01/08/2021
Auberginen sind eine fantastische und vielseitige Ergänzung für jedes Grillfest. Doch leider erleben viele Grillmeister eine Enttäuschung, wenn die gegrillten Auberginen am Ende wässrig, geschmacklos oder gar gummiartig schmecken. Sie bieten eine willkommene Abwechslung zu den üblichen Gemüsesorten wie Maiskolben oder Paprika, doch ihr volles Potenzial entfaltet sich nur mit der richtigen Zubereitung. Wenn du dich fragst, wie du diese mediterrane Köstlichkeit perfekt auf den Rost bringst, bist du hier genau richtig. Wir zeigen dir Schritt für Schritt, wie du Auberginen richtig grillst, sodass sie außen schön gebräunt und innen zart und saftig sind – ein wahrer Gaumenschmaus!
Warum Auberginen oft misslingen und wie man es vermeidet
Das Geheimnis perfekt gegrillter Auberginen liegt in der Vorbereitung. Auberginen enthalten von Natur aus sehr viel Wasser und Bitterstoffe. Wird dieses Wasser nicht vor dem Grillen entzogen, führt dies zu einer wässrigen Konsistenz und einem faden Geschmack. Das Ergebnis ist oft eine Aubergine, die beim Kauen fast schon wie Gummi im Mund wirkt. Die gute Nachricht: Dieses Problem lässt sich mit einem einfachen Trick beheben: dem Salzen. Durch das Salzen wird den Auberginenscheiben überschüssige Feuchtigkeit entzogen, was sie nicht nur zarter macht, sondern auch die Aufnahme der Marinade optimiert und die Bitterstoffe reduziert. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Hitze. Auberginen müssen bei ausreichend hoher Temperatur gegrillt werden, um eine schöne Bräunung zu bekommen, ohne auszutrocknen.

Gegrillte Auberginen – So gelingt's perfekt
Dieses Rezept für gegrillte Auberginen ist eine leckere mediterrane Beilage, die zu vielen Fleischgerichten vom Grill passt. Mit nur wenigen Zutaten und etwas Geduld zauberst du ein Gericht, das deine Gäste begeistern wird.
Zutaten (für 2 Personen)
- 1 große Aubergine
- 1 Knoblauchzehe
- 1/2 TL Chiliflocken (optional, für etwas Schärfe)
- 4 EL hochwertiges Olivenöl
- 4 EL frisch gehackte Petersilie
- 2 1/2 TL Salz (zum Entwässern und Würzen)
- Ein Spritzer Zitronensaft (frisch gepresst)
- Eine Prise frischer Pfeffer
Benötigtes Material
- 1 Knoblauchpresse
- Große Schüssel
- Küchentücher
Schritt-für-Schritt-Zubereitung
- Vorbereitung der Aubergine: Wasche die Aubergine gründlich unter fließendem Wasser und trockne sie mit einem Küchentuch ab. Entferne den Strunk. Schneide die Aubergine anschließend längs in etwa 1 cm dicke Scheiben. Eine gleichmäßige Dicke ist wichtig für ein gleichmäßiges Garergebnis.
- Entwässern der Auberginen: Lege die Auberginenscheiben in eine große Schüssel und bestreue sie großzügig mit 2 Teelöffeln Salz. Mische die Scheiben gut durch, sodass das Salz überall haftet. Lasse die Auberginen nun für mindestens 15 Minuten ziehen. Du wirst sehen, wie sich an der Oberfläche kleine Wassertröpfchen bilden. Das Salz zieht die überschüssige Feuchtigkeit heraus und mildert eventuelle Bitterstoffe. Für ein optimales Ergebnis kannst du sie auch bis zu 30 Minuten ziehen lassen.
- Marinade zubereiten: Während die Auberginen entwässern, bereitest du die Marinade vor. Schäle die Knoblauchzehe und presse sie durch eine Knoblauchpresse in eine separate Schüssel. Gib das Olivenöl, den Zitronensaft, die Chiliflocken, eine Prise Pfeffer und einen kleinen Rest Salz (ca. 1/2 TL) hinzu. Vermenge alle Zutaten gut miteinander.
- Auberginen abspülen und trocknen: Nach der Ruhezeit spülst du die Auberginenscheiben unter fließendem kaltem Wasser gründlich ab, um das überschüssige Salz zu entfernen. Dies ist ein entscheidender Schritt, da die Auberginen sonst zu salzig werden könnten. Tupfe die Scheiben anschließend mit einem sauberen Küchentuch oder Küchenpapier sehr gut trocken. Je trockener die Auberginen sind, desto besser nehmen sie die Marinade auf und desto schöner bräunen sie auf dem Grill.
- Marinieren: Gib die abgetrockneten Auberginenscheiben zu der vorbereiteten Marinade. Vermische alles gut, sodass jede Scheibe gleichmäßig mit der Marinade überzogen ist. Lasse die Auberginen nun für mindestens 2 Stunden in der Marinade ziehen. Je länger sie mariniert werden, desto intensiver wird der Geschmack. Du kannst sie auch über Nacht im Kühlschrank marinieren lassen.
- Grillen: Heize deinen Grill auf eine mittlere bis hohe direkte Hitze vor (ca. 160-180 °C). Lege die marinierten Auberginenscheiben direkt auf den Rost. Grille die Scheiben für etwa 8-10 Minuten, wobei du sie immer wieder wendest, um ein Anbrennen zu verhindern und eine gleichmäßige Bräunung zu erzielen. Die Auberginen sollten von beiden Seiten schön goldbraun sein und sich weich anfühlen. Achte darauf, dass sie nicht verkohlen, aber auch nicht zu blass bleiben.
- Fertigstellen: Während die Auberginen grillen, hacke die frische Petersilie fein und gib sie in die übrig gebliebene Marinade (falls vorhanden, ansonsten einfach zur Petersilie etwas frisches Olivenöl geben). Nimm die gegrillten Auberginenscheiben vom Grill und bestreiche sie sofort mit der Petersilien-Marinade. Dies verleiht ihnen ein frisches Aroma und zusätzlichen Glanz. Serviere sie warm.
Nährwerte pro Portion (ca. Angaben)
| Nährstoff | Menge |
|---|---|
| Kalorien | 76 kcal |
| Kohlenhydrate | 13 g |
| Protein | 2 g |
| Fett | 2 g |
| Gesättigtes Fett | 0.4 g |
| Mehrfach ungesättigtes Fett | 0.4 g |
| Einfach ungesättigtes Fett | 1 g |
| Natrium | 489 mg |
| Kalium | 525 mg |
| Ballaststoffe | 7 g |
| Zucker | 8 g |
| Vitamin A | 53 IU |
| Vitamin C | 5 mg |
| Kalzium | 21 mg |
| Eisen | 1 mg |
Wozu serviert man gegrillte Auberginen?
Gegrillte Auberginen sind unglaublich vielseitig und passen hervorragend zu einer Vielzahl von Gerichten. Sie sind die ideale Begleitung zu:
- Gegrilltem Fleisch: Ob mediterran gewürztes Schweinefilet, saftige Rindersteaks, Lammkoteletts oder gegrilltes Hähnchen – die Aubergine bildet eine leichte und aromatische Ergänzung.
- Fisch und Meeresfrüchten: Besonders zu gegrilltem Lachs, Dorade oder Garnelen passen die mediterranen Aromen der Aubergine wunderbar.
- Vegetarische Hauptgerichte: Mit einem Stück warmem Fladenbrot und einem erfrischenden Zitronen-Minz-Joghurt oder einem Schuss Balsamico-Creme werden sie zu einem vollwertigen und köstlichen Hauptgericht. Probiere dazu auch einen Feta-Dip oder Hummus.
- Als Antipasti: Kalt oder lauwarm serviert, sind sie eine ausgezeichnete Ergänzung zu einer Antipasti-Platte mit Oliven, getrockneten Tomaten und verschiedenen Käsesorten.
- In Salaten: Schneide die gegrillten Auberginen in Würfel und gib sie zu einem mediterranen Salat mit Tomaten, Gurken, Zwiebeln und Feta.
Was sind Auberginen eigentlich?
Auberginen, auch bekannt als Eierfrüchte oder Eierpflanzen, gehören zur Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae), genau wie Tomaten, Kartoffeln und Paprika. Ursprünglich stammen sie aus Indien und haben von dort aus ihren Weg in die Küchen der Welt gefunden, insbesondere in die mediterrane und orientalische Küche. Sie sind botanisch gesehen Beeren, auch wenn sie kulinarisch als Gemüse verwendet werden.
Auberginen zeichnen sich durch ihren hohen Wassergehalt aus, was sie sehr kalorienarm macht. Gleichzeitig sind sie reich an wichtigen Nährstoffen. Sie enthalten hohe Mengen an Kalium, das für die Regulierung des Flüssigkeitshaushalts und die Nervenfunktion wichtig ist, sowie eine gute Portion Ballaststoffe, die die Verdauung fördern. Auch Folsäure, Vitamin K und einige B-Vitamine sind in geringen Mengen enthalten.
Wichtig zu wissen ist, dass Auberginen aufgrund ihrer Bitterstoffe und des gering enthaltenen giftigen Solanins nicht roh verzehrt werden sollten. Das Solanin ist in geringen Mengen enthalten, vor allem in grünen oder unreifen Früchten, und wird durch Erhitzen abgebaut. Die Bitterstoffe, die vor allem in älteren oder größeren Auberginen vorkommen können, werden durch das vorherige Salzen und Entwässern stark reduziert, was den Geschmack und die Bekömmlichkeit verbessert.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Auberginen Grillen
- Muss ich Auberginen wirklich salzen, bevor ich sie grille?
- Ja, das Salzen ist ein entscheidender Schritt für das beste Ergebnis. Es entzieht den Auberginen überschüssiges Wasser, was verhindert, dass sie beim Grillen wässrig und gummiartig werden. Außerdem werden dadurch Bitterstoffe, die vor allem in älteren Auberginen vorkommen können, reduziert. Das Ergebnis ist eine zartere, geschmackvollere Aubergine, die die Marinade besser aufnimmt.
- Kann ich die Aubergine auch mit Schale grillen?
- Absolut! Die Schale der Aubergine ist essbar und wird beim Grillen weich. Sie gibt den Scheiben Stabilität und enthält zudem viele Nährstoffe. Achte nur darauf, die Aubergine vor dem Schneiden und Salzen gründlich zu waschen.
- Wie dick sollten die Auberginenscheiben sein?
- Wir empfehlen eine Dicke von etwa 1 cm. Scheiben dieser Dicke garen gleichmäßig durch, werden zart und behalten dennoch ihre Form auf dem Grill. Zu dünne Scheiben können schnell austrocknen oder verbrennen, zu dicke Scheiben brauchen zu lange und werden möglicherweise nicht richtig zart.
- Kann ich die Auberginen auch im Ofen oder in der Pfanne zubereiten?
- Ja, das Rezept lässt sich auch für Ofen oder Pfanne anpassen. Für den Ofen die marinierten Scheiben auf einem Backblech verteilen und bei etwa 200 °C Ober-/Unterhitze für 20-30 Minuten backen, bis sie goldbraun und zart sind. In der Pfanne bei mittlerer Hitze portionsweise braten, bis sie auf beiden Seiten schön gebräunt und weich sind.
- Wie bewahre ich gegrillte Auberginen auf?
- Gegrillte Auberginen lassen sich gut in einem luftdichten Behälter im Kühlschrank aufbewahren. Sie halten sich dort für 2-3 Tage. Sie schmecken auch kalt hervorragend, können aber auch kurz in der Mikrowelle oder Pfanne erwärmt werden.
Tipps für den perfekten Auberginen-Grillgenuss
- Qualität der Aubergine: Achte beim Kauf auf Auberginen mit glänzender, straffer Haut und ohne weiche Stellen. Kleinere Auberginen sind oft weniger bitter und haben weniger Kerne.
- Gleichmäßiges Schneiden: Schneide die Scheiben möglichst gleich dick, damit sie gleichzeitig gar werden. Ein scharfes Messer ist hierbei hilfreich.
- Marinade variieren: Experimentiere mit verschiedenen Kräutern (Thymian, Rosmarin, Oregano), Gewürzen (Kreuzkümmel, Paprikapulver) oder einem Hauch Balsamico-Essig in der Marinade für unterschiedliche Geschmacksrichtungen.
- Grillrost reinigen: Ein sauberer, gut eingeölter Grillrost verhindert, dass die Auberginen kleben bleiben.
- Nicht überladen: Lege nicht zu viele Auberginenscheiben gleichzeitig auf den Grill, damit die Temperatur nicht zu stark abfällt und die Hitze zirkulieren kann. So gelingt eine schönere Bräunung.
Mit diesen Tipps und dem ausführlichen Rezept bist du bestens gerüstet, um die köstliche Welt der gegrillten Auberginen zu erobern. Verabschiede dich von faden und gummiartigen Exemplaren und genieße stattdessen zarte, aromatische Scheiben, die dein nächstes Grillfest zu einem unvergesslichen kulinarischen Erlebnis machen werden. Viel Spaß beim Grillen und guten Appetit!
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