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Gesund Grillen: Mageres Fleisch für den Sommer

18/08/2023

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Die Sonne lacht, die Tage werden länger und der verlockende Duft von Holzkohle liegt in der Luft – die Grillsaison ist offiziell eröffnet! Für viele bedeutet dies puren Genuss und gesellige Stunden im Freien. Doch wer seine Fitnessziele im Blick behalten und nicht unnötig Kalorien zu sich nehmen möchte, steht oft vor der Frage: Was kann man eigentlich gesund grillen? Die gute Nachricht ist: Sie müssen keineswegs auf leckeres Fleisch verzichten! Ganz im Gegenteil, Fleisch ist ein hervorragender Lieferant für hochwertiges Eiweiß, den idealen Baustein für starke Muskeln. Proteinreiche Lebensmittel sättigen zudem langanhaltend und können sogar beim Abnehmen unterstützen.

Welche Alternativen gibt es zu Fleisch auf dem Grill?

Der Schlüssel zu einem gesunden Grillvergnügen liegt in der richtigen Auswahl der Fleischsorten und der jeweiligen Cuts. Nicht jedes Stück Fleisch ist gleich fettreich. Um Ihnen die Entscheidung zu erleichtern und unerwünschten Speck zu vermeiden, haben wir für Sie die fünf fettärmsten und gesündesten Fleischsorten zusammengetragen. Diese eignen sich natürlich nicht nur perfekt für den Grillrost, sondern lassen sich auch hervorragend in der Pfanne zubereiten.

Inhaltsverzeichnis

1. Putenbrust: Der fettarme Klassiker

Putenbrust ist ein absoluter Favorit unter den mageren Fleischsorten und sollte auf keiner gesunden Grillparty fehlen. Sie glänzt mit beeindruckend niedrigen Werten: Gerade einmal 1 Gramm Fett und etwa 107 Kalorien pro 100 Gramm machen sie zu einem wahren Leichtgewicht auf dem Teller. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass der Fettgehalt je nach Teil der Pute variieren kann. Während das weiße Brustfleisch besonders mager ist und daher die bessere Wahl darstellt, sind Putenfleisch mit Haut, wie beispielsweise eine Putenkeule, meist intensiver im Geschmack, aber auch deutlich fetter. Wer also auf seine Linie achtet, greift besser zur Haut-freien Putenbrust.

Für den schnellen Genuss, auch ohne den großen Grill anzuheizen, können Sie Putenbrust wunderbar in einer Grillpfanne braten. Durch die charakteristischen Riffelungen der Pfanne erhält das Fleisch die typischen Grillstreifen, die optisch und geschmacklich an ein echtes BBQ erinnern.

2. Schweinefleisch: Schnitzel und Filet als gesunde Optionen

Schweinefleisch hat oft den Ruf, fettreich und ungesund zu sein. Doch dieses Vorurteil stimmt nicht zwingend, wenn man die richtigen Entscheidungen trifft. Mit der Wahl des passenden Cuts und dem Kauf bei einem Bio-Metzger (zum Beispiel mit Demeter- oder Naturland-Siegel) kann Schweinefleisch sehr fettarm und gesund sein. Überraschenderweise kann sich das gute, alte Schnitzel – wohlgemerkt ohne Panade – mit nur etwa 2 Gramm Fett pro 100 Gramm definitiv auf dem Grill oder in der Pfanne sehen lassen. Es ist eine hervorragende magere Alternative.

Noch besser und oft als Delikatesse geschätzt ist butterzartes Schweinefilet. Dieses kann entweder am Stück zubereitet und anschließend aufgeschnitten werden, oder direkt in Form von Medaillons gegrillt werden. Ein absolutes No-Go auf dem Grill, wenn Sie auf eine fettarme Ernährung achten, ist hingegen fetter Schweinebauch. Er ist zwar geschmacklich intensiv, aber auch sehr kalorien- und fettreich.

3. Rinderfilet: Die hochwertige Eiweißquelle

Rindfleisch ist ein wahres Kraftpaket an Nährstoffen und liefert alles, was Ihr Körper braucht. Es versorgt Sie mit wichtigen B-Vitaminen, reichlich gut verwertbarem Eisen und natürlich einer großen Menge an hochwertigem Eiweiß. Das Protein von Rindfleisch besitzt eine biologische Wertigkeit von 92 (das Maximum liegt bei 100), was bedeutet, dass Ihr Körper es optimal verwerten kann, um Muskeln aufzubauen und zu regenerieren.

Auch hier ist die Wahl des Cuts entscheidend, da sich die verschiedenen Zuschnitte vom Rind stark in Aussehen, Geschmack und vor allem Fettgehalt unterscheiden. Filet und bestimmte Steak-Varianten sind die fettarmen Optionen für Grill und Pfanne. Dazu zählen beispielsweise das Rinderfilet selbst oder magere Steakschnitte, die keine sichtbaren Fettauflagen oder Marmorierung aufweisen. Verzichten sollten Sie auf Steaks mit sichtbarem Fett, wie beispielsweise das Rib-Eye-Steak, das zwar sehr saftig ist, aber auch einen hohen Fettanteil besitzt. Greifen Sie stattdessen lieber zu einem zarten, mageren Rinderfilet. Dieses können Sie entweder am Stück grillen oder in Form von einzelnen Medaillons zubereiten.

Damit Ihr Filet oder Steak auf den Punkt gegart ist und die gewünschte Garstufe erreicht, ist die Kenntnis der idealen Kerntemperatur unerlässlich. Überprüfen Sie diese am besten mit einem Grillthermometer. Einfache Modelle sind bereits für kleines Geld erhältlich, aber wenn Sie häufig grillen, lohnt sich die Investition in ein höherwertiges Gerät, wie zum Beispiel ein Bluetooth-BBQ-Thermometer, das Ihnen präzise Ergebnisse liefert.

4. Hähnchenbrust: Die Eiweißgranate

Hähnchen ist die unangefochtene Eiweißgranate unter den fettarmen Fleischsorten. Das beliebte Brustfilet liefert pro 100 Gramm beeindruckende 24 Gramm Eiweiß bei gerade einmal 1 Gramm Fett. Diese hervorragenden Werte gelten jedoch ausschließlich für Hähnchenstücke ohne Haut. Durch die knusprige Hülle, die viele so lieben, erhöht sich der Fettgehalt erheblich. Hähnchenkeulen mit Haut zu grillen, ist daher keine gute Idee, wenn Sie abnehmen wollen oder auf eine fettarme Ernährung achten. Während die Brust schön mager ist, schlägt die Keule mit bis zu 20 Prozent mehr Fett zu Buche. Das Gleiche gilt demnach auch für die beliebten Chicken Wings.

Wenn Sie Ihr Hähnchen vorab marinieren möchten, empfiehlt es sich, eine Grillmatte zu verwenden. Diese Matten mit Antihaft-Beschichtung sind äußerst praktisch, da sie verhindern, dass die Marinade auf den Rost oder direkt in die Glut tropft. Dies reduziert nicht nur die Rauchentwicklung und das Anbrennen, sondern ist auch umweltschonender als Einweg-Aluschalen, da Sie die Matten einfach säubern und wiederverwenden können.

5. Lammfilet: Gesund und aromatisch

Ob gegrillt, gebraten oder geschmort: Lammfilet ist eine vielseitige und köstliche Wahl, die sich hervorragend mit vielen Gerichten und Beilagen kombinieren lässt. Es ist zudem besonders fettarm und somit ideal für das kalorienbewusste Grillen. Mit nur etwa 4 Gramm Fett auf 100 Gramm ist es eine ausgezeichnete Option für alle, die Wert auf eine leichte Küche legen, ohne auf Geschmack verzichten zu müssen.

Während das Lammfilet definitiv auf Ihren Grill gehört, fallen die beliebten „Lamb Chops“ (Koteletts mit Knochen) leider durch das Raster, wenn es um fettarme Ernährung geht. Mit satten 17 Gramm Fett pro 100 Gramm sind sie alles andere als mager. Das bedeutet jedoch nicht, dass Sie komplett darauf verzichten müssen; es ist lediglich ratsam, die Menge im Auge zu behalten und sie eher als gelegentlichen Genuss zu betrachten.

Vergleichstabelle der magersten Fleischsorten (pro 100g roh):

FleischsorteFett (ca. in g)Eiweiß (ca. in g)Kalorien (ca. in kcal)
Putenbrust (ohne Haut)122-24107-115
Hähnchenbrust (ohne Haut)123-25105-115
Schweinefilet2-421-23110-120
Rinderfilet3-520-22120-130
Lammfilet4-620-22130-140

Weitere Tipps für gesundes Grillen:

  • Vielfalt auf dem Rost: Ergänzen Sie Fleisch mit viel Gemüse! Paprika, Zucchini, Auberginen, Champignons oder Maiskolben sind nicht nur lecker, sondern liefern auch wichtige Vitamine und Ballaststoffe.
  • Fettarme Marinaden: Verwenden Sie für Marinaden auf Basis von Joghurt, Zitronensaft, Essig und Kräutern statt Öl. Das reduziert den Fettgehalt erheblich und verleiht dem Fleisch dennoch viel Aroma.
  • Portionskontrolle: Auch bei magerem Fleisch ist die Menge entscheidend. Achten Sie auf angemessene Portionen, um eine übermäßige Kalorienzufuhr zu vermeiden.
  • Gesunde Beilagen: Statt Kartoffelsalat mit viel Mayonnaise wählen Sie lieber frische Blattsalate, Quinoa-Salate oder gegrilltes Gemüse.
  • Sauberer Grillrost: Ein sauberer Rost verhindert, dass alte Essensreste anbrennen und schädliche Substanzen entstehen. Reinigen Sie den Rost vor und nach dem Grillen gründlich.

Häufig gestellte Fragen zum gesunden Grillen:

F: Muss ich beim gesunden Grillen komplett auf Fett verzichten?
A: Nein, ein kleiner Anteil an Fett ist für den Geschmack und die Aufnahme fettlöslicher Vitamine wichtig. Es geht darum, die Menge und die Art des Fettes zu kontrollieren. Setzen Sie auf magere Fleischschnitte und verwenden Sie sparsam gute Öle für Marinaden, falls gewünscht.

F: Sind pflanzliche Alternativen wie Tofu oder Gemüseburger eine gute Option?
A: Absolut! Tofu, Halloumi, Gemüsepatty oder Portobello-Pilze sind hervorragende pflanzliche Alternativen, die ebenfalls reich an Proteinen sein können und viel Abwechslung auf den Grill bringen. Achten Sie auch hier auf die Inhaltsstoffe und den Fettgehalt.

F: Wie vermeide ich, dass das Fleisch beim Grillen austrocknet?
A: Mageres Fleisch neigt dazu, schneller auszutrocknen. Marinieren Sie es vorab, achten Sie auf die richtige Grilltemperatur (nicht zu heiß) und verwenden Sie ein Grillthermometer, um die Kerntemperatur genau zu überwachen. Kurzes, scharfes Anbraten und dann indirektes Garen kann ebenfalls helfen.

F: Kann ich auch Wurst oder Würstchen gesund grillen?
A: Die meisten herkömmlichen Würste sind sehr fettreich. Es gibt jedoch magerere Varianten wie Geflügelwürstchen oder speziell gekennzeichnete fettreduzierte Würste. Lesen Sie die Nährwertangaben genau, um eine gesündere Wahl zu treffen.

F: Ist es besser, mit Holzkohle oder Gas zu grillen, wenn man gesundheitsbewusst ist?
A: Beide Grillarten haben ihre Vor- und Nachteile. Bei Holzkohle ist es wichtig, das Herabtropfen von Fett in die Glut zu vermeiden, da dabei potenziell schädliche Stoffe entstehen können. Grillmatten oder Aluschalen können hier Abhilfe schaffen. Bei Gasgrills ist die Temperaturkontrolle oft präziser, was das Garen erleichtern kann. Wichtiger als die Art des Grills ist die richtige Zubereitung und die Auswahl der Lebensmittel.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Gesund grillen ist kein Widerspruch, sondern eine bewusste Entscheidung für Genuss und Wohlbefinden. Indem Sie auf die Auswahl fettarmer Fleischsorten achten, die richtigen Cuts wählen und Ihr Grillgut mit viel frischem Gemüse ergänzen, können Sie die Grillsaison in vollen Zügen genießen, ohne Ihre Fitnessziele aus den Augen zu verlieren. Der Sommer kann kommen – und Ihr Grill ist bereit für leichte, leckere und proteinreiche Köstlichkeiten!

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