Welche Fische eignen sich zum Grillen?

Fisch & Wild: Grillgenuss vom Feinsten

26/08/2023

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Der Sommer ist die perfekte Zeit, um den Grill anzuwerfen und köstliche Speisen unter freiem Himmel zuzubereiten. Während Würstchen und Steaks oft die Hauptrolle spielen, gibt es zwei Grillklassiker, die viel zu oft übersehen werden, obwohl sie eine gesunde, vielseitige und unglaublich leckere Alternative bieten: Fisch und Wildfleisch. Die Experten von Zöls in Ried, bekannt für ihre Wild- und Fischexpertise, lüften die Geheimnisse, wie diese Delikatessen auf dem Rost am besten gelingen. Bereiten Sie sich darauf vor, Ihre Grillkünste auf ein neues Niveau zu heben und Ihre Gäste mit unerwarteten Gaumenfreuden zu überraschen.

Wie grillt man Fisch auf dem Grill?
Wenig Dill ins Päckchen geben – für den reinen Fischgeschmack kannst du auch darauf verzichten. Die Alufolie dann über den Fisch falten und an den Enden gut verschließen. Den Grill auf mittlere direkte Hitze vorbereiten und die Päckchen etwa 10 Minuten lang sanft grillen. Vom Feuer nehmen, auspacken und heiß servieren.

Fisch auf dem Grill: Ein gesunder Genuss

Fisch ist eine wahre Bereicherung für jede Grillparty. Wie Ines Zöls betont, ist er nicht nur äußerst vielseitig in der Zubereitung, sondern auch ausgesprochen gesund. Mit seinem geringen Fett- und Kaloriengehalt passt er perfekt zu einem bewussten Lebensstil, ohne dabei Kompromisse beim Geschmack einzugehen. Ob als ganzes Tier, als saftiges Filet oder in kleinen Päckchen – die Möglichkeiten sind schier endlos. Die Zubereitung auf dem Grill verleiht dem Fisch ein einzigartiges Raucharoma, das sich wunderbar mit seiner natürlichen Zartheit verbindet.

Die perfekte Vorbereitung für den Fisch

Der Schlüssel zu einem perfekt gegrillten Fisch liegt in der Vorbereitung. Nehmen Sie den Fisch etwa eine Stunde vor dem Grillen aus dem Kühlschrank, damit er Raumtemperatur annehmen kann. Dies gewährleistet ein gleichmäßigeres Garen und verhindert, dass das Fleisch von außen verbrennt, während es innen noch roh ist. Die Würzung spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle. Ines Zöls empfiehlt, den Fisch mit dem hauseigenen Fischgewürz und etwas Zitronenöl zu marinieren. Das Zitronenöl verleiht nicht nur eine frische Note, sondern hilft auch, das Fleisch zart zu halten und ein Ankleben am Rost zu verhindern. Tupfen Sie den Fisch vor dem Auflegen auf den Grill mit Küchenpapier trocken. Eine trockene Oberfläche ist entscheidend für eine schöne, knusprige Haut.

Die Kunst des Fischgrillens: Hautseite zuerst!

Das Grillen von Fisch mag auf den ersten Blick einschüchternd wirken, doch mit der richtigen Technik ist es ein Kinderspiel. Der wichtigste Tipp, den die Expertin Zöls verrät, ist, das Filet zuerst mit der Hautseite nach unten auf den heißen Rost zu legen. Dies hat mehrere Vorteile: Die Haut wird wunderbar knusprig, und das Fleisch löst sich später leichter vom Rost. Eine allgemeine Faustregel für das Fischgrillen lautet: Etwa zwei Drittel der Grillzeit auf der Hautseite und das restliche Drittel auf der Fleischseite. Und hier kommt der nächste goldene Tipp: Das Filet sollte nur einmal wenden! Häufiges Wenden führt dazu, dass der Fisch zerfällt oder am Rost hängen bleibt. Lassen Sie ihn in Ruhe garen, bis die Hautseite goldbraun und knusprig ist, und wenden Sie ihn dann vorsichtig für die restliche Garzeit. Ein Fischwender oder eine Grillzange mit breiten Flächen sind hierfür ideal. Die Garzeit hängt von der Dicke des Fisches ab, aber im Allgemeinen ist Fisch schnell gar. Er ist fertig, wenn das Fleisch undurchsichtig ist und sich leicht mit einer Gabel zerteilen lässt.

Welcher Fisch eignet sich am besten zum Grillen?

Die Auswahl des richtigen Fisches ist entscheidend für den Grillerfolg. Ein Lachsforellenfilet eignet sich laut Zöls besonders gut zum Grillen, da es eine schöne Festigkeit und einen angenehmen Fettgehalt besitzt, der es saftig hält. Aber auch andere Fischarten sind hervorragend geeignet: Lachs, Dorade, Saibling, Makrele oder auch festfleischige Weißfische wie Kabeljau (als dickes Filet) oder Seeteufel. Ganze Fische wie Forellen oder Doraden sind ebenfalls eine ausgezeichnete Wahl und sehen auf dem Grillrost besonders ansprechend aus. Achten Sie beim Kauf stets auf frische Ware, erkennbar an klaren Augen, roten Kiemen und festem Fleisch.

Wild auf dem Grill: Zart und aromatisch

Neben Fisch bietet auch Wildfleisch eine fantastische Möglichkeit, Abwechslung auf den Grill zu bringen. Es ist eine natürliche, magere und geschmacklich intensive Alternative zu herkömmlichem Fleisch. Besonders ab Mai beginnt die Saison des jungen „Maibock“, dessen Fleisch als besonders zart gilt und sich hervorragend zum Anbraten und Grillen eignet. Die feinen Aromen des Wildfleisches spiegeln seine natürliche Herkunft wider und versprechen ein unvergleichliches Geschmackserlebnis.

Tipps für das Grillen von Wildfleisch

Wie bei Fisch ist auch beim Wildfleisch die Vorbereitung entscheidend. Bringen Sie das zu grillende Stück Wildfleisch unbedingt vor dem Auflegen auf den Grill auf Zimmertemperatur. Dies ist ein wichtiger Tipp, der zu einem gleichmäßigeren Garergebnis führt. Da Wildfleisch sehr mager ist, besteht die Gefahr, dass es trocken wird, wenn es zu lange gegrillt wird. Die Empfehlung lautet daher, es rosa zu braten. Das bedeutet, das Fleisch sollte innen noch leicht rötlich sein, um seine Zartheit und Saftigkeit zu bewahren. Achten Sie auf eine hohe Anfangshitze für schöne Röstaromen und reduzieren Sie dann die Temperatur, um das Fleisch sanft garziehen zu lassen. Edelstücke aus der Keule und vom Rücken sind ideal zum Kurzbraten auf dem Grill. Marinaden auf Ölbasis mit Kräutern wie Rosmarin, Thymian oder Wacholderbeeren können dem mageren Wildfleisch zusätzliche Saftigkeit und Tiefe verleihen. Nach dem Grillen sollte das Wildfleisch einige Minuten ruhen, eingepackt in Alufolie, damit sich die Säfte im Fleisch verteilen können und es noch zarter wird. Serviert mit einem feinen Weingelee und knusprigem Baguette, wird Wildfleisch zum Highlight eines gemütlichen Grillabends.

Fisch vs. Wild: Ein Vergleich für Grillmeister

Sowohl Fisch als auch Wildfleisch bieten einzigartige Vorteile für den Grill. Hier ist ein direkter Vergleich, der Ihnen bei der Entscheidung helfen kann, was als Nächstes auf Ihrem Rost landet:

MerkmalFisch (z.B. Lachsforelle)Wild (z.B. Maibock)
ZubereitungszeitSehr kurz (5-15 Min. je nach Dicke)Kurz bis mittel (10-25 Min. je nach Schnitt & Garstufe)
VorbereitungEinfach (Würzen, Öl)Etwas aufwendiger (Marinieren empfohlen)
GeschmacksprofilLeicht, frisch, maritim, zartIntensiv, erdig, leicht würzig, zart
GesundheitsaspekteSehr gesund, fett- & kalorienarm, Omega-3-FettsäurenMager, proteinreich, naturbelassen
GargefühlFlockig, saftigZart, saftig, kernig
Ideale BeilagenZitronenspalten, Kräuterbutter, leichte Salate, gegrilltes GemüseWeingelee, Kräuterbutter, Baguette, Rotkraut, Pilze, kräftige Soßen
SchwierigkeitsgradMittel (Anhaften, Zerfallen möglich)Mittel (Garpunkt treffen wegen Magerkeit)

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Fisch- und Wildgrillen

Wie verhindere ich, dass Fisch am Grillrost kleben bleibt?

Dafür gibt es mehrere Maßnahmen: Erstens, den Rost gründlich reinigen und dann gut einölen, bevor er heiß wird. Zweitens, den Fisch vor dem Auflegen mit etwas Öl bestreichen und gut trockentupfen. Drittens, den Fisch immer zuerst auf der Hautseite grillen und nicht zu früh wenden. Die Haut bildet eine schützende Schicht, die beim Garen fest wird und sich dann leichter löst.

Wie erkenne ich, ob mein Fisch gar ist?

Der Fisch ist gar, wenn das Fleisch undurchsichtig ist und sich leicht mit einer Gabel in Schichten teilen lässt. Bei dickeren Filets können Sie auch ein Fleischthermometer verwenden; die Kerntemperatur sollte je nach Fischart zwischen 54°C und 63°C liegen. Ein leichter Drucktest zeigt auch, ob das Fleisch elastisch ist und nicht mehr glasig wirkt.

Muss ich Wildfleisch vor dem Grillen marinieren?

Da Wildfleisch sehr mager ist, ist eine Marinade sehr empfehlenswert. Sie hilft, das Fleisch saftig zu halten und verleiht zusätzliche Aromen. Eine Öl-Basis mit Kräutern, Gewürzen, etwas Essig oder Wein ist ideal. Aber auch ohne Marinade kann hochwertiges Wildfleisch, wenn es perfekt auf den Punkt gegrillt wird (rosa), ein Genuss sein.

Kann ich tiefgekühlten Fisch direkt auf den Grill legen?

Nein, es ist wichtig, tiefgekühlten Fisch vollständig aufzutauen, bevor Sie ihn grillen. Am besten lassen Sie ihn langsam im Kühlschrank auftauen. Das Auftauen bei Raumtemperatur oder unter warmem Wasser kann die Textur des Fleisches beeinträchtigen und zu ungleichmäßigem Garen führen.

Ist Wildfleisch gesünder als herkömmliches Fleisch?

Wildfleisch gilt als sehr gesund. Es ist von Natur aus mager, reich an Protein und enthält weniger Fett als viele Zuchtfleischsorten. Da Wildtiere sich in ihrer natürlichen Umgebung ernähren und viel bewegen, ist ihr Fleisch oft reicher an Vitaminen und Mineralstoffen und frei von Antibiotika oder Wachstumshormonen.

Mit den wertvollen Tipps der Zöls-Experten sind Sie bestens gerüstet, um Fisch und Wildfleisch auf Ihrem Grill zu meistern. Diese gesunden und schmackhaften Alternativen werden Ihre Grillabende bereichern und für unvergessliche kulinarische Momente sorgen. Probieren Sie es aus und lassen Sie sich von der Vielseitigkeit und dem einzigartigen Geschmack dieser besonderen Grillzutaten begeistern. Guten Appetit!

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