Welche Arten von Dorade gibt es?

Dorade vom Grill: Arten, Zubereitung & Genuss

30/12/2025

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Die Dorade, oft auch als Meerbrasse bekannt, ist ein wahrer Star auf dem Grillrost. Ihr zartes, weißes Fleisch und ihr feiner, leicht nussiger Geschmack machen sie zu einem Favoriten unter Fischliebhabern. Doch welche Arten von Dorade gibt es überhaupt, und was macht sie so besonders für die Zubereitung über offener Flamme? Dieser Artikel nimmt Sie mit auf eine kulinarische Reise, um die Geheimnisse der Dorade zu lüften und Ihnen zu zeigen, wie Sie diesen edlen Fisch perfekt grillen.

Welche Arten von Dorade gibt es?
Inhaltsverzeichnis

Die Königin der Meere: Die Echte Goldbrasse (Sparus aurata)

Wenn wir von 'Dorade' sprechen, meinen wir in den meisten Fällen die Echte Goldbrasse, wissenschaftlich bekannt als Sparus aurata. Dieser Fisch ist die unangefochtene Königin unter den Brassenarten und verdankt ihren Namen dem charakteristischen goldenen Band, das sich zwischen ihren Augen erstreckt, sowie einem schwarzen Fleck am Kiemendeckel. Die Goldbrasse ist in den wärmeren Gewässern des Mittelmeers und des östlichen Atlantiks beheimatet. Sie ist sowohl in freier Wildbahn als auch in Aquakulturen weit verbreitet, wobei die Zuchtware oft eine nachhaltige und preisgünstige Alternative darstellt.

Was die Goldbrasse so ideal für den Grill macht, ist ihr festeres, aber dennoch saftiges Fleisch, das beim Garen nicht so leicht zerfällt. Sie hat relativ wenige Gräten, die sich zudem gut vom Fleisch lösen lassen. Ihr Geschmack ist mild, aber charaktervoll, was sie zu einem hervorragenden Träger für mediterrane Kräuter und Zitrusaromen macht. Die Haut wird auf dem Grill wunderbar knusprig und schützt das Fleisch vor dem Austrocknen.

Weitere Brassenarten, die oft als 'Dorade' bezeichnet werden

Obwohl die Echte Goldbrasse die prominenteste Vertreterin ist, gibt es weitere Fischarten aus der Familie der Meerbrassen (Sparidae), die ähnliche Eigenschaften aufweisen und ebenfalls hervorragend zum Grillen geeignet sind. Oft werden sie umgangssprachlich oder im Handel ebenfalls als 'Dorade' oder 'Meerbrasse' bezeichnet, auch wenn sie keine echten Goldbrassen sind:

  • Rotbrasse (Pagellus erythrinus): Die Rotbrasse ist, wie der Name schon sagt, an ihrer rötlichen Färbung zu erkennen. Sie ist kleiner als die Goldbrasse, hat aber ebenfalls ein sehr schmackhaftes, weißes Fleisch. Ihr Lebensraum erstreckt sich ebenfalls über das Mittelmeer und den Atlantik. Sie ist ein beliebter Speisefisch und eignet sich hervorragend für den Grill, oft auch als ganze Portion.
  • Zahnbrasse (Dentex dentex): Diese Art ist größer und kräftiger als die Goldbrasse und zeichnet sich durch markante Zähne aus. Ihr Fleisch ist ebenfalls fest und sehr aromatisch. Die Zahnbrasse ist seltener und daher oft teurer, aber ein wahrer Genuss für Kenner.
  • Marmorbrasse (Lithognathus mormyrus): Die Marmorbrasse ist an ihrem silbrigen Körper mit dunklen, vertikalen Streifen erkennbar. Sie ist eine kleinere Brassenart, die aber ebenfalls ein feines Aroma besitzt und sich gut zum Grillen eignet, insbesondere in einer Fischgrillzange.

Es ist wichtig zu beachten, dass die „Dorade Rose“ oder „Lachsforelle“ keine echte Dorade ist, sondern eine Forellenart, die aufgrund ihrer rosafarbenen Fleischfarbe so vermarktet wird. Achten Sie beim Kauf immer auf die genaue Bezeichnung, wenn Sie eine echte Meerbrasse wünschen.

Warum Dorade der ideale Grillfisch ist

Die Dorade bringt eine Reihe von Eigenschaften mit sich, die sie zum perfekten Kandidaten für den Grill machen:

  • Festes Fleisch: Das Fleisch zerfällt nicht so leicht wie bei manch anderen Fischarten, was das Wenden auf dem Grillrost erleichtert.
  • Wenige Gräten: Vor allem bei größeren Exemplaren lassen sich die Gräten nach dem Garen sehr einfach entfernen.
  • Feiner Geschmack: Der milde, aber aromatische Geschmack der Dorade harmoniert wunderbar mit den Röstaromen des Grills und einer Vielzahl von Gewürzen.
  • Knusprige Haut: Die Haut der Dorade wird auf dem Grill herrlich knusprig und bildet einen schützenden Mantel für das zarte Fleisch.
  • Einfache Zubereitung: Eine ganze Dorade lässt sich mit wenig Aufwand vorbereiten und garen.

So wählen und bereiten Sie die perfekte Dorade vor

Der Einkauf: Frische ist das A und O

Die Qualität Ihrer Dorade beginnt beim Einkauf. Achten Sie auf folgende Frischemerkmale:

  • Klare, pralle Augen: Sie sollten nicht trüb oder eingefallen sein.
  • Glänzende Haut: Die Schuppen sollten fest anliegen und die Haut feucht und schimmernd sein.
  • Rote Kiemen: Ein leuchtendes Rot deutet auf Frische hin.
  • Fester Körper: Das Fleisch sollte bei leichtem Druck elastisch sein und sofort zurückfedern.
  • Frischer Geruch: Die Dorade sollte nach Meer riechen, nicht fischig oder ammoniakartig.

Für den Grill eignen sich am besten ganze Fische zwischen 300 und 600 Gramm pro Person. Diese Größe lässt sich gut handhaben und gart gleichmäßig durch.

Vorbereitung für den Grill

  1. Reinigen: Lassen Sie den Fisch beim Fischhändler ausnehmen und entschuppen. Wenn Sie es selbst tun, entfernen Sie die Eingeweide und spülen Sie die Bauchhöhle gründlich unter kaltem Wasser aus.
  2. Trocknen: Tupfen Sie den Fisch innen und außen sehr sorgfältig mit Küchenpapier trocken. Dies ist entscheidend für eine knusprige Haut!
  3. Einschneiden: Schneiden Sie die Haut auf beiden Seiten drei- bis viermal schräg ein (ca. 0,5 cm tief). Dies hilft dem Fisch, gleichmäßiger zu garen, und ermöglicht, dass Gewürze besser eindringen.
  4. Würzen: Reiben Sie den Fisch innen und außen mit Salz und Pfeffer ein. Füllen Sie die Bauchhöhle mit frischen Kräutern wie Rosmarin, Thymian oder Petersilie und Zitronenscheiben. Ein Schuss Olivenöl innen und außen sorgt für zusätzliches Aroma und hilft, das Ankleben zu verhindern.

Die Kunst des Dorade-Grillens

Das Grillen einer ganzen Dorade ist einfacher, als Sie vielleicht denken. Mit ein paar Tipps gelingt sie Ihnen perfekt:

Die richtige Hitze

Beginnen Sie mit direkter, mittlerer bis hoher Hitze. Der Grillrost sollte sauber und gut eingeölt sein, um ein Anhaften zu vermeiden. Für eine knusprige Haut ist es wichtig, den Fisch zunächst bei höherer Temperatur anzubraten.

Grillzeit und -technik

Die Grillzeit hängt von der Größe des Fisches ab. Als Faustregel gilt: etwa 8-12 Minuten pro Seite für eine Dorade von 400-500 Gramm. Wenden Sie den Fisch nur einmal, um die Haut nicht zu beschädigen. Eine Fischgrillzange oder ein Grillkorb ist hierbei ein unschätzbares Hilfsmittel, da er das Wenden des gesamten Fisches erheblich erleichtert und das Risiko des Zerbrechens minimiert.

Alternativ können Sie die Dorade auch indirekt garen, besonders wenn Sie größere Exemplare zubereiten möchten. Braten Sie den Fisch kurz direkt an, um die Haut zu bräunen, und verschieben Sie ihn dann in einen Bereich mit indirekter Hitze, bis er gar ist. Dies sorgt für eine schonendere Garung.

Garstufe erkennen

Die Dorade ist gar, wenn sich die Rückenflosse leicht herausziehen lässt und das Fleisch an der dicksten Stelle undurchsichtig ist und sich mit einer Gabel leicht von den Gräten lösen lässt. Eine Kerntemperatur von 60-65°C ist ideal. Nutzen Sie ein Fleischthermometer, um auf Nummer sicher zu gehen.

Marinaden und Beilagen

Die Dorade braucht nicht viel, um zu glänzen. Eine einfache Marinade aus Olivenöl, Zitronensaft, Knoblauch und frischen Kräutern ist perfekt. Servieren Sie sie mit gegrilltem Gemüse wie Zucchini, Paprika und Auberginen, einem frischen Salat oder einfach nur mit einem Stück Brot, um die köstlichen Säfte aufzutischen.

Vergleichstabelle: Beliebte Brassenarten für den Grill

FischartTypische Größe (ganz)FleischbeschaffenheitGeschmacksprofilGrilleignung
Echte Goldbrasse (Sparus aurata)300-600 gFest, saftig, weißMild, leicht nussig, feinExzellent (Ideal für ganze Fische)
Rotbrasse (Pagellus erythrinus)200-400 gZarter, weißFein, aromatischSehr gut (Oft als Portionsfisch)
Zahnbrasse (Dentex dentex)500 g - mehrere kgSehr fest, weißIntensiv, edelExzellent (Auch für Filets geeignet)
Marmorbrasse (Lithognathus mormyrus)150-300 gZart, weißMild, leicht süßlichGut (Kleinere Fische, ideal im Korb)

Häufig gestellte Fragen zum Dorade-Grillen

Muss ich die Dorade schuppen?

Ja, unbedingt. Die Schuppen sind nicht essbar und würden das Grillerlebnis beeinträchtigen. Beim Kauf beim Fischhändler ist dies meist schon erledigt. Prüfen Sie aber sicherheitshalber nach.

Kann ich Dorade-Filets grillen?

Ja, Dorade-Filets lassen sich ebenfalls grillen. Sie garen schneller als ganze Fische. Achten Sie darauf, die Filets nicht zu lange zu garen, da sie sonst trocken werden können. Eine Hautseite nach unten auf den Rost legen und die Haut knusprig braten, dann kurz wenden.

Wie vermeide ich, dass die Dorade am Rost kleben bleibt?

Drei goldene Regeln: Der Rost muss sehr sauber sein, er muss gut eingeölt werden, und der Fisch muss vor dem Auflegen trocken getupft und leicht geölt werden. Lassen Sie den Fisch zudem ein paar Minuten ungestört auf dem Rost liegen, bevor Sie ihn wenden – er löst sich dann leichter.

Ist Dorade gesund?

Absolut! Dorade ist reich an hochwertigen Proteinen, Vitaminen (insbesondere B-Vitamine) und Mineralstoffen wie Selen. Sie enthält zudem wertvolle Omega-3-Fettsäuren, die gut für Herz und Kreislauf sind.

Welche Beilagen passen am besten zur gegrillten Dorade?

Gegrilltes mediterranes Gemüse (Zucchini, Aubergine, Paprika), ein frischer grüner Salat, Rosmarinkartoffeln oder ein einfacher Reis passen hervorragend. Auch eine Zitronen-Knoblauch-Butter oder eine leichte Kräutersauce runden das Gericht ab.

Fazit: Ein Grillvergnügen der Extraklasse

Die Dorade, insbesondere die Echte Goldbrasse, ist ein fantastischer Fisch für den Grill. Ihre unkomplizierte Zubereitung, ihr feiner Geschmack und das feste Fleisch machen sie zu einer sicheren Wahl für ein gelungenes Grillfest. Mit den richtigen Vorbereitungen und Grilltechniken zaubern Sie im Handumdrehen ein mediterranes Highlight, das Ihre Gäste begeistern wird. Experimentieren Sie mit verschiedenen Kräutern und Beilagen und genießen Sie den unvergleichlichen Geschmack dieser königlichen Meerbrasse direkt vom Rost.

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