05/08/2022
Stellen Sie sich vor, wie der Duft von perfekt gewürztem Fleisch und knackigem Gemüse über Ihrem Grill aufsteigt. Der Schlüssel zu diesem Erlebnis liegt oft in der richtigen Gewürzmischung, dem sogenannten BBQ Rub. Doch anstatt auf fertige Produkte zurückzugreifen, können Sie mit nur wenigen Handgriffen und Zutaten Ihre eigenen, einzigartigen Grillgewürze kreieren. Das Selbermachen von BBQ Rubs ist nicht nur kinderleicht, sondern eröffnet Ihnen eine Welt voller Geschmacksmöglichkeiten, die jede Art von Fleisch und Gemüse in ein kulinarisches Highlight verwandeln.

Ein selbstgemachter Rub bietet unzählige Vorteile: Sie wissen genau, welche Zutaten enthalten sind, können die Geschmacksintensität an Ihre Vorlieben anpassen und experimentieren mit exotischen Aromen, die Ihre Gäste begeistern werden. Ob süßlich-rauchig, feurig-scharf oder aromatisch-herb – mit den richtigen Gewürzen wird Ihr Grillgut zum absoluten Star. Tauchen wir ein in die faszinierende Welt der BBQ Rubs und entdecken Sie, wie Sie im Handumdrehen zum Gewürzmeister am Grill werden!
- Was ist ein BBQ Rub und warum ist er unverzichtbar?
- Anwendung und Einwirkzeit: So entfalten Rubs ihr volles Potenzial
- Aufbewahrung von selbstgemachten Rubs
- Die wichtigsten Gewürze für BBQ Rubs: Ein Aromenführer
- Die 16 besten BBQ Rubs der Welt zum Selbermachen
- 1. Kansas City BBQ Rib Rub
- 2. Santa Maria Rub
- 3. Pincho Rub
- 4. Toskana Rub
- 5. Sazon Rub
- 6. Jamaican Jerk Rub
- 7. Pastrami Rub
- 8. Bali Rub
- 9. Tsire Rub
- 10. Carolina BBQ Rub
- 11. Texas Rub
- 12. Memphis Rub
- 13. Simon & Garfunkel Rub by Meathead Goldwyn
- 14. Seafood Rub
- 15. Coffee Rub Tri Tip
- 16. BBQ Sweet Rub
- Häufig gestellte Fragen zu BBQ Rubs
- Fazit: Der Weg zum perfekten Grillgenuss beginnt mit dem Rub
Was ist ein BBQ Rub und warum ist er unverzichtbar?
Der Begriff „Rub“ stammt aus dem Englischen und bedeutet „einreiben“. Ein BBQ Rub ist eine trockene Gewürzmischung, die vor dem Grillen oder Smoken auf das Fleisch aufgetragen und sanft einmassiert wird. Im Gegensatz zu einer flüssigen Marinade, die auf Öl oder Säure basiert, ist ein Rub komplett trocken. Diese Trockenmarinade zieht in das Fleisch ein und bildet beim Garen eine köstliche, aromatische Kruste, die sogenannte „Bark“. Die einzigartige Kombination aus Gewürzen und Kräutern verleiht dem Grillgut nicht nur Tiefe und Komplexität im Geschmack, sondern sorgt auch für eine wunderbare Textur.
Rubs sind ein grundlegender Bestandteil der Barbecue-Kultur, insbesondere in den USA, wo sie jedem regionalen BBQ-Stil seinen unverwechselbaren Charakter verleihen. Durch das Einreiben ziehen die Aromen intensiv in das Fleisch ein, und je länger der Rub einwirkt, desto ausgeprägter wird das Geschmackserlebnis. Die entstehende Karamellisierung des Zuckers im Rub während des Garens trägt maßgeblich zur Bildung dieser unwiderstehlichen Kruste bei und sorgt für eine süßlich-würzige Note, die perfekt mit dem rauchigen Aroma harmoniert.
Die Anatomie eines guten BBQ Rubs
Ein ausgewogener BBQ Rub besteht aus mehreren Komponenten, die im Zusammenspiel eine harmonische Komposition ergeben. Typischerweise finden sich folgende Elemente in einem Rub:
- Salz: Unverzichtbar für den Grundgeschmack und zur Geschmacksverstärkung.
- Zucker: Sorgt für Karamellisierung und eine süßliche Note. Brauner Zucker ist oft die bevorzugte Wahl.
- Basisgewürz: Oft Paprikapulver (süß, edelsüß, rosenscharf oder geräuchert) oder trockener Senf.
- Aromagewürze: Eine fein abgestimmte Mischung aus verschiedenen Gewürzen und Kräutern wie Pfeffer, Knoblauchpulver, Zwiebelpulver, Kreuzkümmel, Koriander, Thymian, Oregano, Piment, Zimt, Muskatnuss und Cayennepfeffer für die Schärfe.
Wichtig ist, dass die Gewürze nicht zu fein gemahlen werden. Ein Mörser, eine Gewürzmühle oder auch eine Kaffeemühle (ausschließlich für Gewürze!) eignen sich hervorragend zum Zerkleinern. Viele nutzen auch Küchenmaschinen wie den Thermomix für eine schnelle Zubereitung.
Anwendung und Einwirkzeit: So entfalten Rubs ihr volles Potenzial
Die Anwendung eines BBQ Rubs ist denkbar einfach. Sie können ihn entweder als Dry Rub direkt vor dem Grillen auftragen oder dem Fleisch eine längere Ruhezeit gönnen, um die Aromen noch intensiver einziehen zu lassen. Für eine bessere Haftung des Rubs können Sie das Fleisch vorher leicht mit etwas Öl, Honig oder Senf einreiben oder einfach die Hände mit etwas Wasser befeuchten, bevor Sie den Rub einmassieren.
Dry Rub direkt anwenden
Streuen Sie den Rub großzügig auf Steaks, Rippchen oder Hühnerbrust und grillen Sie das Fleisch sofort. Diese Methode eignet sich hervorragend für schnelle Grillsessions, bei denen Sie dennoch einen intensiven Geschmack wünschen.
Rub als „Marinade“ anwenden (längere Einwirkzeit)
Für ein noch tieferes Aroma massieren Sie den Rub gut in das Fleisch ein und lassen es anschließend ruhen. Dies kann bei Raumtemperatur (maximal 15-30 Minuten) oder im Kühlschrank (bis zu 24 Stunden) geschehen. Während der Ruhezeit reagiert der Fleischsaft mit den Gewürzen, und das Fleisch nimmt die Aromen optimal auf.
Richtwerte zur Einwirkzeit von Rubs
Die ideale Einwirkzeit hängt von der Art und Dicke des Grillguts ab:
| Grillgut | Empfohlene Einwirkzeit |
|---|---|
| Meeresfrüchte (z.B. Garnelen) | 10 bis 20 Minuten |
| Dünne Stücke (z.B. Hühnerbrustfilet, Fischfilet) | ca. 30 bis 60 Minuten |
| Dickere Stücke (z.B. Steaks, Koteletts) | 1 bis 3 Stunden |
| Große Stücke (z.B. Rippchen, ganzes Huhn) | 4 bis 12 Stunden |
| Sehr große Stücke (z.B. Brisket, Schweineschulter, Truthahn) | 12 bis 24 Stunden |
Aufbewahrung von selbstgemachten Rubs
Einer der großen Vorteile von selbstgemachten Rubs ist ihre Haltbarkeit. Eine große Portion Ihres Lieblings-Rubs können Sie problemlos auf Vorrat mischen und in einem luftdicht verschlossenen Glas oder Gewürzstreuer aufbewahren. Wichtig ist eine kühle und dunkle Lagerung. Der Platz über dem Herd ist aufgrund von Hitze und Kochdunst ungeeignet, da dies dem Aroma und der Qualität schaden würde. Auch im Kühlschrank haben Rubs nichts zu suchen. Im Normalfall sollten sich Rubs ohne nennenswerten Qualitätsverlust mindestens ein Jahr lang halten. Sollte Ihre Gewürzmischung nach einiger Zeit klumpen, können Sie einige getrocknete Reiskörner in den Streuer geben. Diese absorbieren die Feuchtigkeit und halten den Rub streufähig.
Die wichtigsten Gewürze für BBQ Rubs: Ein Aromenführer
Die Qualität der Gewürze ist entscheidend für den Geschmack Ihres Rubs. Verwenden Sie stets hochwertige Zutaten und mahlen Sie Pfeffer beispielsweise immer frisch. Um den Geschmack ganzer Gewürzkörner zu verstärken, können Sie diese vor dem Zerkleinern kurz in einer heißen Gusseisenpfanne anrösten, bis sie duften. Anschließend abkühlen lassen und mahlen. Hier ein kleiner Ausflug in die Welt der Gewürze, die in Rubs nicht fehlen dürfen:
- Piment: Eines der ältesten Gewürze der Welt, bekannt für sein vielschichtiges Aroma, das an Nelken, Zimt und Muskatnuss erinnert. Passt hervorragend zu Grillfleisch und Meeresfrüchten, besonders in der karibischen Küche.
- Gewürznelke: Trotz ihrer Intensität verleihen Nelken in kleinen Mengen eine würzig-brennende Schärfe mit einer leicht süßlichen Note. Typisch in Grillsaucen und Ketchup, aber auch in Rubs einsetzbar.
- Kardamom: Verleiht Rubs, Grillsaucen und Marinaden eine süße, exotische Note. Nicht nur für Weihnachtsgebäck!
- Koriandersamen: Beliebtes BBQ-Gewürz mit süßlichem, würzigem Geschmack. Kurz angeröstet entwickeln sie ein nussiges Röstaroma.
- Kreuzkümmel (Cumin): Unverzichtbar in der südamerikanischen, afrikanischen und indischen Küche. Verleiht Rubs ein unverwechselbares Aroma. Sparsam verwenden, da er schnell dominant wird.
- Senfkörner: Gelbe Senfkörner sind mild, braune und schwarze schärfer. Zerstoßen oder gemahlen sorgen sie für eine angenehme Schärfe.
- Paprikapulver: Ein weltweit beliebtes Gewürz und wesentliche Zutat in vielen Rubs. Erhältlich von süßlich-mild bis scharf. Geräuchertes Paprikapulver bietet eine besondere rauchige Note.
Die 16 besten BBQ Rubs der Welt zum Selbermachen
Einen Rub selbst herzustellen ist einfacher, als Sie denken. Trauen Sie sich ruhig, Ihre eigenen Kompositionen zu entwickeln und mit Gewürzen und Kräutern zu experimentieren. Als Grundlage können Sie sich an den vier Geschmacksrichtungen – süß, sauer, salzig und bitter – orientieren und so harmonische Mischungen kreieren. Hier sind einige der berühmtesten und beliebtesten BBQ Rubs der Welt, die Sie ganz einfach zu Hause nachmachen können:
1. Kansas City BBQ Rib Rub
Kansas City, oft als Welthauptstadt des Barbecue bezeichnet, ist berühmt für seine Rippchen, die mit einer süßlichen, tomatenbasierten Sauce serviert werden. Dieser Rub ist bewusst etwas zurückhaltender, um die Sauce nicht zu überdecken, und zeichnet sich durch seine typische süßliche Karamellnote aus.
Eignet sich für: Schweinefleisch, Spareribs, Bacon Bomb.
Zutaten:
- 8 EL brauner Zucker
- 4 EL Paprikapulver
- 1 EL Salz
- 1 EL schwarzer Pfeffer
- 1 EL Zwiebelpulver
- 1 EL Knoblauchpulver
- 1 TL Cayennepfeffer
- 1 TL Chilipulver
Zubereitung: Alle Zutaten gut miteinander vermischen. Fleisch großzügig mit dem Rub bestreuen und das Gewürz einmassieren. Nach Möglichkeit über Nacht ruhen lassen.
2. Santa Maria Rub
Das Santa Maria Valley in Kalifornien ist bekannt für sein „Tri-Tip“-Fleischstück, das hier in den 1950er Jahren populär wurde. Dieser Rub ist der klassische Begleiter für dieses stark marmorierte Rindfleisch, das auch als Bürgermeisterstück bekannt ist.
Eignet sich für: Tri-Tip (Bürgermeisterstück), Rindfleisch.
Zutaten:
- 1 EL Salz
- 1 EL fein gemahlener schwarzer Pfeffer
- 1 EL Zwiebelpulver
- 1 EL Knoblauchpulver
- 1 EL getrockneter Oregano
- 1 TL Cayennepfeffer
- 1 TL getrockneter Rosmarin
- ½ TL getrockneter Salbei
Zubereitung: Alle Zutaten gut miteinander vermischen. Tri-Tip großzügig mit dem Rub bestreuen und einmassieren. Zugedeckt ca. 1 Stunde bei Raumtemperatur ruhen lassen oder alternativ 12 Stunden im Kühlschrank.
3. Pincho Rub
Dieser Rub bringt spanisches Flair auf Ihren Grill. Inspiriert von den maurischen Fleischspießen „Pinchos Morunos“, die in Spanien weit verbreitet sind. Der Rub zeichnet sich durch arabische Einflüsse wie Kreuzkümmel und Koriander aus.
Eignet sich für: Fleischspieße von Rind, Schwein, Lamm und Huhn.
Zutaten:
- 1 EL gemahlener Kreuzkümmel
- 1 EL Paprikapulver (spanisches oder ungarisches)
- 2 TL Knoblauchpulver
- 1 TL Zwiebelpulver
- 1 TL gemahlener Koriander
- 1 TL gemahlener Kurkuma
- 1 TL getrockneter Oregano
- 1 TL Salz
- 1/2 TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
- 1/4 TL gemahlener Zimt
Zubereitung: Alle Zutaten gut miteinander vermischen. Für Spieße den Rub über die Fleischwürfel streuen und in einer Schüssel mischen. Etwas Olivenöl hinzufügen und erneut mischen. Im Kühlschrank abgedeckt ca. zwei bis vier Stunden ruhen lassen. Dann die Fleischwürfel aufspießen und grillen. Mit Zitronenspalten servieren.
4. Toskana Rub
Holen Sie sich die Urlaubsstimmung der Toskana direkt nach Hause. Dieser Rub setzt auf die Einfachheit und Frische der toskanischen Küche mit ihren typischen Kräutern wie Rosmarin, Oregano, Salbei und Knoblauch.
Eignet sich für: Kalbfleisch.
Zutaten:
- 3 EL getrockneter Rosmarin
- 2 EL getrockneter Oregano
- 2 EL Knoblauchpulver
- 2 EL geschroteter schwarzer Pfeffer
- 1 EL getrockneter und zerstoßener Salbei
Zubereitung: Fleisch salzen. Rosmarin in einem Mörser zerkleinern und mit den restlichen Zutaten in einer Schüssel gut vermischen. Kalbfleisch mit wenig Olivenöl einpinseln, Rub darüber streuen und gut mit den Händen einmassieren. Eine Stunde einziehen lassen.
5. Sazon Rub
Ein typisches Gewürzsalz aus Lateinamerika, das Fleisch, insbesondere Geflügel und Schwein, einen besonderen Touch verleiht. Die Basis bilden Salz, Pfeffer, Knoblauch und Kreuzkümmel, oft ergänzt durch Annatto für eine charakteristische Farbe.
Eignet sich für: Geflügel und Schwein.
Zutaten:
- 1 EL gemahlener Annatto Samen (alternativ etwas Safran oder Kurkuma für die Farbe)
- 1 EL gemahlener Koriander
- 1 EL gemahlener Kreuzkümmel
- 1 EL grobes Meersalz
- 1 EL Knoblauchpulver
- 1 EL Oregano
- 1 TL gemahlener schwarzer Pfeffer
Zubereitung: Alle Zutaten gut miteinander vermischen. Fleisch mit wenig Olivenöl einpinseln, Rub darüber streuen und gut mit den Händen einmassieren. Eine Stunde lang einziehen lassen.
6. Jamaican Jerk Rub
Feurig, würzig, exotisch – dieser Rub stammt aus der kreolischen Küche Jamaikas. Er eignet sich hervorragend für Schweinefleisch und Huhn und verleiht auch Gemüsegerichten einen tropisch-fruchtigen Kick. Schärfe kommt hier oft von Scotch Bonnet oder Habanero Chilis.
Eignet sich für: Schwein, Geflügel, Lamm und Gemüse.
Zutaten:
- 1 EL Knoblauchpulver
- 1 EL Zwiebelpulver
- 1 EL Ingwerpulver
- 1 EL grobes Salz
- 1 EL dunkler Rohrzucker
- 1 EL getrocknete Petersilie
- 1 TL Cayennepfeffer
- 1 TL Paprikapulver geräuchert
- 1 TL Paprikapulver edelsüß
- 1 TL gemahlener Piment
- 1 TL getrockneter Thymian
- ½ TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
- ½ TL Chilipulver (Scotch Bonnet oder Habanero)
- ½ TL gemahlener Kreuzkümmel
- ½ TL Muskat
- ¼ TL Zimt
Zubereitung: Alle Zutaten im Blitzhacker mischen. Kühl und dunkel gelagert bleibt der Rub in einem luftdicht verschlossenen Behälter mehrere Monate haltbar.
7. Pastrami Rub
Dieser Rub verleiht Rindfleisch (besonders Rinderbrust) oder Pute den typischen Pastrami-Geschmack, der durch Pökeln und Smoken entsteht. Die Mischung aus Würze, Süße und Schärfe ist entscheidend.
Eignet sich für: Ungepökeltes Rind und Pute.
Zutaten:
- 1 ½ EL Koriandersamen
- 1 ½ EL schwarze Pfefferkörner
- 2 ½ EL grobes Salz
- 2 ½ EL brauner Zucker
- 2 ½ EL edelsüßes Paprikapulver
- 1 TL Ingwerpulver
- 1 TL gelbe Senfkörner
- ½ TL gemahlene Muskatnuss
- 3 Knoblauchzehen
Zubereitung: Koriandersamen und Pfefferkörner in einem Mörser grob zerkleinern. Knoblauchzehen sehr fein hacken. Knoblauch mit Koriandersamen und Pfeffer vermischen, dann die restlichen Zutaten hinzufügen und alles gut mischen. Fleisch großzügig mit dem Rub bestreuen und gut andrücken. Abgedeckt ca. 12-24 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen und ein- bis zweimal wenden.
8. Bali Rub
Haben Sie Sehnsucht nach den köstlichen Aromen Indonesiens? Dieser Bali Rub bringt die Geschmacksnuancen von Anis, Zimt, Koriander und Nelke auf Ihr Schweinefleisch und harmoniert perfekt mit den übrigen Gewürzzutaten.
Eignet sich für: Schweinefleisch.

Zutaten:
- 1 TL grobes Salz
- 1 TL schwarze Pfefferkörner
- 1 Nelke
- 4 TL brauner Zucker
- 1 TL Fenchelsamen
- 1 TL Koriandersamen
- ½ Sternanis
- ½ TL Piment
- 2 TL Ingwerpulver
- 1 TL Knoblauchpulver
- ½ TL Zimt
- ½ TL Chilipulver
Zubereitung: Salz, Pfeffer, Nelke, Zucker, Fenchel- und Koriandersamen sowie Sternanis und Piment mörsern und miteinander vermischen. Die restlichen Zutaten zugeben und alles gut vermischen. Fleisch mit wenig Olivenöl einpinseln, Rub darüber streuen und mit den Fingern andrücken.
9. Tsire Rub
Dieser Rub bringt den Geschmack Afrikas, genauer gesagt Westafrikas, zu Ihnen nach Hause. Tsire ist eine typische Würzmischung für Lamm, Geflügel, Schwein und Fisch, aber auch für Suppen und Eintöpfe. Die süßlich-scharfe Mischung mit Nelken, Muskat und Zimt wird durch Piment, Ingwer und Cayennepfeffer ergänzt.
Eignet sich für: Lamm, Geflügel, Schwein und Fisch.
Zutaten:
- 100 g geröstete Erdnüsse
- 8 Gewürznelken
- 1 TL Cayennepfeffer
- ½ TL Salz
- ¼ Zimtstange
- ½ TL Ingwerpulver
- 1/3 TL frisch geriebene Muskatnuss
- 1/3 TL Pimentpulver
Zubereitung: Zimt, Nelken und Piment in einer Gusseisenpfanne leicht anrösten. Mit dem Mörser oder der Gewürzmühle zerkleinern. Alle Zutaten miteinander vermischen. Fleisch mit etwas Olivenöl einpinseln und mit Rub bestreuen. Mit den Fingern andrücken.
10. Carolina BBQ Rub
In den Carolinas dreht sich alles um Schweinefleisch, insbesondere Pulled Pork. Dieser Rub berücksichtigt die dortige Tradition, Saucen mit Essig abzuschmecken, indem er einen höheren Zuckeranteil enthält, um die Säure auszugleichen.
Eignet sich für: Pulled Pork, Spareribs, Brisket, Lamm und Geflügel.
Zutaten:
- 6 EL Paprikapulver
- 2 EL Salz
- 2 EL brauner Zucker
- 2 EL gemahlener Kreuzkümmel
- 2 EL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
- 1 EL Cayennepfeffer
Zubereitung: Zutaten für den Rub mischen. Fleisch mit etwas Olivenöl einpinseln und mit Rub bestreuen. Gut einmassieren und einziehen lassen.
11. Texas Rub
Texas ist bekannt für sein legendäres Rinder-Barbecue, insbesondere Rinderbrust (Brisket). Dieser Rub bringt neben dem typischen Geschmack auch eine ordentliche Schärfe mit und ist perfekt für ein authentisches Texas BBQ.
Eignet sich für: Rinderbrust.
Zutaten:
- 1 getrocknete Chipotle Chili (ohne Kerne)
- 2 EL schwarze Pfefferkörner
- 1 EL Koriander
- 1 EL gelbe Senfkörner
- 5 EL grobes Meersalz
- 1 EL gemahlener Kreuzkümmel
- 5 EL Paprikapulver
- 2 EL brauner Zucker
- 1 EL Knoblauchpulver
- 1 EL Zwiebelpulver
- 1 EL getrocknete Petersilie
- 1 TL getrockneter Oregano
Zubereitung: Chili, Pfeffer, Koriander und Senfkörner in einer kleinen Pfanne anrösten. Abkühlen lassen und im Mörser zerkleinern. Mit den anderen Zutaten vermischen. Fleisch mit dem Rub bestreuen und gut andrücken.
12. Memphis Rub
Memphis, die Welthauptstadt des Barbecue, ist berühmt für ihre „Dry-Rub“-Rippchen. Das bedeutet, das Fleisch wird ausschließlich mit einer Gewürzmischung gewürzt, ohne Sauce. Dieser Rub sorgt für Geschmack, Farbe und eine herrliche Kruste.
Eignet sich für: Spareribs nach Memphis-Art, Nackensteaks und Holzfällersteaks.
Zutaten:
- 3/4 Tasse brauner Zucker
- 3/4 Tasse weißer Zucker
- 1/2 Tasse American Paprika
- 1/4 Tasse Knoblauchpulver
- 2 EL schwarzer Pfeffer
- 2 EL Ingwerpulver
- 2 EL Zwiebelpulver
- 2 TL Rosmarinpulver
Zubereitung: Alle Gewürze in eine Schüssel geben und gründlich miteinander vermischen. Ist der Zucker etwas klumpig, zerbröseln Sie ihn mit der Hand. Da dieses Rezept kein Salz enthält, müssen Sie es – am besten bis zu 12 Stunden – vorher auftragen und das Fleisch über Nacht ruhen lassen. Tipp: Der Zucker ist entscheidend für Geschmack und Kruste; lassen Sie ihn nicht weg!
13. Simon & Garfunkel Rub by Meathead Goldwyn
Dieser einzigartige Rub stammt vom Grillmeister Meathead Goldwyn und besteht hauptsächlich aus getrockneten Kräutern, inspiriert vom berühmten Lied „Scarborough Fair“. Er ist perfekt für alle, die eine frische, kräuterbetonte Note bevorzugen.
Eignet sich für: Geflügel, Schweinefleisch, gegrillte Kartoffeln, Spargel und Omelette.
Zutaten:
- 2 EL getrockneter Salbei, im Mörser zerstoßen
- 1 EL getrocknete Petersilie, im Mörser zerstoßen
- 1 EL getrockneter Thymian, im Mörser zerstoßen
- 1 EL getrockneter Rosmarin, im Mörser zerstoßen
- 1 EL getrockneter Oregano, im Mörser zerstoßen
- 1 EL getrocknetes Basilikum, im Mörser zerstoßen
- 1 EL Lorbeerblatt, im Mörser zerstoßen
- 1 EL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
- 1 EL Zucker
Zubereitung: Alle Zutaten in einen Blitzhacker geben und so lange pulsieren, bis ein grobes Pulver entsteht. Fleisch vorher salzen (etwa 1 TL Salz pro kg Fleisch). Hände befeuchten und das Fleisch abtupfen. Rub großzügig auftragen und gut einmassieren. Für 1 bis 3 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen, dann grillen, räuchern oder schmoren.
14. Seafood Rub
Dieser Rub ist speziell für Fisch und Meeresfrüchte konzipiert. Er ist vielseitig anpassbar und kann je nach Vorliebe mit Kräutern oder Zitrusaromen verfeinert werden.
Eignet sich für: Lachs, Heilbutt, Thunfisch, Garnelen, Jakobsmuscheln.
Zutaten:
- 2 EL Selleriesalz
- 1 EL grobes Salz
- 1 EL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
- 4 TL Knoblauchpulver
- 2 TL Paprikapulver
- 2 TL gemahlener Ingwer
- 1 TL trockener Senf (gemahlene Senfkörner)
- ½ TL Piment
- ½ TL Cayennepfeffer
- ½ TL Muskat
Zubereitung: Alle Zutaten in einem Mörser gut miteinander vermischen. Kühl und dunkel gelagert bleibt der Rub in einem luftdicht verschlossenen Behälter mehrere Monate haltbar.
15. Coffee Rub Tri Tip
Ein außergewöhnlicher Rub ohne Paprika, der die unerwartete Harmonie von Kaffee mit Fleisch (insbesondere Rindfleisch, Steaks und Wild) nutzt. Espressobohnen sorgen hier für eine tiefe, aromatische Note.
Eignet sich für: Rindfleisch, Steaks und Wild.
Zutaten:
- 3 EL Espressobohnen
- 2 EL grobes Meersalz
- 4 TL bunte Pfefferkörner
- 3 TL brauner Zucker
- 2 TL Knoblauchgranulat
- 2 TL Zwiebelgranulat
- 1 TL Chipotle Chiliflocken
Zubereitung: Espressobohnen, Salz und Pfefferkörner in einen Blitzhacker geben und alles zerkleinern. Restliche Zutaten dazugeben und alles gut vermischen. Fleisch mit etwas Olivenöl einpinseln. Mit Rub bestreuen und einmassieren. Am besten über Nacht einziehen lassen.
16. BBQ Sweet Rub
Dieser Rub ist ideal für Huhn oder Schwein, wenn Sie eine Gewürzmischung suchen, die etwas süßer ist als üblich, aber dennoch einen leichten Hauch von Schärfe mitbringt. Geräuchertes Paprikapulver ist hier eine Schlüsselzutat.
Eignet sich für: Huhn und Schwein.
Zutaten:
- 2 TL schwarze Pfefferkörner
- 50 g brauner Zucker
- 1 EL grobes Meersalz
- 2 TL geräuchertes Paprikapulver
- 2 TL Zwiebelpulver
- 2 TL Knoblauchpulver
- 1 TL gemahlene gelbe Senfkörner
- ½ TL Cayennepfeffer
Zubereitung: Pfefferkörner in einer kleinen Gusseisenpfanne unter ständigem Rühren anrösten. Herausnehmen und abkühlen lassen. In einer Gewürz- oder Kaffeemühle mahlen und mit den restlichen Zutaten vermischen. Eventuelle Klümpchen mit den Fingern oder einer Gabel auflösen. Fleisch mit etwas Olivenöl einpinseln. Mit Rub bestreuen und einmassieren.
Häufig gestellte Fragen zu BBQ Rubs
Was ist der Unterschied zwischen einem Rub und einer Marinade?
Ein Rub ist eine trockene Gewürzmischung, die in das Fleisch einmassiert wird, während eine Marinade auf einer Flüssigkeit (z.B. Öl, Essig, Joghurt) basiert und das Fleisch darin eingelegt wird. Rubs bilden beim Garen eine würzige Kruste, während Marinaden das Fleisch zarter machen und Geschmack hinzufügen.
Kann ich Rubs auch für Gemüse verwenden?
Ja, absolut! Viele Rubs eignen sich hervorragend, um Grillgemüse wie Paprika, Zucchini, Maiskolben oder Kartoffeln zu würzen. Sie verleihen dem Gemüse eine zusätzliche Geschmacksebene und eine ansprechende Farbe.
Wie lange halten sich selbstgemachte Rubs?
Bei luftdichter, kühler und dunkler Lagerung können selbstgemachte Rubs in der Regel mindestens ein Jahr lang ihre Qualität behalten. Achten Sie darauf, dass keine Feuchtigkeit in das Glas gelangt, um ein Verklumpen oder Schimmelbildung zu vermeiden.
Muss ich Zucker in meinem Rub verwenden?
Zucker ist eine häufige Zutat in Rubs, da er beim Garen karamellisiert und eine köstliche Kruste sowie eine süßliche Geschmacksnote erzeugt. Wenn Sie Zucker vermeiden möchten, können Sie ihn weglassen, aber das Ergebnis wird sich in Geschmack und Textur unterscheiden.
Kann ich meinen Rub auch als Marinade benutzen?
Ein Rub ist per Definition eine Trockenmarinade. Sie können ihn jedoch auch mit etwas Öl, Essig, Senf oder Honig zu einer dickflüssigen Paste verrühren, um eine Art Marinade zu erhalten. Der Vorteil des trockenen Rubs ist jedoch die Bildung der charakteristischen Kruste.
Fazit: Der Weg zum perfekten Grillgenuss beginnt mit dem Rub
Das Selbermachen von BBQ Rubs ist eine lohnende Erfahrung, die Ihre Grillkünste auf ein neues Level hebt. Es ist nicht nur unglaublich einfach, sondern ermöglicht Ihnen auch eine kreative Freiheit, die fertige Produkte kaum bieten können. Mit den hier vorgestellten Rezepten und Tipps haben Sie eine solide Grundlage, um Ihre eigenen Geschmackskompositionen zu kreieren und jeden Grillabend zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen. Experimentieren Sie, entdecken Sie neue Aromen und genießen Sie die bewundernden Blicke Ihrer Gäste, wenn Sie Ihr perfekt gewürztes Grillgut servieren. Der wahre Grillmeister weiß: Der beste Geschmack kommt aus der eigenen Küche – und vom Grill!
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