03/02/2022
Die Dorade, auch bekannt als Goldbrasse, ist zweifellos einer der schmackhaftesten Fische überhaupt. Besonders vom Grill entfaltet sie ein Aroma, das viele andere Fischarten übertrifft, sogar den beliebten Wolfsbarsch. Wenn Sie noch nie eine gegrillte Dorade probiert haben, wissen Sie nicht, was Ihnen entgeht. Ernsthaft! Ihr zartes, weißes Fleisch und ihr reicher Geschmack machen sie zu einem Highlight auf jeder Grillparty.

- Das Geschmacksprofil der Dorade
- Die beste Zubereitungsart: Grillen
- Die Dorade richtig vorbereiten
- Die perfekte Grillmethode: Schritt für Schritt zum Erfolg
- Ist der Fisch gar? So erkennen Sie es
- Die Krönung des Geschmacks: Servieren mit Ladolemono und Oregano
- Rezeptübersicht: Gegrillte Dorade
- Häufig gestellte Fragen (FAQ)
- Abschließende Gedanken
Das Geschmacksprofil der Dorade
Die Dorade ist ein fettiger Fisch mit einem Geschmack, der dem des Wolfsbarsches ähnelt, aber oft als noch aromatischer beschrieben wird. Ihr Fleisch ist strahlend weiß und von sehr leichter Textur, ganz anders als die dichtere Konsistenz von Thunfisch oder Lachs. Diese feine Textur macht sie ideal zum Grillen, da sie außen knusprig wird und innen saftig bleibt.
Die beste Zubereitungsart: Grillen
Die beste Art, eine Dorade zuzubereiten, ist zweifellos auf dem Grill. Insbesondere ein Holzkohlegrill verleiht dem Fisch unvergleichliche Raucharomen, die ihn zu einem wahren Gaumenfest machen. Es ist eine Tatsache: Wann immer dieser Fisch in dieser Zubereitungsart serviert wird, sind die Gäste begeistert. Das Grillen auf einem Gasgrill ist zwar auch gut und praktikabel, aber die Aromen, die ein Holzkohlegrill oder sogar ein offener Kamin hinzufügt, sind einfach unschlagbar. In Griechenland ist es übrigens sehr verbreitet, den Kamin zum Grillen zu nutzen – eine clevere Art, die Glut des verbrannten Holzes optimal zu nutzen.
Tipps für das Grillen im Kamin oder auf Holzkohle
Wenn Sie einen Kamin zum Grillen nutzen möchten, empfiehlt es sich, eine große Aluminiumfolie unter den Grillrost zu legen. So vermeiden Sie eine fettige Sauerei und halten den Bereich sauber. Generell gilt für alle Grillarten: Eine saubere Grillfläche ist die halbe Miete. Wussten Sie, dass Sie verbranntes Fett und Rückstände am Grillrost überraschend einfach mit Asche entfernen können? Tauchen Sie einfach eine Grillbürste in die kalte Asche und bürsten Sie den Rost damit ab, ohne Wasser hinzuzufügen. Sie werden erstaunt sein, wie mühelos sich der Schmutz löst.
Die Dorade richtig vorbereiten
Eine gute Vorbereitung ist entscheidend für das Gelingen Ihrer gegrillten Dorade. Auch wenn es zunächst aufwendig erscheint, einen ganzen Fisch zu säubern und auszunehmen, ist es mit ein paar Handgriffen schnell erledigt. Achten Sie beim Kauf auf absolute Frische: Klare Augen, rote Kiemen und eine feste, glänzende Haut sind gute Indikatoren.
Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Vorbereitung
- Schuppen entfernen: Verwenden Sie einen Fischschupper, um die Schuppen entgegen der Wuchsrichtung zu entfernen. Dies ist wesentlich einfacher und schneller als mit einem Messer. Spülen Sie den Fisch danach gründlich unter kaltem Wasser ab, um alle losen Schuppen zu entfernen.
- Ausnehmen: Schneiden Sie den Bauch des Fisches von der Afteröffnung bis zum Kopf auf und entfernen Sie alle inneren Organe. Achten Sie darauf, auch die Blutlinie entlang des Rückgrats zu entfernen, da diese Bitterstoffe enthalten kann. Spülen Sie den Bauchraum erneut gründlich aus.
- Der wichtige Einschnitt: Machen Sie einen tiefen Einschnitt entlang der Hauptgräte, mittig auf jeder Seite des Fisches (der Länge nach). Dies ist der dickste Teil des Fisches, der am längsten zum Garen braucht und am schwierigsten zu würzen ist. Durch den Einschnitt kann die Hitze besser eindringen und das Gewürz sich optimal verteilen, was zu einem gleichmäßigeren Garergebnis führt.
- Trockentupfen: Tupfen Sie den Fisch nach dem Reinigen gründlich mit Küchenpapier trocken. Das ist sehr wichtig! Verbleibendes Wasser auf der Haut führt dazu, dass der Fisch am Grillrost kleben bleibt und die Haut beim Wenden reißt.
Die perfekte Grillmethode: Schritt für Schritt zum Erfolg
Nachdem die Dorade vorbereitet ist, geht es ans Grillen. Die richtige Technik sorgt für eine knusprige Haut und saftiges Fleisch.
Grillen auf dem Holzkohle- oder Gasgrill
- Ölen und Salzen: Reiben Sie den gesamten Fisch großzügig mit Olivenöl ein. Verwenden Sie Ihre Hände oder einen Backpinsel. Salzen Sie den Fisch dann reichlich mit grobem Meersalz, sowohl außen als auch im Bauchraum, im Einschnitt und sogar im Kopf. Denken Sie daran: Fisch benötigt mehr Salz als Fleisch, um seinen Geschmack voll zu entfalten.
- Grillrost vorheizen: Heizen Sie Ihre Grillfläche sehr gut vor. Ob Holzkohle- oder Gasgrill, es ist äußerst wichtig, dass der Rost rauchend heiß ist, bevor Sie den Fisch darauflegen. Andernfalls klebt die Haut an, reißt ein und das Fleisch trocknet aus oder zerfällt.
- Anbraten bei hoher Hitze: Legen Sie den Fisch auf den heißen Rost. Grillen Sie ihn zunächst bei hoher Hitze, bis die Haut gar ist. Dies dauert auf einem Holzkohle- oder Gasgrill etwa 5-6 Minuten pro Seite.
- Wenden: Wenden Sie den Fisch vorsichtig, um die Haut auf der anderen Seite ebenfalls zu garen. Wenn Sie einen Fischgrillkorb verwenden, ist das Wenden sehr einfach, da Sie den Fisch nicht direkt anfassen müssen. Bei einem Gasgrill oder einer Grillpfanne verwenden Sie am besten eine flache Zange und greifen den Fisch am Kopf. So zerstören Sie die empfindliche Haut nicht.
- Flammenkontrolle: Da Dorade ein sehr fettiger Fisch ist, kann das abtropfende Fett die Flammen verstärken. Achten Sie darauf, dass der Fisch nicht schwarz wird. In vielen Grillhäusern wird eine Sprühflasche mit Wasser (manchmal auch Zitronensaft) verwendet, um die Flammen bei Bedarf zu löschen.
- Fertiggaren bei mittlerer Hitze: Nachdem die Haut auf beiden Seiten gar ist, können Sie die Temperatur auf mittlere bis niedrige Hitze reduzieren. Die gesamte Garzeit für eine Dorade von 350-500g beträgt auf einem Holzkohlegrill etwa 10-15 Minuten, auf einem Gasgrill etwa 15 Minuten.
Grillen in der Grillpfanne (auf dem Herd)
- Vorbereitung: Wie oben beschrieben, den Fisch ölen und salzen.
- Pfanne vorheizen: Heizen Sie die Grillpfanne bei hoher Hitze sehr gut vor.
- Anbraten: Legen Sie den Fisch in die heiße Pfanne und braten Sie ihn 2-3 Minuten pro Seite bei hoher Hitze an.
- Fertiggaren: Reduzieren Sie die Hitze auf mittlere bis hohe Stufe und garen Sie den Fisch weitere 7-9 Minuten. Die gesamte Garzeit in der Grillpfanne beträgt etwa 10-12 Minuten.
Ist der Fisch gar? So erkennen Sie es
Es gibt zwei einfache Methoden, um festzustellen, ob Ihre gegrillte Dorade perfekt gegart ist:
- Wassertest: Nehmen Sie den Fisch am Kopf und halten Sie ihn kopfüber. Wenn kein Wasser mehr aus dem Mund des Fisches austritt, ist er fertig.
- Einschnitt-Test: Drücken Sie den zuvor gemachten Einschnitt mit einer Zange leicht auf. Wenn das Fleisch am Knochen und im Inneren nicht mehr rosa ist und sich leicht vom Knochen löst, ist der Fisch gar.
Sollte der Fisch wider Erwarten noch etwas rosa im Zentrum sein, können Sie ihn für etwa 1 Minute unbedeckt in der Mikrowelle fertig garen.
Die Krönung des Geschmacks: Servieren mit Ladolemono und Oregano
Für Griechen ist es fast eine Sünde, gegrillten Fisch oder Fleisch nicht mit Ladolemono und Oregano zu servieren. Ladolemono ist eine Zitronen-Olivenöl-Dressing, das sofort über den heißen Fisch gegossen wird, sobald er vom Grill kommt. Der Fisch nimmt das Dressing auf, während er noch heiß ist, was ihm einen unglaublichen Frischekick verleiht. Mischen Sie dafür einfach einen Teil frisch gepressten Zitronensaft mit zwei Teilen extra nativem Olivenöl und gießen Sie eine großzügige Menge davon über den Fisch.
Obenauf kommt dann reichlich getrockneter griechischer Oregano. Die Kombination dieser einfachen, aber kraftvollen Aromen hebt den Geschmack der Dorade auf ein neues Niveau.

Serviervorschläge
Gegrillte Dorade schmeckt hervorragend puristisch, oft nur auf Salatblättern angerichtet. Dazu passen frische Salate, leicht gedämpftes Gemüse oder knusprige Rosmarinkartoffeln. Ein Glas trockener Weißwein rundet das mediterrane Geschmackserlebnis perfekt ab.
Rezeptübersicht: Gegrillte Dorade
Dieses Rezept ist für 2 Personen ausgelegt und benötigt etwa 20 Minuten Garzeit, plus Vorbereitung.
| Zutat | Menge |
|---|---|
| Frische Doraden (ausgenommen & entschuppt) | 2 Stück (je 350-500g) |
| Zitrone | 1-2 Stück |
| Olivenöl (extra nativ) | Reichlich |
| Grobes Meersalz | Nach Geschmack |
| Getrockneter griechischer Oregano | Reichlich |
| Frische Kräuter (z.B. Thymian, Petersilie, Salbei) | Optional |
Zubereitungsschritte zusammengefasst:
- Vorbereitung: Doraden schuppen, ausnehmen, gründlich spülen und mit Küchenpapier vollständig trocken tupfen. Längs des Hauptknochens auf beiden Seiten einen tiefen Einschnitt machen.
- Würzen: Fisch großzügig mit Olivenöl einreiben. Mit Meersalz auf beiden Seiten, im Bauchraum, im Einschnitt und im Kopf würzen. Optional frische Kräuter in den Bauchraum geben.
- Grillen (Holzkohle/Gas): Grillrost stark vorheizen. Fisch auf den heißen Rost legen und 5-6 Minuten pro Seite bei hoher Hitze anbraten. Bei Bedarf Flammen mit Wasser kontrollieren. Hitze auf mittlere bis niedrige Stufe reduzieren und weitere 5-9 Minuten garen, bis der Fisch gar ist (Gesamt ca. 10-15 Min.). Mit Zange am Kopf wenden.
- Grillen (Grillpfanne): Grillpfanne sehr stark vorheizen. Fisch 2-3 Minuten pro Seite bei hoher Hitze anbraten. Hitze auf mittlere bis hohe Stufe reduzieren und weitere 7-9 Minuten garen (Gesamt ca. 10-12 Min.).
- Garprobe: Fisch am Kopf halten und kopfüber prüfen, ob kein Wasser mehr aus dem Mund austritt. Alternativ Einschnitt leicht öffnen und prüfen, ob das Fleisch am Knochen nicht mehr rosa ist.
- Servieren: Zitronensaft mit Olivenöl mischen (1:2) und über den heißen Fisch gießen. Reichlich getrockneten Oregano darüber streuen. Sofort servieren.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Warum bleibt mein Fisch am Grill kleben?
Dies ist das häufigste Problem! Meist liegt es daran, dass der Fisch nicht ausreichend trocken getupft wurde und/oder der Grillrost nicht heiß genug war. Ein gut geölter Fisch auf einem sehr heißen Rost sollte nicht kleben bleiben.
Kann ich auch gefrorene Dorade verwenden?
Für die besten Ergebnisse ist frische Dorade klar zu bevorzugen. Das Aroma und die Textur sind bei frischem Fisch unübertroffen. Sollten Sie tiefgekühlte Dorade verwenden müssen, stellen Sie sicher, dass diese vollständig und langsam im Kühlschrank aufgetaut wurde, und tupfen Sie sie vor dem Grillen noch sorgfältiger trocken.
Welche Kräuter passen gut zur Dorade?
Neben dem klassischen griechischen Oregano und Zitrone passen auch Thymian, Petersilie, Salbei, Rosmarin und sogar Minze hervorragend zur Dorade. Knoblauch ist ebenfalls eine beliebte Ergänzung, besonders in mediterranen Rezepten.
Was ist Ladolemono genau?
Ladolemono ist ein einfaches, aber geschmacksintensives Dressing aus extra nativem Olivenöl und frisch gepresstem Zitronensaft. Es ist ein Grundnahrungsmittel der griechischen Küche und wird oft über gegrillten Fisch, Fleisch und Salate gegeben, um ihnen Frische und Tiefe zu verleihen.
Warum sollte ich einen Einschnitt in den Fisch machen?
Der Einschnitt entlang der Hauptgräte hat zwei Hauptfunktionen: Er ermöglicht es den Gewürzen, tiefer in das dickste Fleisch einzudringen, und er hilft der Hitze, den Fisch gleichmäßiger zu garen, insbesondere im Bereich der Gräte, wo er sonst länger zum Garen braucht.
Abschließende Gedanken
Das Grillen einer ganzen Dorade mag auf den ersten Blick eine Herausforderung sein, aber mit den richtigen Techniken und ein wenig Übung wird es zu einem Vergnügen. Der Aufwand lohnt sich definitiv, denn der Geschmack einer perfekt gegrillten Dorade ist einfach unvergesslich. Ob auf dem Holzkohlegrill für maximale Aromen oder auf dem Gasgrill für Komfort – mit diesen Tipps zaubern Sie ein mediterranes Meisterwerk, das Ihre Gäste beeindrucken wird. Guten Appetit!
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