06/11/2023
Der Kauf eines Gasgrills ist eine Investition in unzählige genussvolle Stunden im Freien. Doch die Auswahl ist riesig, und die Entscheidung, welcher Grill der richtige für Ihre Bedürfnisse ist, kann überwältigend sein. Von kompakten Tischgrills für den spontanen Einsatz bis hin zu großen Grillwagen mit mehreren Brennern für die nächste Gartenparty – die Vielfalt ist beeindruckend. Dieser Artikel bietet Ihnen eine fundierte Kaufberatung, basierend auf umfassenden Tests von 12 Gasgrillgeräten namhafter Hersteller. Wir beleuchten, worauf Sie beim Kauf achten sollten, welche Modelle überzeugen und räumen mit gängigen Grill-Mythen auf, damit Ihr nächstes Grillerlebnis ein voller Erfolg wird.

Egal, ob Sie ein erfahrener Grillmeister sind oder gerade erst in die Welt des Grillens eintauchen: Die richtige Wahl des Gasgrills ist entscheidend für den Spaß am Kochen im Freien. Ein Gasgrill bietet gegenüber Holzkohlegrills viele Vorteile: Er ist schnell einsatzbereit, die Temperatur lässt sich präzise regeln, und die Reinigung ist in der Regel unkomplizierter. Doch nicht jeder Gasgrill ist gleich gut. Unser Ziel ist es, Ihnen alle notwendigen Informationen an die Hand zu geben, um eine informierte Entscheidung zu treffen und lange Freude an Ihrem neuen Grill zu haben.
- Gasgrill-Typen im Überblick: Mobil oder Standgerät?
- Materialkunde: Gusseisen oder Edelstahl?
- Der Gasgriller Test: So haben wir bewertet
- Testergebnisse im Überblick
- Mythen und Fakten rund ums Grillen
- Mythos: Fleisch mit Bier ablöschen
- Mythos: Tolle Grill-Ergebnisse durch Marinade
- Mythos: Vor allem Steaks und Würste gehören auf den Grill
- Mythos: Fleisch und Fisch mit hohem Fettgehalt sind besonders gut grillbar
- Mythos: Alufolie auf dem Grill ist unbedenklich
- Mythos: Hühnchen auf Bierdose, ein Klassiker
- Mythos: Auch gepökeltes Fleisch kann man gut grillen
- Mythos: Angebranntes soll man wegwerfen
- Mythos: Gasgriller darf man am Balkon verwenden
- Mythos: Gasflaschen gehören in den Keller
- Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Gasgrillkauf
Gasgrill-Typen im Überblick: Mobil oder Standgerät?
Die erste und grundlegendste Entscheidung beim Kauf eines Gasgrills betrifft den Typ des Geräts. Möchten Sie primär auf Ihrer Terrasse oder im Garten grillen, oder benötigen Sie ein flexibles Gerät für Campingausflüge und Picknicks? Diese Frage entscheidet, ob ein großer Grillwagen oder ein kompakter, tragbarer Grill die bessere Wahl für Sie ist.
Grillwagen mit drei Brennern: Die Allrounder für Zuhause
Für alle, die regelmäßig für Familie und Freunde grillen und ausreichend Platz zur Verfügung haben, ist ein Grillwagen mit drei Brennern oft die ideale Lösung. Diese Modelle bieten in der Regel eine großzügige Grillfläche und ermöglichen das Grillen mit verschiedenen Temperaturzonen. In unserem Test haben wir acht solcher Grillwagen näher beleuchtet, darunter Modelle von bekannten Marken wie Napoleon, Weber und Rösle. Diese Grills zeichnen sich durch ihre Leistungsfähigkeit und die Fähigkeit aus, auch größere Mengen Grillgut gleichzeitig zuzubereiten. Sie sind robust gebaut und oft mit zusätzlichen Features wie Seitenkochern oder Warmhalterosten ausgestattet, die den Komfort beim Grillen erhöhen.
Zu den getesteten Grillwagen mit drei Brennern gehören:
- Bauhaus Grillstar Atlanta 300 II
- Char-Broil Convective 310 B
- Enders Chicago 3
- Hellweg Rothmann Gasgrillwagen Ottawa
- Landmann Rexon 3.0
- Napoleon Rogue 425
- Rösle Videro Pure G3 Art.-Nr.: 25512
- Weber Spirit E-315 GBS
Tragbare Grills mit einem Brenner: Kompakt und flexibel
Wenn Flexibilität und Mobilität im Vordergrund stehen, ist ein tragbarer Gasgrill mit einem Brenner die perfekte Wahl. Diese kompakten Geräte sind leicht zu transportieren und eignen sich hervorragend für den Balkon, den Campingplatz oder den Park. Obwohl sie kleiner sind, liefern sie oft beeindruckende Grillergebnisse. Vier tragbare Grills wurden in unserem Test unter die Lupe genommen, darunter Modelle von Activa und Campingaz. Sie beweisen, dass auch ein kleiner Grill Großes leisten kann, besonders wenn es um spontane Grillaktionen geht.
Die getesteten tragbaren Grills mit einem Brenner sind:
- Activa Tischgasgrill Crosby
- Campingaz Attitude 2go CV
- Tepro Tischgasgrill Albany
- Weber Go Anywhere Gasgrill
Die Preisspanne der getesteten Geräte reicht dabei von unter 200 Euro für einfache tragbare Modelle bis hin zu rund 770 Euro für hochwertige Grillwagen, was zeigt, dass für jedes Budget und jeden Anspruch das passende Gerät zu finden ist.
Materialkunde: Gusseisen oder Edelstahl?
Ein entscheidendes Merkmal, das die Grillergebnisse und die Pflege Ihres Gasgrills maßgeblich beeinflusst, ist das Material des Grillrostes. Die gängigsten Materialien sind Gusseisen und Edelstahl. Beide haben spezifische Vor- und Nachteile, die es zu kennen gilt.
Gusseisenroste
Gusseisenroste sind bei vielen Grillfans sehr beliebt, und das aus gutem Grund. Sie sind bekannt für ihre hervorragende Wärmespeicherfähigkeit. Das bedeutet, dass der Rost seine Temperatur auch dann kaum verliert, wenn Sie kaltes Grillgut auflegen. Dies ermöglicht ein intensives und gleichmäßiges Anbraten, was zu den charakteristischen, dunklen Grillmustern führt, die viele so schätzen. Die dickeren Streben von Gusseisenrosten tragen ebenfalls zu diesem optisch ansprechenden Ergebnis bei.
Ein wichtiger Aspekt bei Gusseisen ist die Pflege. Reines Gusseisen ist anfällig für Rost, wenn es nicht korrekt behandelt wird. Um dies zu vermeiden, empfiehlt es sich, den Rost nach dem Grillen und Reinigen dünn mit Speiseöl einzureiben. Emaillierte Gusseisenroste sind hier weniger rostanfällig und einfacher in der Pflege. Bei der Reinigung sollte man darauf achten, den heißen Rost niemals in kaltes Wasser zu tauchen, da dies zu Materialspannungen und Rissen führen kann. Eine schonende Säuberung mit einer Messingbürste ist ideal.
Roste aus Stahl und Edelstahl
Grillroste aus Stahl oder hochwertigem Edelstahl sind eine weitere verbreitete Option. Im Gegensatz zu Gusseisen sind Edelstahlstreben oft dünner, was zu feineren Markierungen am Grillgut führt. Es gibt jedoch auch breitere Stahlroste, die ebenfalls gute Ergebnisse liefern. Was die Wärmespeicherung angeht, halten Stahlroste die Wärme in der Regel schlechter als dickes Gusseisen. Dies muss jedoch nicht zwangsläufig zu einem schlechteren Grillergebnis führen, da die Hitze der Brenner dies meist ausgleicht.
Der große Vorteil von Edelstahl ist seine Rostbeständigkeit. Hochwertiger Edelstahl korrodiert nicht, was die Pflege erheblich vereinfacht. Auch Temperaturwechsel sind bei Stahlrosten weniger problematisch als bei Gusseisen. Die Reinigung ist unkompliziert: Stahlroste können mit Spülmittel in Wasser eingeweicht und anschließend gereinigt werden, ohne Angst vor Beschädigung haben zu müssen.
Um die Unterschiede besser zu veranschaulichen, hier eine kleine Vergleichstabelle:
| Merkmal | Gusseisenrost | Edelstahl-/Stahlrost |
|---|---|---|
| Wärmespeicherung | Sehr gut, kühlt kaum ab | Weniger gut, aber meist ausreichend |
| Grillmuster | Charakteristische, dunkle, breite Muster | Meist dünnere Markierungen |
| Rostanfälligkeit | Hoch (reines Gusseisen), regelmäßige Pflege nötig | Kein Rost (hochwertiger Edelstahl) |
| Reinigung | Schonend mit Messingbürste, nicht in kaltes Wasser | Leicht, Spülmittel und Wasser, Temperaturwechsel unproblematisch |
| Pflege | Nach dem Grillen mit Speiseöl einreiben | Sehr pflegeleicht |
Der Gasgriller Test: So haben wir bewertet
Um Ihnen eine fundierte Kaufentscheidung zu ermöglichen, haben unabhängige Tester zwölf gasbetriebene Grillgeräte detailliert geprüft und bewertet. Die Testmethodik war umfassend und berücksichtigte verschiedene Aspekte, die für den täglichen Gebrauch relevant sind. Wir kaufen anonym ein und bieten werbefreie, unabhängige Testergebnisse. Durch einheitliche Testkriterien werden die Untersuchungsergebnisse vergleichbar gemacht.
Grillen (45 % der Gesamtnote)
Dieser Bereich ist das Herzstück jedes Grilltests. Wir haben die Aufheizzeit der Grills ermittelt, indem die Regler auf Maximal gestellt und geheizt wurde, bis eine durchschnittliche Temperatur von 250 Grad Celsius erreicht war. Die Temperaturverteilung wurde sowohl bei geschlossener als auch bei offener Haube geprüft, um die Anteile der Fläche zu ermitteln, die heißer als 200 Grad Celsius werden. Ebenso wichtig waren die Gleichmäßigkeit der Temperatur, die Genauigkeit der Haubenthermometer-Anzeige und die maximal erreichbare Temperatur am Rost. Der Brennstoffverbrauch für das Vorheizen und im Betrieb wurde ebenfalls bestimmt. Drei Fachleute beurteilten im Praxistest mit Burger-Patties, Paprika, Maiskolben und Zucchini das Grillergebnis.
Handhabung (35 % der Gesamtnote)
Ein guter Grill muss nicht nur gut grillen, sondern auch einfach zu bedienen sein. Drei Fachleute beurteilten die Bedienbarkeit, inklusive Arbeitshöhe und Zündmechanismus, sowie die Gebrauchsanleitung hinsichtlich Aufbau und Verständlichkeit. Die Montage wurde von zwei Fachleuten geprüft. Die Reinigung des Grills, einschließlich Grillrost, Fettauffangwanne und Brennerabdeckungen, wurde von drei Fachleuten bewertet. Auch der Transport (z.B. Rollen, Tragbarkeit, Kraftaufwand) und die platzsparende Verstaubarkeit wurden beurteilt.
Sicherheit (10 % der Gesamtnote)
Sicherheit ist beim Umgang mit Gas unerlässlich. Ein Experte beurteilte die gastechnische Sicherheit und prüfte die Kennzeichnungen am Grillgerät. Bei geschlossener Haube und 250 Grad Celsius Rosttemperatur wurden berührbare heiße Flächen wie Reglerknöpfe und Haubengriffe hinsichtlich ihrer Temperatur und der erwartbaren Berührungsdauer bewertet. Bei den tragbaren Grillern wurde zusätzlich die Temperatur des Grillbodens bei geschlossener und offener Haube ermittelt. Die Standsicherheit auf einer schiefen Ebene wurde unter verschiedenen Winkeln bis zum Kipp-Punkt geprüft. Erfreulicherweise bestanden alle Grills diese Prüfung.
Haltbarkeit (10 % der Gesamtnote)
Ein Grill soll viele Jahre Freude bereiten. Für die Korrosionsbeständigkeit wurden die Grills mit einer 5-prozentigen Kochsalzlösung eingesprüht und sieben Tage lang in einer Klimakammer bei 40 Grad Celsius und 93 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit gelagert. Zwei Fachleute bewerteten anschließend die Korrosion und die allgemeine Verarbeitung der Griller.
Schadstoffe (0 % Gewichtung, aber entscheidend für Abwertung)
Obwohl dieser Punkt mit 0 % in die Gesamtnote einfließt, können schlechte Ergebnisse in diesem Bereich zu einer starken Abwertung des Gesamturteils führen. Wir legten die Grillroste mehrfach für zwei Stunden in eine heiße, saure Lösung und ermittelten, welche Mengen an Metallen herausgelöst wurden. Für Grillroste aus Edelstahl wurde in Anlehnung an die Europarat-Resolution zu Metallen und Legierungen getestet, emaillierte Grillroste in Anlehnung an DIN ISO 4531–1. Ein „weniger zufriedenstellendes“ Ergebnis bei Schadstoffen führte zu einer Abwertung von bis zu einer Note im KONSUMENT-Testurteil.
Abwertungen
Mängel in bestimmten Bereichen können das Gesamtergebnis stark beeinflussen: War die Sicherheit weniger zufriedenstellend, wurde das Testurteil um eine Stufe abgewertet. Bei „nicht zufriedenstellender“ Sicherheit konnte das Urteil nicht besser als „nicht zufriedenstellend“ sein. Ähnlich verhielt es sich bei der gastechnischen Prüfung. Auch bei mangelnder Haltbarkeit oder Korrosionsbeständigkeit gab es Abwertungen. Dies stellt sicher, dass gravierende Mängel in sicherheitsrelevanten oder langlebigkeitsrelevanten Bereichen das Endergebnis entsprechend negativ beeinflussen.
Testergebnisse im Überblick
Von den zwölf getesteten Gasgrillgeräten schnitten vier Modelle mit der Note „gut“ ab, während sieben Geräte als „durchschnittlich“ bewertet wurden. Ein Grill erhielt die Bewertung „nicht zufriedenstellend“. Dies zeigt, dass es sowohl hervorragende als auch weniger empfehlenswerte Produkte auf dem Markt gibt. Die genauen Ergebnisse und Details zu den einzelnen Modellen finden Sie in unserem aktuellen Test. Es ist erfreulich festzustellen, dass gute Gasgrills auch zu günstigen Preisen erhältlich sind, was die Anschaffung für viele erschwinglich macht.
Mythen und Fakten rund ums Grillen
Rund ums Grillen ranken sich zahlreiche Mythen und vermeintliche Weisheiten. Wir haben einige davon näher beleuchtet und die Fakten dazu gesammelt.
Mythos: Fleisch mit Bier ablöschen
Viele Grillfans schwören darauf, Fleisch mit Bier zu bespritzen, um die Glut in Schach zu halten oder ein besonderes Aroma zu erzeugen. Die Fakten zeigen jedoch: Die Bierdusche spült die Würze vom Grillgut ab. Zudem können beim Verbrennen von Bier sogar Schadstoffe entstehen. Wenn Sie eine Biernote bevorzugen, verfeinern Sie das Fleisch am besten vor dem Grillen mit einer Biermarinade.
Mythos: Tolle Grill-Ergebnisse durch Marinade
Es stimmt, dass Öl Fleisch saftig hält, Säuren wie Essig es zarter machen und Kräuter Würze geben. Wer selbst mariniert, kommt ohne Zusatzstoffe aus, die oft in fertig mariniertem Fleisch stecken. Aber Vorsicht: Bei Fertigprodukten kann die Marinade Frischemängel überdecken. Außerdem gaben in unserem Test viele emaillierte Roste im Kontakt mit stark säurehaltigem Grillgut Schadstoffe ab. Wer solche Grillroste verwendet, verzichtet am besten sicherheitshalber auf saure Marinaden und das Grillen saurer Lebensmittel, um die Freisetzung von Metallen zu minimieren.
Mythos: Vor allem Steaks und Würste gehören auf den Grill
Rindersteaks, Hühnerflügel, Spareribs und Lammwürste sind zwar Grillklassiker, doch die Vielfalt des Grillguts ist weit größer. Auch fetter Fisch mit festem Fleisch wie Thunfisch und Dorade eignet sich sehr gut zum Grillen. Zudem gelingt auch Gemüse wie Aubergine, Fenchel, Maiskolben und Pilze hervorragend auf dem Grill und erweitert das kulinarische Spektrum enorm.
Mythos: Fleisch und Fisch mit hohem Fettgehalt sind besonders gut grillbar
Das ist ein Fakt! Fett schmilzt während des Grillens und schützt so Fleisch und Fisch vor dem Austrocknen. Besonders gut eignen sich Stücke, die von möglichst vielen kleinen Fettadern durchzogen (marmoriert) sind, beispielsweise T-Bone-Rindersteaks oder Lachs. Das Fett sorgt für Saftigkeit und Geschmack.
Mythos: Alufolie auf dem Grill ist unbedenklich
Aluminium kann unter Einfluss von Hitze, Säure und Salz ins Grillgut übergehen. Obwohl Aluminium in lebensmittelüblichen Mengen für Menschen wahrscheinlich nicht schädlich ist, ist dies nicht vollständig geklärt, und Aluminium kann sich im Körper anreichern. Würzen Sie daher möglichst erst auf dem Teller. Noch besser: Verzichten Sie auf Aluminiumfolie. Lassen Sie stattdessen bei Fisch und Gemüse die Haut dran; auch sie schützt vorm Austrocknen.
Mythos: Hühnchen auf Bierdose, ein Klassiker
Dabei wird ein Hühnchen auf eine halb volle Bierdose gesteckt und im Ofen oder auf dem Grillgerät gegart. Es soll besonders aromatisch, zart und saftig sein. Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung rät jedoch vom Huhn auf der Bierdose ab. Grund: Von den Dosen können gesundheitsschädliche Lacke oder Farben ins Fleisch übergehen. Als Alternative zur Bierdose können Sie ein stabiles Einkochglas oder spezielle Edelstahl-Hühnchenbräter verwenden.
Mythos: Auch gepökeltes Fleisch kann man gut grillen
Gepökeltes wie Speck und Würstchen gehören nicht auf den Griller. Aus dem darin enthaltenen Nitritpökelsalz können beim Grillen krebserzeugende Nitrosamine entstehen. Sogar abgepacktes mariniertes Grillfleisch aus Geflügel kann gepökelt sein. Achten Sie daher auf den Hinweis „gepökelt“ auf der Verpackung und verzichten Sie im Zweifel auf solche Produkte.
Mythos: Angebranntes soll man wegwerfen
Angebrannte Stellen sollten weggeschnitten werden. Sie können Schadstoffe enthalten, die zum Teil Krebs erzeugen. Dies gilt für alle angebrannten Speisen, nicht nur für Grillgut.
Mythos: Gasgriller darf man am Balkon verwenden
Die Hausordnung kann Grillen auf dem Balkon verbieten. Als Eigentümer riskieren Sie möglichen Ärger mit Nachbarn. Auch wenn Grillen generell erlaubt ist: Stimmen Sie sich am besten mit den Nachbarn ab oder laden Sie diese ein. Grillen Sie möglichst weit von Fenstern und Türen entfernt, um Rauch und Gerüche zu minimieren. Elektrogriller rauchen in der Regel weniger als Gas- und vor allem Kohlegrills.
Mythos: Gasflaschen gehören in den Keller
Gasflaschen dürfen nicht in Kellern, Stiegenhäusern oder Durchgängen aufbewahrt werden. In der Wohnung sollten maximal zwei Gasflaschen lagern, in getrennten Räumen, niemals im Schlafzimmer. Für den Transport gilt: Sorgen Sie für gute Belüftung und sichern Sie die Flaschen so, dass sie auch bei einer Vollbremsung fixiert bleiben.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Gasgrillkauf
Welches ist der beste Gasgrill für Anfänger?
Für Anfänger eignen sich oft Modelle, die eine gute Balance zwischen Preis, Leistung und einfacher Handhabung bieten. Viele der im Test als „gut“ oder „durchschnittlich“ bewerteten Grillwagen mit drei Brennern sind eine ausgezeichnete Wahl für den Einstieg, da sie vielseitig sind und eine solide Leistung bieten, ohne zu komplex zu sein. Auch ein tragbarer Gasgrill kann ein guter Startpunkt sein, wenn der Platz begrenzt ist oder die Mobilität im Vordergrund steht.
Wie reinige ich meinen Gasgrill richtig?
Die Reinigung eines Gasgrills ist relativ einfach. Nach dem Grillen sollten Sie die Brenner für einige Minuten auf höchster Stufe laufen lassen, um Speisereste auf dem Rost zu verbrennen. Anschließend lassen Sie den Rost abkühlen und bürsten ihn mit einer geeigneten Grillbürste ab. Die Fettauffangwanne sollte regelmäßig geleert und gereinigt werden. Brennerabdeckungen und die Innenwände des Grills können mit warmem Seifenwasser und einem Schwamm gesäubert werden. Achten Sie darauf, keine aggressiven Reinigungsmittel zu verwenden, die die Oberflächen beschädigen könnten.
Kann ich auf jedem Gasgrill marinierte Speisen zubereiten?
Grundsätzlich ja, aber mit Vorsicht. Wie im Abschnitt über Mythen und Fakten beschrieben, können emaillierte Grillroste im Kontakt mit stark säurehaltigen Marinaden Schadstoffe freisetzen. Wenn Sie einen emaillierten Rost haben, ist es sicherer, auf sehr saure Marinaden zu verzichten oder das Grillgut erst nach dem Grillen zu würzen. Bei Edelstahl- oder reinen Gusseisenrosten ist dies weniger ein Problem, aber eine gewisse Vorsicht ist immer ratsam.
Was sind die Vorteile eines Gasgrills gegenüber einem Kohlegrill?
Gasgrills bieten mehrere entscheidende Vorteile: Sie sind sehr schnell einsatzbereit, oft innerhalb weniger Minuten. Die Temperatur lässt sich präzise und stufenlos regulieren, was eine genaue Steuerung des Garprozesses ermöglicht. Zudem entsteht beim Gasgrillen deutlich weniger Rauch und Asche, was die Reinigung vereinfacht und die Nachbarschaft schont. Gasgrills sind oft sicherer im Betrieb, da keine offene Glut anfällt.
Wie lagere ich Gasflaschen sicher?
Gasflaschen müssen immer aufrecht stehend und an einem gut belüfteten Ort gelagert werden, der vor direkter Sonneneinstrahlung und extremen Temperaturen geschützt ist. Keller, Treppenhäuser oder Durchgänge sind tabu, da sich dort bei einem Leck Gas sammeln und eine Explosionsgefahr darstellen könnte. In Wohnräumen sind maximal zwei Gasflaschen erlaubt, diese sollten in getrennten Räumen gelagert werden und niemals im Schlafzimmer. Sichern Sie die Flaschen beim Transport im Auto gegen Umfallen und sorgen Sie für ausreichende Belüftung.
Wir hoffen, dieser umfassende Leitfaden hilft Ihnen dabei, den perfekten Gasgrill für Ihre Bedürfnisse zu finden und viele unvergessliche Grillmomente zu erleben. Mit dem richtigen Wissen ausgestattet, steht Ihrem nächsten Grillfest nichts mehr im Wege!
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