öjendorfer Park in Billstedt schätzen. Dort gibt es mehrere Grillstellen, und der Abenteuerspielplatz sowie der Natursee machen den Park besonders bei Familien mit Kindern beliebt. Im Inselpark in Wilhelmsburg können an zwei ausgewiesenen Grillplätzen Leckereien auf das Rost legen. Diese Grillplätze liegen zudem in der Nähe der Teiche Kückenbrack und Mahlbusen, was für eine malerische Kulisse sorgt. Ein weiteres Highlight in der Neustadt ist der Grillplatz im Südteil der Michelwiese. Hier stehen drei moderne Grillstationen aus Edelstahl für wenige Euro zur Verfügung. Diese großen Grills werden täglich gereinigt, und Einweggrills sind hier verboten. Die Aussicht auf den berühmten Michel und den Hamburger Hafen ist dabei natürlich inklusive und kostenlos.
Regeln für Wandsbek
In Wandsbek ist das Grillen auf Rasenflächen und in Parks prinzipiell erlaubt. Ausnahmen bilden der Botanische Sondergarten und sogenannte Langgraswiesen, wo das Grillen untersagt ist. Wie in anderen Bezirken gibt es auch hier wichtige Regeln zu beachten: Einweggrills sind verboten. Andere Grills müssen einen Mindestabstand von 50 cm zum Boden haben, um Schäden an der Grasnarbe zu vermeiden. Nehmen Sie bitte Rücksicht auf andere Parkbesucher und halten Sie Kinder von heißen Grills fern. Selbstverständlich muss auch hier der gesamte Müll entsorgt oder mit nach Hause genommen werden.
Tolerierte Zonen in Bergedorf
In Bergedorf gibt es keine offiziell ausgewiesenen Grillzonen. Grundsätzlich ist das Grillen in den Grünanlagen nicht erlaubt, dennoch duldet das Bezirksamt das Grillen nach eigenen Angaben, solange keine Schäden entstehen und der Müll ordnungsgemäß entsorgt oder mitgenommen wird. Dies erfordert ein besonders hohes Maß an Eigenverantwortung und Rücksichtnahme.
Grillen in Harburg
In den Grünanlagen des Bezirks Harburg wird das Grillen an den meisten Stellen geduldet. Dies betrifft eine Reihe von Orten: Im Harburger Stadtpark (Außenmühle) sind dies die Liegewiese, der Tanzplatz, der Langenbeker Weg, der Kinderspielplatz Zündschnurweg (Wasserspielplatz) und die Blaue Brücke. Im Meyers Park dürfen Sie am Kinderspielplatz grillen, und am Neuländer See steht die Liegewiese zur Verfügung. Auch am Hastedtplatz und im Göhlbachtal sowie im Rönneburger Park kann der Grill angeschmissen werden. Auch hier gilt: Sauberkeit und Rücksicht sind das A und O.
Wichtige Grillregeln und Sicherheitshinweise
Hamburg bietet Grillmeisterinnen und Grillmeistern viele schöne Orte, doch Vorsicht mit dem Feuer! Die Feuerwehr Hamburg hat einfache, aber lebenswichtige Grillregeln aufgestellt, damit ein schöner Grillabend nicht im Desaster endet. Diese Regeln sind nicht nur für Ihre Sicherheit, sondern auch für den Schutz der Umwelt und anderer Personen von größter Bedeutung.
- Achten Sie auf einen sicheren Stand Ihres Grills. Er muss stabil stehen und genügend Abstand zu Personen, Gebäuden und der Vegetation haben, insbesondere zu trockenen Bäumen, Büschen und Gräsern. Ein Funke kann schnell einen Brand auslösen.
- Benutzen Sie niemals Spiritus oder Benzin zum Anzünden! Diese Flüssigkeiten sind extrem gefährlich und können zu gefährlichen Stichflammen führen. Verwenden Sie ausschließlich geprüfte und sichere Grillanzünder.
- Lassen Sie Ihren Grill niemals unbeaufsichtigt, auch nicht für kurze Zeit. Ein unbeaufsichtigter Grill ist eine potenzielle Gefahrquelle.
- Halten Sie für den Notfall immer Wasser oder einen Feuerlöscher bereit. Bei einem beginnenden Brand kann schnelles Handeln größere Schäden verhindern.
- Halten Sie Kinder und Haustiere von heißen Grills fern. Die Gefahr von Verbrennungen ist groß.
Die richtige Entsorgung: Müll und Asche
Ein verantwortungsvoller Grillabend endet nicht mit dem letzten Bissen, sondern erst, wenn der Platz sauber und alle Abfälle korrekt entsorgt sind. Die Müllentsorgung ist ein zentraler Aspekt, um Hamburgs Grünflächen sauber und attraktiv zu halten.
Wie entsorgt man Müll beim Grillen?
Für die Entsorgung von Müll in Hamburgs Grün- und Parkanlagen ist die Stadtreinigung Hamburg zuständig. Überall in den Anlagen finden Sie rote oder grau lackierte Mülleimer, die gut sichtbar platziert sind. Hier können Sie Ihren gesamten Grillmüll, wie Essensreste, Verpackungen, Servietten und leere Flaschen, entsorgen. Sollten die Mülleimer einmal überfüllt sein oder Sie beobachten, dass andere Parkbesucher Müll liegengelassen haben, können Sie dies ganz einfach über die App der Stadtreinigung Hamburg melden. Die App bietet eine Geoortungsfunktion, die es der Stadtreinigung ermöglicht, schnell auf die Meldung zu reagieren und die Abfälle zu beseitigen. Dies trägt maßgeblich dazu bei, die Schönheit unserer Parks zu erhalten.
Wie entsorgt man Asche richtig?
Die korrekte Entsorgung von Grillkohle und Asche ist von größter Bedeutung, da glühende Asche auch Stunden nach dem Grillen noch Brände verursachen kann. Asche darf erst entsorgt werden, wenn sie definitiv kalt ist. Entfernen Sie sich keinesfalls vom Grill, solange die Kohle noch heiß ist. Um zu überprüfen, ob die Kohle wirklich vollständig abgekühlt ist, können Sie vorsichtig Wasser darüber gießen. Wenn kein Dampf mehr aufsteigt, ist die Kohle kalt und kann sicher entsorgt werden. An einigen ausgewiesenen Grillstellen in Hamburg gibt es spezielle Müllcontainer, die ausschließlich für kalte Kohle vorgesehen sind. Diese sollten unbedingt genutzt werden. Die Asche soll nicht im normalen Hausmüll oder in den öffentlichen Mülleimern entsorgt werden, da hier die Brandgefahr immer noch besteht oder andere Abfälle verunreinigt werden könnten. Ist kein spezieller Aschebehälter vorhanden, nehmen Sie die kalte Asche in einem feuerfesten Behälter (z.B. einem Metalleimer) mit nach Hause und entsorgen Sie sie dort im Restmüll.
Was macht man, wenn es zu einem Brand kommt?
Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen kann es in seltenen Fällen zu einem Brand kommen. In solch einer Notsituation ist schnelles und besonnenes Handeln entscheidend. Zögern Sie nicht und rufen Sie sofort die Feuerwehr unter der Notrufnummer 112 an.
- Bei einem Gasgrill ist es das Wichtigste, sofort die Gaszufuhr abzudrehen, um die Brandquelle zu unterbinden.
- Bei einem Einweggrill oder Kugelgrill dient Wasser als erstes Löschmittel. Gießen Sie das Wasser gezielt auf die Brandstelle, aber achten Sie dabei unbedingt darauf, sich nicht selbst zu verletzen oder durch aufsteigenden Dampf zu verbrühen.
- Vorsicht bei einem Fettbrand: Hier darf auf keinen Fall Wasser zum Löschen verwendet werden! Wasser würde das brennende Fett verteilen und die Flammen unkontrollierbar machen. Bei einem Fettbrand versuchen Sie, die Flammen durch Abdecken (z.B. mit einem feuerfesten Deckel oder einer Löschdecke) zu ersticken.
Häufig gestellte Fragen zum Grillen in Hamburg
- Darf ich überall in Hamburg grillen?
- Nein, das Grillen ist nur in speziell ausgewiesenen oder geduldeten Grillzonen erlaubt. Außerhalb dieser Bereiche ist es untersagt und kann mit Bußgeldern geahndet werden. Informieren Sie sich immer vorab bei den jeweiligen Bezirksämtern oder den Informationen vor Ort.
- Sind Einweggrills in Hamburg erlaubt?
- Einweggrills sind in vielen Hamburger Grillzonen verboten, beispielsweise in Wandsbek oder auf der Michelwiese in Hamburg-Mitte. Sie verursachen oft Schäden am Rasen und produzieren viel Müll. Es ist ratsam, einen stabilen Grill mit ausreichend Bodenabstand zu verwenden.
- Wie stelle ich sicher, dass die Grillkohle kalt ist, bevor ich sie entsorge?
- Um sicherzustellen, dass die Kohle vollständig abgekühlt ist, gießen Sie vorsichtig Wasser darüber. Wenn kein Dampf mehr aufsteigt und die Kohle sich nicht mehr heiß anfühlt, ist sie kalt und kann entsorgt werden.
- Was mache ich mit der Asche, wenn es keinen speziellen Aschebehälter gibt?
- Wenn kein spezieller Aschebehälter vorhanden ist, nehmen Sie die vollständig abgekühlte Asche in einem feuerfesten Behälter (z.B. einem Metalleimer) mit nach Hause und entsorgen Sie sie dort im Restmüll. Keinesfalls sollte sie in den normalen öffentlichen Mülleimern oder in der Natur entsorgt werden.
- Darf ich Spiritus oder Benzin als Grillanzünder verwenden?
- Nein, unter keinen Umständen! Spiritus und Benzin sind extrem gefährlich und können zu schweren Verbrennungen oder Explosionen führen. Verwenden Sie ausschließlich sichere und geprüfte Grillanzünder.
- Wie weit muss mein Grill vom Boden entfernt sein?
- In einigen Bezirken, wie Wandsbek, wird ein Mindestabstand von 50 cm zum Boden gefordert, um Schäden an der Grasnarbe zu vermeiden. Generell gilt: Je höher der Grill vom Boden ist, desto geringer ist die Gefahr von Hitzeschäden am Untergrund.
Grillen in Hamburg ist ein wunderbares Sommererlebnis, das mit der richtigen Vorbereitung und einem verantwortungsvollen Umgang mit Feuer und Abfall noch schöner wird. Genießen Sie die Grillsaison in vollen Zügen und tragen Sie dazu bei, Hamburgs grüne Lungen sauber und sicher zu halten!
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