Wie pflege ich meine Grillplatte?

Gasgrill reinigen: Blitzblank für Grillgenuss

29/07/2023

Rating: 4.55 (2129 votes)

Für leidenschaftliche Grillmeister:innen beginnt mit den ersten warmen Tagen die schönste Zeit des Jahres. In entspannter Atmosphäre herzhafte Leckereien genießen, die ohne großes Zutun schnell zubereitet sind. Herrlich! Doch damit der Grill hygienisch sauber bleibt und Sie möglichst lange Freude an ihm haben, sollte die Reinigung nicht vernachlässigt werden. Ob Sie einen Gasgrill, einen Grill aus Gusseisen oder einen modernen Edelstahl-Grill reinigen wollen – in diesem umfassenden Ratgeber bekommen Sie wertvolle Tipps, wie Sie Ihren Grill richtig pflegen und für ungetrübten Grillgenuss sorgen.

Was muss ich beim Kauf eines Gasgrills beachten?
Gasgrill: Achten Sie zusätzlich auf Brenner und Gasleitungen. Reinigen Sie die Fettauffangschale häufiger, da flüssiges Fett hier direkt abläuft und Ranzbildung begünstigt. Letzte Aktualisierung am 2025-07-06 at 14:27 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Die Frage, wie oft ein Gasgrill gereinigt werden sollte, ist zentral für seine Langlebigkeit und die Qualität Ihrer Grillergebnisse. Es geht dabei um weit mehr als nur Ästhetik; eine regelmäßige und sachgemäße Reinigung Ihres Grills ist entscheidend für Ihre Gesundheit, den unverfälschten Geschmack Ihrer Speisen und die Effizienz Ihres Geräts. Eingebrannte Rückstände können sich verhärten und bei der nächsten Nutzung gesundheitsschädliche Stoffe freisetzen. Mit einem sauber gehaltenen Grill steigern Sie außerdem die Lebensdauer Ihres Geräts und schonen langfristig Ihren Geldbeutel.

Inhaltsverzeichnis

Warum Grillreinigung so wichtig ist: Mehr als nur Sauberkeit

Ein sauberer Grillrost ist das A und O für jeden Grillfan. Doch welche konkreten Vorteile bringt eine akribische Reinigung mit sich? Es sind vor allem drei Aspekte, die hier hervorstechen: Gesundheit, Geschmack und Effizienz. Vernachlässigen Sie die Reinigung, riskieren Sie nicht nur unappetitliche Rückstände, sondern auch ernsthafte Beeinträchtigungen.

Gesundheitliche Aspekte: Vorbeugung von Risiken

Fettrückstände und altes Kochfett sind ideale Brutstätten für Krankheitserreger. Wenn Speisereste und Fett über längere Zeit auf dem Rost verbleiben, können sie nicht nur schimmeln, sondern auch Bakterien und Keime ansammeln. Eine gründliche Reinigung reduziert das Risiko von Magen-Darm-Beschwerden und Entzündungen, die durch kontaminierte Lebensmittel entstehen können. Zudem können sich beim erneuten Erhitzen von eingebrannten Rückständen gesundheitsschädliche Stoffe wie polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) bilden, die krebserregend wirken können. Ein sauberer Grill schützt somit Ihre Gesundheit und die Ihrer Gäste.

Geschmackliche Vorteile: Unverfälschter Genuss

Rückstände alter Speisen und Rußpartikel können den Eigengeschmack von Fleisch, Gemüse oder Fisch negativ verändern. Nichts ist ärgerlicher, als wenn Ihr perfekt gegartes Steak einen bitteren oder ranzigen Beigeschmack bekommt, weil sich alte Ablagerungen beim Erhitzen wieder lösen und in Ihr Grillgut übergehen. Ein blanker Grillrost garantiert reine Aromen und eine gleichmäßige Hitzeverteilung, sodass Ihre Speisen optimal garen und ihren vollen, unverfälschten Geschmack entfalten können. Stellen Sie sich vor, wie viel besser Ihr Grillgut schmeckt, wenn es auf einer wirklich sauberen Fläche liegt!

Effizienz und Sicherheit: Mehr Leistung, weniger Sorgen

Saubere Brenner und Roste leiten die Hitze besser weiter. Eingebrannte Ablagerungen isolieren Teile des Rostes, sodass heiße Strahlen nicht gleichmäßig verteilt werden. Das Ergebnis: unregelmäßig gegarte Steaks und kalte Stellen. Durch die Beseitigung dieser Isolationsschichten sparen Sie Energie und verkürzen die Grillzeit, da die Hitze effizienter genutzt wird. Darüber hinaus minimiert eine saubere Grillfläche das Sicherheitsrisiko von Fettansammlungen in der Fettauffangschale oder im Inneren des Grills, die zu gefährlichen Aufflammungen und unkontrollierten Fettbränden führen können. Ein sauberer Grill ist somit nicht nur leistungsfähiger, sondern auch sicherer.

Die richtige Ausrüstung für eine makellose Grillfläche

Egal, mit welchem Modell Sie grillen: Es ist sinnvoll, geeignete Utensilien zur Reinigung anzuschaffen. Die Wahl der richtigen Werkzeuge hängt oft vom Material Ihres Grills ab. Hier ist eine Übersicht der wichtigsten Helfer:

  • Grillbürste: Das A und O jeder Grillreinigung. Achten Sie auf Bürsten mit robusten Borsten, die zum Material Ihres Rostes passen (z.B. Messing für Gusseisen, Edelstahl für Edelstahlroste). Idealerweise mit einem langen, rutschfesten Griff.
  • Grillschaber: Unverzichtbar zum Lösen von hartnäckigen Verkrustungen und eingebrannten Resten, besonders effektiv nach dem Einweichen.
  • Grillreiniger: Spezielle Reiniger, die auf Öl- oder Fettlöserbasis wirken und hartnäckige Verschmutzungen ohne viel Schrubben lösen.
  • Grill-Reinigungsschwämme: Passend zum Material und Typ, um Kratzer zu vermeiden.
  • Grill-Handschuhe: Schützen Ihre Hände vor Schmutz, Hitze und Reinigungsmitteln.
  • Mikrofasertuch und Küchenhandtuch: Zum Nachpolieren und gründlichen Trocknen, um Rostbildung zu verhindern.
  • Sprühflasche: Ideal zum Auftragen von Hausmitteln wie Essig-Wasser-Lösungen.

Vergleich der Reinigungsmethoden nach Material

GrillmaterialEmpfohlene ReinigungsmethodeGeeignete Werkzeuge/MittelVermeiden Sie
Gusseisen-GrillrostSchonende Trockenreinigung, Einbrennen der PatinaWeiche Bürste (Messing/Naturfasern), Pflanzenöl (Raps-, Leinöl)Chemische Reiniger, Spülmittel, Stahlwolle, langes Einweichen in Wasser
Edelstahl-GrillrostPyrolyse, feuchtes Abwischen, bei Bedarf Hausmittel/SpezialreinigerGrillbürste (Edelstahl), Spülmittel, Backofenreiniger, Essig, BackpulverAggressive Scheuermittel, Drahtbürsten, die die Oberfläche zerkratzen könnten
Gasgrill (allgemein)Pyrolyse, Bürsten, regelmäßige Innen- und AußenreinigungSpezielle Grillbürste für Gasgrills, Grillschaber, Schwamm, Seifenwasser, spezielle GasgrillreinigerAggressive Chemikalien (Spiritus, Laugen), Drahtschwämme (kratzen Oberflächen)

Gasgrill reinigen: Schritt für Schritt zum Glanz

Die Reinigung eines Gasgrills ist einfacher, als Sie denken, besonders wenn Sie die Pyrolyse-Methode nutzen. Hier ist eine detaillierte Schritt-für-Schritt-Anleitung:

Schritt 1: Pyrolyse – Ausbrennen von Speiseresten

Der einfachste Weg, einen Gasgrill zu reinigen, ist die Pyrolyse, also das Ausbrennen durch Hitze. Nachdem das letzte Grillgut vom Rost ist, stellen Sie am besten alle Brenner noch einmal auf volle Flamme und schließen den Deckel. Lassen Sie den leeren Grill für etwa 10–15 Minuten stark erhitzen. Das Brutzeln verbrennt die meisten Speisereste und Fett zu Asche. Sobald der Grill nicht mehr oder nur noch wenig qualmt, können Sie die Gaszufuhr abstellen und den Deckel wieder öffnen. Lassen Sie den Grill leicht abkühlen, bis er noch warm, aber nicht mehr glühend heiß ist.

Schritt 2: Grobreinigung und Abbürsten

Sobald der Grill etwas abgekühlt ist, lassen sich die verkohlten Speisereste und die Asche problemlos entfernen. Ziehen Sie Ihre Grill-Handschuhe an. Nehmen Sie eine geeignete Grillbürste (z.B. mit Edelstahlborsten für Edelstahlroste oder einer speziellen Gasgrillbürste) und bürsten Sie die Asche und lockeren Rückstände vom Rost. Bürsten Sie dabei in Richtung der Roststäbe, um die Borsten nicht zu beschädigen. Ein Grillschaber kann bei besonders hartnäckigen Verkrustungen helfen. Achten Sie darauf, sämtliche lockere Partikel zu entfernen – das ist entscheidend für eine einwandfreie Grillreinigung.

Schritt 3: Innenreinigung – Brennkammer und Fettauffangschale

Die Innenreinigung des Gasgrills sollte regelmäßig erfolgen, da sich hier Fett und Ruß ansammeln können. Entfernen Sie den Grillrost. Die Brennkammer lässt sich mit einem feuchten Schwamm und etwas Seifenwasser (Spülmittel) schnell reinigen. Verzichten Sie auf Drahtschwämme und aggressive chemische Reiniger, da diese die Oberflächen zerkratzen und ungesunde Rückstände hinterlassen könnten. Bei Bedarf können Sie einen Grillschaber verwenden, um hartnäckige Verkrustungen von den Wänden und der Unterseite der Brennkammer zu lösen. Die Fettauffangschale sollte nach jeder Nutzung geleert und gereinigt werden, da sich hier flüssiges Fett sammelt, das ranzig werden und üble Gerüche verursachen kann.

Schritt 4: Außenreinigung – Gehäuse und Oberflächen

Um den Glanz und schönen Anblick Ihres Gasgrills zu erhalten, sollten Sie ihn ab und zu auch von außen reinigen. Dazu nehmen Sie am besten einen weichen Schwamm oder ein Mikrofasertuch und einen speziellen Edelstahlreiniger, falls Ihr Grill aus diesem Material ist. Ein normaler Glasreiniger tut’s in den meisten Fällen auch für lackierte oder emaillierte Oberflächen. Wischen Sie Staub, Fettspritzer und Fingerabdrücke ab. Achten Sie auch auf die Bedienelemente und Knöpfe, die oft fettige Rückstände aufweisen.

Schritt 5: Spülen, Trocknen und Nachbehandlung

Nachdem Sie alle gereinigten Teile mit warmem Wasser und etwas Spülmittel abgespült haben, um Essig- oder Backpulverreste zu entfernen, ist das gründliche Trocknen von größter Bedeutung. Verwenden Sie ein sauberes Mikrofasertuch oder Küchenpapier und trocknen Sie alle Oberflächen sorgfältig ab, damit kein Wasser zurückbleibt. Eine komplett trockene Oberfläche verhindert die Bildung von Rost. Anschließend, besonders beim Gusseisenrost oder um Flugrost vorzubeugen, erhitzen Sie den Grill kurz, bis er lauwarm ist. Tragen Sie dann mit einem getränkten Tuch oder einer Pinselspitze ein dünnes Schutzöl (z. B. Rapsöl oder Leinöl) gleichmäßig auf den Grillrost auf. Das Öl bildet eine dünne Schutzschicht, die Rostbildung vorbeugt und gleichzeitig als natürliche Antihaft-Beschichtung wirkt. Nach dem Abkühlen ist Ihr Grill startklar für die Grillsaison!

Hausmittel und Profi-Reiniger: Die besten Helfer gegen hartnäckigen Schmutz

Wer Geld sparen möchte, kann den Grill mit Hausmitteln reinigen. Diese sind oft genauso effektiv wie chemische Reiniger und schonender für Umwelt und Material. Für besonders hartnäckige Fälle gibt es spezielle Profi-Reiniger.

Wie lange hält ein Gasgrill?
Bei richtiger Pflege kannst du die Lebensdauer deines Grills deutlich erhöhen. Ein guter Gasgrill kann dabei ein Leben lang funktionstüchtig sein. Neben der regelmäßigen Reinigung gibt es dabei noch ein paar Punkte, auf die du achten solltest: Ist der Grill nicht in Benutzung, so sind Abdeckhauben vorteilhaft.

Effektive Hausmittel für die Grillreinigung

  • Essig: Weißer Tafel- oder Spiritusessig löst Kalk- und Fett­rückstände hervorragend. Mischen Sie Essig und warmes Wasser im Verhältnis 1:1 in einer Sprühflasche. Sprühen Sie die Lösung großzügig auf Rost und Innenseite des Grills, lassen Sie sie 15–20 Minuten einwirken und bürsten Sie anschließend ab.
  • Backpulver: Wirkt als mildes Schleifmittel und entfernt hartnäckige Verkrustungen. Rühren Sie aus Backpulver und Wasser eine dickflüssige Paste an und tragen Sie diese auf die betroffenen Stellen auf. Lassen Sie die Paste 15–20 Minuten einwirken, bevor Sie sie abbürsten. Für extra Power geben Sie einen Spritzer Zitronensaft zur Paste.
  • Zitronensaft: Spendet Frische, greift sanft Rost an und verstärkt die Reinigungswirkung von Backpulver. Auch pur aufgetragen kann er bei leichteren Verschmutzungen helfen.
  • Spülmittel: Für die allgemeine Reinigung und zum Abspülen nach der Behandlung mit Hausmitteln ist normales Spülmittel in warmem Wasser bestens geeignet.

Spezielle Grillreiniger und ihre Vorteile

Wenn Hausmittel an ihre Grenzen stoßen, sind spezielle Grillreiniger eine gute Wahl. Diese Sprays oder Schäume sind auf Fettlöser-Basis formuliert und können eingebrannte Rückstände oft in wenigen Minuten lösen. Achten Sie beim Kauf auf biologisch abbaubare und umweltfreundliche Formeln. Sie sind besonders gut für hartnäckige Verschmutzungen im Gehäuse oder an schwer zugänglichen Stellen geeignet. Wichtig ist immer, die Anweisungen des Herstellers genau zu befolgen und die Reiniger vollständig abzuspülen, bevor der Grill wieder in Betrieb genommen wird.

Häufige Fehler bei der Grillreinigung vermeiden

Selbst mit den besten Absichten können bei der Grillreinigung Fehler passieren, die dem Gerät mehr schaden als nützen. Hier sind die gängigsten Fallen und wie Sie sie umgehen:

Zu aggressives Schrubben vs. Schonreinigung

Viele greifen beim Entfernen eingebrannter Rückstände zu Drahtbürsten oder Stahlwolle, besonders wenn der Schmutz hartnäckig ist. Dies kann jedoch die Schutzschicht aus Edelstahl oder Emaille zerstören, feine Kratzer hinterlassen und somit eine Angriffsfläche für Rost bieten. Verwenden Sie stattdessen eine Bürste mit Messing- oder Edelstahlborsten und üben Sie nur mäßigen Druck aus. So schonen Sie die Oberfläche und verhindern Schäden, die später zu Problemen führen können. Bei Gusseisenrosten ist eine weiche Bürste aus Messing oder Naturfasern Pflicht, um die wertvolle Patina zu erhalten.

Falsche Reinigungsmittel und Oberflächenschäden

Lösungsmittel auf Ammoniak- oder Chlorbasis sowie aggressive Backofenreiniger, die nicht für Grills ausgewiesen sind, greifen Metallbeschichtungen, Dichtungen und empfindliche Oberflächen an. Sie können Verfärbungen verursachen, Materialien porös machen und im schlimmsten Fall sogar gesundheitsschädliche Dämpfe freisetzen. Verzichten Sie daher auf aggressive Reiniger aus dem Putzschrank und setzen Sie auf unsere empfohlenen Hausmittel oder spezielle Grillreiniger, die explizit für Outdoor-Küchengeräte entwickelt wurden. Diese sind auf die Materialien Ihres Grills abgestimmt und schonen sie.

Unzureichendes Trocknen und seine Folgen

Eine der häufigsten Ursachen für Rostbildung am Grill ist unzureichendes Trocknen. Oberflächen, die nicht komplett trocken sind, neigen zur schnellen Rostbildung, besonders bei Metallteilen. Nach jeder Reinigung – ob mit Hausmittel oder Profi-Reiniger – müssen Sie den Grill und alle abnehmbaren Teile mit einem sauberen Mikrofasertuch sorgfältig abtrocknen. Bei Zweifel: Heizen Sie den Grill kurz auf mittlerer Stufe vor, um Restfeuchte zu verdampfen und so eine trockene Basis für den nächsten Grillgang zu schaffen. Besonders die schwer erreichbaren Stellen müssen sorgfältig getrocknet werden.

Grillpflege für ein langes Grilleben: Profi-Tipps

Neben der regelmäßigen Reinigung gibt es weitere Tricks und Gewohnheiten, die die Lebensdauer Ihres Gasgrills erheblich verlängern und den Pflegeaufwand minimieren können.

Die richtige Reinigungsfrequenz für Ihren Gasgrill

Wie oft sollte man einen Gasgrill reinigen? Eine regelmäßige Grillreinigung nach jeder Nutzung minimiert Fettablagerungen und verlängert die Lebensdauer Ihres Geräts. Nach jedem Grillabend sollten Sie grobe Rückstände mit der Grillbürste entfernen und Asche aus der Fettauffangschale entsorgen. Eine gründliche Komplettreinigung – inklusive Einweichen und Schrubben der Brennerkammer – empfiehlt sich alle 3–5 Einsätze beziehungsweise mindestens einmal pro Saison vor dem ersten Gebrauch und vor dem Einwintern. Die Außenreinigung kann je nach Bedarf erfolgen, um den Glanz zu erhalten.

Natürlicher Rostschutz mit Pflanzenöl

Nach der Reinigung ist die Oberfläche Ihres Grillrosts, insbesondere bei Gusseisen, anfällig für Feuchtigkeit und Flugrost. Statt chemischer Rostschutzmittel verwenden Sie lieber ein hitzebeständiges Pflanzenöl (z. B. Rapsöl oder Leinöl). Tränken Sie ein Küchenpapier damit und reiben Sie den lauwarmen Rost dünn ein. Das Öl polymerisiert beim nächsten Aufheizen zu einer Schutzschicht, die Rostbildung effektiv vorbeugt und zugleich als natürliche Antihaft-Beschichtung dient. Dieser Schritt ist besonders wichtig für Gusseisenroste, um deren Patina zu pflegen und zu stärken.

Reinigung des Grillgehäuses und der Roste simultan

Um Zeit zu sparen und den Grill gleichmäßig sauber zu halten, reinigen Sie Gehäuse und Roste parallel. Sprühen Sie Ihre Essig-Wasser-Lösung in das Innere des Grillgehäuses und auf Austrittsöffnungen der Brenner, während Sie den Rost einweichen lassen. So können Sie nach der Einwirkzeit beide Bereiche gleichzeitig mit dem Schaber und der Bürste bearbeiten. Anschließend spülen Sie alles mit klarem Wasser ab und trocknen gründlich – fertig ist der Rundum-Glanz! Diese effiziente Methode spart Zeit und sorgt für ein einheitlich sauberes Ergebnis.

Vorbeugung von Verschmutzungen

  • Vorheizen: Heizen Sie den Grill vor jeder Nutzung 10 Minuten vor. Das verbrennt alte Rückstände und erleichtert deren Entfernung, da sie zu Asche zerfallen.
  • Antihaftöl: Ölen Sie den Rost vor jedem Grillen leicht mit hitzebeständigem Pflanzenöl ein. Das verhindert das Anhaften von Grillgut und erleichtert die spätere Reinigung.
  • Grillmatten/Alufolie: Verwenden Sie Grillmatten oder Alufolie für besonders fettiges Grillgut. Dies reduziert Spritzer und Tropfen, die sich im Grill ansammeln könnten, und die Matten können einfach gereinigt oder entsorgt werden.

Häufig gestellte Fragen (FAQs) zur Grillreinigung

Hier finden Sie Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen rund um die Grillreinigung, um Ihnen den Start in eine saubere Grillsaison zu erleichtern.

Wie entferne ich Fettflecken auf den Pflastersteinen?
Gerade jetzt zur Grillzeit gibt es ja desöfteren einmal Öl- oder Fettflecken auf den Pflastersteinen. Kein Problem mehr. Einfach zwei Spülmaschinentabs in kochendem Wasser auflösen, mit diesem Konzentrat und einer Bürste den Ölflecken schrubben und dann mit heißem Wasser nachspülen.

1. Wie häufig sollte ich meinen Grill reinigen?

Eine grobe Reinigung mit der Grillbürste und das Entleeren der Fettauffangschale sollten nach jeder Nutzung erfolgen. Eine gründliche Komplettreinigung, inklusive Einweichen und Schrubben der Brennkammer, empfiehlt sich alle 3–5 Einsätze beziehungsweise mindestens einmal pro Saison vor dem ersten Gebrauch und vor dem Einwintern.

2. Kann ich Hausmittel und Profi-Reiniger kombinieren?

Ja, eine Kombination aus Hausmitteln (Essig, Backpulver, Zitronensaft) und speziell formulierten Grillreinigern kann sehr effektiv sein. Tragen Sie zuerst Hausmittel für die Vorbehandlung auf, um grobes Fett aufzuweichen, und verwenden Sie anschließend einen Profi-Reiniger, um letzte Verschmutzungen zu lösen. Achten Sie darauf, Rückstände vollständig abzuspülen, bevor Sie das Gerät wieder in Betrieb nehmen.

3. Wie entferne ich tiefsitzenden Rost am Grillrost?

Für hartnäckigen Rost mischen Sie eine Paste aus Backpulver und Wasser und tragen diese etwa 15 Minuten auf. Anschließend schrubben Sie mit einer Bürste aus Messing- oder Edelstahlborsten. Sollte Rost noch verbleiben, hilft ein sanfter Rostentferner auf Zitronensäurebasis. Abschließend gut reinigen, abtrocknen und mit Pflanzenöl einreiben, um erneuter Oxidation vorzubeugen.

4. Darf ich meine Grillroste in der Spülmaschine reinigen?

Das Einlegen von Grillrosten in die Spülmaschine ist nicht zu empfehlen. Heiße Sprühstrahlen und aggressive Reinigungsmittel können die Schutzschicht aus Emaille oder Metall angreifen und Rostschäden verursachen. Bei Gusseisen würde die wertvolle Patina zerstört werden. Besser: Manuelles Abbürsten mit Hausmitteln und gründliches Abspülen per Hand.

5. Was tun, wenn die Brenner Ihres Gasgrills verstopft sind?

Verstopfte Brenner beeinträchtigen die Flammenbildung und die Heizleistung. Schalten Sie den Grill aus und lassen Sie ihn abkühlen. Entfernen Sie die Abdeckungen (Flavorizer Bars) und reinigen Sie die Brenneröffnungen mit einer weichen Bürste oder einer dünnen Drahtbürste (z.B. einer Büroklammer). Spülen Sie mit einer Essig-Wasser-Lösung nach und blasen Sie mit Druckluft (oder pusten Sie vorsichtig) die Restpartikel heraus. Anschließend kontrollieren Sie, ob die Flammen wieder gleichmäßig brennen.

6. Wie reinige ich einen Gusseisen-Grillrost schonend?

Gusseisen verträgt kein langes Einweichen in Wasser und keine aggressiven Chemikalien. Nach der Grobreinigung bürsten Sie den Rost trocken mit einer weichen Messing- oder Naturfaserbürste ab. Tragen Sie dann eine dünne Schicht hitzebeständiges Öl auf und erhitzen Sie den Grill kurz, damit das Öl polymerisiert und die Patina stärkt. Die natürliche Patina des Gusseisens schützt vor Rost und sollte nicht entfernt werden.

7. Welche Tipps helfen, künftige Verschmutzungen zu reduzieren?

Heizen Sie den Grill vor jedem Grillen für 10 Minuten auf höchster Stufe vor, damit sich alte Rückstände verbrennen und leichter abgehen. Ölen Sie den Rost regelmäßig mit hitzebeständigem Pflanzenöl ein, um Anhaften zu verhindern. Verwenden Sie Grillmatten oder Alufolie, um Spritzer zu reduzieren, und spülen Sie diese nach Gebrauch weg.

8. Wie unterscheidet sich die Reinigung von Holzkohle- und Gasgrills?

Beim Holzkohlegrill steht nach dem Abkühlen die vollständige Entfernung der Asche im Vordergrund, da diese Feuchtigkeit anziehen und zu Rost führen kann. Der Rost wird abgebürstet und bei Bedarf mit Essiglösung behandelt. Beim Gasgrill müssen Sie zusätzlich auf die Brenner und Gasleitungen achten. Die Fettauffangschale muss hier häufiger gereinigt werden, da flüssiges Fett direkt abläuft und Ranzbildung begünstigt. Die Pyrolyse ist eine spezielle Methode für Gasgrills, die bei Holzkohlegrills so nicht anwendbar ist.

Wenn du andere Artikel ähnlich wie Gasgrill reinigen: Blitzblank für Grillgenuss kennenlernen möchtest, kannst du die Kategorie Grillpflege besuchen.

Go up