18/12/2024
Der Duft von frisch gegrilltem Fleisch und Gemüse, das Knistern der Kohle und das gesellige Beisammensein im Garten – Grillen ist mehr als nur Essenszubereitung, es ist ein Lebensgefühl. Doch was, wenn der handelsübliche Grill nicht ganz den eigenen Vorstellungen entspricht? Oder wenn der Wunsch nach einem dauerhaften, individuellen Blickfang im Garten wächst? Die Antwort liegt oft näher, als man denkt: Bauen Sie Ihren eigenen Holzkohlegrill! Ein selbst gemauerter Grill ist nicht nur ein Ausdruck handwerklichen Geschicks, sondern auch eine Investition in unzählige genussvolle Stunden. Er bietet Stabilität, Langlebigkeit und eine Ästhetik, die kein Fertigprodukt erreichen kann. Begleiten Sie uns auf dem Weg, wie Sie Schritt für Schritt Ihren Traum vom individuellen Gartengrill verwirklichen.

- Warum einen Holzkohlegrill selbst bauen? Die Vorteile im Überblick
- Materialien und Werkzeuge: Was Sie für Ihr Grillprojekt benötigen
- Schritt für Schritt zum Traumgrill: Die Bauanleitung
- Schritt 1: Das Fundament – Die Basis für Stabilität
- Schritt 2: Porenbetonsteine sägen – Präzision ist Trumpf
- Schritt 3: Das Mauern des Grills – Stein für Stein zum Ziel
- Schritt 4: Grundieren – Schutz vor Putzbrand
- Schritt 5: Oberflächenbehandlung – Verputzen oder Dichtschlämme?
- Schritt 6: Der Anstrich – Farbe und Schutz
- Schritt 7: Eine passende Abdeckung – Schutz vor den Elementen
- Schritt 8: Aluprofile zusägen und einkleben – Die Rostauflage
- Schritt 9: Zusammensetzen und Probe-Grillen – Der erste Genuss
- Wartung und Pflege Ihres gemauerten Grills
- Häufig gestellte Fragen (FAQs) zum Holzkohlegrill selber bauen
- Fazit: Ihr Unikat für unvergessliche Grillmomente
Warum einen Holzkohlegrill selbst bauen? Die Vorteile im Überblick
Die Entscheidung, einen Grill selbst zu bauen, mag auf den ersten Blick herausfordernd erscheinen, doch die Vorteile überwiegen bei Weitem. Ein gemauerter Grill ist nicht nur optisch ansprechend und kann perfekt in das Gartenambiente integriert werden, sondern bietet auch funktionale Vorteile, die das Grillerlebnis auf ein neues Niveau heben:
- Langlebigkeit und Stabilität: Im Gegensatz zu vielen mobilen Grills ist ein gemauerter Grill extrem robust und witterungsbeständig. Er hält Jahrzehnte und trotzt Wind und Wetter.
- Optimale Hitzeverteilung: Die massiven Wände speichern die Hitze hervorragend und geben sie gleichmäßig ab. Das sorgt für perfekte Grillergebnisse, egal ob bei Steaks, Würstchen oder Gemüse.
- Individuelles Design: Sie bestimmen Größe, Form und Material. Ihr Grill wird ein Unikat, das exakt Ihren Bedürfnissen und Ihrem Geschmack entspricht.
- Kostenersparnis: Obwohl eine Anfangsinvestition in Material nötig ist, kann ein selbst gebauter Grill auf lange Sicht günstiger sein als hochwertige Fertiggrills, die vergleichbare Eigenschaften bieten.
- Zufriedenheit: Das Gefühl, etwas Eigenes geschaffen zu haben, das man regelmäßig nutzt und an dem man Freude hat, ist unbezahlbar.
- Zusätzliche Funktionen: Viele selbst gebaute Grills können um praktische Elemente wie Ablageflächen, Holzfächer oder sogar eine Warmhaltezone erweitert werden.
Materialien und Werkzeuge: Was Sie für Ihr Grillprojekt benötigen
Bevor Sie mit dem Bau beginnen, ist es wichtig, alle benötigten Materialien und Werkzeuge bereitzuhalten. Eine gute Vorbereitung spart Zeit und Ärger. Für unseren Porenbeton-Grill benötigen Sie:
Materialien:
- Porenbetonsteine (10 cm und 5 cm dick) – genaue Anzahl siehe Zuschnitt
- Blitzbeton für das Fundament
- Kies für die Drainage
- Dünnbettmörtel (z.B. Ytongkleber)
- Flüssige Grundierung für Porenbeton
- Dichtschlämme oder Putz (Unterputz, Endputz)
- Silikatfarbe für außen
- Holzbretter und Dachlatten für die Abdeckung
- Teerpappe / Dachpappe und entsprechende Nägel
- Aluprofile (ca. 50 cm lang)
- Montagekleber
- Stahlblech für die Kohleschale
- Grillrost und Warmhaltegitter
Werkzeuge:
- Spaten
- Maurerkelle (Zahnkelle 3 mm)
- Wasserwaage
- Zollstock oder Maßband
- Schnüre und Pflöcke zum Abstecken
- Porenbetonsäge (Fuchsschwanzsäge mit grober Zahnung)
- Mörtelkübel und Rührgerät (Bohrmaschine mit Rühraufsatz)
- Drucksprüher für die Grundierung (optional, aber empfehlenswert)
- Quast und Pinsel zum Anstreichen
- Akkuschrauber und Schrauben
- Hammer
- Cuttermesser für die Dachpappe
Schritt für Schritt zum Traumgrill: Die Bauanleitung
Schritt 1: Das Fundament – Die Basis für Stabilität
Ein stabiles und ebenes Fundament ist das A und O für Ihren gemauerten Grill. Ohne eine solide Basis kann das Bauwerk absacken oder reißen. Beginnen Sie damit, die Grasnabe an der gewünschten Stelle abzutragen. Stellen Sie sicher, dass der Untergrund absolut eben ist. Nutzen Sie dazu einen Spaten und gegebenenfalls eine Wasserwaage.
Messen Sie anschließend die Fläche für Ihr Fundament sorgfältig aus. Eine Größe von 60 x 80 cm ist ideal für die geplante Grillkonstruktion. Stecken Sie die Fläche mithilfe von Schnüren und Pflöcken präzise ab. Die Tiefe des Aushubs hängt davon ab, wie dauerhaft und stabil Ihr Grill sein soll. Eine Spatentiefe (ca. 20-30 cm) ist in der Regel ausreichend, aber auch weniger kann genügen, wenn der Untergrund sehr fest ist.
Nach dem Aushub füllen Sie zunächst eine Schicht Kies ein. Dieser dient als Drainage und verhindert, dass sich Staunässe unter dem Fundament bildet. Darauf folgt der Blitzbeton. Mischen Sie den Beton gemäß den Herstellerangaben auf der Verpackung an und gießen Sie ihn in die ausgehobene Grube. Achten Sie darauf, dass die Oberfläche des Betons glatt und eben ist. Lassen Sie das Fundament nun vollständig trocknen. Die Trocknungszeit für Blitzbeton beträgt meist etwa zwei Tage. Beachten Sie die genauen Angaben des Herstellers. Wichtig: Die Außentemperatur sollte während des gesamten Mauervorgangs nicht unter 10 Grad Celsius liegen, um eine optimale Aushärtung des Mörtels zu gewährleisten.
Schritt 2: Porenbetonsteine sägen – Präzision ist Trumpf
Porenbeton ist ein leicht zu bearbeitendes Material, was das Zuschneiden erleichtert. Für Ihren Grill benötigen Sie verschiedene Größen. Von den 10 cm dicken Porenbetonsteinen müssen fünf Stück zugesägt werden: Vier Steine mit einer Breite von 50 cm und zwei Steine (aus einem Porenstein) mit einer Breite von 20 cm. Alle diese Steine behalten ihre ursprüngliche Höhe von 20 cm.
Für die beiden 50 cm langen Steine, die später die Auflager für das Warmhaltegitter bilden, sägen Sie eine Ecke heraus. Die Maße dieser Aussparung betragen 4 cm in der Breite, 2 cm in der Höhe und 50 cm in der Länge. Heben Sie die ausgeschnittenen Materialstücke unbedingt auf, da sie später als Unterfütterung beim Mauern dienen, bis der Mörtel trocken ist.
Von den 5 cm dicken Steinen wird nur ein Stein benötigt, der in zwei Teile zugeschnitten wird: Ein Stein mit 40 cm Breite und 10 cm Höhe, sowie ein weiterer Stein mit 10 cm Breite und 20 cm Höhe. Diese dünneren Steine sind entscheidend für die Gestaltung der vierten und siebten Reihe.
Tipp: Kleine Unebenheiten oder Kanten, die beim Sägen entstehen, können Sie nachträglich mit der Säge oder einer Raspel für Porenbeton problemlos abtragen und glätten. Planen Sie beim Kauf der Steine immer eine kleine Sicherheitsreserve für Verschnitt ein. Es ist ärgerlich, wenn am Ende ein Stein fehlt.
Schritt 3: Das Mauern des Grills – Stein für Stein zum Ziel
Das Mauern ist das Herzstück des Grillbaus. Mischen Sie den Dünnbettmörtel (z.B. Ytongkleber) gemäß den Anweisungen des Herstellers an. Achten Sie auf eine klumpenfreie, homogene Konsistenz.
Tragen Sie eine etwa 1 cm dicke Schicht Mörtel auf das getrocknete Fundament auf. Dies ist die Basis für die erste Steinreihe. Setzen Sie nun die ersten drei ganzen Steine (10 cm dick) nebeneinander. Dort, wo die Steine aneinanderstoßen, muss ebenfalls Mörtel mit einer 3 mm Zahnkelle aufgetragen werden, um eine feste Verbindung zu gewährleisten.
Für die zweite Reihe benötigen Sie von links nach rechts folgende Steinbreiten: 50 cm (zugesägt), 60 cm (ganzer Stein), 20 cm (zugesägt), 50 cm (zugesägt). Der Mörtel wird zunächst oben auf der ersten Steinreihe mit der Zahnkelle aufgezogen. Setzen Sie dann Stein für Stein präzise und tragen Sie auch hier an den Stoßkanten Mörtel auf. Überprüfen Sie regelmäßig mit der Wasserwaage, ob die Steine gerade und im Lot sind.
Die dritte Reihe wird wieder aus drei ganzen Steinen gesetzt, genau wie die erste Reihe. Dies sorgt für Stabilität und einen gleichmäßigen Aufbau.
Die vierte Reihe ist etwas Besonderes: Sie besteht aus zwei der dünneren Steine (5 cm dick) und dem dazu passenden Zuschnitt von 40 x 10 x 5 cm. Diese Steine werden flach, also auf ihrer 5 cm dicken Seite, angebracht. Dies schafft eine leichte Vertiefung und eine optische Abwechslung.
Die fünfte Reihe gleicht wieder der ersten und dritten Reihe und besteht aus drei ganzen Porenbetonsteinen in 10 cm Stärke.
In Reihe sechs wird nur die hintere Reihe mit Mörtel versehen. Rechts und links werden die beiden 50 cm-Steine mit den zuvor ausgesägten Aussparungen gesetzt. Ziehen Sie dazu vorher auf die Auflagefläche der Steine mit der Zahnkelle Mörtel auf. Ganz wichtig: Die Aussparungen müssen unbedingt mit den beim Sägen angefallenen Reststücken unterfüttert werden, bis der Mörtel vollständig getrocknet ist. Dies verhindert ein Absacken der Steine.
In der siebten Reihe werden wieder drei ganze Porenbetonsteine (10 cm dick) sowie der 10 cm breite Zuschnitt von den fünf Zentimeter starken Porenbetonsteinen gesetzt. Diese Reihe bildet die entscheidende Auflage für das Warmhaltegitter und dient gleichzeitig als Basis für die spätere Abdeckung.
Arbeiten Sie stets sorgfältig und lassen Sie den Mörtel zwischen den Reihen gemäß Herstellerangaben anziehen, um die Stabilität des Bauwerks zu gewährleisten. Entfernen Sie überschüssigen Mörtel sofort.
Schritt 4: Grundieren – Schutz vor Putzbrand
Nachdem der gemauerte Grill vollständig getrocknet ist, ist der nächste entscheidende Schritt die Grundierung. Porenbeton ist von Natur aus sehr porös und saugfähig. Würde man direkt Putz auftragen, würde der Porenbeton dem Putz zu schnell das Wasser entziehen, was zu Rissen und einer schlechten Haftung führen würde – ein Phänomen, das als Putzbrand bekannt ist.
Eine geeignete Grundierung gleicht die Saugfähigkeit des Untergrunds aus und schafft eine optimale Haftbrücke für den späteren Putz oder die Dichtschlämme. Wir empfehlen eine flüssige Grundierung, die speziell für mineralische Untergründe im Außenbereich geeignet ist.
Tipp: Das Auftragen der Grundierung geht besonders leicht und gründlich mit einem Drucksprüher. Füllen Sie die Grundierung in den Sprüher und tragen Sie sie gleichmäßig auf alle sichtbaren Flächen des Grills auf. Achten Sie darauf, dass keine Stellen ausgelassen werden. Lassen Sie die Grundierung anschließend vollständig trocknen, bevor Sie mit dem nächsten Schritt fortfahren.
Schritt 5: Oberflächenbehandlung – Verputzen oder Dichtschlämme?
Nach der Grundierung steht die Wahl der Oberflächenbehandlung an. Hier gibt es zwei gängige Optionen, die jeweils ihre eigenen Vorteile haben:
| Option | Vorteile | Nachteile/Besonderheiten | Empfehlung |
|---|---|---|---|
| Dichtschlämme | Sehr dünner Auftrag (zweimalig), extrem wasserdicht, schützt Porenbeton optimal vor Feuchtigkeit im Außenbereich, widerstandsfähig. | Weniger optische Gestaltungsmöglichkeiten als Putz (eher glatte Oberfläche). | Ideal für optimalen Feuchtigkeitsschutz und eine moderne, schlichte Optik. |
| Verputz | Vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten (Strukturen, Farben), klassische Optik. | Mehrschichtiger Auftrag (Unterputz, Endputz), längere Trocknungszeiten, erfordert präzises Arbeiten, muss bei den Maßen der Steine berücksichtigt werden. | Für Liebhaber klassischer Putzoptik; erfordert mehr Aufwand und Fachkenntnis. |
Wir haben uns für die Dichtschlämme entschieden, da sie zwei entscheidende Vorteile vereint: Der zweimalige Auftrag ist insgesamt recht dünn, was die Gesamtmaße des Grills kaum verändert. Zudem wird die Beschichtung dadurch besonders wasserdicht, was für Porenbeton im Außenbereich absolut empfehlenswert ist und die Langlebigkeit des Grills erheblich steigert. Mischen Sie die Dichtschlämme gemäß Herstellerangaben an und tragen Sie sie in zwei Schichten auf. Lassen Sie jede Schicht vollständig trocknen.
Wenn Sie sich für Verputz entscheiden, sollten Sie dies bereits zu Beginn bei der Planung der Maße entsprechend berücksichtigen, da Putz eine gewisse Dicke aufträgt. Es empfiehlt sich ein dünner Unterputz (z.B. Gipsputz), gefolgt von einem möglichst harten, dickeren Endputz (z.B. Sockelputz) nach völligem Austrocknen des Unterputzes.
Schritt 6: Der Anstrich – Farbe und Schutz
Nachdem die Oberflächenbehandlung getrocknet ist, folgt der Anstrich. Wir empfehlen eine hochwertige Silikatfarbe für den Außenbereich. Silikatfarbe ist ideal für mineralische Untergründe wie Porenbeton und Putz, da sie mineralisch verkieselt und somit eine sehr dauerhafte und atmungsaktive Verbindung mit dem Untergrund eingeht. Ihre Vorteile sind:
- Atmungsaktivität: Lässt Feuchtigkeit aus dem Mauerwerk entweichen, verhindert Schimmelbildung.
- Witterungsbeständigkeit: Extrem widerstandsfähig gegenüber Regen, UV-Strahlung und Temperaturschwankungen.
- Nicht brennbar: Ein wichtiger Sicherheitsaspekt bei einem Grill.
- Langlebigkeit: Silikatfarben sind sehr haltbar und farbstabil.
Tragen Sie die Silikatfarbe mit einem Quast oder einem breiten Pinsel in zwei Schichten auf. Achten Sie auf einen gleichmäßigen Auftrag. Lassen Sie jede Schicht vollständig trocknen, bevor Sie die nächste auftragen. Die genauen Trocknungszeiten finden Sie auf der Verpackung der Farbe. Ein sorgfältiger Anstrich schützt Ihren Grill nicht nur vor Witterungseinflüssen, sondern verleiht ihm auch den letzten optischen Schliff.
Schritt 7: Eine passende Abdeckung – Schutz vor den Elementen
Eine gute Abdeckung ist unerlässlich, um Ihren gemauerten Grill vor Regen, Schnee und Schmutz zu schützen, wenn er nicht in Gebrauch ist. So bleibt die Feuerstelle trocken und die Lebensdauer des Grills wird verlängert. Bauen Sie aus Holzbrettern und Teerpappe einen Deckel mit ausreichend Überstand. Für die in dieser Anleitung angegebenen Maße des Grills ist ein Deckelmaß von 100 cm x 80 cm ideal.
Verschrauben Sie einzelne Holzbretter von unten mit Dachlatten, um die gewünschte Größe zu erreichen und Stabilität zu gewährleisten. Bringen Sie die Dachlatten so an, dass sie die Abdeckung gegen Verrutschen sichern – also innen liegend entlang der Kanten des Grills. Dies gewährleistet, dass der Deckel bei Wind und Wetter sicher auf dem Grill liegt.
Anschließend wird dieser Holzdeckel mit Dachpappe bezogen. Befestigen Sie die Dachpappe mit den dazugehörigen Dachpappennägeln und legen Sie sie sorgfältig um die Kanten herum. Lassen Sie die Ecken überlappen, um eine optimale Wasserdichtigkeit zu erreichen. Ein gut gebauter Deckel ist ein einfacher, aber effektiver Schutz für Ihr Grillmeisterwerk.
Schritt 8: Aluprofile zusägen und einkleben – Die Rostauflage
Die Aluprofile dienen als Auflage für das Stahlblech der Kohleschale und für den Grillrost. Sägen Sie die Aluprofile auf eine Länge von 50 cm zu. Bringen Sie diese anschließend mit Montagekleber jeweils rechts und links auf die dafür vorgesehenen Auflager im Inneren des Grills an. Achten Sie auf eine exakte Ausrichtung, damit Rost und Kohleschale später perfekt passen. Lassen Sie den Kleber vollständig trocknen, bevor Sie die weiteren Komponenten einsetzen.
Schritt 9: Zusammensetzen und Probe-Grillen – Der erste Genuss
Nun sind Sie fast am Ziel! Es müssen nur noch die letzten Komponenten eingesetzt werden. Legen Sie das zugeschnittene Stahlblech als Kohleschale auf die Aluprofile. Darüber platzieren Sie den Grillrost auf die entsprechenden Auflager. Das Warmhaltegitter findet seinen Platz auf der oberen Ebene, die Sie in der siebten Steinreihe geschaffen haben. Setzen Sie zum Schluss die vorbereitete Abdeckung auf den Grill.
Herzlichen Glückwunsch! Ihr selbst gebauter Holzkohlegrill ist fertig! Bevor Sie jedoch eine große Grillparty veranstalten, empfiehlt sich ein Probegrillen im kleineren Rahmen. Dies gibt Ihnen die Möglichkeit, Ihren neuen Grill kennenzulernen, die Hitzeverteilung zu testen und sich mit seinen Eigenheiten vertraut zu machen. So können Sie beim ersten großen Grillfest entspannt glänzen.
Besonders praktisch ist die integrierte Warmhaltefläche. Dank ihr können Sie beispielsweise Steaks nach dem scharfen Anbraten perfekt ruhen lassen, damit sie auf den Punkt gegart und saftig bleiben. Diese Ruhephase ist entscheidend für ein optimales Grillergebnis.
Wartung und Pflege Ihres gemauerten Grills
Ein selbst gebauter Grill ist eine Investition, die sich mit der richtigen Pflege auszahlt. Hier sind einige Tipps, um die Langlebigkeit und Funktionalität Ihres Grills zu gewährleisten:
- Reinigung nach jedem Gebrauch: Entfernen Sie nach dem Abkühlen Asche und Kohlereste. Reinigen Sie den Grillrost gründlich, am besten noch warm.
- Schutz vor Witterung: Nutzen Sie die selbst gebaute Abdeckung, um den Grill bei Nichtgebrauch vor Regen, Schnee und starker Sonneneinstrahlung zu schützen.
- Regelmäßige Inspektion: Überprüfen Sie regelmäßig den Zustand des Putzes oder der Dichtschlämme und des Anstrichs. Kleinere Risse oder Abplatzungen sollten frühzeitig ausgebessert werden, um Feuchtigkeitsschäden zu vermeiden.
- Holzpflege der Abdeckung: Kontrollieren Sie die Holzabdeckung auf Feuchtigkeitsschäden oder Fäulnis. Gegebenenfalls muss die Teerpappe erneuert oder das Holz behandelt werden.
Häufig gestellte Fragen (FAQs) zum Holzkohlegrill selber bauen
- Welche Art von Steinen sind am besten für den Bau eines Grills geeignet?
- Für diese Anleitung wurden Porenbetonsteine verwendet, da sie leicht zu bearbeiten sind, gute Isoliereigenschaften haben und eine solide Basis für den Grill bilden. Alternativ können auch Klinker, Betonsteine oder spezielle Grillsteine verwendet werden, die jedoch eine andere Bearbeitung und Mörtelart erfordern können.
- Wie lange dauert der Bau eines solchen Grills?
- Die reine Bauzeit (ohne Trocknungsphasen) kann je nach handwerklichem Geschick und Vorbereitung ein bis zwei volle Tage in Anspruch nehmen. Die Trocknungszeiten für Fundament, Mörtel, Grundierung, Putz/Dichtschlämme und Farbe verlängern das Gesamtprojekt auf etwa eine Woche bis zehn Tage, abhängig von den Wetterbedingungen und Herstellerangaben.
- Kann ich den Grill auch an einer Wand anbauen?
- Ja, das ist grundsätzlich möglich. Achten Sie jedoch darauf, dass die Wand nicht brennbar ist und ein ausreichender Abstand zu brennbaren Materialien eingehalten wird. Die Bauweise muss gegebenenfalls an die Anbindung an die Wand angepasst werden, um Stabilität und Feuersicherheit zu gewährleisten.
- Welche Art von Mörtel sollte ich verwenden?
- Für Porenbetonsteine ist Dünnbettmörtel (z.B. Ytongkleber) ideal, da er eine sehr dünne Fuge ermöglicht und gut zu den Eigenschaften der Steine passt. Für andere Steinarten wie Klinker oder Betonsteine benötigen Sie herkömmlichen Mauermörtel.
- Ist dieser Grill frostsicher?
- Mit dem beschriebenen Fundament, der wasserdichten Dichtschlämme und einer wetterfesten Abdeckung ist der Grill gut gegen Frost geschützt. Wichtig ist, dass keine Staunässe im Mauerwerk entstehen kann. Die Verwendung von frostbeständigen Materialien ist hierbei entscheidend.
- Kann ich auch einen Gasgrill daraus machen?
- Diese Anleitung ist speziell für einen Holzkohlegrill konzipiert. Die Umrüstung auf einen Gasgrill würde eine komplett andere Innenkonstruktion für Gasbrenner, Gasflaschenlagerung und Belüftung erfordern. Dies ist ein deutlich komplexeres Projekt, das spezielle Fachkenntnisse und Sicherheitsvorkehrungen erfordert.
Fazit: Ihr Unikat für unvergessliche Grillmomente
Der Bau eines eigenen Holzkohlegrills ist ein lohnendes Projekt, das nicht nur handwerkliches Geschick fordert, sondern am Ende mit einem einzigartigen und äußerst funktionalen Ergebnis belohnt wird. Mit dieser detaillierten Anleitung sind Sie bestens gerüstet, um Ihren Traum vom individuellen Gartengrill zu verwirklichen. Genießen Sie die Zufriedenheit, etwas Bleibendes geschaffen zu haben, und freuen Sie sich auf unzählige gesellige Stunden und köstliche Grillabende mit Familie und Freunden. Ihr selbst gebauter Grill wird nicht nur zum kulinarischen Mittelpunkt Ihres Gartens, sondern auch zu einem Gesprächsthema, das Ihre Leidenschaft für das Grillen widerspiegelt.
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