22/06/2023
In der Welt des Kochens gibt es unzählige Pfannenvarianten: Gusseisen für die einen, Eisenpfannen für die anderen, und viele schwören auf beschichtete Modelle wegen ihrer Antihaft-Eigenschaften. Doch immer mehr Köche entdecken die Vorzüge von Edelstahlpfannen. Sie sind pflegeleichter als Eisen, bieten brauchbare Antihaft-Eigenschaften und sind dabei wesentlich langlebiger als herkömmliche Teflon-Beschichtungen. Wir haben zwölf verschiedene Edelstahlpfannen auf Herz und Nieren geprüft, um Ihnen die Entscheidung zu erleichtern. Tauchen Sie ein in die Welt der glänzenden Allrounder und erfahren Sie, welche Modelle in unserem Test besonders überzeugen konnten.

- Vorteile von Edelstahlpfannen: Robustheit trifft auf Pflegeleichtigkeit
- Die kleinen Schattenseiten: Was Sie beachten sollten
- Einsatzbereiche: Was brät man am besten in Edelstahl?
- Tipps für perfektes Braten auf Edelstahl: Die goldene Regel der ersten Minute
- Die richtige Temperatur: Qualität vor Quantität
- Reinigung und Pflege: Spülmaschine oder Handwäsche?
- Technologie unter dem Boden: Kapsel- und Sandwichböden im Detail
- Unsere Top-Empfehlungen: Die besten Edelstahlpfannen im Test
- Vergleichstabelle: Unsere Top-Empfehlungen im Überblick
- Weitere getestete Modelle im Überblick
- Produktdetails: Alle getesteten Edelstahlpfannen im direkten Vergleich
- So haben wir getestet: Unsere Methodik
- Häufig gestellte Fragen zu Edelstahlpfannen
Vorteile von Edelstahlpfannen: Robustheit trifft auf Pflegeleichtigkeit
Die Vorteile von Edelstahl als Material für Kochgeschirr haben sich weithin herumgesprochen. Es ist nicht nur äußerst pflegeleicht, sondern auch bemerkenswert widerstandsfähig. Ob Stahlschwämme, scharfe Messer, Gabeln oder aggressive Spülmaschinen-Tabs – eine gute Edelstahlpfanne steckt vieles weg, ohne Schaden zu nehmen. Ein weiterer entscheidender Pluspunkt ist, dass Edelstahl nicht rostet. Das bedeutet, Sie können Speisen direkt in der Pfanne marinieren oder lagern, ohne sich Sorgen um Korrosion machen zu müssen. Und das Beste: Ihre Gerichte nehmen keinen metallischen Geschmack an.
Im Gegensatz zu Gusseisen- oder Eisenpfannen ist bei Edelstahlpfannen kein aufwendiges Einbrennen vor dem ersten Gebrauch nötig. Sie sind sofort einsatzbereit. Zudem sind sie im Durchschnitt leichter als ihre gusseisernen oder reinen Eisen-Pendants, was die Handhabung im Alltag erleichtert. Die glatten, polierten Oberflächen von Edelstahlpfannen bieten zudem überraschend gute Antihaft-Eigenschaften, auch wenn sie nicht ganz an die Performance von speziell beschichteten Teflon- oder Keramikpfannen heranreichen. Moderne Edelstahlpfannen sind heute fast ausschließlich mit thermisch optimierten Kapsel- oder Sandwichböden ausgestattet, was sie für alle Herdarten – inklusive Induktion – geeignet macht.
Die kleinen Schattenseiten: Was Sie beachten sollten
Trotz all ihrer Vorzüge haben Edelstahlpfannen auch ein paar kleine Nachteile, die man kennen sollte. Das Antihaft-Erlebnis ist, wie bereits erwähnt, nicht ganz so ausgeprägt wie bei beschichteten Pfannen. Fettfreies Braten ist in der Regel nicht möglich, selbst wenn das Gargut von Natur aus Fett enthält. Ein weiterer Aspekt, der manche stören könnte: Schon nach der ersten Verwendung sehen die Pfannen nicht mehr makellos neu aus. Sie laufen an und zeigen oft deutliche Verfärbungen, sowohl innen als auch außen. Dies ist jedoch rein optischer Natur und beeinträchtigt die Funktion der Pfanne in keiner Weise.
Einsatzbereiche: Was brät man am besten in Edelstahl?
Auf Edelstahlpfannen kann praktisch alles gebraten oder gekocht werden, was in die Pfanne passt und sich gut mit Fett oder Öl verträgt. Besonders das scharfe Anbraten gelingt hier hervorragend, vergleichbar mit den Ergebnissen, die man aus Eisenpfannen kennt. Fleisch bekommt eine wunderbare Kruste, und Bratkartoffeln werden perfekt kross.
Bei Mehlspeisen wie Pfannkuchen oder Teigwaren sowie bei Innereien kann Edelstahl jedoch schneller anbacken. Hier ist es wichtig, mit einem Holzschaber immer wieder nachzuhelfen, um das Anhaften zu verhindern. In diesem Punkt sind beschichtete Pfannen klar im Vorteil. Es ist auch wichtig zu beachten, dass Edelstahl durch Salz oder säurehaltige Speisen korrodieren kann, allerdings nur bei konzentriertem Kontakt oder längerem Verbleib in der Pfanne. Eine Tomatensauce sollte also nicht über Nacht in der Pfanne bleiben. Und ein kleiner Tipp: Salz sollte immer erst in die erhitzte Flüssigkeit gegeben werden, niemals in den leeren Topf, um Fleckenbildung zu vermeiden.
Tipps für perfektes Braten auf Edelstahl: Die goldene Regel der ersten Minute
Gerade wenn Edelstahl glatt poliert ist, bietet es gute Antihaft-Eigenschaften. Ein Schuss Öl oder Fett ist jedoch immer zwingend nötig. Dann aber gelingen Spiegeleier oder Bratkartoffeln fast ohne Anbacken – selbst mit einer brandneuen Pfanne. Der Schlüssel zum Erfolg liegt oft in den ersten Sekunden oder der ersten Minute. Wenn Fett unter das Gargut gelangt, backt so gut wie nichts mehr an. In dieser entscheidenden ersten Minute sollte das Gargut stets in Bewegung bleiben, besonders wenn Sie nur sparsam Fett einsetzen.
Ein einfacher Tipp: Geben Sie das Gargut immer erst in das heiße Fett. Es muss sofort brutzeln, wenn es die Pfanne berührt. Dies signalisiert, dass die richtige Temperatur erreicht ist und das Fett sich optimal verteilen kann.

Die richtige Temperatur: Qualität vor Quantität
Die Temperatur ist ein entscheidender Faktor beim Braten in Edelstahlpfannen. Sie darf nicht zu hoch sein. Bei neuen Pfannen empfiehlt es sich, sich langsam an die optimalen Herdeinstellungen heranzutasten. Besonders bei Induktionsherden kann bereits eine mittelhohe Einstellung die Pfanne auf weit übertriebene 240 Grad jagen, was dazu führen kann, dass das Fett verbrennt und sogar das Pfannenmaterial ausglüht. Verfärbungen sind dabei kaum zu vermeiden. Sie sind jedoch unproblematisch, solange die Farbe goldgelb und nicht rötlich ist – Letzteres könnte ein Zeichen für Überhitzung sein.
Reinigung und Pflege: Spülmaschine oder Handwäsche?
Viele Hersteller werben damit, dass ihre Edelstahlpfannen spülmaschinenfest sind. Doch wer genauer hinschaut, liest oft den Zusatz: „Handwäsche empfohlen“. Warum ist das so, wo doch Edelstahltöpfe problemlos in die Spülmaschine dürfen? Der Grund liegt in der Patina. Auch polierte Edelstahloberflächen sind nicht hundertprozentig glatt. Sie weisen feine Rillen auf, die sich mit verbranntem Fett zusetzen können. Dies führt zu einer ungleichmäßigen Verfärbung der Pfanne, verbessert aber langfristig ihre Antihafteigenschaften. Das bedeutet, mit einer „eingebrannten“ Pfanne können Sie mit weniger Öl arbeiten.
Die Crux dabei: Edelstahl ist oft so glatt poliert, dass die Patina kaum Halt findet und selbst bei vorsichtiger Handwäsche immer wieder entfernt wird. Unser Tipp: Sparen Sie sich den Versuch, eine dauerhafte Patina aufzubauen, und reinigen Sie Ihre Edelstahlpfanne so, wie es Ihren optischen Ansprüchen genügt. Ein Stahlschwamm reinigt zwar effektiv, kann aber die polierte Oberfläche zerkratzen und stumpf machen. Das stört ein Spiegelei wenig, aber vielleicht die Ästhetik in Ihrer Küche. Hier kann ein Melaminschwamm, auch als Schmutzradierer bekannt, helfen. Vorher sollte die Pfanne aber mit Wasser eingeweicht und mit einem kratzfreien Zelluloseschwamm und gegebenenfalls einem Holzschaber gereinigt werden.
Technologie unter dem Boden: Kapsel- und Sandwichböden im Detail
Wie die meisten modernen Edelstahltöpfe verfügen auch Edelstahlpfannen über einen Sandwich- oder Kapselboden. Das bedeutet, sie bestehen aus magnetischen Außenlagen (Stahl) und einer oder mehreren Innenlagen aus Aluminium, Aluminiumlegierungen oder Kupfer. Der Stahl bildet den äußeren Bereich, da weichere Metalle wie Kupfer oder Aluminium auswaschen und fleckig werden könnten. Zudem möchte niemand Aluminium-Abrieb im Essen. Die Eisenschicht ist auch zwingend für die Nutzung auf Induktionsherden.
Eine besonders dicke Aluminiumschicht ist nicht unbedingt ein Vorteil. Die Pfanne würde dadurch nur sehr lange zum Aufheizen benötigen, da die Hitze zuerst vom Stahl ins Aluminium übergehen muss. Eine weniger verbreitete, da teurere, Methode ist das Cladding-Verfahren. Hierbei bestehen Boden und Wandung aus einem gepressten Mehrlagen-Materialmix. Dadurch erwärmt sich auch die Wandung besser, und sie ist dicker sowie stabiler. Die Marke All-Clad ist ein prominentes Beispiel für dieses Verfahren bei ihren Edelstahlpfannen mit Aluminium und Legierungen. Kupfer ist ein sehr guter Wärmeleiter, aber es ist auch schwer und teuer. Leichtere Pfannen setzen daher oft auf Aluminiumlegierungen, die ähnliche Eigenschaften bieten. Kupfer leitet Wärme schneller, speichert aber weniger. In der Praxis heizt sich eine Kupferkernpfanne daher etwas schneller auf als eine mit Aluminiumkern.
Unsere Top-Empfehlungen: Die besten Edelstahlpfannen im Test
Nach ausführlichen Praxistests präsentieren wir Ihnen unsere Top-Empfehlungen, die in verschiedenen Kategorien überzeugen konnten:
Testsieger: Tefal Virtuoso E49206
Die Tefal Virtuoso E49206 bietet zum kleinen Preis alles, was eine hochwertige Edelstahlpfanne haben sollte. Sie überzeugt mit einer stabilen Stielgriff-Korpus-Verbindung und einer glatten Oberfläche. Ihr Kapselboden sorgt für eine optimierte Wärmeleitung und das alles bei einem moderaten Gewicht von nur 1,25 Kilogramm. Die Wandung ist zwar dünn, wird aber oben durch eine gefaltete Krempe verstärkt und unten durch den dicken Kapselboden verdickt. Der geschmiedete, innen hohle Griff zeugt von sorgfältiger Verarbeitung. Die Schweißnaht wurde geglättet und poliert. Spiegeleier gelingen selbst bei der ersten Benutzung ohne Anbacken. Der flach angesetzte Stielgriff ragt nur zwei Zentimeter über die Pfanne hinaus, was eine platzsparende Aufbewahrung ermöglicht. Diese Pfanne ist ein widerstandsfähiger, langlebiger Allrounder für jede Familie, der selbst Kratzer von Gabeln oder das Rubbeln mit einem Stahlschwamm klaglos wegsteckt. Ein kleiner Schönheitsfehler bei unserem Testmodell war der leicht schräg angesetzte Stielgriff, der jedoch keine praktische Bedeutung hatte.
Auch gut: WMF Profi Edelstahlpfanne 28 cm
Die WMF Profi Edelstahlpfanne ist ein schweres und mit drei Litern Fassungsvermögen großes Modell. Ihr dickwandiger, verwindungssteifer Pfannenkörper zeichnet sie aus. Der dicke Sandwichboden speichert Restwärme lange und verhindert eine störende Hohlwölbung bis deutlich über 200 Grad Celsius. Mit fünfjähriger Garantie auf Verarbeitung und Material sind Käufer hier auf der sicheren Seite. Auf dem glatten Kapselboden gelingt scharfes Anbraten sehr gut, da der dicke Boden beim Auflegen von kaltem Gargut nicht so stark abkühlt. Der hohle Griff bleibt kühl, auch wenn er bei Fettspritzern etwas rutschig werden kann. Die WMF Profi Edelstahlpfanne ist ideal für alle, die schwere, langlebige Qualität zu einem guten Preis suchen.

Massiver Griff: Silberthal Edelstahlpfanne Unbeschichtet
Die Silberthal Edelstahlpfanne 1LE0911-CF-1933 steht dem Testsieger in puncto Verarbeitung in nichts nach. Mit 1,4 Kilogramm ist sie zwar nicht die leichteste, aber auch nicht die schwerste 28-Zentimeter-Pfanne. Sie besticht durch einen optisch markanten Vollmetall-Griff mit V-förmigen Stegen, die sorgfältig mit dem Korpus verschweißt sind. Die Pfanne hat einen Stahl-Sandwichboden mit Aluminiumkern, der für alle Herdarten geeignet ist. Das Braten von Fleisch, Kartoffeln oder Spiegeleiern gelingt auf der glatten Oberfläche hervorragend und ohne Anbacken, selbst bei einer brandneuen Pfanne. Der breite Schüttrand erleichtert das Ausgießen von Flüssigkeiten. Der Hersteller empfiehlt die Handwäsche. Diese Pfanne ist eine preisbewusste Option mit höherem Rand und ähnlich hoher Verarbeitungsqualität wie unser Testsieger.
Krosses Braten: Fissler 084-378-28-100/0
Die Fissler Original-Profi Collection 084-378-28-100/0 überzeugt durch ihre robuste, schwere Qualität. Der Vollmetallgriff ist großflächig mit der Wandung verbunden, sodass Druck auf den Stielgriff den Korpus kein bisschen verzieht – eine Seltenheit im Testfeld. Das hohe Gewicht von 1,83 Kilogramm kommt vom massiven Griff und dem dicken Sandwichboden mit Aluminiumkern. Die Pfanne verfügt über eine Innenskala und bietet drei Liter Volumen. Die Novogrill-Bratfläche erzeugt auf ihren erhabenen Punkten heiße Stellen mit wenig Fett, was ein schnelles und zügiges Anbraten ermöglicht. Spiegeleier gelingen trotz der Struktur, wenn sie in Bewegung bleiben. Ein kleiner Nachteil ist der rutschige, verchromte Griff, der vor dem Anheben oft abgewischt werden muss. Wir empfehlen die Fissler Edelstahlpfanne allen Fans von schwerer, unverwüstlicher Qualität.
Preistipp: Fackelmann Chefkoch mit Wabenboden
Die Fackelmann Chefkoch mit Wabenboden bringt für kleines Geld kross panierte Schnitzel auf den Tisch. Ihre Wabenstruktur sorgt dafür, dass sich mehr Fett unter dem Gargut befindet, ohne dass man die Menge erhöhen muss. So gelingt krosses Braten besser als auf glatten Pfannen. Neben dem Muster zeichnen sich diese Pfanne auch durch ihren hohen Rand und den massiven Metallgriff aus. Auch wenn sie äußerlich wertig erscheint, ist der dünnwandige Korpus nicht so stabil und der Sandwichboden relativ dünn. Dies führt zu einem geringen Gewicht von nur einem Kilogramm, reduziert aber auch die Wärmespeicherung erheblich. Auf Induktion heizt sie sich binnen Sekunden auf, daher ist Vorsicht mit hohen Stufen geboten, um Überhitzung und Verformung zu vermeiden. Trotz einer sichtbaren Hohlwölbung bei 190 Grad wird der negative Effekt durch die Wabenstruktur gemildert, da sich das Öl in den Waben hält. Die beiden Ringe am Pfannenboden dienen als praktisches Hilfsmittel zur Messung der Ölmenge. Die Fackelmann lässt sich zudem leichter reinigen als glatte Edelstahlböden. Wir empfehlen sie allen, die gerne panierte Speisen zubereiten und dabei weniger Öl verwenden möchten.
Vergleichstabelle: Unsere Top-Empfehlungen im Überblick
| Modell | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|
| Tefal Virtuoso E49206 | Stabil & hochwertig, breiter Gießrand, platzsparender Griff, glatte Oberfläche | Stielgriff etwas schräg angesetzt (ästhetisch) |
| WMF Profi Edelstahlpfanne 28 cm | Schwerer Wärmespeicher-Kapselboden, langlebige Qualität, Hohlwölbung erst ab 240°C, kühler Griff | Größer und schwerer |
| Silberthal Edelstahlpfanne Unbeschichtet | Massiver Metallgriff, breiter Gießrand, langlebige Qualität, gute Anleitung | Wärmeverteilung bei ungleichmäßiger Hitzequelle |
| Fissler 084-378-28-100/0 | Waben-Bratfläche für krosses Braten, langlebige schwere Qualität, Vollmetallgriff, Innen-Skala | Hohes Gewicht, hoher Preis, rutschiger Griff |
| Fackelmann Chefkoch mit Wabenboden | Waben-Bratfläche, massiver Metallgriff, Öl-Mengenanzeige, leicht zu reinigen | Dünnwandiges Material, sichtbare Schweißpunkte, geringe Wärmespeicherung |
Weitere getestete Modelle im Überblick
Neben unseren Top-Empfehlungen haben wir weitere interessante Modelle unter die Lupe genommen, die je nach Bedarf ebenfalls eine gute Wahl sein können:
- Kela 10189 Flavoria: Zeichnet sich durch ihren massiven Metallgriff aus, der Korpus ist jedoch weniger massiv und kann sich leicht verwinden. Der dünne Boden heizt auf Induktion sehr schnell auf. Auffällig war die starke Verfärbung bereits beim ersten Gebrauch.
- Metro Professional Pfanne unbeschichtet: Ein solides Großformatmodell mit breitem Gießrand und Kapselboden. Der Hohlkammer-Griff bleibt kühl, verzieht die Wandung jedoch leicht. Eine Hohlwölbung ist bereits ab 135 Grad sichtbar.
- All-Clad 4110: Ein leichtes Modell (0,981 kg) mit 25,4 cm Durchmesser, ideal für die einhändige Führung. Der ergonomische Griff mit Daumenmulde sorgt für sicheren Halt. All-Clad nutzt das teure Cladding-Verfahren, bei dem Boden und Wandung aus einem gepressten Mehrlagen-Materialmix bestehen, was höchste Stabilität gewährleistet.
- WAS Germany 5140 240: Ein qualitativ eher minderwertiges Einsteigermodell. Die grobe Rillenstruktur der Innenseite erschwert das Braten ohne viel Fett. Der gestanzte Griff ist nicht perfekt entgratet, und die sichtbaren Schweißpunkte zeugen von weniger Sorgfalt.
- Rösle Silence Pro 28 cm: Kommt mit einem massiven Vollmetallgriffstück mit Silikonmantel für Hitzeschutz. Leider besteht der Griff aus zwei verschraubten Einzelteilen, was zu einem leichten Wackeleffekt führt. Abgesehen davon ist die Pfanne gut verarbeitet, mit einem stabilen Korpus und dickem Sandwichboden.
- Schulte-Ufer Profi-Line 6451-28 i: Mit ihrem Kupferboden ist sie ein hervorragender Wärmeleiter, der sich gleichmäßig erhitzt. Trotz des Hohlraumgriffs ist sie mit 1,52 kg recht schwer. Sie gehört zu den niedrigeren Pfannen im Test und ist leicht zu reinigen.
- Elo 24544: Ein günstiges und leichtes 24-Zentimeter-Modell mit glattem Pfannenboden. Leider weist sie Schwächen bei der Griffbefestigung auf, der Griff ist nicht solide befestigt und wirkt wie eine Sollbruchstelle.
Produktdetails: Alle getesteten Edelstahlpfannen im direkten Vergleich
| Modell | Durchmesser (Oben) | Bratfläche / Randhöhe | Volumen | Material | Gewicht | Ofenfest | Bodentyp |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Tefal Virtuoso E49206 | 28 cm | 23 / 4,5 cm | 2,0 L | Edelstahl 18/10 | 1,25 kg | Ja | Kapselboden |
| WMF Profi Edelstahlpfanne 28 cm | 29,8 cm | 23 / 5,6 cm | 3,0 L | Edelstahl 18/10 | 1,58 kg | Ja | Sandwichboden |
| Silberthal Edelstahlpfanne Unbeschichtet | 29,3 cm | 24 / 6 cm | 3,0 L | Edelstahl 18/10 | 1,34 kg | Ja, bis 400°C | Kapselboden: magnetischer Stahl, Aluminiumkern |
| Fissler 084-378-28-100/0 | 28 cm | 22,5 / 5,6 cm | 3,0 L | Edelstahl 18/10 | 1,83 kg | Ja, bis 230°C | Kapselboden: magnetischer Stahl, Aluminiumkern, Innen-Skala, novogrill Bratfläche |
| Fackelmann Chefkoch mit Wabenboden | 29,1 cm | 22 / 6 cm | 2,9 L | Edelstahl 18/10 | 1,07 kg | Ja | Sandwichboden |
| All-Clad 4110 | 25,4 cm | 18,5 / 4,7 cm | 2,0 L | Edelstahl 18/10 | 0,9 kg | Ja | Kapselboden: Edelstahl, reines Aluminium, Aluminium Legierungen |
| Schulte-Ufer Profi-Line 6451-28 i | 28 cm | 21,5 / 4,6 cm | 2,2 L | Edelstahl 18/10 | 1,52 kg | Ja | Kapselboden: protherm Allherd-Kupferboden |
| Rösle Silence Pro 28 cm | 28 cm | 22,6 / 5,8 cm | 3,0 L | Edelstahl 18/10 | 1,5 kg | Ja, bis 200°C | Kapselboden mit Aluminiumkern, Griff Silikon ummantelt |
| Metro Professional Pfanne unbeschichtet | 29,3 cm | 24 / 5 cm | 2,5 L | Edelstahl 18/10 | 1,2 kg | Ja | Kapselboden |
| Kela 10189 Flavoria | 29,4 cm | 21 / 5,5 cm | 2,7 L | Edelstahl 18/10 | 0,97 kg | Ja | Sandwichboden |
| WAS Germany 5140 240 | 24 cm | 17,8 / 4,8 cm | 1,5 L | Chromnickelstahl | 0,79 kg | Ja | Keine Angabe |
| Elo 24544 | 24 cm | 19,3 / 5,1 cm | 1,7 L | Edelstahl 18/10 | 0,85 kg | Ja | Kapselboden |
So haben wir getestet: Unsere Methodik
Für unseren umfassenden Test haben wir insgesamt zwölf Edelstahlpfannen entweder als Leihstellungen von Herstellern erhalten oder selbst gekauft. Der Standarddurchmesser von 28 Zentimetern war dabei am häufigsten vertreten, aber wir haben auch Modelle mit 24 und 25 Zentimetern Durchmesser in unseren Test einbezogen. Die Testreihe wurde praxisnah im Alltag durchgeführt. Wir bereiteten Spiegeleier zu, brieten Schweinefleisch oder Hühnchen zunächst scharf an und garten es anschließend langsam für „medium“ oder „well done“. Ergänzend dazu standen immer wieder Bratkartoffeln sowie verschiedene Pfannengerichte mit Geschnetzeltem oder Hackfleisch auf dem Speiseplan. Vor Beginn des Tests wurden die Edelstahlpfannen bewusst nicht eingebrannt, da dies bei diesem Material ohnehin unnötig ist.
Für die Tests nutzten wir hauptsächlich einen Induktionsherd, aber auch einen Spirituskocher, um eine ungleichmäßige Flamme zu simulieren. Alle Edelstahlpfannen verhielten sich auf Induktion ähnlich wie Eisenpfannen: Schon bei den Stufen sechs oder sieben von vierzehn erreichten sie mittig 150 Grad Celsius. Die Stufen zehn bis elf (knapp 200 Grad) waren stets ausreichend für scharfes Anbraten. Einen Unterschied zwischen Kupfer- und Aluminiumkern konnten wir feststellen: Kupferböden heizten sich messbar schneller auf als dicke Aluminiumböden. Bei dünnen Aluminiumböden, wie beispielsweise bei der All-Clad 4110 mit nur vier Millimetern, war der Unterschied jedoch kaum messbar. Kurz zusammengefasst: Zahlreiche Parameter spielen in die Aufheizzeit ein, die kaum vergleichbar sind. Aus diesem Grund hatten Aufheizzeiten oder verschiedene Kernvarianten (Alu, Kupfer) keine Relevanz für unsere abschließende Bewertung.
Maßgeblich für unsere Bewertung waren stattdessen die Stabilität des Pfannenkorpus, die Qualität der Verbindung zwischen Griff und Pfanne, die Ausarbeitung von Details wie Entgratung, Schweißpunkte und Politur sowie selbstverständlich das Gewicht der Edelstahlpfannen. Des Weiteren spielte das ergonomische Design des Griffs eine wichtige Rolle in unserem Test, ebenso wie die Beschaffenheit der Pfanneninnenseite.
Häufig gestellte Fragen zu Edelstahlpfannen
- Sind Edelstahlpfannen wirklich antihaftbeschichtet?
- Nein, Edelstahlpfannen haben keine klassische Antihaftbeschichtung wie Teflon. Sie bieten jedoch gute Antihaft-Eigenschaften, wenn sie mit ausreichend Fett und der richtigen Temperatur verwendet werden. Eine leichte Patina kann diese Eigenschaften mit der Zeit sogar verbessern.
- Muss man Edelstahlpfannen einbrennen?
- Nein, im Gegensatz zu Gusseisen- oder reinen Eisenpfannen müssen Edelstahlpfannen nicht eingebrannt werden. Sie sind direkt nach dem Kauf und einer ersten Reinigung einsatzbereit.
- Kann ich meine Edelstahlpfanne in die Spülmaschine geben?
- Viele Hersteller geben an, dass ihre Edelstahlpfannen spülmaschinenfest sind. Eine Handwäsche wird jedoch oft empfohlen. Die aggressiven Spülmittel und hohen Temperaturen in der Spülmaschine können die Oberfläche angreifen und die Bildung einer nützlichen Patina erschweren. Für die Langlebigkeit und das Erscheinungsbild ist Handwäsche meist die bessere Wahl.
- Warum verfärbt sich meine Edelstahlpfanne?
- Verfärbungen, oft bläulich oder bräunlich, sind bei Edelstahlpfannen normal und treten durch Hitze und Fett auf. Sie sind in der Regel unbedenklich und beeinträchtigen die Funktion der Pfanne nicht. Solange die Verfärbung goldgelb und nicht rötlich ist, gibt es keinen Grund zur Sorge.
- Welchen Bodentyp sollte meine Edelstahlpfanne haben?
- Moderne Edelstahlpfannen verfügen meist über einen Kapsel- oder Sandwichboden. Diese Böden sind mehrschichtig aufgebaut, oft mit einem Aluminium- oder Kupferkern zwischen Edelstahlschichten. Sie sorgen für eine schnelle und gleichmäßige Wärmeverteilung und sind in der Regel für alle Herdarten, einschließlich Induktion, geeignet. Ein dickerer Boden speichert die Wärme besser.
Wenn du andere Artikel ähnlich wie Edelstahlpfannen: Der ultimative Testbericht kennenlernen möchtest, kannst du die Kategorie Grillen besuchen.
