Welcher kaminrost eignet sich am besten zum Grillen?

Grillen im Kamin: Rost, Kohle & Gemütlichkeit

26/01/2026

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Stellen Sie sich vor: Der Tag war herrlich warm, doch plötzlich zieht ein Gewitter auf oder die Abendluft wird empfindlich kühl. Kein Grund zur Sorge und schon gar kein Anlass, Ihr geplantes Grillfest abzusagen! Denn genau für solche Fälle gibt es eine geniale Lösung, die das Grillen auch bei ungemütlichem Wetter ermöglicht: den Einsatz eines Kaminrosts in Ihrem offenen Kamin. Diese clevere Anpassung verwandelt Ihren Innenbereich im Handumdrehen in eine wetterfeste Grillzone und sorgt für behagliche Wärme und köstliche Aromen, wann immer Ihnen danach ist. Lassen Sie uns eintauchen in die Welt des Grillens am Kamin und entdecken, wie Sie diese Möglichkeit optimal nutzen können.

Welche Vorteile bietet ein Kaminofen mit Speckstein?
Inhaltsverzeichnis

Der Kaminrost: Ihr Schlüssel zum wetterunabhängigen Grillvergnügen

Wenn Ihr offener Kamin noch nicht mit einer Kaminkassette umgerüstet ist, bietet sich der Kaminrost als ideale und flexible Lösung an. Speziell zum Grillen konzipiert, verwandelt er Ihre Feuerstelle im Nu in einen vollwertigen Grillplatz. Ein besonderer Vorteil ist hierbei der Kaminrost mit Aschekasten. Dieser fängt herabfallende Asche und Grillreste sauber auf, was die spätere Reinigung erheblich vereinfacht. Ein praktischer Tipp: Legen Sie den Aschekasten vor dem Gebrauch mit Alufolie aus. So ist das Saubermachen nach dem Grillfest schnell erledigt und Sie können den Abend unbeschwert ausklingen lassen.

Spezielle Grillroste für den Kamin

Für echte Grillmeister, die Wert auf Qualität und Komfort legen, gibt es spezielle Produkte auf dem Markt. Ein Beispiel hierfür ist der sogenannte „FEUERGRILL“, ein Produkt der Firma BRUNNER. Dieser ist aus robustem 2 mm Edelstahl geformt und überzeugt durch seine einfache Handhabung. Auch die Reinigung gestaltet sich denkbar unkompliziert: Die Edelstahlfüße lassen sich schnell abschrauben, sodass der Rost bequem in die Spülmaschine passt – ein Feature, das sicherlich viele zu schätzen wissen.

Sollte das Grillen im Kamin eher eine seltene Notlösung sein, die auf wenige Male im Jahr beschränkt ist, kann auch ein einfacher Kaminrost ausreichen. Standardmaße von etwa 50x40cm und einer Höhe von 11cm sind gängig. Achten Sie darauf, dass die Abstände zwischen den Stäben gering genug sind, um sowohl Holzkohle als auch Briketts sicher aufzunehmen. Viele gute Handwerksbetriebe fertigen solche Roste in Handarbeit an, was für besondere Stabilität und Langlebigkeit sorgt. Die Modelle zum Grillen im Kamin sind oft auf der Unterseite voll verschweißt und weisen eine Kantenlänge von beispielsweise 16x16 mm auf. Mit einem Gewicht von rund 20 kg sind diese Roste sehr stabil, lassen sich aber dennoch gut bewegen. Wichtig ist, dass der Kaminrost nicht lackiert werden sollte, um keine schädlichen Dämpfe beim Erhitzen freizusetzen.

Grillkohle im Kamin verbrennen: Erlaubt und sinnvoll?

Mit den kürzer werdenden Tagen und kälter werdenden Nächten rückt der Ofen wieder in den Mittelpunkt des gemütlichen Zuhauses. Holz ist dabei natürlich der unangefochtene Klassiker unter den Brennstoffen. Doch gerade nach der Grillsaison stellt sich für viele die Frage: Darf man eigentlich auch Grillkohle im heimischen Kamin verbrennen? Die gute Nachricht vorweg: Ja, das ist tatsächlich erlaubt!

Was ist Grillkohle überhaupt?

Bei Grillkohle handelt es sich meistens um Holzkohle, die durch den Prozess der Verkokung aus Holz gewonnen wird. Dieser Prozess wandelt Holz in Kohle um, was zu einem höheren Brennwert bei gleichzeitig geringerer Lagerkapazität führt. Das bedeutet, Sie können eine höhere Heizleistung erzielen und benötigen weniger Platz zur Lagerung, was besonders praktisch ist, wenn Sie keinen großen Holzschuppen haben.

Der Kamin – Mehr als nur eine Wärmequelle

Das Knistern des Feuers, das Flackern der Flammen und die behagliche Wärme – Öfen und Kamine im eigenen Heim erfreuen sich, besonders in den Wintermonaten, großer Beliebtheit. Die aktuellen Gas- und Strompreise haben diese Beliebtheit noch verstärkt, da viele Menschen nach alternativen Heizmöglichkeiten suchen. Wer bereits einen Kamin besitzt, könnte daher überlegen, ob Holzkohle eine gute Alternative zum traditionellen Holz darstellt.

Heizvorschriften in Deutschland

In Deutschland ist vieles geregelt, und so gibt es natürlich auch klare Vorschriften, welche Brennstoffe in Ihrem Kamin verbrannt werden dürfen. Die Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen (1. BImSchV) gibt hier eindeutig Auskunft. Gemäß dieser Verordnung ist es tatsächlich erlaubt, normale Grillkohle im heimischen Kamin zu verbrennen. Speziell erwähnt werden: Grill-Holzkohle und Grill-Holzkohlebriketts nach DIN EN 1860, Ausgabe September 2005.

Zusätzlich sind folgende Materialien zum Heizen im Kamin zugelassen:

  • Unbehandeltes Scheitholz
  • Holzbriketts
  • Holzpellets
  • Steinkohle
  • Braunkohle
  • Lackiertes oder gestrichenes Holz, sofern keine Holzschutzmittel aufgetragen wurden
  • Sperrholz (unter bestimmten Bedingungen)
  • Leichte Gase
  • Heizöl

Es ist also klar geregelt, dass Grillkohle zum Heizen im Kamin genutzt werden darf, solange sie den Normen entspricht und keine Reste von Lebensmitteln oder Fetten enthält.

Ist Grillkohle zum Heizen eine gute Idee?

Obwohl das Verbrennen von Grillkohle im Kamin erlaubt ist, stellt sich die Frage, ob es auch eine gute Idee ist. Grillkohlebriketts haben zwar den Vorteil der einfacheren Lagerung und des höheren Heizwerts pro Kubikzentimeter im Vergleich zu Scheitholz. Allerdings kann sich dadurch auch eine deutlich höhere Hitze entwickeln. Diese intensive Hitze kann unter Umständen für Ihren Ofen schädlich sein. Es ist daher unerlässlich, zu überprüfen, ob Ihr Ofen oder Kamin für das Verbrennen von Holzkohle geeignet ist. Informationen dazu erhalten Sie von Ihrem Schornsteinfeger, direkt beim Händler oder in der Bedienungsanleitung Ihres Kamins.

Was Sie beim Heizen mit Grillkohle beachten müssen

Grillkohle brennt nicht so leicht an wie Holz. Ihr Flammpunkt liegt bei etwa 240 Grad Celsius, was bedeutet, dass sie länger braucht, um in Brand zu geraten. Legen Sie daher zunächst eine ausreichende Menge an Holzspänen oder Anzündholz auf den Boden Ihres Kamins. Darüber schichten Sie am besten einige kleinere Holzscheite und erst darüber die Grillkohlen. Stellen Sie sicher, dass genügend Luft an die Flammen gelangt, um die Kohlen optimal zum Brennen zu bringen.

Die Qualität ist entscheidend

Verwenden Sie unbedingt hochwertige Grillkohle. Minderwertige Kohle aus schlechtem Holz hat einen geringeren Brennwert und kann mehr Rückstände hinterlassen. Besondere Aroma-Kohlen, die man zum Grillen verwendet, sind für den Kamin nicht nötig. Viel wichtiger ist, dass die Kohle möglichst rückstandslos verbrennt. Ein absolutes Muss: Verwenden Sie auf keinen Fall Kohle, die Fett- oder andere Essensreste enthält! Solche Kohlen müssen ordnungsgemäß entsorgt werden, da sie beim Verbrennen schädliche Dämpfe und Gerüche verursachen können.

Welche Arten von Grillrost gibt es?

Verbotene Brennstoffe: Papierbriketts

Früher galten selbstgepresste Altpapierblöcke als Geheimtipp unter Kaminfans – billig, umweltfreundlich und wärmend. Heutzutage sind Briketts aus gepresstem Papier jedoch verboten. Der Grund hierfür ist die hohe Schadstoffbelastung, die beim Verbrennen dieser Papierbriketts entsteht und die Umwelt sowie Ihre Gesundheit schädigen kann.

Kachelöfen und aktuelle Regelungen

Auch die Nutzung von Kachelöfen zum Heizen ist im Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) geregelt. Neue Kamine müssen bestimmte gesetzliche Werte einhalten:

  • Der Wirkungsgrad muss bei mindestens 73 Prozent liegen.
  • Maximal 1,25 Gramm Kohlenmonoxid je Kubikmeter Abgas.
  • Maximal 0,04 Gramm Feinstaub je Kubikmeter Abgas.

Auch das Alter der Öfen spielt eine Rolle. Kachelöfen, die vor 1990 gebaut wurden, dürfen seit dem 1. Januar 2021 nicht mehr ohne Weiteres betrieben werden. Öfen, die 1995 oder früher gebaut wurden, können noch bis Ende 2024 betrieben werden. Wenn Sie einen älteren Ofen besitzen, sollten Sie sich unbedingt von Ihrem Schornsteinfeger oder Fachhändler beraten lassen, um die aktuelle Gesetzeslage für Ihr spezifisches Gerät zu klären.

Kostenvergleich: Grillkohle vs. Holz zum Heizen

Ist es günstiger, mit Grillkohle oder mit Holz zu heizen? Eine interessante Frage, deren Antwort von den aktuellen Preisen und dem Heizwert der Materialien abhängt. Betrachten wir einen Vergleich:

Um den gleichen Heizwert zu erzielen, benötigt man fast die doppelte Menge an Buchenholz im Vergleich zu Grillkohle. Obwohl Grillkohle pro Kilogramm einen deutlich höheren Heizwert aufweist, ist Holz der wesentlich günstigere Rohstoff pro Kilogramm. Das bedeutet, dass Sie für die gleiche Heizleistung mit Holz in der Regel weniger Geld ausgeben müssen.

BrennstoffHeizwert pro kg (ca.)Preis pro kg (ca.)Benötigte Menge für ≈ 8,05 kWhKosten für ≈ 8,05 kWh
Grillkohle8,05 kWh1,26 €1 kg1,26 €
Buchenholz4,2 kWh0,20 €1,91 kg0,38 €

Dieser Vergleich zeigt deutlich, dass es aus rein wirtschaftlicher Sicht gute Gründe gibt, warum Grillkohle besser auf den Grill und nicht in den Ofen gehört, wenn es um das Heizen geht. Dennoch bleibt die Option, Grillkohle im Kamin zu verbrennen, eine erlaubte Notlösung oder eine Möglichkeit, Restbestände sinnvoll zu nutzen.

Häufig gestellte Fragen (FAQs)

Darf ich Grillkohle im Kamin verbrennen?

Ja, in Deutschland ist das Verbrennen von Grill-Holzkohle und Grill-Holzkohlebriketts nach DIN EN 1860 in kleinen und mittleren Feuerungsanlagen (Kaminen) gemäß der 1. BImSchV erlaubt.

Welcher Kaminrost eignet sich am besten zum Grillen?

Für regelmäßiges Grillen im Kamin empfiehlt sich ein robuster Edelstahl-Kaminrost, idealerweise mit Aschekasten, um die Reinigung zu erleichtern. Für gelegentliches Grillen reicht auch ein einfacher, stabiler Rost mit geringen Stabzwischenräumen.

Was ist der Vorteil vom Grillen im Kamin?

Der Hauptvorteil ist die Wetterunabhängigkeit. Sie können auch bei Regen, Wind oder kühlen Temperaturen gemütlich drinnen grillen und gleichzeitig die behagliche Wärme des Kamins genießen.

Muss ich beim Grillen im Kamin etwas Besonderes beachten?

Ja, legen Sie den Aschekasten mit Alufolie aus, um die Reinigung zu vereinfachen. Verwenden Sie nur hochwertige Grillkohle ohne Fett- oder Essensreste. Sorgen Sie für ausreichende Belüftung beim Anzünden und prüfen Sie, ob Ihr Kamin für die höhere Hitze von Holzkohle geeignet ist.

Ist Grillkohle zum Heizen effizienter als Holz?

Grillkohle hat einen höheren Heizwert pro Kilogramm als Holz. Allerdings ist Holz pro Kilogramm deutlich günstiger. Für die gleiche Heizleistung ist Holz daher in der Regel die wirtschaftlichere Wahl.

Wir hoffen, dass dieser Artikel Ihre Fragen rund um das Grillen am Kamin und das Verbrennen von Grillkohle beantworten konnte. Genießen Sie viele schöne und gemütliche Stunden vor Ihrem warmen Kamin, ob beim Grillen oder einfach nur beim Entspannen!

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