Was kann man alles auf einem grillstein machen?

Steinplatte vs. Grillplatte: Der ultimative Vergleich

08/09/2021

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Wenn es um geselliges Beisammensein und köstliche Mahlzeiten geht, stehen Raclette-Geräte und heiße Steine hoch im Kurs. Sie ermöglichen es, in entspannter Atmosphäre gemeinsam zu kochen und dabei die individuellen Vorlieben jedes Gastes zu berücksichtigen. Doch bei der Auswahl des passenden Geräts taucht oft die Frage auf: Soll es eine traditionelle Metall-Grillplatte sein oder doch lieber eine moderne Steinplatte? Beide Varianten haben ihre spezifischen Vorzüge und Eigenheiten, die das Grillerlebnis maßgeblich beeinflussen können. Es ist wichtig, diese Unterschiede genau zu verstehen, um die für Ihre Bedürfnisse optimale Entscheidung zu treffen und das Maximum aus Ihrem Kochabend herauszuholen.

Was ist der Unterschied zwischen einem Tischgrill und einer Steinplatte?
Im Gegensatz zur Steinplatte ohne eigene Heizquelle, muss man für das Aufheizen lediglich den Drehregler einstellen. Zudem bleibt die Wärme über die ganze Zeit erhalten. Weiterhin bieten diese All-in-One Tischgrill mehrere Möglichkeiten, wie zum Beispiel das Überbacken von Käse.
Inhaltsverzeichnis

Raclette: Steinplatte vs. Metall-Grillfläche

Raclette-Geräte sind seit Jahrzehnten ein fester Bestandteil vieler Haushalte, besonders in der kalten Jahreszeit. Unter der eigentlichen Grillfläche finden die kleinen Pfännchen ihren Platz, in denen der Käse schmilzt und mit verschiedenen Beilagen überbacken wird – das Herzstück eines jeden Raclette-Abends. Doch die Wahl der oberen Grillfläche, sei es eine Steinplatte oder eine teflonbeschichtete Metallplatte, beeinflusst nicht nur die Zubereitung des Grillguts, sondern auch das gesamte Kocherlebnis.

Die Raclette-Steinplatte: Geduld für perfekten Genuss

Viele moderne Raclette-Geräte werden heutzutage mit einer Natursteinplatte geliefert. Diese Platten, oft aus Granit oder Lavastein gefertigt, sind bekannt für ihre hervorragenden Wärmespeichereigenschaften. Einmal aufgeheizt, geben sie die Hitze über einen langen Zeitraum sehr gleichmäßig ab. Dies ist ein entscheidender Vorteil, da so das Grillgut auf der gesamten Fläche gleichmäßig gart, ohne dass einzelne Bereiche kühler bleiben oder schneller verbrennen. Die langsame und konstante Wärme ermöglicht eine schonende Zubereitung von Fleisch, Fisch und Gemüse, wodurch die Aromen intensiver zur Geltung kommen und das Grillgut besonders saftig bleibt.

Ein weiterer Pluspunkt der Steinplatte ist ihre Vielseitigkeit. Ihre glatte Oberfläche eignet sich hervorragend für die Zubereitung von Teiglingen, Mini-Pizzen oder sogar Crêpes, was auf einer geriffelten Metallplatte kaum möglich wäre. Zudem kann die Steinplatte die Hitze auch nach dem Abschalten des Gerätes noch eine Weile speichern. Dies ist nicht nur praktisch für die letzten Bissen, wenn eigentlich schon alle satt sind, sondern ermöglicht auch eine gewisse Energieersparnis. Allerdings hat diese Eigenschaft auch eine Kehrseite: Die Steinplatte benötigt eine deutlich längere Aufheizzeit, bis sie die optimale Betriebstemperatur erreicht hat. Ungeduldige Gäste müssen hier unter Umständen etwas länger auf das erste brutzelnde Stück Fleisch warten. Eine Vorheizung im Backofen ist zwar eine Option, birgt aber das Risiko des Transports der heißen Platte zum Tisch.

Die Raclette-Grillfläche aus Metall: Schnelligkeit und Komfort

Die klassische Raclette-Grillfläche besteht meist aus leichtem Metall, oft mit einer Antihaftbeschichtung wie Teflon. Ihr größter Vorteil ist die schnelle Hitze. Kaum eingeschaltet, leitet sie die Wärme der Heizspirale umgehend an das Grillgut weiter. Schon nach wenigen Minuten kann das erste Fleischstück brutzeln, was besonders für spontane Abende oder ungeduldige Genießer ideal ist. Die leichte Bauweise der Metallplatte macht sie zudem unkompliziert in der Handhabung und im Transport. Nach Gebrauch kann das Gerät schnell abkühlen und weggeräumt werden.

Allerdings kann die Hitzeverteilung auf dünnen Metallplatten manchmal weniger gleichmäßig sein, da die Heizschleife darunter oft nur kreisförmig verläuft. Dies kann zu kühleren Stellen führen, auf denen das Grillgut länger braucht, um gar zu werden. Die Antihaftbeschichtung erfordert zudem eine sorgfältige Reinigung: Nur mit Wasser und einem weichen Schwamm, niemals mit der rauen Seite, um die Beschichtung nicht zu beschädigen. Trotzdem ist die Reinigung im Allgemeinen unkomplizierter, da nichts so leicht anhaftet wie auf einem unbehandelten Stein.

Tabelle: Raclette-Platten im direkten Vergleich

MerkmalSteinplatte (Naturstein)Metallplatte (beschichtet)
AufheizzeitLänger (ca. 20-30 Min.)Sehr kurz (ca. 5-10 Min.)
HitzespeicherungExzellent, speichert lange nach AbschaltenGering, kühlt schnell ab
HitzeverteilungSehr gleichmäßig über die gesamte FlächeKann ungleichmäßig sein, Hotspots möglich
KochmöglichkeitenIdeal für Teiglinge, Mini-Pizzen, schonendes GarenSchnelles Anbraten, Grillmuster
ReinigungAufwendiger (Einweichen, Schaben), keine Spülmaschine, kein SpüliEinfacher (Antihaft), nur weicher Schwamm, keine Spülmaschine
GeschmackSchonendes Garen, intensivere AromenKurzes Anbraten, ggf. leichte Röstaromen
GesundheitFettarmes Garen möglich (Salz statt Öl)Fettarmes Garen durch Antihaftbeschichtung
RobustheitKann bei Stürzen brechen, anfällig für Risse bei schnellen TemperaturwechselnRobuster gegen Stöße, Beschichtung kann zerkratzen

Der heiße Stein als vielseitiges Grillgerät

Abseits des Raclette-Tisches hat sich der heiße Stein, oft auch als Grillstein bezeichnet, als eigenständige Zubereitungsmethode etabliert. Er ist nicht nur unter Grillfans beliebt, sondern auch bei Gourmets, die Wert auf gesundes und schonendes Garen legen. Ein heißer Stein ermöglicht es, Fleisch, Fisch, Gemüse, aber auch Käse, Obst und sogar Desserts auf eine einzigartige Weise zuzubereiten, oft ganz ohne zusätzliches Öl oder Fett. Dies macht das Grillen auf dem Stein besonders kalorienarm und gesundheitsbewusst.

Was ist der Unterschied zwischen einer Steinplatte und einer Grillplatte?
Die Steinplatte dagegen heizt sich vollständig auf und hält die Hitze sehr lange. Die Temperatur kann sich daher auf der Grillfläche sehr gut verteilen. Alle Stellen werden gleichmäßig heiß. So ist ausgeschlossen, dass einzelne Teilnehmer des Mahls länger auf ihr Essen warten müssen.

Arten von Grillsteinen: Materialkunde und Eigenschaften

Grillsteine gibt es in verschiedenen Materialien, die jeweils spezifische Eigenschaften mit sich bringen:

  • Schamottstein: Dies sind die am häufigsten verwendeten Grillsteine. Sie bestehen aus feuerfestem Ton und zeichnen sich durch ihre hervorragende Wärmespeicherungsfähigkeit aus. Schamottsteine verteilen die Hitze gleichmäßig und sorgen für eine schonende Zubereitung. Sie sind ideal für Pizza und Brot.
  • Keramikstein: Aus hochwertiger Keramik gefertigt, bieten diese Steine eine ausgezeichnete Hitzeverteilung. Sie sind oft glasiert, was die Reinigung erheblich erleichtert.
  • Naturstein (Granit, Lavastein, Speckstein): Robust und widerstandsfähig gegenüber hohen Temperaturen, verleihen Natursteine den Speisen ein einzigartiges Aroma. Lavasteine sind poröser und nehmen Aromen gut auf, während Granit sehr dicht und hitzebeständig ist. Specksteine sind weicher, aber bieten eine sehr gleichmäßige Hitzeverteilung, ideal für dünne Fleischscheiben oder Fisch.
  • Cordierit: Dieses Material wird sowohl natürlich gefunden als auch künstlich hergestellt und ist besonders für seine Rissbeständigkeit und hohe Temperaturschockresistenz bekannt. Es ist ein beliebtes Material für Pizzasteine und bietet hervorragende Wärmeeigenschaften.
  • Salzstein: Eine besondere Art von Grillstein, die aus reinem Salz gewonnen wird. Beim Erhitzen gibt der Salzstein sanft Salz an die Speisen ab und verleiht ihnen eine natürliche Würze. Ideal für Fisch und Meeresfrüchte.

Was kann man alles auf einem Grillstein zubereiten?

Die Vielseitigkeit eines Grillsteins ist beeindruckend und reicht weit über das klassische Grillgut hinaus:

  • Fleisch: Ob Steak, Hähnchenbrust, Schweinekoteletts oder Schaschlik – auf dem Grillstein wird Fleisch besonders saftig und erhält eine perfekte Bräunung. Durch das langsame Garen bleiben die Säfte im Fleisch erhalten.
  • Fisch und Meeresfrüchte: Lachssteaks, Garnelen oder ganze Fische garen schonend und behalten ihre zarte Textur. Gerade hier kommt der fettfreie Aspekt besonders zur Geltung.
  • Gemüse: Paprika, Zucchini, Auberginen, Pilze, vorgekochte Kartoffeln oder Spargel werden auf dem Stein wunderbar zart und aromatisch. Sie können pur oder mariniert zubereitet werden.
  • Pizza und Flammkuchen: Ein Grillstein, insbesondere aus Schamott oder Cordierit, ist perfekt für eine knusprige Pizza mit geschmolzenem Käse. Die hohe und gleichmäßige Hitze sorgt für einen Boden wie aus dem Steinofen.
  • Brot: Frisches Brot oder Baguettes erhalten auf dem heißen Stein eine herrlich knusprige Kruste und ein aromatisches Inneres.
  • Obst und Desserts: Bananenscheiben, Orangenscheiben, Ananas oder sogar Crêpes lassen sich auf der Steinplatte karamellisieren und bieten ein einzigartiges Geschmackserlebnis. Mit etwas Zucker bestreut, entsteht eine köstliche Kruste.

Die Zubereitung auf dem heißen Stein ist nicht nur eine kulinarische Bereicherung, sondern auch ein Erlebnis für sich. Während das Essen langsam vor sich hin brutzelt, bleibt genügend Zeit für Gespräche und geselliges Beisammensein. Man muss lediglich die vorbereiteten Zutaten bereitstellen, und jeder Gast kann sich seine Mahlzeit nach eigenem Belieben zubereiten.

Kaufberatung & Wichtige Kriterien für Ihren Grillstein

Die Entscheidung für den richtigen Grillstein hängt von verschiedenen Faktoren ab. Ob Sie einen eigenständigen Stein oder ein integriertes Tischgerät suchen, einige Kriterien sind entscheidend für ein optimales Grillergebnis und eine lange Lebensdauer.

Größe und Material: Die Qual der Wahl

Grillsteine sind in unterschiedlichen Größen erhältlich, von kleinen Steinen, die als individuelle Teller dienen, bis hin zu großen Platten für mehrere Personen. Überlegen Sie, wie viele Personen Sie regelmäßig bewirten möchten und wie viel Platz auf Ihrem Tisch oder Grill zur Verfügung steht. Bei den Materialien haben Sie die Wahl zwischen Natursteinen wie Granit, Lavastein oder Speckstein, und künstlich hergestellten Materialien wie Cordierit, Schamotte oder Keramik. Jedes Material hat seine spezifischen Vor- und Nachteile hinsichtlich Wärmespeicherung, Robustheit und Reinigung. Für beste Wärmeeigenschaften sind Cordierit und Granit oft die erste Wahl.

Aufheizmethoden und Temperaturmanagement

Ein entscheidender Unterschied liegt in der Art der Hitzequelle. Einige heiße Steine sind für den Einsatz auf einem Gasgrill, Holzkohlegrill, im Backofen oder auf dem Küchenherd konzipiert und speichern die Hitze, die sie extern aufnehmen. Andere sind Teil eines elektrischen Tischgrills, oft als Raclette-Gerät, und verfügen über integrierte Heizstäbe. Bei extern beheizten Steinen ist das langsame Aufheizen entscheidend, um Rissbildung zu vermeiden. Eine Temperatur von etwa 250 Grad Celsius im Backofen für 60-90 Minuten ist ein guter Richtwert. Bei elektrischen Geräten ist die Leistungsaufnahme (Watt) wichtig: Eine höhere Wattzahl bedeutet schnelleres Aufheizen und konstantere Temperatur. Achten Sie auf Modelle mit stufenloser Temperaturregelung für maximale Kontrolle.

Reinigung und Pflege Ihres Grillsteins

Die Reinigung eines Grillsteins ist unkompliziert, erfordert aber Sorgfalt. Lassen Sie den Stein nach Gebrauch vollständig abkühlen, bevor Sie ihn reinigen. Legen Sie ihn dann in warmes Wasser ein, um eingebrannte Rückstände aufzuweichen. Feste Reste können vorsichtig mit einer Bürste, einem Topfschwamm oder einem Ceranfeldschaber entfernt werden. Wichtig: Verwenden Sie niemals Spülmittel, da es in die poröse Struktur des Steins eindringen und den Geschmack zukünftiger Speisen beeinträchtigen könnte. Auch die Reinigung in der Spülmaschine ist tabu. Bei beschichteten Metallplatten reicht warmes Wasser und ein weicher Schwamm, ohne die raue Seite zu verwenden.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum heißen Stein

Wie heize ich einen Grillstein richtig auf?

Für einen Stein ohne eigene Hitzequelle ist das langsame Aufheizen entscheidend. Im Backofen empfiehlt sich eine Temperatur von etwa 250°C für 60 bis 90 Minuten. Auf einem Holzkohle- oder Gasgrill sollte der Stein nicht direkt in die Flammen oder Glut gelegt werden, sondern indirekt und langsam erhitzt werden, um Temperaturschocks und Risse zu vermeiden. Bei Raclette-Grills mit Steinplatte legen Sie den Stein einfach auf die dafür vorgesehenen Heizstäbe und schalten das Gerät ein.

Was ist der Unterschied zwischen einer Steinplatte und einer Grillplatte?
Die Steinplatte dagegen heizt sich vollständig auf und hält die Hitze sehr lange. Die Temperatur kann sich daher auf der Grillfläche sehr gut verteilen. Alle Stellen werden gleichmäßig heiß. So ist ausgeschlossen, dass einzelne Teilnehmer des Mahls länger auf ihr Essen warten müssen.

Kann man auf einem heißen Stein ohne Öl grillen?

Ja, das ist einer der großen Vorteile des heißen Steins! Viele Gerichte gelingen hervorragend ohne oder mit sehr wenig Öl. Für eine zusätzliche Antihaftwirkung können Sie etwas Meersalz auf den Stein streuen, bevor Sie die Lebensmittel auflegen. Bei Desserts oder Obst kann etwas Zucker eine ähnliche Wirkung erzielen und für eine schöne Karamellisierung sorgen. Ein kleiner Tropfen Öl, mit einem Pinsel verstrichen, ist aber auch eine Option, falls gewünscht.

Warum entstehen Risse im Grillstein?

Risse entstehen meist durch zu schnelle oder ungleichmäßige Erwärmung bzw. Abkühlung. Ein plötzlicher Temperaturschock, z.B. wenn ein kalter Stein direkt auf hohe Hitze gelegt wird oder ein heißer Stein mit kaltem Wasser in Berührung kommt, kann das Material sprengen. Es ist essenziell, den Stein langsam und schrittweise aufzuheizen und ihn nach Gebrauch vollständig abkühlen zu lassen, bevor er gereinigt wird.

Ist ein heißer Stein eine Alternative zum Holzkohlegrill?

Ein heißer Stein ist eine wunderbare Ergänzung zum Holzkohlegrill, aber selten ein vollständiger Ersatz. Er bietet eine gesündere, fettarme Zubereitung und ist ideal für gesellige Runden, besonders in Innenräumen, da kaum Rauch entsteht. Was ihm jedoch fehlt, ist der typische rauchige Grillgeschmack, den nur ein Holzkohlegrill liefern kann. Für unterschiedliche Anlässe und Geschmäcker haben beide ihre Berechtigung.

Wie reinige ich meinen Grillstein am besten?

Nach dem vollständigen Abkühlen des Steins legen Sie ihn in warmes Wasser ein, um Speisereste aufzuweichen. Hartnäckige Rückstände können mit einem Schaber oder einer harten Bürste entfernt werden. Verzichten Sie unbedingt auf Spülmittel und die Spülmaschine, da dies den Stein schädigen oder den Geschmack beeinträchtigen könnte. Eine regelmäßige und schonende Reinigung sichert die Langlebigkeit Ihres Grillsteins.

Egal, ob Sie sich für die traditionelle Metall-Grillplatte oder die wärmespeichernde Steinplatte entscheiden, das Wichtigste ist, dass Sie und Ihre Gäste ein unvergessliches und genussvolles Erlebnis haben. Beide Optionen bieten einzigartige Vorteile, die das Kochen und Essen zu einem besonderen Ereignis machen. Mit dem richtigen Wissen über die jeweiligen Eigenschaften können Sie die perfekte Wahl für Ihre Bedürfnisse treffen und viele köstliche Stunden am Grill oder Raclette-Tisch verbringen.

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