09/08/2023
Wer den unwiderstehlichen Duft und den knusprigen Geschmack einer frisch gebackenen Pizza liebt, aber den Aufwand traditioneller Holz- oder Gasöfen scheut, findet in elektrischen Pizzaöfen die ideale Lösung. Diese modernen Küchenhelfer bringen das echte Pizzeria-Erlebnis direkt in Ihre eigenen vier Wände, und das mit einem Höchstmaß an Bequemlichkeit und Kontrolle. Während Gasöfen ihre Berechtigung im Außenbereich haben und das Flair eines echten Feuers bieten, glänzen elektrische Modelle durch ihre Benutzerfreundlichkeit, Sicherheit und die Möglichkeit, sie ganzjährig im Innenbereich zu nutzen. Kein Warten auf die richtige Holzkohleglut, kein Schleppen von Gasflaschen – einfach einstecken, aufheizen und genießen. Doch was macht diese Öfen so besonders, und worauf sollten Sie bei der Auswahl achten?
- Die unschlagbaren Vorteile elektrischer Pizzaöfen
- Das Herzstück: Der Pizzastein
- Arten von elektrischen Pizzaöfen
- Die Bedeutung der Hitze-Balance
- Zubehör: Von unverzichtbar bis nützlich
- Empfehlenswerte elektrische Pizzaöfen im Überblick
- Häufig gestellte Fragen zu elektrischen Pizzaöfen
- Können elektrische Pizzaöfen wirklich so gute Ergebnisse liefern wie Holz- oder Gasöfen?
- Sind elektrische Pizzaöfen sicher für den Innenbereich?
- Wie lange dauert es, bis ein elektrischer Pizzaofen aufgeheizt ist?
- Wie lange dauert das Backen einer Pizza in einem elektrischen Ofen?
- Welcher Pizzastein ist der beste für elektrische Öfen?
- Wie reinige ich meinen elektrischen Pizzaofen und den Pizzastein?
- Fazit: Die elektrische Revolution des Pizzabackens
Die unschlagbaren Vorteile elektrischer Pizzaöfen
Elektrische Pizzaöfen haben sich in den letzten Jahren rasant weiterentwickelt und bieten eine Reihe von Vorteilen, die sie für viele Pizzaliebhaber zur ersten Wahl machen:
- Unübertroffener Komfort: Einer der größten Pluspunkte ist die einfache Handhabung. Im Gegensatz zu gas- oder holzbefeuerten Öfen, bei denen die Pizza oft ständig gedreht werden muss, genügt es bei elektrischen Modellen meist, die Pizza nach der Hälfte der Backzeit einmal um 180 Grad zu wenden. Das spart Zeit und Nerven.
- Ganzjährige Nutzung im Innenbereich: Elektrische Öfen sind für den Betrieb in der Küche konzipiert. Das bedeutet, Sie können auch im tiefsten Winter oder bei schlechtem Wetter perfekte Pizza backen, ohne ins Freie zu müssen.
- Sicherheit und Sauberkeit: Es gibt keine offene Flamme, keine Gaslecks, die überprüft werden müssen, und keine Asche, die entsorgt werden muss. Der Betrieb ist deutlich sicherer und die Reinigung unkomplizierter. Die meisten Rückstände auf dem Pizzastein verbrennen bei hohen Temperaturen einfach.
- Präzise Temperaturkontrolle: Elektrische Öfen ermöglichen eine sehr genaue Einstellung der Temperatur. Oft gibt es separate Heizelemente für Ober- und Unterhitze, deren Balance entscheidend für ein optimales Backergebnis ist. So wird der Boden knusprig, der Rand luftig und der Belag perfekt gegart, ohne zu verbrennen.
- Schnelle Aufheizzeit: Viele elektrische Modelle erreichen die benötigten hohen Temperaturen von über 400 °C in weniger als 20 Minuten, was ein spontanes Pizzabacken ermöglicht.
- Geringer Platzbedarf: Insbesondere die kompakteren Klappmodelle benötigen wenig Stauraum und sind leicht zu handhaben.
Das Herzstück: Der Pizzastein
Unabhängig von der Befeuerungsart ist der Pizzastein das essenzielle Element eines jeden Pizzaofens. Er erfüllt zwei entscheidende Funktionen: Erstens speichert er die Hitze und gibt sie gleichmäßig an den Pizzaboden ab, was für eine schnelle und gleichmäßige Bräunung sorgt. Zweitens nimmt seine poröse Struktur Feuchtigkeit aus dem Teig auf, was den Boden besonders knusprig macht. Während klassische Steinöfen oft Ton oder Schamott verwenden, sind industriell gefertigte Öfen, insbesondere elektrische Modelle, meist mit Pizzasteinen aus Cordierit ausgestattet. Cordierit ist widerstandsfähiger und kostengünstiger in der Herstellung als Schamott oder Biscotta.

Pflege und Handhabung des Pizzasteins
Der Pizzastein ist robust, sollte aber dennoch mit Sorgfalt behandelt werden. Vermeiden Sie den Kontakt mit Reinigungsmitteln, da diese in die poröse Oberfläche eindringen und beim nächsten Backen unangenehme Gerüche oder Geschmäcker verursachen können. Sollte doch einmal Käse oder Soße auf den Stein gelangen, keine Panik! Die hohe Hitze des Ofens verbrennt die meisten Rückstände. Es empfiehlt sich, den Stein nach dem Abkühlen grob mit einer hitzebeständigen Bürste abzubürsten. Bei hartnäckigen Verschmutzungen kann ein feuchtes Baumwoll- oder Leinentuch (mit dicken Handschuhen!) vorsichtig über den heißen Stein gewischt werden. Wichtig ist auch, dem Stein zwischen zwei Pizzen genügend Zeit zum Wiederaufheizen zu geben, da er beim Backvorgang rapide an Temperatur verliert.
Arten von elektrischen Pizzaöfen
Elektrische Pizzaöfen lassen sich grob in zwei Kategorien einteilen:
- Klappbare Modelle (Waffeleisen-Typ): Diese Geräte erinnern an ein Waffeleisen mit einem herunterklappbaren Deckel. Sie sind oft kompakter und günstiger. Das Belegen der rohen Pizza direkt auf dem Stein von oben ist sehr einfach und erfordert keine besondere Technik mit einem Pizzaschieber. Allerdings benötigen sie mit vier bis fünf Minuten pro Pizza in der Regel etwas länger als die Ofen-Modelle. Beispiele hierfür sind der G3 Ferrari Napoletana oder der Ariete 909.
- Ofenmodelle mit Tür: Diese erinnern an klassische Backöfen mit einer Fronttür. Sie sind in der Regel kostspieliger und sperriger, bieten aber oft präzisere Einstellmöglichkeiten und erreichen höhere Temperaturen. Die Pizzen sind hier meist in zwei bis drei Minuten fertig. Die Außenhaut bleibt bei diesen Modellen oft kühler, was die Sicherheit erhöht. Das Einschießen der Pizza erfordert hier etwas Übung und einen guten Pizzaschieber. Der Unold Luigi oder der Ooni Volt 12 sind typische Vertreter dieser Kategorie.
Die Bedeutung der Hitze-Balance
Für eine perfekte Pizza ist die richtige Verteilung von Ober- und Unterhitze entscheidend. Der Boden muss durchgebacken und knusprig sein, während der Rand schön aufgehen und leicht bräunen soll (die sogenannte „cornicione“). Gleichzeitig muss der Belag gar werden und der Käse schmelzen und leicht Farbe annehmen. Ist die Hitze oben oder unten zu dominant, wird die Pizza ungleichmäßig: Entweder der Boden ist fertig, der Belag aber noch roh, oder umgekehrt. Gute elektrische Pizzaöfen ermöglichen es, diese Balance fein abzustimmen, oft durch separate Heizelemente oder spezielle Einstellungen wie beim Ooni Volt 12 mit seinem „Balance-Regler“.
Zubehör: Von unverzichtbar bis nützlich
Während viele günstige elektrische Klappöfen bereits mit Basiszubehör geliefert werden, benötigen die hochwertigeren Modelle oft separates Zubehör. Hier eine Übersicht der wichtigsten Helfer:
- Pizzaschieber: Absolut unerlässlich, um die rohe Pizza unfallfrei auf den heißen Stein zu befördern. Ein perforiertes Modell aus Metall ist ideal, da überschüssiges Mehl durch die Schlitze rieseln kann.
- Pizzawender: Eine kleinere Schaufel, mit der die Pizza im Ofen gedreht werden kann, ohne sie komplett herauszunehmen. Das ist oft einfacher als das Drehen mit dem großen Schieber.
- Infrarot-Thermometer: Wenn der Ofen kein zuverlässiges integriertes Thermometer hat, ist ein Infrarot-Thermometer ideal, um die genaue Temperatur des Pizzasteins zu überprüfen.
- Ofenbürste: Für die schnelle Reinigung des heißen Steins von Mehl- oder Soßenresten.
- Pizzaschneider: Ein Wiegemesser mit langer Klinge bietet oft bessere und sauberere Schnitte als herkömmliche Rollschneider.
Empfehlenswerte elektrische Pizzaöfen im Überblick
Wir haben verschiedene elektrische Pizzaöfen getestet und dabei herausragende Modelle für unterschiedliche Ansprüche und Budgets gefunden:
Testsieger: Unold Luigi
Der Unold Luigi überzeugte als bester Allrounder. Er heizt in unter 20 Minuten auf über 400 °C auf und liefert perfekte Pizzen in etwa 2,5 bis 3 Minuten. Seine Stärken liegen in den guten Einstellmöglichkeiten, dem beleuchteten Backraum und der Fähigkeit, persönliche Einstellungen zu speichern. Einziger Wermutstropfen ist der hörbar laute Lüfter, der das Essen im selben Raum beeinträchtigen kann. Trotzdem bietet der Luigi Spitzenleistung zu einem attraktiven Preis.
Preis-Leistungs-Sieger: G3 Ferrari Napoletana
Der G3 Ferrari Napoletana beweist eindrucksvoll, dass auch ein Ofen im 100-Euro-Segment hervorragende Pizzen backen kann. Er erreicht den Stein in etwa 20 Minuten auf rund 400 °C. Die Bedienung ist einfach, wenn auch die Temperaturskala abstrakt ist. Er ist kompakt, benötigt wenig Stauraum und wird mit Zubehör geliefert. Ein Nachteil ist, dass das Gehäuse außen sehr heiß wird, was Vorsicht erfordert.
Luxusklasse: Ooni Volt 12
Der Ooni Volt 12 ist das Premium-Modell unter den elektrischen Pizzaöfen. Mit 450 °C erreicht er die höchste Temperatur im Testfeld und ist als einziger elektrischer Ofen sowohl für den Innen- als auch den Außenbereich zugelassen. Seine herausragenden Merkmale sind der geniale Balance-Regler für Ober- und Unterhitze, die Boost-Funktion für schnelles Wiederaufheizen und der beleuchtete Backraum. Der Lüfter ist kaum hörbar. Der hohe Preis ist der einzige wirkliche Nachteil, doch wer bereit ist, zu investieren, erhält ein leistungsstarkes und hochwertiges Gerät für perfekte Pizzen in nur zwei Minuten.
Vergleichstabelle: Elektrische Pizzaöfen
| Modell | Max. Temperatur | Pizza-Durchmesser | Leistung | Besonderheiten | Nachteile |
|---|---|---|---|---|---|
| Unold Luigi | 400°C | 30 cm | 1700 Watt | Gute Einstellmöglichkeiten, schnelle Aufheizzeit, beleuchteter Backraum, DIY-Modus | Hörbarer Lüfter |
| G3 Ferrari Napoletana | 400°C | 30 cm | 1200 Watt | Sehr gute Backergebnisse, mitgeliefertes Zubehör, Deckel höhenverstellbar, herausnehmbarer Stein im Deckel | Wird außen sehr heiß |
| Ooni Volt 12 | 450°C | 30 cm | 1600 Watt | Brillanter Balance-Regler, Boost-Funktion, für Außenbereich zugelassen, beleuchteter Backraum, Lüfter kaum hörbar | Sehr teuer |
| Sage the Smart Oven Pizzaiolo | 400°C | 30 cm | 2250 Watt | Sehr gute Backergebnisse, hochwertiges Gehäuse, viele Einstellmöglichkeiten, viel Zubehör | Sehr nerviger Lüfter, kein Ofenlicht, teuer |
| Ninja Woodfire Outdoor-Ofen | 400°C | 30 cm | 2400 Watt | Hohe Verarbeitungsqualität, umfangreiche Funktionen (Smoken), sehr gutes Rezeptbuch | Kein Sichtfenster, keine Temperaturanzeige, etwas zu wenig Unterhitze für reine Pizza |
| Severin Serico PG 8575 | 300°C | 30 cm | 2000 Watt | Viele Funktionen (20-in-1), umfangreiches Zubehör | Erreicht nur ca. 300°C, keine Balance-Steuerung, sehr lauter Lüfter |
Häufig gestellte Fragen zu elektrischen Pizzaöfen
Können elektrische Pizzaöfen wirklich so gute Ergebnisse liefern wie Holz- oder Gasöfen?
Ja, absolut! Moderne elektrische Pizzaöfen erreichen problemlos die hohen Temperaturen (bis zu 450-500 °C), die für die Zubereitung einer authentischen neapolitanischen Pizza notwendig sind. Das Backergebnis – ein knuspriger Boden, ein luftiger, leicht gebräunter Rand und perfekt gegarter Belag – steht dem von Gas- oder Holzöfen in nichts nach. Der entscheidende Faktor ist die richtige Kombination aus Ober- und Unterhitze, die elektrische Öfen oft sehr präzise steuern können.
Sind elektrische Pizzaöfen sicher für den Innenbereich?
Ja, elektrische Pizzaöfen sind explizit für den Innenbereich konzipiert und bieten ein hohes Maß an Sicherheit. Im Gegensatz zu Gasöfen gibt es keine offene Flamme, keine potenziellen Gaslecks und keine Abgase, die abgeführt werden müssen. Viele Modelle sind zudem gut isoliert, sodass die Außenhaut während des Betriebs nicht gefährlich heiß wird. Achten Sie dennoch immer auf die Herstellerangaben und halten Sie Kinder vom Gerät fern.
Wie lange dauert es, bis ein elektrischer Pizzaofen aufgeheizt ist?
Die meisten elektrischen Pizzaöfen benötigen etwa 15 bis 25 Minuten, um die optimale Backtemperatur von über 400 °C zu erreichen. Premium-Modelle wie der Ooni Volt 12 sind dank spezieller Boost-Funktionen sogar noch schneller wieder auf Temperatur, was ideal ist, wenn Sie mehrere Pizzen hintereinander backen möchten.
Wie lange dauert das Backen einer Pizza in einem elektrischen Ofen?
Die Backzeit hängt vom Modell und der gewünschten Knusprigkeit ab. In leistungsstarken Ofenmodellen ist eine Pizza oft schon nach 2 bis 3 Minuten fertig. Kompaktere Klappmodelle benötigen in der Regel 4 bis 5 Minuten pro Pizza.
Welcher Pizzastein ist der beste für elektrische Öfen?
Die meisten hochwertigen elektrischen Pizzaöfen verwenden Pizzasteine aus Cordierit. Dieses Material ist ideal, da es Hitze gut speichert, Feuchtigkeit aufnimmt und gleichzeitig robust und widerstandsfähig ist. Achten Sie darauf, dass der Stein nicht mit Reinigungsmitteln in Kontakt kommt und geben Sie ihm zwischen den Backvorgängen Zeit zum Wiederaufheizen.
Wie reinige ich meinen elektrischen Pizzaofen und den Pizzastein?
Die Reinigung ist bei elektrischen Pizzaöfen erfreulich unkompliziert. Die hohe Hitze des Ofens verbrennt die meisten Lebensmittelreste auf dem Pizzastein. Nach dem Abkühlen können verbleibende Asche und Krümel einfach mit einer Ofenbürste abgekehrt werden. Bei größeren Verschmutzungen können Sie den abgekühlten Stein vorsichtig entnehmen und abbürsten. Vermeiden Sie Wasser oder aggressive Reinigungsmittel, da diese den Stein beschädigen oder Gerüche verursachen können.
Fazit: Die elektrische Revolution des Pizzabackens
Elektrische Pizzaöfen sind weit mehr als nur eine Notlösung für den Innenbereich; sie sind eine eigenständige Kategorie, die durch Komfort, Präzision und hervorragende Ergebnisse überzeugt. Sie ermöglichen es Ihnen, jederzeit und unabhängig vom Wetter authentische, knusprige Pizzen zu genießen, die den Vergleich mit Pizzeria-Qualität nicht scheuen müssen. Ob Sie ein preisgünstiges Klappmodell für den gelegentlichen Genuss suchen oder ein High-End-Ofenmodell für regelmäßiges Pizzabacken mit Freunden und Familie – der Markt bietet für jeden Anspruch und jedes Budget das passende Gerät. Die Investition in einen guten elektrischen Pizzaofen lohnt sich für alle, die Wert auf Bequemlichkeit, Sauberkeit und vor allem auf unwiderstehlich leckere, hausgemachte Pizza legen.
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