Welche Hobbys gehören in den Lebenslauf?

Hobbys im Lebenslauf: Mehr als nur Freizeit

12/09/2022

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Der Lebenslauf ist Ihre Visitenkarte auf dem Weg zum Traumjob. Während beruflicher Werdegang und Qualifikationen zweifellos im Vordergrund stehen, gibt es einen oft unterschätzten Abschnitt, der Ihrem Profil eine persönliche Note verleihen und entscheidende Einblicke in Ihre Persönlichkeit und Ihre Soft Skills bieten kann: Hobbys und Interessen. Doch welche Hobbys gehören in den Lebenslauf und welche sollten Sie besser verschweigen? Die richtige Auswahl und Präsentation kann den Unterschied ausmachen und Personaler von Ihrer Eignung überzeugen.

Welche Hobbys gehören in den Lebenslauf?
Musikalische Hobbys gehören ebenfalls in den Lebenslauf. Wer regelmäßig Violine, Klavier oder Trompete spielt, besitzt Disziplin und Hingabe. Beides sind Qualitäten, die in der Arbeitswelt überaus gefragt sind. Spielst du in einem Orchester, in der Jazzband deiner Schule oder singst du im Chor?
Inhaltsverzeichnis

Hobbys oder Interessen: Was ist der Unterschied?

Bevor wir tiefer in die Materie eintauchen, ist es wichtig, die Begriffe „Hobbys“ und „Interessen“ klar voneinander abzugrenzen, auch wenn sie oft im selben Abschnitt des Lebenslaufs auftauchen. Insbesondere für angehende Auszubildende, Berufsanfänger oder Hochschulabsolventen ist der Begriff „Hobbys“ noch gebräuchlich. Für erfahrene Berufstätige wirkt es jedoch seriöser, stattdessen von „Freizeitaktivitäten und Interessen“ zu sprechen. Dies öffnet auch die Tür, um Vereinsaktivitäten und Ehrenämter nahtlos zu integrieren und dabei konkrete Aufgaben zu benennen.

Hobbys sind Freizeitbeschäftigungen, denen wir regelmäßig, freiwillig und mit einem gewissen Engagement nachgehen – oft mit dem Ziel, eine Fähigkeit zu entwickeln oder zu pflegen. Beispiele hierfür sind Sportarten, das Erlernen eines Instruments oder handwerkliche Tätigkeiten. Sie zeugen von Disziplin und Kontinuität.

Interessen hingegen sind generellere Interessensgebiete oder unspezifische Freizeitbeschäftigungen, denen wir möglicherweise nur sporadisch nachgehen. Dazu zählen beispielsweise Lesen, Reisen oder Kochen. Sie geben Aufschluss über Ihre Neugier und Offenheit.

Warum Hobbys im Lebenslauf wichtig sind (oder nicht)?

Die Angabe von Hobbys und Interessen im Lebenslauf ist grundsätzlich freiwillig. Sie können diesen Abschnitt weglassen, ohne dass dies negativ ausgelegt wird. Doch es gibt gute Gründe, warum Sie diese Chance nutzen sollten: Studien zeigen, dass rund 82 Prozent der Personaler Interessen und Hobbys im Lebenslauf wichtig finden. Der Grund liegt auf der Hand: Sie geben – indirekt – Aufschluss über Ihre Persönlichkeit und wichtige Soft Skills, die im Arbeitsalltag unerlässlich sind.

Hobbys können ein starkes Signal an potenzielle Arbeitgeber senden. Sie zeigen, dass Sie Ihr Leben aktiv gestalten, über Teamgeist, körperliche Fitness oder soziales Engagement verfügen. Kreative Hobbys können ebenfalls Pluspunkte bringen. Der Abschnitt über Hobbys bildet im klassischen tabellarischen Lebenslauf oft den letzten Abschnitt und kann einen positiven Schlusspunkt setzen, der Ihren Lebenslauf abrundet und Sie von anderen Bewerbern abhebt. Aber Achtung: Achten Sie auf die korrekte Schreibweise. Im Deutschen ist der Plural von Hobby stets „Hobbys“, nicht „Hobbies“.

Die ideale Anzahl: Weniger ist oft mehr

Beim Nennen Ihrer Hobbys gilt das Prinzip „Weniger ist mehr“. Mehr als drei bis vier Hobbys sollten Sie nicht in Ihren Lebenslauf aufnehmen. Der Fokus soll schließlich auf Ihren beruflichen Qualifikationen und Erfahrungen liegen, nicht auf Ihren privaten Interessen. Ein Übermaß an Freizeitaktivitäten könnte den Eindruck erwecken, dass Ihre privaten Leidenschaften eine höhere Priorität als Ihre berufliche Tätigkeit haben. Ihr zukünftiger Arbeitgeber möchte sicher sein, dass Ihre primäre Leidenschaft Ihrer Arbeit gilt.

Ein einziges, isoliertes Hobby kann hingegen den Eindruck von Trägheit vermitteln. Eine wohlüberlegte Auswahl von zwei bis vier Hobbys, die ein vielseitiges und engagiertes Bild von Ihnen zeichnen, ist ideal. Besonders für Berufsanfänger und Quereinsteiger, die möglicherweise noch nicht über umfangreiche Berufserfahrung verfügen, können gut ausgewählte Hobbys die Jobchancen erheblich erhöhen, indem sie relevante Soft Skills sichtbar machen.

Von Allgemein zu Spezifisch: Die Macht des Subtextes

Vermeiden Sie Verallgemeinerungen! Ein Hobby wie „Sport“ ist zwar nett, aber wenig aussagekräftig. Es verrät bestenfalls, dass Sie auf Ihre Gesundheit achten und fit sind. Doch die wahre Stärke liegt im Detail. Jede spezifische Sportart oder Freizeitaktivität sendet einen ganz eigenen Subtext und kann Ihre Persönlichkeitseigenschaften subtil unterstreichen:

  • Tennis: Wird oft mit Einzelkämpfern in Verbindung gebracht, die zielstrebig und wettbewerbsorientiert sind.
  • Mannschaftssportarten (Fußball, Handball, Volleyball, Basketball): Signalisiert ausgeprägte Teamfähigkeit, Kooperationsbereitschaft und das Vermögen, sich in ein Team einzufügen und gemeinsame Ziele zu verfolgen.
  • Marathonlaufen: Zeugt von unglaublichem Durchhaltewillen, extremer Disziplin, Leistungsorientierung und der Fähigkeit, langfristige Ziele zu verfolgen und Rückschläge zu überwinden.
  • Yoga: Steht für innere Ausgeglichenheit, Stressresistenz, Konzentrationsfähigkeit und Selbstreflexion.

Verbinden Sie Ihre Hobbys idealerweise mit selbst gesetzten Zielen oder Erfolgen. Wer „Reisen“ nennt, kann dies durch Zusätze wie „zur Verbesserung meiner Englischkenntnisse“ oder „bereits sämtliche Kontinente bereist“ aufwerten. Beim Karate spezifiziert der „braune Gürtel“, dass man sich in der Oberstufe befindet, was Disziplin und Lernbereitschaft beweist. Auch Hinweise auf gewonnene Wettbewerbe oder Meisterschaften im sportlichen Bereich sind äußerst hilfreich und belegen Ehrgeiz und Leistungsbereitschaft.

Gute Hobbys: Zeigen Sie Ihre Stärken!

Es gibt eine Reihe von Hobbys, die bei Personalern besonders gut ankommen, da sie positive Eigenschaften und gefragte Fähigkeiten untermauern. Hier eine Übersicht mit Beispielen und ihrem Subtext:

Hobby/InteresseSubtext (Eigenschaften/Fähigkeiten)Beispiel im Lebenslauf
EhrenamtGesellschaftliches Engagement, Verantwortung, Teamfähigkeit, EmpathieEhrenamtliche Tätigkeit als Jugendbetreuer beim Roten Kreuz
Filme machenKreativität, Neugier, IT-Verständnis, Projektmanagement, StorytellingErstellung von Kurzfilmen (Schnitt, Regie, Postproduktion)
GeocachingStrategisches Denken, Analysefähigkeit, Orientierungssinn, ProblemlösungGeocaching (Fokus auf komplexe Rätsel-Caches)
Marathon laufenAusdauer, Fitness, Willensstärke, Disziplin, ZielorientierungMarathonläufer (Halbmarathon Berlin: 2. Platz)
MusizierenTeamgeist, Kreativität, Präsentationsfähigkeit, Disziplin, AusdruckVioline spielen (Mitglied im Universitätsorchester)
Reiten/SegelnTierliebe, Naturverbundenheit, Disziplin, VerantwortungsbewusstseinSegeln (2. Platz beim lokalen Regatta-Cup 2025)
SchwimmenAusdauer, Disziplin, mentale Stärke, GesundheitsbewusstseinRegelmäßiges Schwimmen (Wöchentlich 3x)
ScrapbookingKreativität, Gestaltung, Detailorientierung, AustauschScrapbooking (Erstellung personalisierter Alben)
Sprachen lernenKulturelle Intelligenz, Kommunikationsfähigkeit, LernbereitschaftSpanisch lernen (B2-Niveau, Sprachreisen)
TurniertanzenTeamgeist, Ehrgeiz, Fitness, Koordination, AusdruckStandardtanz (Teilnahme an regionalen Turnieren)
VereinsfunktionFührung, Projektmanagement, Sozialkompetenz, OrganisationstalentKassenwart im Sportverein (Verantwortung für Budgetplanung)
YogaBalance, Selbstbeherrschung, mentale Stärke, StressresistenzRegelmäßige Yoga-Praxis (Fokus auf Vinyasa Flow)
YouTube/TikTokKommunikationsfähigkeit, moderne Medienkompetenz, Kreativität, Content-ErstellungBetreiben eines YouTube-Kanals (Thema: Nachhaltigkeit)

Spezifische Beispiele für gute Hobbys:

  • Kochen: Dieses Hobby steht für Kreativität, Stressresistenz, Experimentierfreude, Offenheit und Gesundheitsbewusstsein. Wer neue Rezepte ausprobiert, Einflüsse aus anderen Ländern integriert oder eigene Kreationen zaubert, zeigt Flexibilität und Innovationsgeist. Wenn Sie für und mit anderen kochen, beweisen Sie zudem Geselligkeit und Kritikfähigkeit. Ein Hinweis auf die Teilnahme an Kochduellen oder das Erlernen spezifischer Küchenstile (z.B. „Asiatische Küche mit Schwerpunkt: Indien & Japan“) kann dies unterstreichen.
  • Fotografieren: Eine kreative Beschäftigung, die Geduld, einen Blick für das Wesentliche und Detailorientierung verrät. Hobby-Fotografen sind oft auch versiert im Umgang mit Bildbearbeitungsprogrammen wie Photoshop und kennen sich mit sozialen Medien aus. Diese Kenntnisse sind im Zeitalter des Online Marketings und der visuellen Kommunikation sehr gefragt.
  • Soziale Medien (Bloggen, YouTube): Wer aktiv bloggt, vloggt oder in sozialen Medien Inhalte erstellt, beweist nicht nur Kreativität und Sprachbewusstsein, sondern auch Kommunikationsorientierung und Kenntnisse in relevanter Software (Videoschnitt, Bildbearbeitung). Dies ist ideal für Positionen im Social Media Management, Content Marketing oder Online Marketing. Wichtig ist jedoch, dass Ihre Kanäle vorzeigbar sind und keine kontroversen Inhalte aufweisen.
  • Musik: Musikalische Hobbys, wie das regelmäßige Spielen eines Instruments oder das Singen im Chor, zeugen von Disziplin und Hingabe – beides hochgeschätzte Qualitäten. Das Musizieren in einem Orchester oder einer Band unterstreicht zudem Teamgeist. Wer als Chorleiter agiert, zeigt Führungsqualitäten. Die Organisation von Auftritten beweist Planungs- und Verhandlungsgeschick sowie Organisationstalent. Bühnenerfahrung kann auch bedeuten, dass Sie sich bei Präsentationen oder als Redner sicherer fühlen.
  • Ehrenämter: Die Übernahme von Ehrenämtern in sozialen Einrichtungen, Umweltorganisationen oder Hilfswerken ist ein absoluter Pluspunkt. Sie zeugt von Engagement, Teamgeist und Verantwortungsbereitschaft. Oft muss hier mit kleinem Budget gearbeitet werden, was Durchsetzungsvermögen und Argumentationsgeschick beweist.

Vorsicht Falle: Welche Hobbys Sie vermeiden sollten

Nicht alle Hobbys sind gleichermaßen geeignet für den Lebenslauf. Einige können sogar kontraproduktiv wirken oder den Eindruck erwecken, dass Sie nicht zur Stelle passen.

Risikoreiche Hobbys:

Hobbys wie Free Climbing, Bergsteigen oder Fallschirmspringen signalisieren zwar Mut und Risikobereitschaft. Allerdings können sie auch dahingehend ausgelegt werden, dass der Bewerber für Routinetätigkeiten ungeeignet ist oder ein hohes Verletzungsrisiko mit sich bringt. Ein Personaler könnte befürchten, dass häufige Arbeitsausfälle wegen Unfällen drohen. Für Berufe, die Bedacht, Gewissenhaftigkeit und Ruhe erfordern, sind solche Hobbys oft nicht kompatibel.

Hobby/Interesse (Risikoreich)Potenzieller negativer Subtext
BergsteigenHohes Verletzungsrisiko, Neigung zu extremer Risikobereitschaft
Free-ClimbingHohes Verletzungsrisiko, möglicherweise ungeeignet für Routineaufgaben
FallschirmspringenHohes Verletzungsrisiko, Suche nach Adrenalinkick, mangelnde Geduld
ParaglidingHohes Verletzungsrisiko, ähnliche Bedenken wie Fallschirmspringen
HöhlentauchenSehr hohes Risiko, extreme Bedingungen, potenziell ungesund
BasejumpenExtrem hohes, lebensgefährliches Risiko, verantwortungslos
KickboxenVerletzungsrisiko, aggressive Konnotation (je nach Branche)
MotorsportHohes Verletzungsrisiko, hohe Kosten, potenziell zeitintensiv

Langweilige oder passive Hobbys:

Manche Freizeitbeschäftigungen sind zwar verbreitet, aber sie lassen Sie im Lebenslauf eher langweilig oder sogar als Eigenbrötler erscheinen, der menschliche Gesellschaft meidet. Vermeiden Sie die Erwähnung „passiver“ Hobbys, die keinen erkennbaren Mehrwert für den Job bieten oder als selbstverständlich gelten.

Hobby/Interesse (Langweilig/Passiv)Potenzieller negativer Subtext
Bücher lesenGilt als selbstverständlich, kein Alleinstellungsmerkmal
ChillenWirkt unengagiert, faul, kein aktiver Lebensstil
Computerspiele spielenKann als isoliert, unsozial, zeitintensiv wahrgenommen werden (Ausnahmen bei Teamspielen mit spezifischer Erläuterung)
Essen gehenKann als oberflächlich oder kostenintensiv wahrgenommen werden
Fernsehen, Kino, NetflixPassiv, zeugt nicht von Engagement oder besonderen Fähigkeiten
Freunde treffenGilt als selbstverständlich, keine besondere Fähigkeit
Musik hörenPassiv, kein Alleinstellungsmerkmal
Spazieren gehenKann als unengagiert oder langweilig wahrgenommen werden, wenn nicht spezifisch (z.B. "lange Wanderungen in den Alpen")

Tipp: Standardhobbys lassen sich aufwerten, indem Sie diese spezifischer beschreiben. Statt „Lesen“ schreiben Sie „Lesen (Bücher zu Umwelt, Klima und Nachhaltigkeit)“ oder statt „Reisen“: „Reisen (1 Jahr Backpacking durch Asien und Südamerika)“. Dies verleiht den Angaben Tiefe und Persönlichkeit.

Wie sollte man Hobbys im Lebenslauf erwähnen?
Hobbys im Lebenslauf gehören zu den freiwilligen Angaben. Bewerber dürfen diese weglassen. Gleichzeitig geben sie dem Lebenslauf eine persönliche Note. 82 Prozent der Personaler finden Interessen und Hobbys im Lebenslauf wichtig, weil sie – indirekt – Aussagen über die Persönlichkeit und wichtige Soft Skills enthalten.

Kontroverse oder selbstverständliche Hobbys:

Manche Hobbys können polarisieren oder sind so selbstverständlich, dass sie keinen Mehrwert bieten:

  • Jagen, Computerspiele (unspezifisch), Fantasy-Rollenspiele: Auch wenn diese Hobbys strategisches Denken oder Kreativität fördern können, besteht das Risiko, als Sonderling oder „Freak“ abgestempelt zu werden. Es ist besser, sie unerwähnt zu lassen, es sei denn, Sie bewerben sich in einem sehr spezifischen Umfeld, wo dies positiv gesehen wird.
  • Selbstverständlichkeiten: Wenn Sie Investmentbanker werden möchten, ist ein Interesse an wirtschaftlichen Themen eine Grundvoraussetzung. Der KFZ-Mechatroniker sollte sich für Autos begeistern. Solche Dinge zu nennen, hinterlässt oft einen negativen Eindruck, da sie als selbstverständlich angesehen werden. Wenn doch, dann nur mit einer Spezialisierung, die Ihr Interesse hervorhebt.
  • Zeitintensive Hobbys: Hobbys, die extrem viel Zeit in Anspruch nehmen, können den Eindruck erwecken, dass Sie nach dem Wochenende nicht erholt, sondern erschöpft zur Arbeit kommen.

Die richtige Formulierung: Mehr als nur eine Liste

Hobbys und Interessen sollten einen eigenen Abschnitt in Ihrem Lebenslauf erhalten. Wählen Sie eine aussagekräftige Überschrift, die zum Stil Ihrer Bewerbung passt:

  • „Interessen & Hobbys“ (klassisch)
  • „Freizeitaktivitäten“ (schlicht)
  • „Persönliche Interessen“ (individuell)
  • „Meine Interessen“ (persönlich)
  • „Vorlieben und Engagement“ (aktiv)
  • „Interessen und Engagement“ (dynamisch)
  • „Was mich noch interessiert“ (modern)

Listen Sie Ihre Freizeitbeschäftigungen nie einfach nur auf! Damit verspielen Sie die Chance, die wichtigen und interessanten Zusatzqualifikationen und Soft Skills subtil zu nennen, die in den Hobbys stecken. Vor allem Zahlen und spezifische Details machen Angaben glaubwürdig und lassen sie lebendig werden. Sie können Errungenschaften oder das Niveau darstellen, auf dem Sie Ihr Hobby ausüben. Vermeiden Sie Icons oder Emojis, da nicht jeder Personaler deren Bedeutung kennt.

Beispiele für eine aussagekräftige Formulierung:

  • Fitness: (Bodybuilding, Deutscher Vizemeister 2025)
  • Joggen: (3x pro Woche, Halbmarathon Berlin: 2. Platz)
  • Kochen: (Asiatische Küche mit Schwerpunkt: Indien & Japan)
  • Lesen: (Biografien erfolgreicher Manager und Unternehmer)
  • Malen: (Größte Sammlung von Mikro-Popart in Deutschland)
  • Reisen: (Besuch aller Hauptstädte der Welt, 67 von 195)
  • Segeln: (2. Platz beim Muster-Cup 2025)

Hobbys im Vorstellungsgespräch: Authentisch bleiben

Wenn Sie Hobbys im Lebenslauf erwähnen, sollten Sie unbedingt darauf vorbereitet sein, dass diese im Vorstellungsgespräch angesprochen werden – insbesondere, wenn es sich um ungewöhnliche Interessen handelt. Dies ist Ihre Chance, noch ausführlicher auf die Hobbys und die damit verbundenen Soft Skills einzugehen.

Nutzen Sie diese Gelegenheit, um zu zeigen, wie Ihre Freizeitaktivitäten Ihre beruflichen Fähigkeiten untermauern: „Durch mein Hobby Fußballspielen habe ich gelernt, im Team zu arbeiten und den Erfolg der Mannschaft über meine eigenen Interessen zu stellen.“ Oder: „Meine ehrenamtliche Tätigkeit hat mein Organisationstalent und meine Fähigkeit, mit knappen Ressourcen umzugehen, geschärft.“

Es kann ein hervorragender Eisbrecher sein, wenn ein Personaler dasselbe Hobby teilt. Gemeinsamkeiten verbinden und machen sympathisch, was Ihre Bewerbungschancen erhöhen kann. Doch Vorsicht bei übermäßiger Begeisterung! Sprechen Sie nicht leidenschaftlicher über Ihre Hobbys als über den angestrebten Job. Lassen Sie Ihr Brennen für die Freizeitaktivitäten nur kurz auflodern und lenken Sie das Gespräch dann geschickt zurück auf die Stelle und den Arbeitgeber. Zeigen Sie, dass Sie für den Job noch viel mehr Feuer und Flamme sind.

Bleiben Sie beim Nennen Ihrer Hobbys immer authentisch. Ein bisschen „Verschönern“ ist erlaubt, aber Schwindeln ist tabu. Wenn im Gespräch herauskommt, dass Sie seit Jahren nicht mehr Handball spielen oder Ihre Reiseerfahrung sich auf einen All-inclusive-Urlaub beschränkt, stehen Sie schlimmstenfalls als Hochstapler da. Haben Sie keine erwähnenswerten Steckenpferde, dann lassen Sie den Abschnitt lieber ganz weg.

Häufig gestellte Fragen zu Hobbys im Lebenslauf

Sollte ich Hobbys im Lebenslauf überhaupt angeben?

Ja, in den meisten Fällen ist es empfehlenswert. Hobbys sind zwar freiwillige Angaben, können aber Ihrem Lebenslauf eine persönliche Note verleihen und indirekt wichtige Soft Skills und Persönlichkeitsmerkmale aufzeigen, die für die angestrebte Stelle relevant sind. Über 80% der Personaler finden diese Informationen wichtig.

Wie viele Hobbys sollte ich angeben?

Ideal sind zwei bis vier Hobbys. Mehr als vier könnten den Fokus zu stark auf Ihre Freizeitinteressen lenken, während ein einziges Hobby den Eindruck von Trägheit vermitteln könnte. Wählen Sie eine Mischung aus kreativen, sozialen und sportlichen Interessen.

Was ist der Unterschied zwischen Hobbys und Interessen im Lebenslauf?

Hobbys sind regelmäßige Freizeitbeschäftigungen, denen Sie aktiv nachgehen (z.B. Sportarten, Instrument spielen). Interessen sind allgemeinere Interessensgebiete oder gelegentliche Freizeitbeschäftigungen (z.B. Lesen, Reisen). Für Berufserfahrene empfiehlt sich der Oberbegriff „Freizeitaktivitäten und Interessen“.

Kann ich Risikosportarten wie Fallschirmspringen angeben?

Es ist in der Regel nicht empfehlenswert. Obwohl sie Mut und Risikobereitschaft signalisieren, können Personaler ein hohes Verletzungsrisiko und damit verbundene Arbeitsausfälle befürchten. Zudem könnten sie den Eindruck erwecken, dass Sie für routinierte oder gewissenhafte Aufgaben ungeeignet sind.

Sind passive Hobbys wie Fernsehen oder Lesen gut für den Lebenslauf?

Nein, diese Hobbys gelten als zu passiv oder selbstverständlich und bieten keinen Mehrwert. Wenn Sie „Lesen“ angeben möchten, spezifizieren Sie es (z.B. „Lesen von Fachliteratur zu Künstlicher Intelligenz“) oder verbinden Sie es mit einer aktiven Komponente (z.B. Leitung eines Buchclubs).

Sollte ich Hobbys erwähnen, die nichts mit dem Job zu tun haben?

Ja, solange sie positive Eigenschaften wie Teamfähigkeit, Disziplin, Kreativität oder Engagement unterstreichen. Der Sinn ist, Ihre Persönlichkeit zu zeigen, nicht nur Ihre fachliche Eignung. Vermeiden Sie jedoch Hobbys, die irrelevant, kontrovers oder zeitintensiv sind und negativ ausgelegt werden könnten.

Was mache ich, wenn ich keine erwähnenswerten Hobbys habe?

Dann lassen Sie den Abschnitt über Hobbys einfach weg. Es ist besser, keine Hobbys anzugeben, als welche zu erfinden oder solche zu nennen, die einen negativen Eindruck hinterlassen. Authentizität ist hier der Schlüssel.

Werden Hobbys im Vorstellungsgespräch thematisiert?

Ja, Sie sollten damit rechnen. Personaler nutzen Hobbys gerne als Eisbrecher oder um mehr über Ihre Soft Skills und Ihre Persönlichkeit zu erfahren. Seien Sie bereit, über Ihre Hobbys zu sprechen und deren Relevanz für den Job darzulegen. Zeigen Sie Begeisterung, aber stellen Sie immer den Bezug zur angestrebten Position her.

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