Wie kann man Grillen vertreiben?

Große Schwarze Käfer: Geheimnisse der Flieger

15/07/2025

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Die Natur Deutschlands beherbergt eine erstaunliche Vielfalt an Insekten, und unter ihnen nehmen die großen schwarzen fliegenden Käfer eine besondere Stellung ein. Oft begegnen wir ihnen in unseren Gärten, Wäldern oder sogar im Haus, und ihre schiere Größe sowie ihre dunkle Färbung können manchmal Ehrfurcht oder auch Besorgnis hervorrufen. Doch sind diese beeindruckenden Krabbeltiere wirklich gefährlich? Welche Arten gibt es überhaupt in unserer Heimat, und was zeichnet sie aus? Dieser Artikel nimmt Sie mit auf eine Entdeckungsreise in die Welt dieser faszinierenden Geschöpfe, beleuchtet ihre Lebensweisen, Besonderheiten und räumt mit gängigen Missverständnissen auf, um ein klareres Bild dieser oft missverstandenen Bewohner unserer Umwelt zu zeichnen.

Was tun wenn sich ein Käfer verliert?
Unterstützen Sie sie, indem Sie alte Baumstämme oder Totholzhaufen in Ihrem Garten belassen. Falls sich Käfer in Ihren Wohnräumen verirren, versuchen Sie, diese behutsam ins Freie zu setzen. Verwenden Sie dazu ein Glas und ein steifes Papier, um die Tiere einzufangen, ohne sie zu verletzen.
Inhaltsverzeichnis

Vielfalt in Schwarz: Eine Übersicht der Arten

In Deutschland gibt es eine beachtliche Anzahl großer schwarzer Käferarten, die sich durch ihre Flugfähigkeit auszeichnen. Die meisten von ihnen sind harmlos und erfüllen wichtige Funktionen in unseren Ökosystemen. Sie sind meist in der freien Natur, wie Wäldern, Parks oder Gärten zu finden. Nur wenige Arten gelten als sogenannte Kulturfolger, die sich dem Menschen angepasst haben und auch in Haus und Wohnung vordringen können. Obwohl einige von ihnen imposant wirken, sind sie für den Menschen in der Regel ungefährlich, können aber bei massenhaftem Auftreten als lästig empfunden werden. Ihre Flugkünste variieren stark; manche sind geschickte Flieger, während andere sich eher unbeholfen in die Lüfte erheben. Im Folgenden stellen wir Ihnen einige der bekanntesten und interessantesten großen schwarzen fliegenden Käfer vor:

Der Balkenschröter (Dorcus parallelipipedus)

Der Balkenschröter, oft auch Kleiner Hirschkäfer genannt, ist ein beeindruckender Bewohner alter Obstgärten und Laubwälder, insbesondere dort, wo es noch morsches Holz gibt. Dieser Käfer ist sowohl tagsüber als auch nachts aktiv, wobei er besonders in den frühen Abendstunden beim Herumfliegen beobachtet werden kann. Er ernährt sich von Baumsäften, die aus verletzten Bäumen austreten, und spielt eine Rolle im Abbau von Totholz. Seine kräftigen Kiefer, die denen des Hirschkäfers ähneln, sind ein markantes Merkmal.

  • Größe: 16 bis 32 mm Länge
  • Merkmale: Breiter Kopf, punktierter Halsschild und Flügeldecken, kräftige scharfe Kiefer und Zangen.
  • Lebensraum: Bevorzugt in Obstgärten und Laubwäldern mit altem Baumbestand.
  • Ernährung: Baumsäfte, die aus morschem Holz austreten.

Der Gemeine Mistkäfer (Geotrupes stercorarius)

Der Gemeine Mistkäfer, manchmal auch Großer Rosskäfer genannt, ist ein unermüdlicher Helfer im Ökosystem. Er ist von April bis Oktober aktiv und bevorzugt lehmige, steinige Böden, Weiden sowie Wald- und Wegränder. Seine Hauptnahrungsquelle ist der Dung größerer Säugetiere. Zur Paarungszeit gräbt er kunstvolle unterirdische Röhren mit Seitengängen, in denen er seine Eier ablegt und einen Vorrat an Dung für seine Nachkommen anlegt. Ein besonderes Merkmal dieses Käfers sind die zirpenden Geräusche, die er erzeugen kann.

  • Größe: 16 bis 25 mm Länge
  • Merkmale: Blauschwarz metallisch glänzender Körper, kurze, endständig gefiederte Fühler, längs gefurchte Deckflügel, leicht behaart, glatter Halsschild.
  • Lebensraum: Lehmige, steinige Böden, Weiden, Wälder und an Wald- und Wegrändern.
  • Ernährung: Dung größerer Säugetiere.

Der Große Totenkäfer (Blaps mortisaga)

Der Große Totenkäfer, auch bekannt als Totenansager, ist ein klassischer Kulturfolger des Menschen. Man findet ihn hauptsächlich in menschlichen Siedlungen, oft an dunklen, feuchten Orten wie Kellern, Ställen und Scheunen. Er ist nachtaktiv und begibt sich dann auf Nahrungssuche. Als Allesfresser ernährt er sich von organischen Abfällen, altem Holz, Exkrementen und Aas. Obwohl er Flügel besitzt, ist er eher selten fliegend zu beobachten. Eine bemerkenswerte Verteidigungsstrategie dieses Käfers ist das Absondern eines stinkenden Wehrsekrets aus Drüsen am Hinterteil, wenn er sich bedroht fühlt, oft begleitet von einer Starre mit ausgestreckten Beinen.

  • Größe: 20 bis 31 mm Länge
  • Merkmale: Schwarz, stumpf glänzend, breiter Kopf, unregelmäßig punktierte Flügeldecken, flacher, fein gerandeter Halsschild, lange schnurförmige Fühler, lange kräftige Beine.
  • Lebensraum: Menschliche Siedlungen, dunkle Orte wie Keller, Ställe, Scheunen.
  • Ernährung: Organische Abfälle, altes Holz, Exkremente, Aas.

Der Hausbock (Hylotrupes bajulus)

Der Hausbock, auch Balkenbock oder Großer Holzwurm genannt, ist eine Art, die besondere Aufmerksamkeit erfordert, da er ein gefürchteter Holzschädling ist. Er bevorzugt totes Nadelholz und nistet sich oft in Gebäuden, insbesondere in Dachstühlen, ein. Die Entwicklung der Larven kann fünf bis sechs Jahre dauern, und während dieser Zeit können sie erhebliche Schäden anrichten. Ausgewachsene Tiere nehmen keine Nahrung mehr auf, lediglich bei Trockenheit etwas Wasser. Sie sind tagaktiv und in den Monaten Mai bis September zu finden. Bei einem starken Befall durch den Hausbock kann die Stabilität von Holzkonstruktionen, wie Dachstühlen, ernsthaft gefährdet sein, was im schlimmsten Fall sogar zum Einsturz führen kann. Es ist daher ratsam, bei Anzeichen eines Befalls schnell zu handeln.

  • Größe: 7 bis 26 mm Länge
  • Merkmale: Schwarz, feine graue Behaarung, flacher Körper, schmaler Kopf, Halsschild seitlich abgerundet, weiße Flecken auf Flügeldecken, lange Fühler (reichen bis zur Flügeldeckenmitte).
  • Lebensraum: Totes Nadelholz, Dachstühle und andere Holzkonstruktionen in Gebäuden.
  • Ernährung: Larven ernähren sich von Holz; adulte Tiere nehmen keine Nahrung auf.

Der Hirschkäfer (Lucanus cervus)

Der Hirschkäfer ist nicht nur der größte Käfer Europas, sondern auch ein beeindruckender Flieger. Er ist vor allem in Eichen- und Mischwäldern zu Hause und ernährt sich von den austretenden Baumsäften alter Eichenbäume. Besonders auffällig sind die Männchen mit ihren stark vergrößerten Oberkiefern, die an das Geweih eines Hirsches erinnern und bis zu einem Viertel ihrer Körperlänge ausmachen können. Die Entwicklung von der Larve zum ausgewachsenen Käfer ist ein langer Prozess, der bis zu fünf Jahre dauern kann. Die adulten Tiere leben dann nur noch wenige Wochen, in denen sie sich paaren und die nächste Generation sichern. Aufgrund seiner Seltenheit und der Zerstörung seines Lebensraumes wird der Hirschkäfer in Deutschland auf der Roten Liste als gefährdet geführt und steht unter Schutz.

  • Größe: 35 bis 80 mm Länge (größter Käfer Europas)
  • Merkmale: Schwarzbraune Grundfärbung, braunrote Deckflügel, gelbe Flecken aus Härchen auf den Vorderschenkeln.
  • Besondere Merkmale Männchen: Stark vergrößerte, braun-rot gefärbte Oberkiefer ("Geweih").
  • Besondere Merkmale Weibchen: Schmale Köpfe und normale Oberkiefer.
  • Lebensraum: Eichen- und Mischwälder (Juni bis Juli).
  • Ernährung: Baumsäfte alter Eichenbäume.
  • Status: In Deutschland gefährdet (Rote Liste).

Der Kleine Eichenbockkäfer (Cerambyx scopolii)

Auch der Kleine Eichenbockkäfer ist ein aktiver Flieger, der von Juli bis in den Herbst hinein in Gärten und an sonnigen Waldrändern entdeckt werden kann. Er hält sich bevorzugt auf blühenden Sträuchern und Obstbäumen auf, wobei er eine Vorliebe für Rosen, Weißdorn, Hartriegel oder Holunder zeigt. Die adulten Käfer ernähren sich von Pollen und tragen somit zur Bestäubung bei. Sein einfarbig schwarzer Körper und die feine graue Behaarung machen ihn zu einem unauffälligen, aber dennoch wichtigen Bestandteil unserer Fauna.

Wie kann man Grillen vertreiben?
Wie kann man Grillen effektiv vertreiben? Um Grillen zu vertreiben, können Sie süße Fallen mit Melasse oder Honig aufstellen, scharfe Gewürze wie Cayennepfeffer verstreuen, Böden feucht halten, oder Neemöl bzw. Neempulver verwenden. Diese Methoden zielen darauf ab, die Insekten abzuschrecken oder gezielt wegzulocken.
  • Größe: 17 bis 28 mm Länge
  • Merkmale: Einfarbig schwarzer Körper, feine graue Behaarung, gekörnte Flügeldecken und Halsschild.
  • Besondere Merkmale Männchen: Fühler länger als der Körper.
  • Lebensraum: Gärten, sonnige Waldränder, auf blühenden Sträuchern und Obstbäumen.
  • Ernährung: Pollen.

Der Mehlkäfer (Tenebrio molitor)

Der Mehlkäfer ist ein weiterer bekannter Kulturfolger des Menschen, auch wenn er seine Flugfähigkeit nur selten nutzt. Er ist einer der häufigsten Käfer, die man in der Nähe menschlicher Behausungen findet. Die Tiere leben in verrottetem Holz, in Vogelnestern und vor allem an dunklen, warmen Stellen im Haus. Als nachtaktiver Käfer sucht er nach Nahrung, die hauptsächlich aus Getreide, Mehl und Backwaren besteht. Seine Larven, die als Mehlwürmer bekannt sind, sind gefürchtete Vorratsschädlinge, werden aber auch als Futtertiere in der Terraristik geschätzt und finden zunehmend sogar als menschliche Speise Verwendung.

  • Größe: 10 bis 18 mm Länge
  • Merkmale: Langgestreckter schwarzer Körper, flacher Kopf, längsgerillte und gewölbte Deckflügel, rotbraune Beine und Fühler.
  • Lebensraum: Verrottetes Holz, Vogelnester, dunkle, warme Stellen im Haus.
  • Ernährung: Getreide, Mehl, Backwaren.
  • Hinweis: Larven sind Mehlwürmer, gelten als Vorratsschädlinge, aber auch als Futtertiere und Speise.

Der Sägebock (Prionus coriarius)

Der Sägebock, auch Gerberbock genannt, ist ein eindrucksvoller nachtaktiver Einzelgänger. Er ist bekannt dafür, in der Dunkelheit vom Licht angezogen zu werden und dann oft in der Nähe von Häusern oder Straßenlaternen zu erscheinen. Erwachsene Tiere nehmen keine Nahrung mehr auf und leben von den Fettreserven, die sie sich als Larven angefressen haben. Er bevorzugt alte Bäume in Laubwäldern. Ein faszinierendes Merkmal dieses Käfers ist seine Fähigkeit, zirpende Töne zu erzeugen, indem er seine Hinterbeine an den Flügeldecken reibt – ein Geräusch, das in der Stille der Nacht überraschen kann.

  • Größe: 18 bis 45 mm Länge
  • Merkmale: Schwarzbraun glänzender Chitinpanzer, Flügeldecken mit je drei Längsrillen, lange, kräftige und gesägte Fühler, Halsschild mit je drei seitlichen Zähnen.
  • Lebensraum: Alte Bäume in Laubwäldern.
  • Ernährung: Adulte Tiere nehmen keine Nahrung auf.

Der Schwarze Totengräber (Nicrophorus humator)

Der Schwarze Totengräber ist ein spezialisierter Käfer, der eine wichtige Rolle im Abbau von Aas spielt. Er wird vom Geruch kleiner Tierkadaver, wie Mäuse, Maulwürfe oder Vögel, angelockt. Seine bemerkenswerteste Fähigkeit ist es, diese Kadaver zu vergraben: Er unterhöhlt die Erde unter dem Aas und zieht es bis zu 7 cm tief in den Boden hinein. Dort legt er auch seine Eier ab, sodass die Larven eine geschützte und nahrhafte Umgebung vorfinden. Der erwachsene Käfer überwintert und kommt im Mai wieder aus seinem Winterquartier hervor, um seine wichtige Arbeit im Ökosystem fortzusetzen.

  • Größe: 18 bis 25 mm Länge
  • Merkmale: Deckflügel kürzer als der Hinterleib, rot-orangefarbene Fühler.
  • Lebensraum: Überall dort, wo kleine Tierkadaver zu finden sind.
  • Ernährung: Aas, Kadaver, auch Pilze.

Der Waldbock (Spondylis buprestoides)

Der Waldbock, auch Rollenschröter genannt, ist ein typischer Bewohner von Kiefernwäldern und von Juni bis September anzutreffen. Er ist hauptsächlich abends und während der Nacht fliegend unterwegs. Tagsüber verbirgt sich dieses Insekt geschickt unter Baumrinde oder auch unter umgestürzten Bäumen, um Schutz zu finden. Ähnlich wie der Sägebock nehmen die adulten Waldböcke keine Nahrung mehr auf, sondern zehren von den Fettreserven, die sie während ihres Larvenstadiums angesammelt haben. Sein untersetzter, walzenförmiger Körper und die kräftigen Oberkiefer sind charakteristisch.

  • Größe: 12 bis 24 mm Länge
  • Merkmale: Untersetzter, walzenförmiger Körper, breiter, langer Halsschild, gelber Haarsaum vorn und hinten, grob punktierte Flügeldecken mit je drei Längsrippen, kräftige Oberkiefer, kleine Fühler.
  • Lebensraum: Kiefernwälder (Juni bis September).
  • Ernährung: Adulte Tiere nehmen keine Nahrung auf.

Sind große schwarze Käfer gefährlich für den Menschen?

Die gute Nachricht vorweg: Die meisten großen schwarzen fliegenden Käfer, die in Deutschland heimisch sind, stellen keine Gefahr für den Menschen dar. Sie sind nicht aggressiv, beißen oder stechen nicht und übertragen keine Krankheiten. Ihre beeindruckende Größe und ihr manchmal brummender Flug können zwar erschreckend wirken, sind aber in der Regel harmlos. Selbst die kräftigen Kiefer einiger Arten, wie des Hirschkäfers oder des Balkenschröters, sind primär für die Nahrungsaufnahme oder Revierkämpfe unter Artgenossen gedacht und nicht dazu bestimmt, Menschen zu verletzen. Ein versehentlicher Kneifer wäre höchstens unangenehm, aber nicht gefährlich.

Eine Ausnahme bildet der Hausbock. Dieser Käfer ist zwar für den Menschen direkt ungefährlich, stellt aber eine erhebliche Bedrohung für Holzkonstruktionen dar. Seine Larven fressen sich durch Dachstühle und andere tragende Holzelemente, was im schlimmsten Fall zu statischen Problemen und einem Einsturz führen kann. Wenn Sie Anzeichen eines Hausbockbefalls (z.B. ovale Ausfluglöcher, Fraßgeräusche) bemerken, sollten Sie unbedingt einen Fachmann für Schädlingsbekämpfung oder einen Holzschutzexperten konsultieren.

Kann man Maulwurfsgrillen vernichten?
Der eine oder andere findige Gartenbesitzer baut Lebendfallen für Werren – und ist dabei ausgesprochen erfolgreich: Fazit: Es ist durchaus möglich, Maulwurfsgrillen zu vernichten. Da die meisten Methoden jedoch eher fragwürdig sind, ist es empfehlenswert, SC-Nematoden zu kaufen und diese gegen die unerwünschten Insekten einzusetzen.

Andere Käfer, wie der Große Totenkäfer oder der Mehlkäfer, können als Vorratsschädlinge lästig werden, wenn sie in großer Zahl in Häusern auftreten und Lebensmittel oder organische Materialien befallen. Auch hier ist die Gefahr für die Gesundheit des Menschen gering, aber der materielle Schaden oder die hygienischen Probleme können relevant sein.

Im Allgemeinen gilt: Beobachten Sie diese faszinierenden Insekten aus der Distanz. Wenn ein Käfer sich ins Haus verirrt hat, versuchen Sie, ihn vorsichtig einzufangen und ins Freie zu bringen, ohne ihn zu verletzen. Sie sind ein wichtiger Bestandteil unserer Natur und tragen zum ökologischen Gleichgewicht bei.

Vergleichende Übersicht der Käferarten

Um die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der vorgestellten Käfer besser zu visualisieren, bietet die folgende Tabelle eine komprimierte Übersicht über ihre wichtigsten Merkmale:

KäferartGröße (mm)Typischer LebensraumFlugfähigkeitGefährdung für Menschen/HausBesonderheit
Balkenschröter16-32Obstgärten, Laubwälder (altes Holz)Tag- & NachtaktivNeinKräftige Zangen, ähnelt Hirschkäfer
Gemeiner Mistkäfer16-25Weiden, Wälder (lehmige Böden)JaNeinZirpende Geräusche, blauschwarz
Großer Totenkäfer20-31Keller, Ställe, ScheunenSeltenNein (Wehrsekret)Kulturfolger, sondert stinkendes Sekret ab
Hausbock7-26Totes Nadelholz (Dachstühle)JaHolzschädlingGefährdet Holzkonstruktionen
Hirschkäfer35-80Eichen- & MischwälderJaNeinGrößter Käfer Europas, Männchen mit "Geweih", gefährdet
Kleiner Eichenbockkäfer17-28Gärten, sonnige WaldränderJaNeinMännchen mit langen Fühlern
Mehlkäfer10-18Im Haus (dunkle, warme Orte)SeltenVorratsschädlingLarven sind Mehlwürmer, Kulturfolger
Sägebock18-45Alte Bäume in LaubwäldernNachtaktivNeinKann zirpen, sägeartige Fühler
Schwarzer Totengräber18-25Überall (Aas)JaNeinVergräbt Kadaver, wichtige Rolle im Ökosystem
Waldbock12-24KiefernwälderNachtaktivNeinUntersetzter Körper, lebt von Fettreserven

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu großen schwarzen Käfern

Wie nennt man einen schwarzen Käfer?

Einen einzelnen "schwarzen Käfer" zu benennen, ist schwierig, da es sehr viele Arten gibt, die diese Beschreibung erfüllen. Wie im Artikel detailliert beschrieben, können dies der Balkenschröter, der Gemeine Mistkäfer, der Große Totenkäfer, der Hausbock, der Hirschkäfer, der Kleine Eichenbockkäfer, der Mehlkäfer, der Sägebock, der Schwarze Totengräber oder der Waldbock sein. Die genaue Bestimmung hängt von weiteren Merkmalen wie Größe, Form der Fühler, Struktur der Flügeldecken und dem spezifischen Lebensraum ab. Eine genaue Beobachtung hilft, die Art näher zu bestimmen.

Wie gefährlich sind schwarze große fliegende Käfer?

Für den Menschen sind die meisten großen schwarzen fliegenden Käfer in Deutschland nicht gefährlich. Sie beißen oder stechen nicht aktiv und übertragen keine Krankheiten. Arten wie der Hirschkäfer oder der Balkenschröter besitzen zwar kräftige Kiefer, setzen diese aber in der Regel nicht gegen Menschen ein. Eine Ausnahme bildet der Hausbock, dessen Larven erhebliche Schäden an Holzkonstruktionen verursachen können. Andere Arten wie der Mehlkäfer können als Vorratsschädlinge lästig werden. Im Allgemeinen sind diese Käfer wichtige Bestandteile des Ökosystems und sollten mit Respekt behandelt werden.

Was tun, wenn sich ein Käfer im Haus verirrt hat?

Wenn sich ein großer schwarzer Käfer in Ihr Haus verirrt hat, besteht in den meisten Fällen kein Grund zur Sorge. Er ist wahrscheinlich nur auf der Suche nach einem Weg nach draußen oder wurde vom Licht angezogen. Am besten fangen Sie den Käfer vorsichtig ein, indem Sie ein Glas über ihn stülpen und ein Stück Papier oder Karton unter das Glas schieben. So können Sie ihn sicher nach draußen transportieren und dort freilassen. Vermeiden Sie es, den Käfer zu zerquetschen oder mit bloßen Händen anzufassen, um ihn nicht zu verletzen und um im Falle eines Wehrsekrets, wie beim Großen Totenkäfer, unangenehme Gerüche zu vermeiden. Eine Ausnahme bildet der Hausbock: Wenn Sie diesen in Ihrem Haus finden, insbesondere in Holzbereichen, ist es ratsam, einen Fachmann zu Rate zu ziehen, da er ein Holzschädling sein kann.

Welche Rolle spielen diese Käfer im Ökosystem?

Große schwarze Käfer spielen vielfältige und oft unterschätzte Rollen in unseren Ökosystemen. Viele Arten sind Zersetzer und tragen maßgeblich zum Abbau von totem organischem Material wie Holz oder Aas bei (z.B. Balkenschröter, Schwarzer Totengräber, Großer Totenkäfer). Der Gemeine Mistkäfer recycelt Nährstoffe durch den Abbau von Dung. Andere Käfer, wie der Kleine Eichenbockkäfer, sind an der Bestäubung beteiligt, indem sie Pollen fressen. Der Hirschkäfer ist ein Indikator für gesunde, alte Laubwälder. Auch wenn einige Arten als Schädlinge in Erscheinung treten können, ist ihre Gesamtbedeutung für die Aufrechterhaltung des ökologischen Gleichgewichts und der biologischen Vielfalt enorm.

Die Welt der großen schwarzen fliegenden Käfer ist faszinierend und vielfältig. Von den imposanten Hirschkäfern, die majestätisch durch alte Wälder gleiten, bis hin zu den unscheinbareren, aber ökologisch wichtigen Mistkäfern, die unsichtbare Arbeit im Boden verrichten, trägt jede Art auf ihre Weise zur Komplexität und Schönheit unserer Natur bei. Obwohl einige von ihnen als Schädlinge gelten oder einfach nur lästig sein können, sind die meisten dieser Insekten harmlos und verdienen unseren Schutz und unsere Wertschätzung. Indem wir mehr über sie lernen, können wir ein besseres Verständnis für die uns umgebende Natur entwickeln und ihren Erhalt unterstützen. Achten Sie beim nächsten Spaziergang im Wald oder Garten auf diese kleinen Wunderwerke der Evolution – sie haben viel zu erzählen!

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