20/12/2024
Während Schlagzeilen oft von wirtschaftlichen Herausforderungen berichten, bietet Griechenland abseits der Politik eine Fülle von Genüssen, die die Herzen von Feinschmeckern höherschlagen lassen. Insbesondere die griechische Grillkultur ist ein Schatz, der weltweit geschätzt wird. Könnte der griechische Staat Lizenzgebühren auf all die köstlichen Gyros, Bifteki und Souvlaki erheben, die rund um den Globus verspeist werden, wären die finanziellen Sorgen wohl Geschichte. Da dies (noch) nicht der Fall ist, bleibt uns das Vergnügen, diese fantastischen Spezialitäten in vollen Zügen zu genießen. Wir verraten Ihnen die besten Tipps und Tricks, um das authentische griechische Grillgefühl direkt zu Ihnen nach Hause zu bringen.

Die griechische Küche zeichnet sich durch frische Zutaten, aromatische Kräuter und eine unkomplizierte Zubereitung aus, die den Eigengeschmack der Produkte hervorhebt. Beim Grillen kommen diese Prinzipien besonders zur Geltung. Es geht nicht nur um das Essen, sondern um das gemeinsame Erleben, die Gastfreundschaft und das sogenannte „Kefi“ – das positive Lebensgefühl, das die Griechen so meisterhaft verkörpern. Bereiten Sie sich darauf vor, Ihre Sinne auf eine kulinarische Reise zu schicken, die Sie direkt an die sonnigen Küsten der Ägäis entführt.
- Die Säulen der griechischen Grillkunst: Gyros, Bifteki und Souvlaki
- Beilagen, Dips und das griechische Lebensgefühl
- Kalorienvergleich: Souvlaki vs. Gyros
- Häufig gestellte Fragen zum griechischen Grillen
- Wer hat das Grillen erfunden?
- Was ist das Besondere an Griechenland?
- Was ist Souvlaki – Herkunft und kulturelle Bedeutung?
- Welches Fleisch für Souvlaki?
- Wie werden Souvlaki gemacht?
- Souvlaki direkt oder indirekt grillen?
- Wie mache ich Souvlaki original griechisch?
- Vegetarisches oder veganes Souvlaki? Na klar!
- Was hat mehr Kalorien Souvlaki oder Gyros?
- Fazit: Ein Stück Griechenland auf Ihrem Grill
Die Säulen der griechischen Grillkunst: Gyros, Bifteki und Souvlaki
Die griechische Grillküche ist reich an Vielfalt, doch drei Gerichte stehen exemplarisch für ihren unverwechselbaren Charakter: Gyros, Bifteki und Souvlaki. Jedes dieser Gerichte hat seine eigene Geschichte und Zubereitungsart, die es zu einem einzigartigen Erlebnis macht.
Gyros: Mehr als nur Fleisch am Spieß
Gyros ist wohl die bekannteste griechische Grillspezialität und ein Synonym für authentischen griechischen Genuss. Der Name „Gyros“ leitet sich vom griechischen Wort für „gedreht“ ab und beschreibt treffend die Zubereitungsart, bei der Fleisch an einem sich drehenden Spieß gegrillt wird. Traditionell wird Gyros aus marinierten Schweinefleischscheiben hergestellt. Doch mit einem wachsenden Gesundheitsbewusstsein findet man heute auch häufig fettärmere Varianten, insbesondere aus Hähnchenfleisch.
Das Geheimnis eines perfekten Gyros liegt in der Marinade und der Zubereitung. Für den typischen Geschmack wird das Fleisch in dünne Scheiben geschnitten und für ein bis zwei Tage in einer würzigen Marinade eingelegt. Eine klassische Gyros-Marinade lässt sich einfach selbst herstellen: Man benötigt Olivenöl, Salz, Paprika, Oregano, gemahlenen Kreuzkümmel, Chilipulver, Pfeffer und Thymian. Diese Zutaten werden gut verrührt. Anschließend wird eine Zwiebel in dicke Scheiben geschnitten, und jede Fleischscheibe wird mit der Marinade bepinselt, bevor sie in eine Schüssel gegeben und zugedeckt wird. Wenn das Fleisch gut durchgezogen ist, wird es auf den Grillspieß gesteckt, der sich langsam vor oder über dem Grill dreht. Sobald die äußeren Schichten knusprig sind, werden sie dünn abgetrennt, sodass immer wieder neue Schichten gegrillt werden können. Das Ergebnis ist wunderbar zartes und gleichzeitig knuspriges Fleisch, das sich hervorragend in Pita-Brot oder mit Beilagen genießen lässt.
Bifteki: Die gefüllten Hackbällchen
Bifteki sind köstliche, kleine Hackfleischfladen, deren Name sich tatsächlich vom englischen „Beefsteak“ ableitet. Sie sind eine beliebte Wahl für den Grill und bieten eine wunderbare Abwechslung zu den klassischen Spießgerichten. Die Zubereitung beginnt mit der Hackfleischmasse, die je nach Geschmack mit Salz, Pfeffer, Knoblauch, Oregano, Parmesan, Piment und einem Eigelb verfeinert wird. Zusätzlich werden Semmelbrösel, Milch und eine kleingehackte Zwiebel hinzugefügt, um einen festen, gut formbaren Teig zu erhalten.
Das Besondere an Bifteki ist die Füllung. Die Hackfleischmasse wird zu Fladen geformt, flachgerollt, und in die Mitte wird griechischer Schafskäse (Feta) gebröselt. Anschließend werden die Fladen wieder sorgfältig eingerollt, sodass der Feta sicher im Inneren eingeschlossen ist. Diese gefüllten Hackbällchen können auf jedem Grill garen und entwickeln dabei eine unwiderstehliche Kombination aus würzigem Fleisch und cremig-salzigem Käse, der beim Grillen leicht schmilzt und dem Bifteki eine zusätzliche Saftigkeit verleiht.
Souvlaki: Der Klassiker unter den Spießen
Souvlaki, wörtlich übersetzt „Grill-Spießchen“, ist ein weiteres Juwel der griechischen Grillküche. Es ist so untrennbar mit Griechenland verbunden wie die Bratwurst mit Deutschland. Archäologische Funde belegen, dass Grillspieße in Griechenland bereits vor fast 4.000 Jahren verwendet wurden, was die tiefe historische Verwurzelung dieses Gerichts unterstreicht. Heute ist Souvlaki auf fast jeder Speisekarte griechischer Restaurants zu finden und ein beliebtes Streetfood.
Die Geschichte des Souvlaki
Schon der griechische Dichter Homer erwähnte in seinen Erzählungen köstliche Fleischspieße, was darauf hindeutet, dass die Tradition des aufgespießten Fleisches bis in das antike Griechenland zurückreicht. Die genaue Zubereitung und der Name „Souvlaki“ entwickelten sich jedoch erst im 20. Jahrhundert. Mit der Eröffnung zahlreicher Tavernen und dem Aufkommen kleiner Straßenstände verbreitete sich das Gericht rasant und wurde zu einem der beliebtesten Fleischgerichte des Landes, das die griechische Kultur und Gastfreundschaft symbolisiert.
Fleischauswahl für Souvlaki
Obwohl es kein überliefertes Originalrezept im engeren Sinne gibt, wird Souvlaki heute meist aus Schweinefleisch zubereitet, typischerweise aus dem Schweinelachs. Dieses magere Fleisch vom Rücken wird für die Spieße in etwa 2 cm dicke und 5 cm lange Stücke geschnitten. Noch zarter ist Schweinefilet, das ebenfalls hervorragend geeignet ist. Als Alternative bietet sich Hähnchenbrust an, die ebenfalls in Stücke geschnitten und mariniert wird. Wer kräftigeres Fleisch wünscht, kann Schweinenacken verwenden, dessen höherer Fettgehalt für zusätzliche Aromatik sorgt. Auch Lammfleisch ist eine traditionelle und schmackhafte Option.
Die perfekte Souvlaki-Marinade
Das Geheimnis eines wohlschmeckenden Souvlaki liegt in seiner einfachen, aber wirkungsvollen Marinade. Klassisch besteht diese aus Olivenöl, Zitronensaft und Oregano. Für 500 g Fleisch rührt man beispielsweise 2 EL Olivenöl, 2 EL Zitronensaft und 2 TL getrockneten Oregano an. Das geschnittene Fleisch sollte über Nacht oder mindestens für zwei Stunden im Kühlschrank darin eingelegt werden. Salz wird am besten erst direkt vor dem Grillen hinzugefügt.
Für mehr Abwechslung können weitere Gewürze wie Thymian, Knoblauch, Chili, Kreuzkümmel, Minze oder Koriander verwendet werden. Eine fruchtige Marinade, die sich besonders für Hühnchenfleisch eignet, entsteht aus Orangensaft, Ouzo, Olivenöl, Honig, gepresstem Knoblauch, Thymian und Paprikapulver. Auch eine Joghurt-Marinade mit griechischem Joghurt, Knoblauch, Olivenöl, Salz, Pfeffer und Paprikapulver bringt eine cremige Note auf den Grill.
Souvlaki grillen: Schritt für Schritt zum Genuss
Für das Grillen von Souvlaki benötigt man Fleisch (ca. 250 g pro Person), Metall- oder Holzspieße und die vorbereitete Marinade. Holzspieße oder Doppelspieße aus Metall sind besonders gut geeignet, da das Fleisch darauf nicht verrutscht. Das Fleisch wird in gleich große, rechteckige Scheiben geschnitten und für mindestens zwei Stunden in der Marinade eingelegt. Anschließend wird es flach auf die Spieße geschoben, wobei darauf zu achten ist, die Scheiben nicht zu fest zusammenzuschieben, damit sie sich nicht wölben.
Grilltechniken für Souvlaki
Souvlaki lässt sich sowohl auf dem Holzkohlegrill als auch auf dem Gas- oder Elektrogrill zubereiten. Das griechische Original wird über heißer Holzkohle direkt gegrillt, was ihm ein kräftiges Raucharoma und schöne Grillmuster verleiht. Bei magerem Schweinefleisch besteht jedoch die Gefahr, dass es bei zu viel Hitze trocken wird. Um dies zu vermeiden, empfiehlt es sich, das Souvlaki zunächst scharf anzuraten und es dann bei 150 °C indirekt gar zu ziehen.

Beim Holzkohlegrill sollte die Temperatur zunächst bei rund 250 Grad liegen. Die Spieße werden in der direkten Hitze gegrillt und nach etwa drei Minuten gewendet. Die Kerntemperatur sollte bei Schweinelachs nicht über 62 Grad liegen, um ein Austrocknen zu verhindern. Auf dem Gasgrill wird ebenfalls mit hoher, direkter Hitze begonnen, um das Fleisch ca. 5 Minuten von beiden Seiten scharf anzubraten. Danach wird die Hitze reduziert, und die Spieße garen je nach Größe der Fleischstücke 10-15 Minuten indirekt nach. Für Hühnchenfleisch verkürzt sich die Garzeit. Auch auf dem Elektrogrill oder in einer Grillpfanne kann Souvlaki zubereitet werden, wobei auch hier das scharfe Anbraten bei hoher Temperatur und das anschließende Garen bei niedrigerer Temperatur empfohlen wird.
Vegetarische und vegane Souvlaki-Varianten
Auch wenn Souvlaki traditionell ein Fleischgericht ist, gibt es immer mehr fleischfreie Alternativen, die sowohl in Griechenland als auch international an Beliebtheit gewinnen. Eine schnelle und preiswerte Option ist Seitan-Souvlaki aus mit Wasser angerührtem Seitan-Pulver. Da Seitan eher geschmacksneutral ist, ist eine kräftige Marinade hier besonders wichtig.
Ebenfalls vegan und proteinreich sind Souvlaki-Spieße aus Linsen und Tofu. Dafür werden Linsen weichgekocht und mit Tofu, Zwiebeln und Gewürzen im Mixer zu einer zähen Masse verarbeitet, die sich gut um die Spieße wickeln lässt. Auch aus Tofu oder Austernpilzen lassen sich mit kräftigen Gewürzen und einer köstlichen Marinade hervorragende vegane Souvlaki-Spieße zaubern, die selbst Fleischesser begeistern werden. Für zusätzliche Abwechslung können Zucchinischeiben, Zitronenviertel oder Tomaten zwischen die Tofu- oder Pilzstücke gesteckt werden.
Beilagen, Dips und das griechische Lebensgefühl
Ein griechischer Grillabend ist erst komplett mit den passenden Beilagen, die die würzigen Hauptgerichte perfekt ergänzen und das mediterrane Flair abrunden. Die Griechen lieben frische und knackige Salate, weiches Fladenbrot und natürlich aromatische Dips.
Der frische griechische Salat
Zu dem würzigen Grillfleisch lieben die Griechen einen frischen und knackigen Salat mit Zwiebeln, Gurke, Tomate, Paprika und Oliven. Seinen besonderen Geschmack erhält der Salat durch Feta, dem griechischen Salzlakenkäse. Feta ist ein weißer, drucklos ausgemolkener Schafskäse mit einem recht intensiven und salzigen Geschmack, der wunderbar mit dem frischen Gemüse harmoniert und dem Salat seine unverwechselbare Note verleiht. Eine einfache Vinaigrette aus Olivenöl und etwas Essig rundet den Geschmack ab.
Pita-Brot: Das weiche Fladenbrot
Pita ist ein weiches Fladenbrot aus Hefeteig, das in Griechenland traditionell zu vielen Gerichten gereicht wird. Es ist ideal, um Saucen aufzunehmen oder um Gyros und Souvlaki darin einzuschlagen. Frisch gebacken oder kurz auf dem Grill erwärmt, ist Pita eine köstliche und sättigende Beilage, die bei keinem griechischen Grillabend fehlen sollte. Man kann es entweder selbst herstellen oder fertig kaufen und aufbacken.
Tzatziki: Der unverzichtbare Dip
Tzatziki ist der Inbegriff des griechischen Dips und ein absolutes Muss zu Gyros und Souvlaki. Dieser erfrischende Dip aus Joghurt, geraspelter Gurke und Knoblauch verwandelt jedes griechische Gericht in einen Hochgenuss. Für die Zubereitung reibt man eine Salatgurke, drückt das überschüssige Wasser ab und vermischt sie mit griechischem Joghurt (oder einer Mischung aus Quark und Joghurt), gepresstem Knoblauch, Olivenöl, Zitronensaft, einer Prise Zucker und Salz. Gut durchgezogen entfaltet Tzatziki sein volles Aroma und bietet eine wunderbare Frische, die die herzhaften Grillgerichte perfekt ausbalanciert.
Ouzo: Der krönende Abschluss
Ein echter griechischer Grillabend wird traditionell mit einem Glas Ouzo gekrönt. Dieser Anisschnaps, der auch Fenchelsamen enthalten kann, bekommt dadurch seine typische Würze. Ouzo wird oft als Digestif pur und eiskalt serviert, aber bei Tisch auch gerne mit Wasser verdünnt, wodurch er milchig trüb wird. Er symbolisiert die griechische Gastfreundschaft und das gesellige Beisammensein nach einem ausgiebigen Mahl.
Gegrillte Calamari: Eine maritime Delikatesse
Neben den klassischen Fleischgerichten bieten gegrillte Calamari eine wunderbare maritime Ergänzung für jeden griechischen Grillabend. Sie sind eine echte Gaumenfreude und benötigen nur wenige Minuten auf dem Grill. Mit Knoblauch, Zitrone und frischen Kräutern mariniert, entfalten sie eine wahre Geschmacksexplosion, die oft unterschätzt wird, wenn man Tintenfisch nur frittiert kennt.
Das „Kefi“-Gefühl beim Grillen
Gegrillte Calamari passen perfekt zum griechischen Lebensgefühl „Kefi“ – der positiven Grundeinstellung, die die Griechen in den kleinen Dingen des Lebens finden, sei es das Wetter, ein gutes Essen oder das Beisammensein mit Freunden und Familie. Dieses Gefühl von Gastfreundschaft und Genuss wird oft durch einen Ouzo untermauert, der nach dem Essen als Geste der Wertschätzung gereicht wird.
Zubereitung von Calamari
Für die Zubereitung von Calamari empfiehlt es sich, frische, bereits geputzte Tuben beim Fischhändler zu bestellen. Tiefgekühlte Kalmare sind ebenfalls eine Option, sollten aber schonend im Kühlschrank aufgetaut werden. Die Tuben werden anschließend leicht eingeschnitten, um die Marinade besser aufzunehmen. Eine Marinade aus frischen Kräutern wie Rosmarin und Petersilie, fein gehacktem Knoblauch, Zitronenabrieb, Zitronensaft und Olivenöl wird über die Tintenfische gegeben. Am besten lässt man die Calamari für mehrere Stunden, idealerweise über Nacht, im Kühlschrank durchziehen.
Beim Grillen ist die Kürze entscheidend, damit die Calamari nicht zäh werden. Der Grill oder die Feuerplatte sollte sehr gut vorgeheizt sein. Die Tintenfische kommen dann nur etwa zwei Minuten pro Seite auf die direkte Hitze, um ordentlich Röstaroma zu entwickeln. Danach können sie kurz im indirekten Bereich ruhen, bevor sie sofort mit frischen Zitronenspalten serviert werden. Diese Marinade passt übrigens auch hervorragend zu Dorade oder Garnelen und macht zusammen mit Brot, gebackenem Feta und einem Ouzo den griechischen Abend perfekt.
Kalorienvergleich: Souvlaki vs. Gyros
Für alle, die auf ihre Kalorienzufuhr achten, ist ein Vergleich zwischen Souvlaki und Gyros interessant. Souvlaki gilt im Allgemeinen als kalorienärmere Spezialität, da es aus magerem Fleisch wie Schweinelachs oder Hähnchenbrust zubereitet wird. Je nach genauer Zubereitung und Marinade hat Souvlaki ungefähr 200 kcal pro 100 Gramm. Wenn man das verwendete Öl für die Marinade reduziert und ausschließlich Hähnchenbrust verwendet, kann dieser Wert sogar noch geringer ausfallen.

Gyros kann ähnliche Nährwerte aufweisen, wenn es ebenfalls aus fettarmem Fleisch hergestellt wird. In der Regel wird für Gyros jedoch auch Schweinenacken verwendet, der einen höheren Fettgehalt hat. Daher hat Gyros tendenziell etwas mehr Kalorien als Souvlaki. Beide Gerichte können jedoch Teil einer ausgewogenen Ernährung sein, insbesondere wenn sie mit frischen Salaten und Gemüse kombiniert werden.
Häufig gestellte Fragen zum griechischen Grillen
Rund um das Thema griechisches Grillen tauchen immer wieder Fragen auf. Hier beantworten wir die häufigsten davon, um Ihnen den Einstieg in die Welt der griechischen Grillkunst zu erleichtern.
Wer hat das Grillen erfunden?
Die genaue Erfindung des Grillens lässt sich nicht auf eine einzelne Person oder Kultur zurückführen, da das Garen von Fleisch über offenem Feuer eine der ältesten Kochmethoden der Menschheit ist. Archäologische Funde in Griechenland belegen jedoch, dass Grillspieße hier bereits vor fast 4.000 Jahren verwendet wurden, was auf eine sehr lange und reiche Grilltradition in der Region hindeutet. Souvlaki gehört jedenfalls zu Griechenland wie die Bratwurst zu Deutschland.
Was ist das Besondere an Griechenland?
Griechenland ist nicht nur für seine reiche Geschichte und atemberaubende Landschaften bekannt, sondern auch für seine herzliche Gastfreundschaft und ein einzigartiges Lebensgefühl, das als „Kefi“ bezeichnet wird. Es beschreibt die Fähigkeit, in den kleinen Dingen des Lebens Freude und Positives zu finden, selbst in schwierigen Zeiten. Dieses Gefühl spiegelt sich auch in der griechischen Küche wider: einfaches, frisches Essen, das im Kreise von Freunden und Familie genossen wird. Das Grillen ist dabei ein zentraler Bestandteil dieser Kultur des Miteinanders und des Genusses.
Was ist Souvlaki – Herkunft und kulturelle Bedeutung?
Souvlaki bedeutet wörtlich „Spießchen“ und ist ein traditionelles griechisches Gericht aus gegrilltem Fleisch am Spieß. Seine Ursprünge reichen bis in das antike Griechenland zurück, wo bereits Homer Fleischspieße erwähnte. Im 20. Jahrhundert entwickelte es sich zu einem beliebten Streetfood und ist heute ein Symbol für griechische Gastfreundschaft und Kultur. Es wird oft im Pita-Brot mit frischem Gemüse und Tzatziki serviert und ist ein unkompliziertes, köstliches Gericht für jeden Tag.
Welches Fleisch für Souvlaki?
Traditionell wird Souvlaki heute meist aus Schweinelachs hergestellt, einem mageren Stück vom Rücken. Aber auch Schweinefilet ist eine ausgezeichnete, noch zartere Wahl. Alternativ eignen sich Hähnchenbrust für eine leichtere Variante oder Schweinenacken für kräftigeren Geschmack durch höheren Fettgehalt. Lammfleisch ist ebenfalls eine klassische und aromatische Option.
Wie werden Souvlaki gemacht?
Die Zubereitung von Souvlaki ist relativ einfach: Das Fleisch wird in gleichgroße Stücke geschnitten, in einer Marinade aus Olivenöl, Zitronensaft und Oregano eingelegt (mindestens zwei Stunden), dann auf Spieße gesteckt und bei hoher Hitze direkt gegrillt. Salz wird erst kurz vor dem Grillen hinzugefügt. Zusätzliche Gewürze wie Knoblauch, Thymian oder Chili können die Marinade variieren.
Souvlaki direkt oder indirekt grillen?
Original griechische Souvlaki werden über heißer Holzkohle direkt gegrillt, um ein kräftiges Raucharoma und schöne Grillmuster zu erzielen. Um jedoch zu vermeiden, dass mageres Fleisch trocken wird, kann man es zunächst scharf anbraten (direkte Hitze) und dann bei niedrigerer Temperatur (ca. 150 °C) im indirekten Bereich des Grills gar ziehen lassen. Beide Methoden haben ihre Vorteile, je nachdem, welche Textur und Garstufe man bevorzugt.
Wie mache ich Souvlaki original griechisch?
Für original griechische Souvlaki verwenden Sie heute Schweinefleisch (typischerweise Schweinelachs oder -filet), das auf Spieße gesteckt und gegrillt wird. Die Marinade ist einfach gehalten: Olivenöl, Zitronensaft, Oregano und eventuell etwas Knoblauch. Salz kommt erst kurz vor dem Grillen hinzu. Die Einfachheit und die Qualität der Zutaten sind entscheidend für den authentischen Geschmack.
Vegetarisches oder veganes Souvlaki? Na klar!
Ja, Souvlaki lässt sich hervorragend vegetarisch oder vegan zubereiten. Optionen sind Seitan-Spieße, die kräftig mariniert werden sollten, oder proteinreiche Spieße aus einer Masse von gekochten Linsen und Tofu. Auch Tofu- oder Austernpilzstücke, kombiniert mit Zucchini, Zitronen oder Tomaten, ergeben köstliche fleischfreie Alternativen, die mit den richtigen Gewürzen und Marinaden auch Fleischesser begeistern können.
Was hat mehr Kalorien Souvlaki oder Gyros?
Souvlaki ist tendenziell kalorienärmer als Gyros, da es meist aus magerem Fleisch wie Schweinelachs oder Hähnchenbrust zubereitet wird (ca. 200 kcal pro 100g). Gyros enthält oft Schweinenacken mit höherem Fettgehalt, was zu einer höheren Kaloriendichte führt. Wenn beide aus fettarmen Fleischsorten zubereitet werden, sind die Nährwerte jedoch ähnlich.
Fazit: Ein Stück Griechenland auf Ihrem Grill
Griechisches Grillen ist weit mehr als nur die Zubereitung von Fleisch; es ist eine Einladung, ein Stück mediterranes Lebensgefühl, Gastfreundschaft und Freude am Genuss zu erleben. Ob Sie sich für das klassische Gyros, die gefüllten Bifteki oder die vielseitigen Souvlaki entscheiden, die griechische Küche bietet für jeden Geschmack etwas. Die frischen Beilagen wie knackiger Salat, weiches Pita-Brot und cremiges Tzatziki runden das kulinarische Erlebnis perfekt ab. Und vergessen Sie nicht den Ouzo, der einen gelungenen Abend stilvoll abrundet.
Mit den richtigen Zutaten, einer liebevollen Zubereitung und der Bereitschaft, das „Kefi“ zu umarmen, können Sie zu Hause einen griechischen Grillabend veranstalten, der Ihre Gäste begeistern und Sie direkt in den Süden entführen wird. Yamas und guten Appetit!
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