09/05/2025
Der Sommer ist da, die Temperaturen steigen, und mit ihnen die unbändige Lust, den Grill anzuwerfen! Doch wer denkt, Grillen bedeutet nur Steak und Würstchen, der irrt gewaltig. Die Welt des Grillens ist so vielfältig und aufregend wie nie zuvor. Es geht nicht nur darum, satt zu werden, sondern um ein Erlebnis – um das Knistern der Kohlen, den Duft von rauchigem Fleisch und frischem Gemüse, und natürlich um das gesellige Beisammensein mit Freunden und Familie. Vielleicht möchten Sie einwenden, dass es doch schon ach so viele Grillbücher gibt. Damit haben Sie natürlich gar so unrecht, aber dieser Artikel hat einen besonderen, ganz eigenen Charakter. Alle Rezepte, die sich an Klassikern und Trendthemen orientieren, sind neu (interpretiert) und immer ein bisschen außergewöhnlich. Durch ihre Erklärung Schritt für Schritt werden auch die Grillanfänger unter Ihnen von Anfang an gute Erfolge erzielen können. Bevor es an die Rezepte geht, empfehlen wir Ihnen allerdings die Lektüre der Einführung, in der Sie noch einmal alle Basics an die Hand bekommen. Los geht’s! Viel Spaß am und um den Grill wünscht Ihnen Ihr Thomas Krause.

Fleisch vom Grill: Klassiker neu entdeckt
Beim Stichwort Grillen denken wohl die meisten zuallererst an Fleisch. Der absolute Klassiker ist und bleibt das saftige Steak vom Rind oder Schwein, oder die gute alte Bratwurst. Doch die Möglichkeiten sind schier unendlich, und wir versprechen Ihnen: Es gibt noch viel mehr Grillrezepte mit Fleisch, bei denen Ihnen das Wasser im Mund zusammenlaufen wird!
Wie wäre es zum Beispiel mal mit einem Burger vom Grill? Patties aus Hackfleisch lassen sich nämlich nicht nur in der Pfanne, sondern genauso gut auf dem Grill zubereiten und erhalten dabei ein unvergleichliches Raucharoma, besonders wenn Sie mit Holzkohle grillen. Sie wollen lieber einen Chicken Burger? Auch kein Problem, einfach Hähnchenbrust grillen und als Burger-Patty verwenden.
Für noch mehr Abwechslung sorgen selbstgemachte Marinaden, die durch Kräuter und verschiedene Gewürze Ihrem Fleisch den extra Geschmack-Kick geben. Wer dem amerikanischen BBQ-Vorbild ein Stückchen näher kommen möchte, sollte unbedingt Maiskolben, Pulled Pork oder Spareribs grillen. Pulled Pork (es gibt auch Pulled Beef oder Pulled Chicken) wird dabei im Smoker oder Kugelgrill „Low & Slow“ gegart, sprich: langsam und bei niedrigen Temperaturen. Das Ergebnis ist ein unglaublich zartes Stück Fleisch, welches man dann „zerzupft“ (englisch to pull = zupfen, ziehen) und meist mit BBQ-Sauce und Coleslaw (Krautsalat) als Burger serviert. Ein absolutes „No-Go“ für echte Grill-Fans sind übrigens vormarinierte oder bereits gewürzte Steaks, Filets und Spieße aus dem Supermarkt. Diese Fertigprodukte können Sie getrost links liegen lassen. Denn hier verstecken sich nicht nur zahlreiche Zusatzstoffe, wie Aromen, sondern häufig auch zugesetzter Zucker. Diese ungesunden „Beilagen“ hat ein qualitativ hochwertiges Stück Fleisch nun wirklich nicht nötig. Und auch Ihr Sixpack wird es Ihnen danken!
Fleisch-Rezepte für Ihren Grill
Bier-Hähnchen vom Grill
Zutaten für 6 Portionen: 1.8 kg Ganzes Hähnchen, 1 mittelgroße(s) Zitrone(n), 2 Zweige Thymian, 1 Dose Bier
Zubereitung: Innereien entfernen, Hähnchen kalt abspülen, trocken tupfen. Zitrone vierteln, Hähnchen mit Thymianzweigen und Zitronenvierteln füllen. In einen Bräter geben oder auf eine volle, geöffnete 0,33-Liter-Bierdose setzen und so aufs Blech stellen. Im Ofen bei 200 Grad ungefähr 80 Minuten grillen. Die letzten 10 Minuten erhöhen Sie auf 220 Grad. Rausnehmen, 15 Minuten abgedeckt ruhen lassen.
Hähnchen-Burger mit Ananas
Zutaten für 2 Portionen: 2 Stücke Hähnchenbrust, 120 ml Teriyaki-Sauce, 2 Scheiben Gouda, 2 Scheiben Ananas, 2 mittelgroße(s) Brötchen, 0.5 Schote Jalapeños, 0.5 mittelgroße(s) rote Zwiebeln
Zubereitung: Die Hähnchenbrustfilets in der Teriyaki-Sauce marinieren und im verschlossenen Beutel in den Kühlschrank legen. Damit sich das Aroma gut entfalten kann, sollten die Filets 12 Stunden dort ruhen — nur ganz ausnahmsweise reicht auch eine halbe Stunde. Werfen Sie den Grill an, und platzieren Sie die abgetropften Filets darauf. Nach ungefähr 5 Minuten wenden und mit einer Scheibe Gouda belegen. Sobald der Käse geschmolzen ist, können Sie das Fleisch herunternehmen. Grillen Sie nun die Ananasscheiben und die aufgeschnittenen Brötchenhälften etwa 2 Minuten lang auf jeder Seite. Anschließend können Sie die Burger bauen. Bestreichen Sie dafür die Brötchen mit ein bisschen Teriyaki-Sauce, und belegen Sie sie anschließend mit je einer Scheibe Fleisch, einer Scheibe Ananas, Zwiebelringen und ein paar Jalapeño-Scheiben.
Chicken-Wings vom Grill
Zutaten für 4 Portionen: 1 Ingwer, 2 Zehen Knoblauch, 4 Stangen Frühlingszwiebel(n), 4 TL Hoisin-Sauce, 3 TL Wasser, 1 TL Honig, 1 TL Schwarzer Pfeffer, 1 TL Salz, 16 mittelgroße(s) Chicken Wings
Zubereitung: Für die Marinade Knoblauch, Ingwer und Frühlingszwiebeln fein hacken und mit dem Rest der Zutaten (außer den Wings) in einer Schüssel vermengen. Hähnchenflügel unter kaltem Wasser abbrausen und trocken tupfen. Flügelspitzen entfernen (sie verbrennen rasch auf dem Grill) und die Wings 30 Minuten in der Marinade liegen lassen. Im Anschluss jeweils 3 Flügel auf 2 (!) Spieße schieben (so lassen sich die Wings besser und gleichmäßiger Wenden). Bei mittlerer Hitze 15 bis 20 Minuten grillen, bis das Fleisch gar und die Haut knusprig ist. Zwischendurch bepinseln Sie es öfter mal mit Marinade. Am besten grillen Sie die Flügel auf Alufolie oder in einer Aluschale, damit keine Marinade in die Glut tropft. Und falls Sie einen Grill mit Deckel haben, schließen Sie ihn – dann garen die Wings noch schneller. Spieße anschließend in eine feuerfeste Form geben, restliche Hoisin-Marinade drübergießen. Kurz vor dem Servieren stellen Sie die Form dann noch einmal für 2 bis 3 Minuten auf den Grill.
Rindersteak vom Grill nach Asado-Art
Zutaten für 4 Portionen: 4 mittelgroße(s) Rindersteak(s), 1 Prise Pfeffer, 1 Prise Salz
Zubereitung: Das Fleisch mindestens eine halbe Stunde vorm Zubereiten aus dem Kühlschrank nehmen, auf einen Teller legen, alles mit Frischhaltefolie bedecken und bei Zimmertemperatur ruhen lassen. Dann mit kaltem Wasser abspülen und trocken tupfen. Wenn Sie das Fleisch zu kalt auf den Rost legen, zieht es sich auf Grund der enormen Hitzeeinwirkung zusammen und wird zäh. Die Steaks haben eine äußere Fettschicht? Ritzen Sie diese mit einem Messer im Abstand von etwa 2 Zentimetern leicht ein, da sie sich ansonsten beim Grillen wölbt und das Fleisch dadurch nicht gleichmäßig durchgart. Den Rost platzieren Sie zirka 10 Zentimeter über den Kohlen. Die Hitze muss so stark sein, dass Sie die Hand nicht länger als 3 Sekunden in 10 Zentimeter Abstand über den Rost halten können. Die Steaks je Seite etwa 3 Minuten medium grillen. Dann in Alufolie einwickeln und 8 bis 10 Minuten am Rande des Grills bei niedriger Temperatur noch etwas ruhen lassen, damit sich der Fleischsaft optimal verteilt. Moderat würzen, dann bleibt der Eigengeschmack erhalten.
Nackensteaks in Kräutermarinade
Zutaten für 4 Portionen: 4 Schweinefleisch, 1 Prise Salz, 4 Zehen Knoblauch, 2 TL Rosmarin, 2 TL Thymian, 2 TL Paprikapulver, 0.5 TL Schwarzer Pfeffer, 1 mittelgroße(s) Zitrone(n)
Zubereitung: Zutaten für Kräutermarinade vermengen. Nackensteaks damit einreiben, über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen. Von jeder Seite ungefähr 6 Minuten grillen, dabei salzen. Lecker dazu: ein großer Salat.
Würzig mariniertes Rindersteak mit Frühlingszwiebeln vom Grill
Zutaten für 2 Portionen: 250 ml Tomatensaft, 1 TL Tabasco, 0.5 mittelgroße(s) Zitrone(n), 1 Meerrettich, 1 Prise Chiliflocken, 2 Zehen Knoblauch, 150 g Rindersteak(s), 12 Stange Frühlingszwiebel(n), 1 Prise Schwarzer Pfeffer
Zubereitung: Zuerst die Marinade zubereiten: Dazu Tomatensaft, Tabasco und Worcestersoße in einer kleinen Schüssel vermengen. Zitrone auspressen, den Saft unterrühren. Dann den Meerrettich schälen, fein reiben und ungefähr einen Esslöffel davon in die Schüssel geben. Anschließend Knoblauch fein hacken und ebenfalls beimischen. Das Rindfleisch mit Küchenkrepp vorsichtig abtupfen. Nicht waschen, da das Fleisch ansonsten an Aroma verliert. Dann in eine Auflaufform legen und gleichmäßig mit der vorbereiteten Marinade bestreichen. Form mit Frischhaltefolie abdecken und für mindestens 20 Minuten in den Kühlschrank stellen. (Um ein besonders intensives Aroma zu erzeugen, können Sie die Marinade sogar bis zu 12 Stunden einwirken lassen).In der Zwischenzeit feuern Sie schon den Grill an. Das Rindfleisch entnehmen, die überschüssige Marinade mit Küchenkrepp abtupfen. Legen Sie das Fleisch für 4 Minuten auf den Rost, dann wenden. Nach weiteren 4 Minuten ist die Garstufe medium erreicht, das heißt: außen gebräunt, innen noch rosa. Nehmen Sie das Steak vom Grill, wickeln Sie es in Alufolie ein und lassen Sie es 5 Minuten ruhen – dann entfaltet sich das Röstaroma perfekt. Die Frühlingszwiebeln waschen und putzen, danach auf den Grill legen. Das Fleisch nach der Ruhepause mit einem scharfen Messer in etwa fingerdicke Streifen zerschneiden, pfeffern und mit den Zwiebeln auf zwei Tellern sofort servieren.
Texanische Spareribs
Zutaten für 4 Portionen: 2 kg Rippchen, 1 Zwiebel(n), 1 Zehe Knoblauch, 8 EL Olivenöl, 1 TL Senf, 1 EL Sojasauce, 1 EL Wasser
Zubereitung: Rippchen in kochendem Wasser ungefähr 20 Minuten vorgaren. In der Zwischenzeit die Marinade anrühren und die abgetropften Rippchen mindestens 2 Stunden darin ziehen lassen. Ungefähr 10 Minuten von jeder Seite grillen und dabei immer wieder mit restlicher Marinade bestreichen.
Gegrilltes Schweinefilet mit Pfirsich-Chutney
Zutaten für 2 Portionen: 4 EL Marmelade, 1 EL Olivenöl, 1 EL Sojasauce, 0.5 TL Senf, 1 Prise Pfeffer, 1 Prise Salz, 2 Zehen Knoblauch, 300 g Schweinefilet(s), 2 mittelgroße(s) Pfirsich(e)
Zubereitung: Am Vorabend vor dem Grillfest Pfirsichmarmelade mit Olivenöl, Sojasoße, Senf und Cayennepfeffer sowie Salz würzen. Knoblauch schälen und dazupressen. Schweinelende in Scheiben schneiden, mit der Marinade einpinseln, über Nacht ziehen lassen. Am nächsten Tag frische Pfirsiche halbieren, Stein entfernen. Pfirsiche leicht salzen und zusammen mit dem Fleisch grillen.
Rib-Eye-Steak vom Grill
Zutaten für 1 Portion: 1 mittelgroße(s) Rib-Eye-Steak(s), 2 EL Senf, 1 EL Rapsöl, 1 Prise Chilipulver, 1 Zehe Knoblauch, Prise Schwarzer Pfeffer
Zubereitung: Am Tag vor dem Grillevent Senf, Öl und Chilipulver zu einer Marinade vermengen. Das Steak mit der Knoblauchzehe einreiben, außerdem mit ein wenig Meersalz und etwas schwarzen Pfeffer würzen und über Nacht in der Marinade einlegen. Im Grill sollte sich auf einer Seite sehr heiße, auf der anderen Seite gar keine Glut befinden. Das Fleisch über der Glut von beiden Seiten bräunen, danach den Rost vom Grill nehmen. Die Glut rasch nach links und rechts verteilen, so dass die Mitte frei bleibt. Das den Rost wieder auflegen, das Steak über der glutfreien Mitte platzieren und auf den gewünschten Garpunkt bringen.
Basisrezept: Burger-Frikadelle
Zutaten für 4 Portionen: 500 g Rinderhackfleisch, 1 mittelgroße(s) Ei(er), 100 g Haferflocken, 70 g Zwiebel(n), 100 g Spinat, 2 EL Käse, 1 Prise Salz, 1 Prise Pfeffer
Zubereitung: Verquirlen Sie das Ei in einer Schüssel. Geben Sie die restlichen Zutaten dazu und vermischen Sie das Ganze gut mit den Händen. Formen Sie die Masse zu vier gleichgroßen Bratlingen. Braten Sie die Burger in einer beschichteten Pfanne oder auf dem Grill bei mittlerer Hitze für 6 Minuten auf jeder Seite oder nach Belieben länger.
Gegrilltes Lamm mit frischem Minzpüree
Zutaten für 4 Portionen: 8 mittelgroße(s) Lammkoteletts, Minze, 2 Zehen Knoblauch, 3 EL Olivenöl, 4 EL Olivenöl, 100 ml Wasser, 0.5 TL Cumin, 0.5 TL Zimt, 1 Prise Salz, 0.5 TL Cayennepfeffer
Zubereitung: Cumin, Zimt, Cayennepfeffer, Salz und Öl vermischen. Fleisch damit einreiben, 5 Minuten grillen. Minzblätter mit Wasser, Öl und Knoblauch pürieren, zum Lamm servieren.
Süßsaure Hühnchen-Spieße mit Zwiebel und Ananas
Zutaten für 2 Portionen: 1.5 EL Ketchup, 0.5 EL Ahornsirup, 1 TL Sojasauce, 0.5 EL Reiswein, 0.5 TL Chilisauce, 1 mittelgroße(s) Zucchini, 1 mittelgroße(s) Paprika, 250 g Hähnchenbrust, 2 Scheiben Ananas, 1 mittelgroße(s) rote Zwiebeln, 0.5 Bund Koriander, 1 Prise Salz, 1 Prise Pfeffer
Zubereitung: Pro Portion und Person brauchen Sie 2 Spieße. Ketchup, Ahornsirup, Chili- und Sojasoße sowie Reiswein- oder Apfelessig in einer Schüssel verrühren und dann nach Geschmack salzen und pfeffern. Erhitzen Sie den Grill oder eine beschichtete Pfanne auf mittlerer Stufe. In der Zwischenzeit die Zucchini und Paprika gründlich waschen, trocknen und danach in mundgerechte Stückchen schneiden. Dann Hähnchen, Ananas und Zwiebel in große Würfel schneiden, Koriander fein hacken. Fleisch, Obst und Gemüse abwechselnd aufspießen (Holzspieße) und mit etwa der Hälfte der angerührten Marinade bestreichen. Spieße anschließend etwa 4 Minuten grillen, dann wenden. Nach weiteren 4 Minuten ist das Hähnchenfleisch durchgegart, Gemüse- und Obststücke sollten leicht angebraten sein. Die Spieße zum Abschluss mit der restlichen Marinade bestreichen und danach auf zwei Teller verteilen. Mit etwas Koriander garnieren und sofort servieren.
Hähnchenschenkel mit Sesam
Zutaten für 4 Portionen: 1500 g Hähnchenschenkel, 30 g Sesam, 1 Zehe Knoblauch, 1 EL Ingwer, 3 EL Sojasauce, 2 EL Sesamöl, 2 EL Zucker, 2 EL Mirin, 1 Stange Frühlingszwiebel(n), 1 Prise Salz, 1 Prise Pfeffer
Zubereitung: Rösten Sie den Sesam ohne Fett bei mittlerer Hitze in einem Topf oder einer Pfanne. Einige Minuten lang immer wieder schwenken oder rühren, bis die Sesamkörner sich goldbraun färben. Hälfte des Sesams mit einem Mörser zu Pulver zermahlen, die andere Hälfte beiseitestellen. Falls Sie keinen Mörser besitzen, zerquetschen Sie den Sesam mit einem Löffel auf einem Schneidebrettchen. Sesampulver mit Knoblauch, Ingwer, Sojasoße, Zucker oder Mirin, Öl, Salz, Pfeffer und zirka 3 Esslöffeln Wasser in einer Schüssel vermengen. Die Hautseite der Hähnchenschenkel großzügig mit der Marinade einreiben. Anschließend die Schenkel in den Rest der Marinade legen. In der Zwischenzeit bereiten Sie schon mal den Grill vor. Grill auf mäßige Hitze bringen. Beim Holzkohlengrill warten, bis die Glut ihre heißeste Phase hinter sich hat. Dann die Hähnchen grillen, dabei vorsichtig sein, denn die Marinade kann relativ schnell Feuer fangen. Also lieber im weniger heißen Bereich des Grills beginnen – in den heißeren Bereich geht’s erst, wenn weniger Fett austritt. Schenkel so oft wenden, bis eine gleichmäßige Bräunung erreicht ist. Die Hähnchenteile sind fertig, wenn sie etwas angeschmort und knusprig aussehen. Test: Finger in das Fleisch drücken, es sollte leicht nachgeben. Die Hähnchenschenkel mit den fein geschnittenen Frühlingszwiebeln und dem zuvor beiseitegestellten Sesam garnieren. Fleisch wahlweise heiß oder warm (Zimmertemperatur) servieren.
Satay-Spieße mit Sesam-Gurken-Salat
Zutaten für 2 Portionen: 2 Stück(e) Hähnchenbrust, 80 g Erdnüsse, Schote Chili, 4 Blätter Kaffir-Limonenblätter, 1 Stange Zitronengras, 1 Zehe Knoblauch, 80 g Erdnussbutter, 2 TL Kurkuma, 2 TL Ingwer, 200 ml Kokosmilch, 20 g Brauner Zucker, 2 TL Fischsauce, 1 mittelgroße(s) Salatgurke(n), 1 TL Sesam, 1 TL Ingwer, 2 TL Sesamöl, 1 EL Mirin, 1 EL Reisessig
Zubereitung: Für die Spieße: Filets würfeln. Nüsse hacken, beiseite legen. Chili entkernen, mit den übrigen Zutaten in der Küchenmaschine zu Paste verarbeiten. Hälfte in eine Schüssel geben, mit Huhn und Nüssen mischen. Die Würfel auf Spieße stecken und mit dem Rest der Marinade bestreichen. In der Pfanne oder auf dem Grill: 8 Minuten knusprig braten. Für den Salat: Gurke längs in schmale Streifen schneiden. Sesam ohne Fett in der Pfanne goldbraun rösten. Restzutaten mischen. Gurke und Sesam dazugeben, vorm Verzehr 5 Minuten ziehen lassen.
Bulgogi ("Feuerfleisch")
Zutaten für 4 Portionen: 2 Köpfe Romana-Salat, 3 Zehen Knoblauch, 3 mittelgroße(s) Frühlingszwiebel(n), 4 EL Sojasauce, 4 TL Zucker, 1 TL Sesamöl, 600 g Rindfleisch, 3 EL Sonnenblumenöl, 1 EL Sesam
Zubereitung: Den Salat vorsichtig Blatt für Blatt auseinandernehmen, dann waschen, trocken tupfen oder schleudern und beiseitestellen. Die Blätter nicht zerkleinern. Für die Marinade Knoblauchzehen, Frühlingszwiebeln und die Chilischote fein hacken und anschließend alles mit Zucker, Sojasoße und Sesamöl in einer großen Schüssel vermengen. Fleisch in etwa 0,5 Zentimeter dünne Scheibchen und diese wiederum in Streifen schneiden. Dann etwa 1 Stunde marinieren. Grillschale aus Alu mit Öl einpinseln und auf dem Grill heiß werden lassen. Dann das Fleisch aus der Marinade nehmen, in der Schale 1 bis 2 Minuten lang unter Wenden scharf anbraten. Es sollte außen bereits knusprig sein, innen aber noch etwas rot. Am Ende mit ein wenig Sesam bestreuen. Fleischhäppchen einzeln auf Salatblätter legen und einrollen. Bulgogi mit den Fingern essen.
Fisch & Meeresfrüchte: Leichte Genüsse vom Rost
Gegrillter Fisch weckt sofort Erinnerungen an den letzten Urlaub am Meer. Egal ob Thunfisch- oder Lachsfilet, eine ganze Forelle oder Krustentiere, wie Garnelen oder Muscheln: Mit den passenden Grillrezepten wird Fisch zu einem wahren Genuss. Wer Thunfisch ganz frisch bekommt, für den haben wir ein ganz besonderes BBQ-Rezept: Dafür wird das Thunfischsteak nur circa 2 Minuten pro Seite gegrillt, sodass es beim Aufschneiden innen noch roh ist. Das hat absolutes Feinschmecker-Potential. Übrigens überzeugen fettreiche Sorten, wie Lachs oder Thunfisch, nicht nur mit Ihrem Geschmack, sondern auch mit einem hohen Gehalt an gesunden Omega-3-Fettsäuren. Noch ein Grund mehr, das ein oder andere Grillrezept mit Fisch zu testen.
Fisch- und Meeresfrüchte-Rezepte für den Grill
Gegrillte Sardinen-Spieße mit Zitrone und Lorbeer
Zutaten für 4 Portionen: 1 kg Sardinen, 2 mittelgroße(s) Zitrone(n), Lorbeer
Zubereitung: Falls TK-Fische: diese antauen lassen, unter fließend Kaltwasser abspülen. Auf je 2 stabile Spieße 2 bis 3 Fische stecken (1 Spieß unterhalb des Kopfes, 1 Spieß vorm Schwanz). Zitronen in dünne Scheiben schneiden und mit Lorbeerblättern zwischen dem Fisch auf die Spieße schieben. 5 bis 8 Minuten auf den Grill, mäßige Hitze, öfter wenden.
Gegrillte Garnelen mit Cocktailsoße
Zutaten für 4 Portionen: 1 Prise Salz, 100 g Zucker, 24 mittelgroße(s) Garnelen, 6 EL Ketchup, 4 Holzspieße, 0.5 mittelgroße(s) Zitrone(n), 1 mittelgroße(s) Zitrone(n), 1 EL Tafel-Meerrettich, 1 TL Sambal Oelek, 1 Prise Salz, 1 Prise Pfeffer, 1 EL schwarze Pfefferkörner, 6 Blätter Lorbeer, 0.5 TL Pimentbeeren, 0.5 TL Senfkörner, 4 Nelke(n), 1 EL Selleriesamen, 0.5 TL Kardamom, 1 TL Paprikapulver, 1 Prise Zimt, 1 Prise Ingwerpulver
Zubereitung: Ketchup, Zitronensaft, Meerrettich und die Sambal Oelek miteinander vermengen. Tipp: Alternativ zu Sambal Oelek können Sie auch Sriracha-Soße oder eine andere scharfe Soße verwenden. Die Pfeffer- und Senfkörner, Lorbeerblätter, Nelken, Pimentbeeren und Kardamom sowie die Selleriesamen im Mörser zerstoßen. Rest der Gewürze hinzugeben, alles vermischen. 500 ml Wasser, Salz und Zucker in einen Topf geben, erhitzen und umrühren, bis sich alles aufgelöst hat. Danach abkühlen lassen. Die Garnelen in das Salz-Zucker-Wasser geben, 30 Minuten lang ziehen lassen. Auf keinen Fall länger, sonst werden sie zu salzig! Grill anheizen. Zitrone halbieren oder vierteln. Garnelen aus dem Wasser nehmen, mit Küchenpapier abtupfen. Mit dem Gewürzmix einreiben, vorsichtig auf Holzspieße schieben, zusammen mit Zitronen auf den Rost legen. Garnelen von jeder Seite etwa 2 Minuten grillen, bis sie rosafarben und leicht gebräunt sind. Die Zitronen grillen, bis sie Grillstreifen zeigen. Dann alles auf einer großen Platte anrichten und mit Cocktailsoße garnieren.
Gegrillte Garnelen mit Koriander-Salsa
Zutaten für 4 Portionen: 900 g Garnelen, 120 g Koriander, 2 Zehen Knoblauch, 1 EL Ingwer, 1 Schote Chili, 30 ml Olivenöl, 1 mittelgroße(s) Limette(n), 1 Prise Salz, 1 Prise Pfeffer
Zubereitung: Koriander, Knoblauch, Ingwer, Chili, Öl für die Salsa mit dem Mixer pürieren, bis eine sämige Masse entsteht. Falls nötig, mehr Öl als angegeben nehmen. Fertige Masse in eine Schüssel geben. Mit Salz und Pfeffer würzen, dann mit 1 bis 2 TL Limettensaft beträufeln. Abschmecken, gegebenenfalls nach-würzen, kalt stellen. Die Salsa können Sie abgedeckt und bei kühler Lagerung auch noch am nächsten Tag verzehren. Vor dem Servieren allerdings unbedingt wieder auf Raumtemperatur bringen. Holzkohle- oder Gasgrill befeuern, aber nicht zu sehr aufheizen, weil die Shrimps sonst schnell schwarz werden. Den Rost am besten so positionieren, dass er nicht weiter als 10 Zentimeter von der Wärmequelle entfernt ist. Die Shrimps so lange grillen, bis die Schale zu heiß zum Anfassen ist oder das helle Fleisch erkennbar ein zartes Rosa angenommen hat. In jedem Fall sollten die Krustentierchen zwischendurch einmal gewendet werden. Wenn sie fertig sind, mit der Salsa servieren.
Gegrillte Makrelen mit Teriyaki-Glasur
Zutaten für 4 Portionen: 4 mittelgroße(s) Makrele(n), 1 Stück(e) Ingwer, 4 EL Sojasauce, 4 EL Mirin, 1 TL Zucker
Zubereitung: Fische unter kaltem Wasser gründlichst ab- und ausspülen, anschließend trocken tupfen. Ingwer schälen, fein zerreiben, dann mit Sojasoße und Mirin in einer Schüssel vermengen. Den Zucker darin lösen. Fische in der Marinade einlegen, dann in den Kühlschrank stellen, mindestens eine Stunde durchziehen lassen. Grill anheizen, die Makrelen darauf zirka 15 Minuten garen. Ein aufklappbarer Wendebräter wäre jetzt erste Wahl, denn er sorgt dafür, dass die Fische beim Wenden nicht auseinanderfallen. Den haben Sie nicht? Alternativ können Sie die Makrelen nebeneinander auf 2 längere Spieße ziehen: einen knapp hinter dem Kopf einstecken, den anderen vorm Schwanz. Auch auf diese Art und Weise lassen sich die Makrelen problemlos wenden. Immer wieder mit der Marinade bepinseln, damit die Fischhaut schön knusprig wird.
Gegrilltes Thunfischsteak
Zutaten für 2 Portionen: 2 Stücke Frischer Thunfisch, 1 TL Olivenöl, 1 Dose Mais, 2 mittelgroße(s) Tomate(n), 1 Prise Salz, 1 Prise Pfeffer, 1 TL Kümmel, 1 Prise Cayennepfeffer
Zubereitung: Für das Relish: Olivenöl in einer Bratpfanne erhitzen, Mais abtropfen lassen, die Körner in die Pfanne geben und dann maximal 2 Minuten goldbraun braten. Tomaten (mit Salz und Pfeffer), Kümmel sowie 1 Prise Cayennepfeffer hinzufügen, ½ Minute kochen, vom Herd nehmen. Den Thunfisch mit Salz und Pfeffer bestreuen, braten, wenden und bis zur gewünschten Konsistenz grillen. Mit dem Relish anrichten.

Grillen für Männer - 80 Rezepte ohne Schnickschnack: Raffinierte, aber einfache Rezepte. Normale Zutaten. BBQ für Genießer. Für Kohle-, Gas- und Elektrogrill. Viele Tricks und Tipps vom Profi Gebundene Ausgabe – 13. April 2021 Gegrillter Lachs mit dicken Bohnen
Zutaten für 2 Portionen: 1 mittelgroße(s) Zwiebel(n), 1 mittelgroße(s) Zitrone(n), 40 ml Olivenöl, 3 EL Petersilie, 1 Prise Salz, 1 Prise Pfeffer, 2 Stück(e) Lachs, 200 g Dicke Bohnen
Zubereitung: Zwiebel schälen und fein würfeln. Saft der Zitrone auspressen und mit der Hälfte des Olivenöls in eine große Schüssel geben. Zitronenschale darüber abreiben und mit Petersilie, Salz und Pfeffer abschmecken. Den Salat waschen, klein schneiden und dazugeben. Tischgrill anwerfen oder Ofen auf 250 Grad vorheizen und die Grill-Funktion einschalten. Einen Topf mit Salzwasser zum Kochen bringen. Den Lachs mit dem restlichen Olivenöl bestreichen, zum Schluss salzen und pfeffern. Dicke Bohnen in das kochende Wasser geben und 2 bis 3 Minuten kochen lassen. Danach abgießen und für 5 Minuten in Eiswasser tauchen. Nun die Bohnenkerne aus den Häuten drücken. Lachs 3 Minuten mit der Haut nach unten auf den Grill oder in den Ofen legen. Dann wenden. Bohnenkerne zum Salat geben, vermengen und auf 2 Teller verteilen. Lachs dazu servieren.
Gegrillter Lachs mit Kürbiskern-Risotto und Grillgemüse
Zutaten für 1 Portion: 120 g Lachs, 0.5 mittelgroße(s) Aubergine(n), 0.25 mittelgroße(s) Zucchini, 0.5 mittelgroße(s) Paprika, 1 TL Olivenöl, 50 g Reis, roh, 1 TL Kürbiskerne
Zubereitung: Lachs in einer beschichteten Grillpfanne oder direkt auf dem Grill 3 bis 4 Minuten pro Seite braten. Gemüse klein schneiden, mit Olivenöl bestreichen und ebenfalls grillen. Reis kochen und zum Schluss die Kürbiskerne untermischen. Alles zusammen servieren.
Gegrillter Red Snapper in Zitronen-Dill-Marinade
Zutaten für 2 Portionen: 2 Bund Dill, 4 Zehen Knoblauch, 4 mittelgroße(s) Frühlingszwiebel(n), 3 mittelgroße(s) Zitrone(n), 1 TL Olivenöl, 1.3 kg Red Snapper
Zubereitung: Dillspitzen abzupfen, Knoblauch schälen und vierteln, Frühlingszwiebeln putzen und grob hacken. 2/3 der Zitronen auspressen, die Schale dazureiben und alles mit dem Pürierstab zu einer glatten Masse verarbeiten. ⅓ davon abnehmen, das Öl einrühren. Den Rest der Zitronen in Spalten schneiden. Den Fisch auf ein Stück Backpapier legen (so groß, dass es später 2-mal um den Fisch geschlagen werden kann). Den Schnapper nun mit der Hälfte der Kräutermischung von innen einreiben und ihn an den dicksten Stellen der beiden Außenseiten je 3-mal einritzen. Zum Schluss die restliche Kräutermischung auf der Haut verteilen. Das Backpapier doppelt um den Fisch wickeln und am Rand zusammenfalten, damit es geschlossen bleibt. Auf einem nicht mehr zu heißen Grill 15 Minuten von jeder Seite grillen, bis das Fleisch weiß ist und sich gut von der Gräte löst. Dann den Fisch vom Grill nehmen und noch gut 5 Minuten im Papier ruhen lassen. Mit Zitronenspalten servieren.
Gegrillte Sardinen
Zutaten für 4 Portionen: 1 kg Sardinen, 4 EL Olivenöl, 1 Prise Salz, Prise Weißer Pfeffer, 2 mittelgroße(s) Limette(n), 2 EL Pflanzenöl
Zubereitung: Grillrost mit Pflanzenöl einstreichen. Fische ausnehmen und anschließend trocken tupfen. Mit Olivenöl bestreichen und dann bei starker Hitze jeweils 3 Minuten von beiden Seiten grillen. Vor dem Servieren noch mit Salz und Pfeffer würzen und zuletzt mit Limonenspalten dekorieren.
Dorade à la griglia
Zutaten für 4 Portionen: 4 Stück(e) Dorade(n), 4 Blätter Lorbeer, Thymian, Rosmarin, 200 ml Weißwein, 2 EL Senf, Prise Meersalz, 1 Prise Pfeffer, Zitronenthymian, 2 mittelgroße(s) Zitrone(n)
Zubereitung: Doraden unter kaltem Wasser waschen, mit Küchenpapier trocknen. In die Bauchhöhle je ein Lorbeerblatt legen. Für die Marinade Zucker, Weißwein, Senf, Salz, 3 Pfeffer und gezupften Thymian verrühren, bis der Zucker gelöst ist. Die Doraden bestreichen, für kurze Zeit ruhen lassen und dann noch einmal bestreichen. Stäbe der Grillkörbe einölen, Fische hineinlegen und Körbe schließen. Etwas getrockneten Thymian und Rosmarin auf die Glut streuen, Fische von beiden Seiten grillen. Am Ende nach Belieben mit Zitrone abschmecken.
Calamares-Spieße in Zitrusmarinade
Zutaten für 4 Portionen: 2 mittelgroße(s) Zitrone(n), 2 mittelgroße(s) Limette(n), 400 g Tintenfisch, 10 EL Olivenöl, 6 Blätter Lorbeer, 1 Prise Salz, 1 Prise Pfeffer
Zubereitung: Zitronen, Limetten waschen, trocken tupfen und die Schale (ohne die innere weiße Schicht) mit einem Zestenreißer sachte von oben nach unten abziehen. Alternativ können Sie hierfür einen Sparschäler verwenden. Dann die Schalenstücke in feine Streifen schneiden. Die Zitrusfrüchte auspressen, den Saft in einer kleinen Schüssel sammeln. Tintenfischtuben (Calamares genannt) unter kaltem Wasser ausspülen und trocken tupfen. Die Lorbeerblätter mit Zitronen und Limettensaft, Zitruszesten und Olivenöl in eine Schüssel geben, verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Den Tintenfisch mit der Marinade vermengen, dann mindestens 30 Minuten darin liegen lassen. Pro Spieß je nach Größe 3 bis 5 Tuben nacheinander auffädeln und auf dem Grill 5 bis 7 Minuten scharf anbraten. Es ist wichtig, dass Sie die Spieße jetzt regelmäßig wenden! Zwischendurch immer wieder möglichst gleichmäßig mit Marinade einpinseln.
Tintenfisch vom Grill
Zutaten für 4 Portionen: 2 mittelgroße(s) Tintenfisch, 3 EL Olivenöl, 2 mittelgroße(s) Limette(n)
Zubereitung: Die Tintenfischtuben (Körper ohne Fangarme) waschen, trocken tupfen und der Länge nach durchschneiden, so dass zwei Filets entstehen. Jedes Filet auf der Außenseite mit einem scharfen Messer diagonal mehrmals einritzen. Die Filets in Öl wenden und von jeder Seite bei großer Hitze 1 bis 2 Minuten, bei niedriger Hitze 4 bis 6 Minuten grillen.
Gegrillte Forelle in Ahornsirup-Zitrus-Marinade
Zutaten für 4 Portionen: 4 mittelgroße(s) Forelle(n), 1 Prise Salz, 4 EL Ahornsirup, 1 EL Olivenöl, 4 EL Ketchup, 1 mittelgroße(s) Orange(n), 1 mittelgroße(s) Zitrone(n), Prise Weißer Pfeffer, Prise Cayennepfeffer
Zubereitung: Zutaten für die Marinade vermischen. Forellen waschen, trocken tupfen, mit stumpfem Messer von der Schwanzflosse zum Kopf hin schuppen. Danach zwei Stunden im Kühlschrank marinieren. Fisch salzen, auf ein großes Stück Alufolie (Innenseite eingeölt) legen. Folie zum Päckchen schließen, 12 bis 15 Minuten auf dem Grillrost garen.
Gegrillte Schwertfisch-Spieße
Zutaten für 2 Portionen: 8 Holzspieße, 800 g Schwertfisch, 1 mittelgroße(s) Paprika, 2 mittelgroße(s) Zucchini, 2 EL Cajun-Gewürzpulver, 2 TL Olivenöl
Zubereitung: Die Holzspieße erst ins Wasser legen, damit sie auf dem Grill nicht verbrennen. Fisch und Paprika in etwa 3 cm große Stücke, Zucchini in 1 cm dicke Scheiben schneiden. Zusammen mit dem Gewürzpulver und dem Olivenöl in einer Schüssel vermengen. Fisch und Gemüse abwechselnd auf die Spieße stecken. Diese auf einem nicht mehr zu heißen, leicht eingeölten Grill etwa 4 Minuten von jeder Seite brutzeln lassen.
Veggie-BBQ: Mehr als nur Beilagen
„Grillen ohne Fleisch? Das geht doch gar nicht, oder?“ Von wegen! Es gibt mindestens genauso viele, leckere vegetarische Grillrezepte. Und damit meinen wir nicht die stinknormalen Beilagen, wie Brot, Gemüse und Salate. Gefülltes Gemüse, gebackene Süßkartoffeln, vegetarische Burger, Tofu-Würstchen, Grillkäse oder Feta-Päckchen machen selbst einem saftigen Stück Steak Konkurrenz. Und auch Veganer kommen – nicht nur dank diverser Fleischersatzprodukte – beim Grillen voll auf Ihre Kosten.
Gemüsesorten, wie Auberginen, Zucchini, Paprika oder Spargel, werden auf dem Grill zum echten Leckerbissen. Mariniert, als Spieße oder gefüllt: Die Auswahl an Grillrezepten für Gemüse ist unendlich. Probieren Sie es doch mal aus. Sie sollen danach ja nicht gleich zum Veganismus konvertieren. Gegrilltes Gemüse und Kartoffeln eignen sich ja schließlich auch prima als Beilage zu Fleisch und Fisch. Eine gesunde Alternative zum obligatorischen Nudelsalat mit fetter Mayo ist das allemal.
Vegetarische Rezepte für den Grill
Chili-Limetten-Mais
Zutaten für 4 Portionen: 8 Kolben Zuckermais, 3 EL Butter, 1 mittelgroße(s) Limette(n), 2 EL Chilipulver
Zubereitung: Die den Kolben umgebenden Maisblätter zurückklappen, aber nicht abreißen. Danach die lästigen Fäden entfernen, die sich unter den Blättern befinden und bei reifen Maiskolben oft büschelartig hervortreten. Die Blätter anschließend wieder zurückklappen und sachte um den Kolben schmiegen. Maiskolben unter gelegentlichem Wenden 10 bis 15 Minuten grillen, bis die Körner allmählich braun werden. Dann die Kolben von der schützenden Blätterhülle befreien und mit Butter bestreichen. Auf den Grill zurücklegen und noch mal 5 bis 10 Minuten rösten. Zwischendurch immer wieder wenden, bis die gewünschte Bräune erreicht ist. Saft einer Limettenspalte über einem Maiskolben ausdrücken. Dann mit Chilipulver bestreuen und sofort servieren.
Gegrillte Maiskolben mit Sojasaucen-Reduktion
Zutaten für 4 Portionen: 4 Kolben Mais, 1 Ingwer, 1 Schote Chili, 150 ml Sojasauce, 3 EL Zucker, 1 Sternanis
Zubereitung: Die Maiskolben in einen Topf mit kochendem Wasser geben, bei mittlerer Hitze darin etwa 20 Minuten garen. Für die Sojareduktion Ingwer und Chili fein hacken, mit den restlichen Zutaten in einen Topf geben und verrühren. Den Mix dann so lange auf kleiner Stufe erhitzen, bis er eine sirupartige Konsistenz angenommen und die Menge sich auf ungefähr ein Viertel reduziert hat (rechnen Sie dafür etwa 20 Minuten ein). Am Ende den Sternanis rausfischen. Die Maiskolben auf den Grill legen und 10 bis 15 Minuten lang unter regelmäßigem Wenden von allen Seiten anbraten. Dann auf einen Teller geben und mit der Sojareduktion beträufeln.
Gegrillte Zucchini
Zutaten für 2 Portionen: 4 mittelgroße(s) Zucchini, 2 EL Olivenöl, 1 EL Balsamico, 1 Prise Salz, 1 Prise Pfeffer
Zubereitung: Zucchini der Länge nach teilen. Mit Öl bestreichen, 8 Minuten grillen. Spritzer Essig hinzugeben, mit Salz und Pfeffer würzen.
Portobello-Burger mit karamellisierten Zwiebeln
Zutaten für 6 Portionen: 1 mittelgroße(s) Zwiebel(n), 1 EL Butter, 1 EL Brauner Zucker, 1 TL Balsamico, 12 mittelgroße(s) Portobello-Pilz(e), 1 EL Rapsöl, 1 Prise Salz, 1 Prise Pfeffer, 0.5 mittelgroße(s) Aubergine(n), 125 g Mozzarella, 150 g Paprika, 1 mittelgroße(s) Focaccia
Zubereitung: Zwiebel in dünne Ringe schneiden und in der Butter bei mittlerer Hitze 4 bis 5 Minuten glasig dünsten. Zucker und Balsamico unterrühren, Pfanne abdecken und bei geringer Hitze 30 Minuten karamellisieren lassen. Zwischendurch umrühren. Portobellos putzen und die Stiele herausdrehen. Mit Öl einreiben und mit Salz und Pfeffer würzen. Aubergine und Mozzarella in dünne Scheiben schneiden. Auberginenscheiben in der Pfanne oder auf dem Grill 5 Minuten von jeder Seite durchbraten und zur Seite stellen. Pilze auf der Unterseite (wo die Stiele waren) 6 bis 7 Minuten braten. Umdrehen und weitere 4 Minuten garen. Die Hälfte der Pilze mit Paprika und Mozzarella belegen, die anderen Pilzhälften mit der Unterseite nach unten darauflegen. Etwa 2 Minuten braten, bis der Käse geschmolzen ist, und herunternehmen. Focaccia in 6 gleich große Stücke schneiden und in Ober- und Unterseite zerteilen. Alle Teile etwa 2 Minuten rösten. Jeweils mit einem gefüllten Portobello, einer Auberginenscheibe und Zwiebelringen belegen und zuklappen.
Rezept für bunte Gemüsespieße
Zutaten für 2 Portionen: 1 mittelgroße(s) Paprika, 0.5 mittelgroße(s) Zucchini, 1 mittelgroße(s) rote Zwiebel, 50 g Kirschtomate(n), 1 TL Kräuterbutter, 1 Prise Salz, 1 Prise Pfeffer
Zubereitung: Für die Gemüsespieße zunächst Paprika und Zucchini in mundgerechte Stücke schneiden, Zwiebeln abziehen und vierteln. Tomaten waschen, ganz lassen oder halbieren, je nach Größe. Gemüse abwechselnd auf Holzspieße stecken, salzen, pfeffern und mit geschmolzener Kräuterbutter bestreichen. Gemüsespieße für 10 bis 15 min auf den Grill legen, rundherum grillen, regelmäßig wenden. Das Ganze funktioniert übrigens auch in einer Grillpfanne, also ohne Grill.
Grill-Halloumi mit Zitrone und Tapenade
Zutaten für 2 Portionen: 1 mittelgroße(s) Zitrone(n), 2 EL Olivenöl, 250 g Halloumi, 4 TL Oliventapenade, 4 TL Gegrillte eingelegte Paprika
Zubereitung: Zitrone halbieren, von einer Hälfte die Schale abreiben, anschließend auspressen. Andere Hälfte in 4 Scheiben schneiden. Zitronenabrieb mit Saft und Olivenöl vermischen. Halloumi mit den Zitronenscheiben und der Marinade in eine flache Schale geben, von allen Seiten überziehen und gut 30 Minuten ziehen lassen. Halloumi und Zitronenscheiben bei mittlerer Hitze auf dem Grill oder in einer Grillpfanne rund 2 Minuten von beiden Seiten rösten. Alles auf 2 Tellern anrichten. Mit Tapenade und Paprika (beides fertig aus dem Glas) sowie dem Dressing beträufeln.
Die wichtigsten Basics für den perfekten Grillabend
Bevor Sie sich in die vielfältige Welt der Grillrezepte stürzen, sind ein paar grundlegende Kenntnisse unerlässlich. Hier erhalten Sie die wichtigsten Basics an die Hand:
Grilltemperatur und Kerntemperatur von Fisch und Fleisch
Die richtige Temperatur ist entscheidend für den Erfolg. Ein Fleischthermometer ist hier Ihr bester Freund. Hier eine kleine Übersicht:
| Fleisch/Fisch | Garstufe | Kerntemperatur |
|---|---|---|
| Rind (Steak) | Rare (Blutig) | 48-52°C |
| Rind (Steak) | Medium Rare | 52-55°C |
| Rind (Steak) | Medium | 55-59°C |
| Rind (Steak) | Well Done (Durch) | ab 65°C |
| Schwein | Durchgegart | 62-68°C |
| Geflügel (Hähnchen/Pute) | Durchgegart | 74-82°C |
| Lamm | Medium | 58-62°C |
| Lachs/Thunfisch | Medium | 48-52°C |
| Garnelen | Durchgegart | ca. 60°C |
Grillarten: Holzkohle, Gas oder Elektro?
- Holzkohlegrill: Bietet das klassische Raucharoma und hohe Temperaturen. Erfordert etwas mehr Zeit und Übung bei der Temperaturkontrolle. Ideal für echtes BBQ-Feeling und langes Garen.
- Gasgrill: Schneller startklar und einfacher zu regulieren. Perfekt für spontane Grillabende und präzise Ergebnisse.
- Elektrogrill: Praktisch für Balkone oder Innenräume, wo offenes Feuer nicht erlaubt ist. Erreicht nicht immer die Intensität von Kohle oder Gas, ist aber eine gute Alternative.
Tipps für Marinaden und Würzung
Wie bereits erwähnt, sind Marinaden der Schlüssel zu intensivem Geschmack. Achten Sie darauf, Salz erst kurz vor dem Grillen oder sogar erst auf dem Teller hinzuzufügen, da es dem Fleisch sonst Flüssigkeit entzieht und es trocken werden lässt. Für eine optimale Geschmacksentfaltung sollte Fleisch mindestens 30 Minuten, idealerweise mehrere Stunden oder sogar über Nacht, in der Marinade ruhen.
Die Ruhezeit ist entscheidend!
Besonders bei größeren Fleischstücken wie Steaks oder Braten ist eine Ruhezeit nach dem Grillen essenziell. Wickeln Sie das Fleisch in Alufolie und lassen Sie es 5-10 Minuten ruhen. Dadurch verteilen sich die Fleischsäfte gleichmäßig im Inneren, und das Fleisch bleibt saftiger und zarter.
Saucen und Dips: Die perfekte Begleitung
Was wäre ein Grillabend ohne die passenden Saucen und Dips? Sie runden jedes Gericht ab und bieten eine zusätzliche Geschmacksebene. Hier sind einige köstliche Ideen:
Chimichurri
Zutaten für 4 Portionen: 1 Schalotte(n), 0.5 Bund Petersilie, 2 Zweige Thymian, 1 Handvoll Oregano, 2 Zehen Knoblauch, 1 Blätter Lorbeer, 0.5 TL Meersalz, 0.5 TL Schwarzer Pfeffer, 0.25 mittelgroße(s) Paprika, 0.5 TL Paprikapulver, 100 ml Olivenöl, 50 ml Wasser, 50 ml Rotweinessig
Zubereitung: Schalotte schälen, schneiden. Petersilie, Thymian, Oregano und Knoblauch fein hacken. Die Lorbeerblätter zerbröseln oder mit Salz und Pfeffer im Mörser zerstoßen. Paprika in sehr feine (!) Würfel schnippeln. Alle Zutaten und Gewürze – außer Olivenöl, Wasser und Rotweinessig – in einer Schüssel vermengen und 30 Minuten ruhen lassen. Dann Wasser, Essig und Öl dazugeben und das Ganze gut durchrühren.
Zaziki mit griechischem Jogurt
Zutaten für 4 Portionen: 2 mittelgroße(s) Salatgurke(n), 1 TL Salz, 0.5 Bund Minze, 2 TL Minze, 3 Zehen Knoblauch, 6 EL Olivenöl, 350 g Griechischer Joghurt
Zubereitung: Gurken waschen, grob raspeln und mit Salz in einer Schüssel vermengen. 15 Minuten ziehen lassen, dann in ein Sieb geben, restliches Wasser rausdrücken. Im sauberen Geschirrhandtuch auspressen, um der Gurke die letzte Flüssigkeit zu entziehen. Frische Minze und Knoblauch klein hacken, mit Gurke, Öl und Jogurt in eine Schüssel geben und vermengen. Vorm Servieren mindestens eine Stunde lang im Kühlschrank ruhen lassen. Die getrocknete Minze zum Schluss drüberstreuen, eventuell noch ein Schüsschen Öl unterheben.
Jogurt-Minze-Dip mit Gurke
Zutaten für 2 Portionen: 0.5 mittelgroße(s) Salatgurke(n), 2 Zweige Minze, 2 Zehen Knoblauch, 250 g Naturjogurt, 1 Spritzer Zitronensaft, 1 Prise Pfeffer
Zubereitung: Gurke schälen, längs halbieren und entkernen, dann den Rest raspeln. Salzen, 15 Minuten entwässern lassen, in Küchenkrepp ausdrücken. Minze fein hacken, Knoblauchzehen zerdrücken, mit Gurke, Joghurt, Zitronensaft und Pfeffer zum Dip rühren.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Grillen
- Wann erscheint die neue Ausgabe von Grillen?
- Dieser Artikel ist Ihre neue Ausgabe! Er bietet eine umfassende Sammlung an neu interpretierten Rezepten und wertvollen Tipps, die Sie sofort umsetzen können. Es gibt keine zukünftige Ausgabe, die Sie erwarten müssen; alles, was Sie für ein großartiges Grillerlebnis brauchen, finden Sie hier.
- Was kann man beim Grillen essen, außer Steak und Würstchen?
- Ihrer Fantasie sind beim Grillen keine Grenzen gesetzt! Neben den Klassikern können Sie eine ganze Dorade, gegrillte Garnelen, knusprige Pizza, gefülltes Gemüse, vegetarische Burger, Tofu-Würstchen, Grillkäse oder sogar Obst wie Ananas zubereiten. Die Vielfalt ist riesig, wie die zahlreichen Rezepte in diesem Artikel zeigen.
- Warum sollte ich keine vormarinierten Steaks kaufen?
- Vormarinierte oder bereits gewürzte Steaks, Filets und Spieße aus dem Supermarkt sind ein absolutes „No-Go“ für echte Grill-Fans. Sie enthalten oft zahlreiche Zusatzstoffe wie Aromen und zugesetzten Zucker, die ein hochwertiges Stück Fleisch nicht nötig hat und ungesund sein können. Besser ist es, frisches Fleisch selbst zu marinieren und zu würzen.
- Wie gelingt Fisch auf dem Grill, ohne dass er kleben bleibt?
- Um zu verhindern, dass Fisch am Rost kleben bleibt, sollten Sie den Grillrost vorab gründlich reinigen und gut einölen. Eine Grillzange mit breiten Flächen oder ein spezieller Fisch-Grillkorb können ebenfalls helfen, den Fisch unversehrt zu wenden. Fettreiche Fische wie Lachs oder Makrele sind oft einfacher zu grillen, da ihr Fett als natürlicher Antihaft-Schutz wirkt.
- Was bedeutet „Low & Slow“ beim Grillen?
- „Low & Slow“ (langsam und bei niedrigen Temperaturen) ist eine Garmethode, die typisch für das amerikanische BBQ ist, besonders für Pulled Pork, Pulled Beef oder Spareribs. Das Fleisch wird über mehrere Stunden bei Temperaturen zwischen 100 und 150 Grad Celsius im Smoker oder Kugelgrill gegart. Das Ergebnis ist unglaublich zartes, saftiges Fleisch, das förmlich zerfällt.
- Kann man auch vegetarische und vegane Gerichte auf dem Grill zubereiten?
- Absolut! Grillen ohne Fleisch ist längst kein Tabu mehr. Es gibt eine Fülle an köstlichen vegetarischen und veganen Rezepten, die weit über einfache Beilagen hinausgehen. Von gefülltem Gemüse über Grillkäse und Tofu-Würstchen bis hin zu pflanzlichen Burgern – die Möglichkeiten sind vielfältig und lecker.
Und jetzt heißt es: Auf die Kohlen, fertig, los! Grill anschmeißen, Freunde einladen und schon können die vielen Grillrezepte getestet werden. Wir wünschen viel Spaß und guten Appetit!
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