Steine für Aquarien: Der ultimative Guide

16/03/2022

Rating: 5 (12880 votes)

Die Gestaltung eines Aquariums ist eine Kunstform, bei der nicht nur die Auswahl der Fische und Pflanzen entscheidend ist, sondern auch die Dekoration. Steine spielen dabei eine zentrale Rolle, denn sie schaffen nicht nur faszinierende Landschaften und Verstecke für Ihre Aquarienbewohner, sondern beeinflussen auch maßgeblich die Wasserchemie. Doch Vorsicht: Nicht jeder Stein, der schön aussieht, ist auch für Ihr Aquarium geeignet. Die richtige Wahl der Gesteinsart ist entscheidend für die Gesundheit Ihrer Fische und das Wohlbefinden Ihrer Pflanzen.

Welche Steine eignen sich für das Aquarium?
Solltest du viele Steine im Aquarium platzieren wollen, beachte unbedingt, dass der Basalt ein sehr schweres Gestein ist, für dessen Gewicht dein Aquariumunterschrank geeignet sein sollte, damit es kein Malheur gibt. Der Diabas ist den wenigsten Menschen bekannt, ist aber ein sehr interessantes Gestein für die Aquaristik.

Neben der Ästhetik ist der wichtigste Faktor bei der Steinauswahl, ob das Gestein wasserneutral ist oder die Wasserwerte verändert. Insbesondere kalkhaltige Steine können das Wasser aufhärten, was für viele Fisch- und Pflanzenarten problematisch ist. In diesem ausführlichen Guide erfahren Sie alles Wichtige über die Auswahl, Vorbereitung und Platzierung von Steinen in Ihrem Aquarium, um eine stabile und schöne Unterwasserwelt zu schaffen.

Inhaltsverzeichnis

Die unsichtbare Gefahr: Wasserwerte und Gestein

Die chemische Zusammensetzung des Wassers ist der Grundpfeiler eines gesunden Aquariums. Steine können diese Zusammensetzung erheblich beeinflussen, vor allem durch die Freisetzung von Mineralien. Das größte Problem stellen dabei kalkhaltige Gesteinsarten dar. Kalk besteht hauptsächlich aus Kalziumkarbonat, das sich im Wasser lösen und die Karbonathärte (KH) sowie die Gesamthärte (GH) erhöhen kann. Eine erhöhte Härte ist für viele beliebte Aquarienbewohner, insbesondere für Fische aus Weichwasserregionen wie Neonsalmler, Diskusfische oder Zwergbuntbarsche, sehr schädlich. Auch einige Pflanzenarten bevorzugen weicheres Wasser.

Besonders kritisch wird es, wenn Sie eine CO2-Anlage zur Pflanzenversorgung betreiben. Die entstehende Kohlensäure reagiert mit Kalk im Gestein und löst diesen noch effektiver heraus. Dies führt zu einem schnelleren Anstieg der Karbonat- und Gesamthärte, was dem Zweck der CO2-Düngung – nämlich einer Senkung des pH-Wertes und der Bereitstellung von Kohlenstoff für Pflanzen – entgegenwirkt. Während regelmäßige, großzügige Wasserwechsel (gerne auch mit entmineralisiertem Wasser) einem Aufhärten des Wassers durch leicht kalkhaltige Gesteine entgegenwirken können, ist es mit deutlich weniger Aufwand und Risiko verbunden, von vornherein auf wasserneutrale Gesteinsarten zurückzugreifen.

Der Kalktest: Einfach und zuverlässig

Bevor Sie einen Stein in Ihr Aquarium einbringen, sollten Sie unbedingt testen, ob er kalkhaltig ist. Dieser Test ist einfach durchzuführen und liefert schnelle Ergebnisse. Sie benötigen lediglich eine kleine Menge Salzsäure (erhältlich in Apotheken oder Baumärkten, oft als „Essigessenz“ oder „Salpetersäure“ gekennzeichnet, aber reine Salzsäure ist am besten) oder alternativ Essigessenz mit mindestens 25% Säuregehalt.

Anleitung zum Kalktest:

  1. Reinigen Sie den Stein gründlich von Schmutz und losem Material.
  2. Tropfen Sie ein paar Tropfen der Säure auf eine unauffällige Stelle des Steins.
  3. Beobachten Sie die Reaktion:
    • Bläschenbildung: Wenn kleine Bläschen aufsteigen, ist der Stein kalkhaltig. Je stärker die Reaktion, desto höher der Kalkgehalt.
    • Keine Reaktion: Wenn nichts passiert, ist der Stein wasserneutral oder enthält nur sehr geringe Mengen Kalk, die für die meisten Aquarien unbedenklich sind.

Führen Sie diesen Test an mehreren Stellen des Steins durch, da der Kalkgehalt innerhalb eines Steins variieren kann. Ein Stein, der stark sprudelt, ist definitiv ungeeignet für die meisten Süßwasseraquarien.

Steine aus dem Fachhandel: Die sichere Wahl?

Sämtliche Steinarten, die Sie im Aquaristikfachhandel finden, können Sie grundsätzlich bedenkenlos im Becken einsetzen. Diese Steine sind in der Regel für den Aquariengebrauch getestet und als wasserneutral oder zumindest als sicher für bestimmte Aquarientypen (z.B. Malawi-/Tanganjika-Becken, die höhere Härten tolerieren) deklariert. Achten Sie aber auch hier auf die genaue Bezeichnung und ob der Händler explizit auf Wasserneutralität oder eine leichte Kalkhaltigkeit hinweist. Ein seriöser Händler wird Sie über die Eigenschaften der angebotenen Steine informieren können. Auch wenn diese Steine oft teurer sind als selbst gesammelte, bieten sie ein hohes Maß an Sicherheit und ersparen Ihnen potenzielle Probleme mit den Wasserwerten.

Gesteine aus der Natur: Abenteuer oder Risiko?

Viele Aquarianer sind fasziniert von der Idee, Steine aus der freien Natur oder von Baustellen zu verwenden, um Kosten zu sparen und einzigartige Landschaften zu gestalten. Dies ist grundsätzlich möglich, birgt aber erhebliche Risiken. Denken Sie bitte daran, dass auch grundsätzlich geeignete Gesteinsarten ohne mineralogische Tests Stoffe an das Wasser abgeben könnten, die negativen Einfluss auf das Aquariumwasser und den Besatz haben können. Solche schädlichen Stoffe sind unter anderem Kalk, Öle, Schwermetalle, Pestizide oder andere Chemikalien, die der Stein aus seiner natürlichen Umgebung aufgenommen hat. Die Verwendung von Steinen, die nicht ausdrücklich für die Aquaristik verkauft werden, erfolgt daher immer auf eigene Verantwortung des Aquarianers.

Worauf Sie bei selbst gesammelten Steinen achten sollten:

  • Herkunft: Vermeiden Sie Steine aus Industriegebieten, in der Nähe von Straßen oder landwirtschaftlich genutzten Flächen, wo sie mit Schadstoffen kontaminiert sein könnten. Flussbetten oder Steinbrüche fernab menschlicher Aktivität sind bessere Quellen.
  • Reinheit: Sammeln Sie nur Steine, die keine sichtbaren Verunreinigungen wie Rostflecken, Ölrückstände, glitzernde Einschlüsse (könnten Metalle sein) oder andere auffällige Verfärbungen aufweisen.
  • Struktur: Meiden Sie sehr bröselige oder poröse Steine (außer Lavastein, der gezielt eingesetzt wird), da sie sich auflösen und das Wasser trüben könnten.
  • Kalktest: Führen Sie unbedingt den oben beschriebenen Kalktest durch!

Vorbereitung ist alles: Reinigung und Desinfektion

Egal ob gekauft oder gesammelt – jeder Stein muss vor dem Einbringen ins Aquarium gründlich gereinigt und desinfiziert werden. Dies entfernt Schmutz, Staub, organische Rückstände und potenziell schädliche Bakterien oder Parasiten.

Schritte zur Steinvorbereitung:

  1. Grobreinigung: Bürsten Sie den Stein unter fließendem Wasser gründlich ab, um lose Partikel und groben Schmutz zu entfernen. Eine harte Bürste oder Drahtbürste ist hier hilfreich.
  2. Kochen/Abbrühen: Die meisten Steine können (und sollten) für 15-30 Minuten in kochendem Wasser desinfiziert werden. Dies tötet Bakterien, Pilze und Parasiten ab. Lassen Sie die Steine anschließend vollständig abkühlen, bevor Sie sie ins Aquarium geben. Vorsicht: Bei sehr großen, dichten oder geschichteten Steinen kann Kochen zu Spannungsrissen führen. Bei solchen Steinen ist ein gründliches Abbrühen mit heißem Wasser oder eine längere Wässerung in einem Eimer mit Wasser, das täglich gewechselt wird, eine Alternative. Steine mit Metallanteilen sollten nicht gekocht werden, da Metalle sich lösen könnten.
  3. Wässerung: Wenn Sie sich unsicher sind oder der Stein einen leichten Geruch hat, können Sie ihn für einige Tage in einem Eimer mit frischem Wasser wässern. Wechseln Sie das Wasser täglich.

Die Stars unter den Aquariensteinen: Wasserneutrale Schönheiten

Es gibt eine Vielzahl von Gesteinsarten, die sich hervorragend für die Aquariengestaltung eignen, da sie die Wasserwerte nicht beeinflussen oder nur in einem sehr geringen, tolerierbaren Maße. Hier sind einige der beliebtesten und sichersten Optionen:

Lavasteine

Lavasteine sind eine ausgezeichnete Wahl für fast jedes Süßwasseraquarium. Sie sind von Natur aus wasserneutral und geben keine schädlichen Stoffe ab. Ihre poröse, fast schwammartige Oberflächenstruktur bietet eine riesige Oberfläche für die Ansiedlung nützlicher Bakterien, die für den Nitratabbau im Aquarium unerlässlich sind. Dies trägt erheblich zur biologischen Filterung bei. Zudem sind Lavasteine wegen ihrer Porosität sehr leicht, was sie ideal für den Bau größerer Strukturen macht, ohne das Aquariumglas übermäßig zu belasten. Ihre dunkle Farbe (meist schwarz oder dunkelrotbraun) bildet einen wunderschönen Kontrast zum Grün von Wasserpflanzen und lässt die Farben der Fische leuchten. Moose und andere Aufsitzerpflanzen wie Anubias oder Javafarn können sich hervorragend an der rauen Oberfläche festwachsen, was die Gestaltungsmöglichkeiten erweitert. Lavasteine sind zwar keine Steine für Selbstsammler im klassischen Sinne, da sie vulkanischen Ursprungs sind und nicht überall zu finden, aber aufgrund ihrer hervorragenden Eigenschaften sollte man sie trotzdem auf dem Schirm haben.

Drachensteine (Ohko-Stein)

Drachensteine, auch bekannt als Ohko-Steine, sind aufgrund ihrer einzigartigen, zerklüfteten und löchrigen Struktur extrem beliebt im Aquascaping. Sie sind in erdigen Tönen von Braun bis Grau gehalten und erinnern an ausgehöhlte Baumstämme oder verwitterte Felsen. Drachensteine sind in der Regel wasserneutral, obwohl es vereinzelt Exemplare geben kann, die geringe Mengen Kalk enthalten. Ein kurzer Kalktest ist daher auch hier ratsam. Ihre faszinierende Oberfläche bietet ebenfalls gute Haftmöglichkeiten für Moose und Pflanzen und schafft interessante Schattenbereiche und Verstecke für kleinere Fische und Wirbellose.

Welche Steine eignen sich für das Aquarium?
Solltest du viele Steine im Aquarium platzieren wollen, beachte unbedingt, dass der Basalt ein sehr schweres Gestein ist, für dessen Gewicht dein Aquariumunterschrank geeignet sein sollte, damit es kein Malheur gibt. Der Diabas ist den wenigsten Menschen bekannt, ist aber ein sehr interessantes Gestein für die Aquaristik.

Seiryu-Stein

Der Seiryu-Stein ist ein Klassiker im Iwagumi-Stil des Aquascapings, der sich durch eine minimalistische Gestaltung mit wenigen Steinen auszeichnet. Seiryu-Steine sind meist grau mit charakteristischen weißen Adern und einer glatten, oft scharfen Kanten aufweisenden Oberfläche. Sie können das Wasser leicht aufhärten, sind aber bei moderater Menge und regelmäßigen Wasserwechseln für viele Aquarien tolerierbar. Für Aquarien, die absolut weiches Wasser benötigen, sind sie weniger geeignet, aber in Gesellschaftsbecken mit robusteren Arten können sie eine atemberaubende Ästhetik schaffen.

Basalt und Schiefer

Basalt ist ein vulkanisches Gestein, das meist dunkelgrau bis schwarz ist und eine dichte, oft glatte Oberfläche besitzt. Es ist absolut wasserneutral und sehr stabil. Basaltsteine eignen sich hervorragend für den Bau von Höhlen oder als Basis für größere Aquascapes. Ihre dunkle Farbe bildet einen starken Kontrast zu hellen Pflanzen und Bodengrund.

Schiefer ist ein metamorphes Gestein, das sich durch seine flachen, schichtartigen Strukturen auszeichnet. Er ist ebenfalls wasserneutral und kann sehr gut zum Bau von Terrassen, Höhlen oder Rückwänden verwendet werden. Schiefer ist in verschiedenen Grautönen erhältlich und bietet eine natürliche, unaufdringliche Optik.

Quarzgestein

Quarz ist eines der häufigsten Minerale auf der Erde und in vielen verschiedenen Formen und Farben zu finden. Quarzgestein (z.B. Milchquarz, Rosenquarz, Bergkristall) ist in der Regel extrem hart und absolut wasserneutral. Es gibt keine Stoffe an das Wasser ab und ist daher eine sehr sichere Wahl. Die Vielfalt an Farben und Formen ermöglicht eine abwechslungsreiche Gestaltung.

Steine, die Sie meiden sollten (oder nur mit Vorsicht verwenden)

Manche Steine sind aufgrund ihrer chemischen Zusammensetzung oder anderer Eigenschaften für die meisten Süßwasseraquarien ungeeignet:

  • Kalkstein und Marmor: Diese Steine sind hoch kalkhaltig und härten das Wasser stark auf. Sie sind nur für spezielle Aquarien (z.B. Malawisee- oder Tanganjikasee-Becken, die hartes, alkalisches Wasser benötigen) geeignet und sollten ansonsten unbedingt gemieden werden.
  • Sandstein: Sandstein kann in seiner Zusammensetzung stark variieren. Einige Sorten sind kalkhaltig, andere können feine Partikel abgeben, die das Wasser trüben. Ohne genaue Kenntnis der mineralogischen Zusammensetzung ist Sandstein riskant.
  • Steine mit Metallen: Steine, die sichtbare metallische Einschlüsse (z.B. rostähnliche Verfärbungen, glänzende Partikel) aufweisen, können Schwermetalle wie Eisen, Kupfer oder Zink an das Wasser abgeben. Diese Metalle sind schon in geringen Konzentrationen giftig für Fische, Garnelen und Pflanzen.
  • Sehr scharfkantige Steine: Obwohl ästhetisch ansprechend, können extrem scharfkantige Steine eine Gefahr für Fische darstellen, die sich daran verletzen könnten, insbesondere wenn sie schreckhaft sind oder bei Balzritualen eng aneinander schwimmen.

Die Kunst des Aquascaping mit Steinen

Sobald Sie die passenden Steine ausgewählt und vorbereitet haben, beginnt der kreative Teil: das Aquascaping. Die Anordnung der Steine kann die gesamte Wirkung Ihres Aquariums bestimmen. Hier einige Tipps:

  • Goldener Schnitt / Drittel-Regel: Platzieren Sie Ihre Hauptsteine nicht genau in der Mitte, sondern nach den Prinzipien des Goldenen Schnitts oder der Drittel-Regel, um eine natürlichere und dynamischere Komposition zu erzielen.
  • Tiefenwirkung: Größere Steine im Vordergrund und kleinere Steine im Hintergrund können eine Illusion von Tiefe erzeugen.
  • Höhlen und Verstecke: Bauen Sie Strukturen, die Verstecke und Rückzugsmöglichkeiten für Ihre Aquarienbewohner bieten. Dies reduziert Stress und fördert natürliches Verhalten.
  • Stabilisierung: Achten Sie darauf, dass alle Steine stabil und sicher stehen, insbesondere wenn sie gestapelt werden. Sie sollten nicht umkippen können, wenn Fische dagegen schwimmen oder der Bodengrund bearbeitet wird. Eine Styropor- oder Plexiglasplatte unter den Steinen auf dem Bodengrund schützt das Glas vor Punktbelastungen.

Vergleichstabelle der Gesteinsarten

GesteinsartWasserneutralitätPorositätOptikBesonderheiten
LavasteinSehr gutHochSchwarz, RotbraunSehr leicht, ideal für Aufsitzerpflanzen und Bakterienansiedlung.
Drachenstein (Ohko)GutMittelErdige Töne, zerklüftetSehr beliebt, natürliche Optik, kann kleine Mengen Kalk enthalten (testen!).
Seiryu-SteinMeist gutNiedrigGrau, weißliche AdernBeliebt für Iwagumi, kann KH leicht erhöhen, für Weichwasser nur bedingt.
BasaltSehr gutNiedrigDunkelgrau bis SchwarzDicht, glatt, gut stapelbar, stabil.
SchieferSehr gutNiedrigDunkelgrau, flachIdeal für Terrassen und Höhlen, gut spaltbar.
QuarzgesteinSehr gutNiedrigVielfältig (weiß, rosa, klar)Sehr hart, gibt keine Stoffe ab, sehr sicher.
Kalkstein / MarmorSchlechtVariabelHell, weißlichHärtet Wasser stark auf, ungeeignet für die meisten Aquarien.

Häufig gestellte Fragen (FAQs)

Wie erkenne ich einen kalkhaltigen Stein?

Der einfachste und zuverlässigste Weg ist der Kalktest mit Säure (siehe oben). Wenn Sie Essigessenz oder Salzsäure auf den Stein tropfen und es zu einer Bläschenbildung kommt, ist der Stein kalkhaltig und nicht für die meisten Aquarien geeignet.

Muss ich Steine vor dem Einsetzen abkochen?

Es wird dringend empfohlen, Steine vor dem Einsetzen abzukochen, um Bakterien, Algen, Pilze und Parasiten abzutöten. Dies sollte für 15-30 Minuten in sprudelndem Wasser erfolgen. Lassen Sie die Steine danach vollständig abkühlen. Bei sehr großen oder dichten Steinen, die Risse bekommen könnten, reicht auch ein gründliches Abspülen und Abbrühen mit kochendem Wasser.

Kann ich Flusssteine aus der Natur verwenden?

Ja, aber mit großer Vorsicht und auf eigenes Risiko. Flusssteine sind oft glatt und ästhetisch ansprechend, können aber unbekannte Mineralien, Schwermetalle oder organische Verunreinigungen enthalten. Führen Sie immer einen Kalktest durch und reinigen Sie die Steine gründlich (abkochen oder wässern).

Welche Steine sind am besten für Weichwasser-Aquarien geeignet?

Für Weichwasser-Aquarien sind absolut wasserneutrale Steine unerlässlich. Dazu gehören Lavasteine, Basalt, Schiefer und Quarzgestein. Auch die meisten Drachensteine sind eine gute Wahl, sollten aber vorher getestet werden.

Wie reinige ich alte Aquariensteine, die ich wiederverwenden möchte?

Alte Aquariensteine können nach gründlicher Reinigung und Desinfektion wiederverwendet werden. Bürsten Sie sie unter fließendem Wasser ab, um Algen und Biofilm zu entfernen. Anschließend können Sie sie abkochen oder in einer Bleichlösung (verdünntes Chlorbleichmittel, danach gründlich spülen und wässern, bis kein Geruch mehr vorhanden ist) desinfizieren. Spülen Sie sie danach extrem gründlich ab, um alle Chemikalienreste zu entfernen.

Was tun, wenn ein Stein das Wasser aufhärtet?

Wenn Sie feststellen, dass ein Stein Ihr Wasser aufhärtet, haben Sie mehrere Möglichkeiten:

  • Entfernen Sie den Stein: Dies ist die sicherste Methode, um eine weitere Aufhärtung zu verhindern.
  • Regelmäßige Wasserwechsel: Führen Sie häufigere und größere Wasserwechsel durch, idealerweise mit enthärtetem Wasser (z.B. Osmosewasser), um die Härte zu kontrollieren.
  • Geringere Menge: Wenn die Aufhärtung minimal ist, kann eine Reduzierung der Menge an kalkhaltigen Steinen im Aquarium helfen.
  • Spezielle Aquarien: Wenn Sie Fische pflegen, die von Natur aus hartes Wasser bevorzugen (z.B. aus dem Malawi- oder Tanganjikasee), kann die Aufhärtung durch die Steine sogar vorteilhaft sein.

Die Wahl der richtigen Steine ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem gesunden und optisch ansprechenden Aquarium. Mit dem Wissen über Wasserneutralität, Testmethoden und geeignete Gesteinsarten können Sie sicherstellen, dass Ihre Unterwasserwelt nicht nur schön aussieht, sondern auch ein sicheres und stabiles Zuhause für Ihre aquatischen Lebewesen bietet. Nehmen Sie sich die Zeit für die richtige Auswahl und Vorbereitung – Ihr Aquarium wird es Ihnen danken!

Wenn du andere Artikel ähnlich wie Steine für Aquarien: Der ultimative Guide kennenlernen möchtest, kannst du die Kategorie Grillen besuchen.

Go up