Kann man einen edelstahlgrill selber bauen?

Grillkamin selber bauen: Ihr DIY-Meisterwerk

12/11/2021

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Der Duft von frisch Gegrilltem, das Knistern des Feuers und gesellige Stunden mit Freunden und Familie – all das gehört zu einem perfekten Sommerabend. Doch was, wenn Sie nicht nur einen Grill besitzen, sondern Ihr eigenes, maßgeschneidertes Grillzentrum im Garten erschaffen? Viele träumen davon, ihren Grillkamin selbst zu bauen, und Boris Miller zeigt Ihnen, wie einfach das sein kann. Ein DIY-Projekt, das nicht nur Ihren Garten aufwertet, sondern Ihnen auch das Gefühl gibt, etwas Einzigartiges geschaffen zu haben. Machen Sie sich bereit, in die Welt des Heimwerkens einzutauchen und Ihren eigenen gemauerten Grill zu errichten!

Inhaltsverzeichnis

Warum einen Grillkamin selber bauen? Mehr als nur ein Grillplatz

Die Entscheidung, einen Grillkamin selbst zu bauen, bringt zahlreiche Vorteile mit sich, die über die bloße Funktionalität hinausgehen. Zunächst einmal ist da der finanzielle Aspekt: Ein selbstgebauter Grill ist oft deutlich kostengünstiger als ein vergleichbares Fertigmodell aus dem Handel. Sie haben die volle Kontrolle über die Materialkosten und können hochwertige Komponenten wählen, ohne den Aufschlag für Arbeitskraft und Markenimage zahlen zu müssen.

Wie pflege ich meinen Grill?
Nehmen Sie sich genügend Zeit für das Fundament, denn Ihr Grill soll natürlich nicht schief werden und besonders langlebig sein. Sie können gerne um den Grill herum (Pflaster-)Steine legen, um ihn zu verschönern und noch besser zugänglich zu machen. Bei der Material-Wahl sind Sie vollkommen frei.

Darüber hinaus bietet der Eigenbau eine unübertroffene Möglichkeit zur Personalisierung. Sie können die Größe, Form und das Design exakt an Ihre Bedürfnisse und den Stil Ihres Gartens anpassen. Ob Sie einen kleinen, kompakten Grill für intime Runden oder eine große Grillstation mit integriertem Pizzaofen planen – Ihrer Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt. Ein selbstgebauter Grill wird so zu einem einzigartigen Statement in Ihrem Garten, das Ihre Persönlichkeit widerspiegelt und zum Mittelpunkt vieler unvergesslicher Zusammenkünfte wird. Nicht zuletzt ist das Bauen selbst ein zutiefst befriedigendes Erlebnis. Vom ersten Spatenstich bis zum Anzünden des ersten Feuers – jeder Schritt ist ein Erfolgserlebnis, das am Ende in einem funktionalen und ästhetisch ansprechenden Bauwerk mündet.

Die Wahl der richtigen Materialien: Steine und Mörtel sind entscheidend

Bevor Sie mit dem Bau Ihres Grillkamins beginnen, ist die sorgfältige Auswahl der Materialien von größter Bedeutung. Da Ihr Grill extrem hohen Temperaturen ausgesetzt sein wird, müssen die verwendeten Steine unbedingt hitzebeständig sein. Dies ist der Schlüssel zur Langlebigkeit und Sicherheit Ihrer Konstruktion. Hartes Gestein wie Granit, Marmor oder Schiefer eignen sich hervorragend für den Bau Ihres Kamins. Diese Gesteinsarten zeichnen sich durch eine hohe Dichte aus, was bedeutet, dass sie weniger Wasser absorbieren. Dies ist entscheidend, da in Wasser eingeschlossene Feuchtigkeit bei Hitzeeinwirkung verdampfen und so zu Rissen oder sogar zum Explodieren der Steine führen könnte.

Alternativ können Sie auch speziell für hohe Temperaturen entwickelte Steine verwenden, wie beispielsweise feuerfeste Ziegel, Klinker oder Backsteine. Diese Materialien sind darauf ausgelegt, extremen Temperaturschwankungen standzuhalten, ohne Schaden zu nehmen. Ein wichtiger Tipp: Verwenden Sie auf keinen Fall gewöhnliche Pflastersteine, wie sie auf Terrassen oder Gehwegen zu finden sind, für die tragende Struktur des Grills. Pflastersteine sind nicht hitzebeständig und können unter der Hitzeeinwirkung springen oder zerbrechen. Sie eignen sich jedoch hervorragend, um die Bereiche rund um den Grill dekorativ zu gestalten und das Gesamtbild abzurunden.

Neben den Steinen spielt auch der Mörtel eine entscheidende Rolle. Für Ihren Grillbau benötigen Sie verschiedene Mörtelarten, die jeweils spezifische Eigenschaften haben:

  • Betonestrich: Für das stabile Fundament Ihres Grills.
  • Flexibler Fliesenkleber: Zum Verkleben der Rasenkantensteine.
  • Zementmörtel: Zum Mauern der Ziegelsteine und zum Einbetten der Betonstürze.

Ein wichtiger Hinweis: Da Sie drei verschiedene Mörtel verarbeiten, müssen Sie unbedingt die unterschiedlichen Aushärtezeiten der Materialien beachten. Planen Sie ausreichend Zeit ein, damit jedes Material vollständig trocknen und aushärten kann, bevor Sie mit dem nächsten Schritt fortfahren. Ungeduld an dieser Stelle kann die Stabilität und Langlebigkeit Ihres Grills beeinträchtigen.

Vor dem Spatenstich: Wichtige Überlegungen für den Bau

Die Grillsaison naht, und die Vorfreude auf Ihren selbstgebauten Grill ist groß. Doch bevor Sie impulsiv mit dem Bau beginnen, gibt es einige wichtige Faktoren, die Sie sorgfältig abwägen sollten. Eine gute Planung ist das A und O für ein erfolgreiches Projekt.

Die Brennstoffwahl: Was befeuert Ihren Grill?

Die Art des Brennstoffs, den Sie verwenden möchten, beeinflusst nicht nur das Grillerlebnis, sondern auch die Konstruktion Ihres Grillkamins. Hier sind die gängigsten Optionen:

BrennstoffVorteileNachteile/Besonderheiten
HolzVerleiht den Speisen ein schönes Raucharoma, sehr authentisch.Benötigt ständige Verfügbarkeit von Holz, Ascheentsorgung.
GasErschwinglich (Kanister oder Hausanschluss), schnelle Hitze, einfache Temperaturkontrolle.Kein Raucharoma, Gasflasche kann stören.
HolzkohleHeizt langsamer auf, bleibt aber stundenlang heiß (ideal für lange Abende), klassisches Grillaroma.Benötigt Anzündzeit, Ascheentsorgung.

Der perfekte Standort: Wo soll Ihr Grillkamin stehen?

Die Lage Ihres selbstgebauten Grills ist entscheidend für die Funktionalität und die Sicherheit. Stellen Sie sich folgende Fragen:

  • Wie viel Platz haben Sie zur Verfügung? Messen Sie den Bereich aus, um sicherzustellen, dass Ihr geplanter Grill nicht zu groß oder zu klein für den vorgesehenen Standort ist.
  • Gibt es bereits Sitzgelegenheiten in der Nähe? Ein Grillplatz sollte idealerweise so positioniert sein, dass er gut in den bestehenden Gartenbereich integriert ist und kurze Wege zum Esstisch ermöglicht.
  • Möchten Sie Ihren Grill auf der Terrasse bauen oder im Garten? Die Wahl des Untergrunds beeinflusst die Art des Fundaments und die Drainage.

Ein absolutes Muss: Stellen Sie den Grill immer weit entfernt von brennbaren Stoffen oder Konstruktionen auf. Dies schließt Holzschuppen, Zäune, trockenes Gras, Sträucher und natürlich Ihr Haus ein. Die Sicherheit hat oberste Priorität. Funkenflug oder eine übergreifende Flamme können schnell zu gefährlichen Situationen führen.

Arten von selbstgebauten Grills: Welche Option passt zu Ihnen?

Je nach Platzangebot und Wunsch gibt es verschiedene DIY-Grill-Optionen:

  • Feuerstelle: Eine einfache, aber effektive Möglichkeit, die nicht viel Platz einnimmt und flexibel mit Sitzmöbeln kombiniert werden kann.
  • Pizzaofen (Stein-Backofen): Für Liebhaber von knuspriger Pizza und Brot. Benötigt oft eine komplexere Bauweise.
  • Gemauerter Grill um Grillrost: Dies ist die Variante, auf die wir uns in unserer detaillierten Anleitung konzentrieren. Sie ist für Nicht-Profis am einfachsten umzusetzen, kostet relativ wenig und ist extrem einfach in der Nutzung. Ideal, um sich vom blutigen Anfänger zum Grillmeister zu mausern!

Ihr gemauerter Holzkohlegrill: Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung

Nun geht es ans Eingemachte! Mit dieser Bauanleitung können Sie einen robusten und langlebigen Holzkohlegrill mauern, der um einen Grillrost herum konstruiert wird. Diese Methode ist besonders anfängerfreundlich und liefert beeindruckende Ergebnisse.

Benötigte Materialien und Werkzeuge

Bevor Sie starten, stellen Sie sicher, dass Sie alle benötigten Materialien und Werkzeuge bereitlegen. Die meisten Artikel finden Sie problemlos in jedem gut sortierten Baumarkt:

Materialien:

  • Ziegelsteine (feuerfest oder hartes Gestein)
  • Rasenkantensteine
  • Grillrost (dessen Maße die Größe Ihres Grills bestimmen)
  • Betonestrich (für das Fundament)
  • Flexibler Fliesenkleber
  • Zementmörtel
  • Betonstürze (als Auflage für den Grillrost)

Werkzeuge:

  • Schutzhandschuhe
  • Nasssäge (zum präzisen Schneiden der Ziegel)
  • Hammer (ideal: Gummihammer für das Setzen der Steine)
  • Wasserwaage (unverzichtbar für gerade Wände)
  • Zimmermannsbleistift (zum Anzeichnen)
  • Maurerkelle oder Spachtel
  • Mörteleimer und Mischgerät (oder Bohrmaschine mit Rühraufsatz)

Wichtige Hinweise vor dem Bau

  • Aushärtezeiten beachten: Wie bereits erwähnt, verarbeiten Sie drei verschiedene Mörtelarten. Jede hat ihre eigene Aushärtezeit. Halten Sie diese unbedingt ein, um die Stabilität Ihrer Konstruktion zu gewährleisten.
  • Sicherer Standort: Platzieren Sie den Grill niemals in der Nähe von brennbaren Materialien. Dieser Punkt kann nicht oft genug betont werden.
  • Sorgfältiges Arbeiten: Nehmen Sie sich Zeit für jeden Schritt. Präzises Arbeiten ist entscheidend für das gewünschte Aussehen und die Langlebigkeit Ihres Grills.

Schritt-für-Schritt-Bauanleitung

Jetzt geht’s los! Folgen Sie diesen Schritten, um Ihren gemauerten Grill zu errichten:

  1. Standort vorbereiten und Fundament legen: Sobald Sie den perfekten Standort für Ihren Grill gefunden haben, graben Sie den Boden für die Rasenkantensteine ca. 40 cm tief und spatenbreit aus. Dies wird das Fundament für Ihre Grillkonstruktion. Schütten Sie so viel Betonestrich in die Grube, dass etwa 34 cm bis zur Grasnarbe verbleiben. Dies bildet das Fundament, auf dem Ihre Rasenkantensteine ruhen werden.
  2. Rasenkantensteine setzen: Legen Sie die Rasenkantensteine auf das frische Betonbett. Überprüfen Sie mit der Wasserwaage, ob sie absolut gerade und eben liegen. Füllen Sie anschließend die Seiten mit Betonestrich auf, bis knapp unter die Grasnarbe. Kleben Sie die Rasenkantensteine mit einem flexiblen Fliesenkleber zusammen, um zusätzliche Stabilität zu gewährleisten. Bringen Sie die Rasenkantensteine anschließend auf eine gleichmäßige Höhe, zum Beispiel mit einem Gummihammer, und füllen Sie auch die Außenseiten der Rasenkantensteine mit Betonestrich auf. Dies schafft eine solide und ebene Basis.
  3. Betonstürze einbetten: Tragen Sie nun den angemischten Zementmörtel auf die Rasenkantensteine auf. Betten Sie die Betonstürze darin ein. Diese dienen später als Auflage für Ihren Grillrost. Achten Sie darauf, die Betonstürze exakt auszurichten und in Waage zu bringen.
  4. Ziegelsteine mauern: Bevor Sie mit dem Setzen der Ziegelsteine beginnen, sollten Sie diese bei Bedarf mit der Nasssäge kürzen und zuschneiden, damit sie perfekt passen und die Öffnungen für den Grillrost bereits vorbereitet sind. Beginnen Sie nun mit dem Mauern der Ziegelsteine. Tragen Sie den Zementmörtel Schicht für Schicht auf. Ein wichtiger Tipp: Setzen Sie den Mauermörtel immer nur für 1-2 Steine auf einmal an, da er sonst zu schnell trocknen würde. Kontrollieren Sie nach jedem zweiten oder dritten Stein mit der Wasserwaage, ob alles gerade und im Lot ist. Präzision ist hier das A und O für ein stabiles und ästhetisch ansprechendes Ergebnis.
  5. Fertigstellung und Feinschliff: Ist der letzte Stein gesetzt, ist Ihr Gartengrill im Grunde fertig. Nehmen Sie sich jedoch genügend Zeit für das Aushärten des Mörtels und überprüfen Sie nochmals die Stabilität. Das Fundament ist das Herzstück Ihres Grills und muss besonders langlebig sein. Sie können den Bereich um den Grill herum noch weiter verschönern, indem Sie Pflastersteine oder andere Dekosteine legen, um ihn besser zugänglich zu machen und das Gesamtbild zu vollenden. Achten Sie bei der Materialwahl darauf, dass die Steine zur Gesamtoptik des Grills passen.

Projekt „Grill selber bauen“ abgeschlossen! Wir sind zuversichtlich, dass diese Anleitung Ihnen nützlich sein wird. Wenn Sie nicht nur einen gemauerten Grill, sondern einen kompletten Grillplatz mit Tisch, Stühlen, Überdachung und vielleicht sogar schöner Bepflanzung anlegen möchten, sind Ihrer Fantasie keine Grenzen gesetzt. Der Heimwerker-Spirit hat Sie jetzt sicher gepackt!

Die perfekte Grillparty ausrichten: Ihren neuen Grill gebührend einweihen

Ihr neuer Grill steht, die letzten Steine sind verlegt und der Mörtel ist ausgehärtet – herzlichen Glückwunsch! Jetzt ist es an der Zeit, Ihr Meisterwerk gebührend einzuweihen. Laden Sie Freunde und Familie ein und veranstalten Sie eine unvergessliche Grillparty. Hier sind vier inspirierende Tipps, wie Sie Ihren neuen Grill zum Mittelpunkt einer fantastischen Gartenparty machen können:

Tipp #1: Gemütliche Sitzgelegenheiten

Auch wenn der Grill das unbestreitbare Highlight des Abends ist, sollten Sie besonderes Augenmerk auf bequeme und einladende Sitzgelegenheiten legen. Hier werden Ihre Gäste das köstliche Essen genießen und später vielleicht noch bei einem geselligen Plausch verweilen. Achten Sie darauf, dass der Sitzbereich möglichst nicht vom Rauch des Grills beeinträchtigt wird. Statten Sie die Sitzgelegenheiten mit kuscheligen Sitzkissen und Decken aus, besonders wenn es abends kühler wird. Bunte Blumen und andere Dekorationen sorgen für ein fröhliches und einladendes Ambiente.

Tipp #2: Stimmungsvolle Beleuchtung

Die meisten Grillpartys finden in den Abend- oder Nachtstunden statt. Während Kerzenschein eine romantische Atmosphäre schafft, sollten Sie auch für ausreichende elektrische Beleuchtung sorgen. Eine Lichterkette, die über den Sitzbereich gespannt ist, oder Solarleuchten, die Wege beleuchten, sind praktische und stimmungsvolle Optionen. Wenn ein gepflasterter Weg zum Grill führt, können Sie entlang der einzelnen Steine Fackeln aufstellen. Das sorgt nicht nur für Sicherheit, sondern verleiht Ihrer Party auch einen Hauch von Exklusivität und kommt bei den Gästen garantiert super an.

Tipp #3: Genügend Platz für alle Gäste

Es kann gut sein, dass sich herumspricht, dass Sie eine Gartenparty veranstalten, und der ein oder andere Nachbar spontan vorbeischaut. Planen Sie deshalb immer mit etwas mehr Gästen als ursprünglich erwartet. Sorgen Sie dafür, dass sich alle wohlfühlen, indem Sie zusätzliche Sitzgelegenheiten bereithalten. Das können Gartenbänke sein, die Sie um Bäume herum aufstellen, oder sogar robuste Pflanzenkübel, die bei Bedarf als zusätzliche Hocker dienen können. Das Ziel ist es, eine entspannte Atmosphäre zu schaffen, in der sich jeder willkommen fühlt und einen Platz zum Verweilen findet.

Tipp #4: Eine zusätzliche Feuerstelle für besondere Momente

Wenn Sie als Grillmeister den Grill für sich beanspruchen und ungestört Ihre kulinarischen Künste präsentieren möchten, kann eine zusätzliche Feuerstelle eine fantastische Ergänzung sein. Dies schafft nicht nur einen weiteren Anziehungspunkt für Ihre Gäste, sondern auch einen gemütlichen Rahmen für den Abend, abseits des direkten Grillgeschehens. Ihre Gäste können sich dort versammeln, Marshmallows rösten oder einfach das wärmende Feuer genießen. Eine Feuerstelle sorgt für eine wunderbare Ästhetik und kann, wie Sie in unserer FAQ sehen werden, ebenfalls ganz einfach selbst gebaut werden. Sie bietet einen perfekten Ort für gesellige Runden und verhindert, dass zu viele „Köche“ den „Brei“ auf Ihrem neuen Grill versalzen.

Grundlegende Grillanleitung für Einsteiger: Tipps vom Profi

Wenn Sie bereits ein erfahrener Grillmeister sind, können Sie diesen Abschnitt gerne überspringen. Doch wenn Sie zum ersten Mal einen Grill selbst gebaut haben und das Grillen noch Neuland für Sie ist, werden Ihnen diese grundlegenden Tipps sicher weiterhelfen, um von Anfang an perfekte Ergebnisse zu erzielen:

  • Grillrost sauber halten: Ein sauberer Grillrost ist das A und O, um Anhaften zu verhindern und für ein gleichmäßiges Grillergebnis zu sorgen. Reinigen Sie den Rost vor und nach jedem Grillen gründlich.
  • Ausreichend Zeit zum Vorheizen: Nehmen Sie sich genügend Zeit, um den Grill vorzubereiten und auf die richtige Temperatur zu bringen, bevor Sie das Grillgut auflegen. Dies ist entscheidend für das Gelingen.
  • Immer ein Auge auf das Grillgut: Lassen Sie Ihr Grillgut niemals unbeaufsichtigt. Temperaturen können schnell schwanken, und ein kurzer Moment der Unachtsamkeit kann zu verbrannten Speisen führen.
  • Umgang mit Aufflammen: Verwenden Sie keine Sprühflaschen mit Wasser, um Aufflammen zu bekämpfen! Dies verschlimmert das Feuer nur und kann die Asche aufwirbeln. Aufflammen wird in der Regel durch zu viel Fett und zu hohe Hitze verursacht.
  • Fett reduzieren und verteilen: Schneiden Sie überschüssiges Fett von jedem Fleisch ab, das Sie zubereiten wollen. Wenn Sie das Fleisch umdrehen, legen Sie es an eine andere Stelle des Grills, um die Fetttropfen zu verteilen und Aufflammen zu minimieren.
  • Die richtigen Grillwerkzeuge: Investieren Sie in hochwertige Grillzangen, -wender und -bürsten. Sie erleichtern das Grillen erheblich und tragen zur Sicherheit bei.
  • Grillgut ölen, nicht den Grill: Es ist sinnvoller, das Grillgut leicht zu ölen als den Grillrost. Öl verbrennt bei hohen Temperaturen auf dem Rost und kann eine klebrige Schicht hinterlassen.
  • Rechtzeitig würzen: Würzen Sie Ihr Grillgut mindestens eine Stunde vor dem Grillen, damit die Aromen gut einziehen können. Bei mariniertem Fleisch gerne noch länger.
  • Vorsicht bei zuckerhaltigen Soßen: Geben Sie zuckerhaltige Soßen oder Marinaden erst kurz vor Ende der Garzeit auf das Fleisch, da der Zucker über offener Flamme schnell verbrennt und das Grillgut verkohlen lässt.
  • Saubere Teller verwenden: Legen Sie gegartes Grillgut immer auf einen sauberen Teller, insbesondere wenn Sie zuvor rohes Fleisch auf dem gleichen Teller hatten. Dies verhindert Kreuzkontaminationen.
  • Sicherheitsabstand zu Brennbarem: Halten Sie Ihren Grill von allem Entflammbaren fern, wie Feuerzeugbenzin, Zäunen, Ihrem Haus und trockener Vegetation.

Fazit: Ihr Traum vom selbstgebauten Grill wird Realität

Einen gemauerten Grill selber zu bauen, mag auf den ersten Blick wie ein großes Projekt erscheinen, ist aber mit der richtigen Planung und dieser detaillierten Anleitung gar nicht schwer. Das Gefühl, Ihr eigenes Grillparadies geschaffen zu haben, ist unbezahlbar. Bevor Sie beginnen, stellen Sie sicher, dass Sie alle benötigten Materialien zur Hand haben und planen Sie ausreichend Zeit ein – idealerweise ein ganzes Wochenende, um das Fundament in Ruhe aushärten zu lassen und präzise arbeiten zu können.

Sollten Sie noch kein Profi im Heimwerken sein, zögern Sie nicht, einen erfahrenen Freund oder Nachbarn um Hilfe zu bitten. Zwei Paar Hände und ein paar gute Ratschläge können Wunder wirken. Lassen Sie sich nicht entmutigen, wenn nicht alles auf Anhieb perfekt klappt. Kleine Unregelmäßigkeiten verleihen Ihrem Grill Charakter, und Sie können viel aufwerten, indem Sie den Grillbereich hübsch dekorieren und in Szene setzen. Das Wichtigste ist jedoch immer die Sicherheit des Grillplatzes. Achten Sie stets darauf, dass alle Sicherheitsvorkehrungen getroffen sind, denn diese hat oberste Priorität.

Sollte die Vorstellung, einen Grillkamin selbst zu mauern, Sie doch abschrecken, gibt es natürlich auch vorgefertigte Lösungen. In unserem Sortiment finden Sie beispielsweise passende Beton-Grillkamine in Holzoptik, die eine attraktive und unkomplizierte Alternative darstellen. Stöbern Sie gerne durch unser Angebot. Doch für alle, die den Heimwerker-Spirit gepackt hat: Legen Sie los und genießen Sie bald Ihr eigenes, einzigartiges Grillparadies!

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Grill selber bauen

Wie kann ich einen gemauerten Grill selber bauen?
Der Bau eines gemauerten Grills folgt mehreren Schritten: Zuerst planen Sie den Grill und fertigen eine Skizze an. Dann legen Sie ein stabiles Fundament. Anschließend beginnen Sie mit dem Mauern der Ziegelsteine, wobei Sie die Fugen für den späteren Grillrost nicht vergessen dürfen. Präzision und das Beachten der Aushärtezeiten der Mörtel sind hierbei entscheidend.
Ist ein Gartenkamin genehmigungspflichtig?
In der Regel ist ein Gartenkamin, der als Außenkamin konzipiert ist, nicht genehmigungspflichtig. Er gilt nicht als festes Bauwerk im Sinne einer Baugenehmigung. Es empfiehlt sich jedoch immer, die lokalen Bauvorschriften Ihrer Gemeinde zu prüfen, um auf der sicheren Seite zu sein.
Wie baue ich eine Feuerstelle im Garten?
Wenn Sie statt eines Grills nur eine einfache Feuerstelle wünschen, graben Sie den Boden am geplanten Standort aus. Betonieren Sie anschließend Pflastersteine als stabilen Rahmen und füllen Sie die Feuergrube mit Kies auf. Zum Schluss müssen Sie nur noch eine Feuerschale oder Ihren Grill auf die fertige Feuergrube stellen. Dies ist eine schnelle und effektive Möglichkeit für eine gemütliche Feuerstelle.
Welches Material eignet sich am besten für den Grillrost?
Wenn Sie Ihren Grill selber bauen, sollten Sie sich auch Gedanken über den Grillrost machen. Wir empfehlen einen Rost aus Edelstahl. Edelstahl rostet nicht, ist extrem langlebig und lebenslang nutzbar. Er ist die erste Wahl für Hobby- und Profigriller, da er zudem leicht zu reinigen und hygienisch ist. Achten Sie darauf, dass die Maße des Rosts genau zu den Öffnungen Ihres selbst gemauerten Grills passen.

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