27/04/2022
Die Aubergine, oft auch als Eierfrucht bekannt, ist weit mehr als nur eine lila Zutat im Ratatouille. Sie ist ein wahres Wundergemüse, das auf dem Grill sein volles Potenzial entfaltet und mit ihrer vielseitigen Anwendbarkeit sowohl Vegetarier als auch Fleischliebhaber begeistert. Ob als herzhafte Beilage, aromatisches Antipasto oder sogar als Hauptgericht – die Aubergine vom Grill ist ein echtes Highlight. Tauchen wir ein in die Geschichte, die Sortenvielfalt und die Kunst des perfekten Auberginengrillens.

- Die faszinierende Reise der Aubergine: Von Asien auf den Grillrost
- Jenseits von Lila: Eine Welt der Auberginen-Sorten
- Das Geheimnis der Aubergine: Warum sie so besonders ist
- Die Kunst der Auberginen-Zubereitung: Fokus auf den Grill
- Vielfältige Auberginen-Grillrezepte
- Häufig gestellte Fragen zu Auberginen vom Grill
- Wie viele Auberginen-Grillrezepte gibt es?
- Wie backt man Auberginen auf dem offenen Grill?
- Wie entstand die Aubergine?
- Ist die Aubergine immer violett?
- Schmecken Auberginen bitter?
- Was ist der Unterschied zwischen japanischen Auberginen und anderen Sorten?
- Was macht die Aubergine so besonders?
- Kann man Auberginen roh essen?
Die faszinierende Reise der Aubergine: Von Asien auf den Grillrost
Während die Aubergine heute aus keiner gut sortierten Gemüseabteilung wegzudenken ist, war ihre Präsenz in Deutschland nicht immer so selbstverständlich. Erst in den 1990er Jahren fand sie hierzulande wirklich ihren Weg in die Küchen und auf die Grills. Doch ihre Geschichte reicht viel weiter zurück und ist geprägt von einer langen Reise über Kontinente und Kulturen hinweg.
Ursprung im fernen Osten
Die Wurzeln der Aubergine liegen vermutlich im fernen Asien, genauer gesagt in Indien. Schon vor über 4000 Jahren erkannten die Menschen dort die Vorzüge dieser Frucht und entwickelten schmackhafte Rezepte. Von Indien aus verbreitete sich die Aubergine über Handelsrouten in andere Teile Asiens. Besonders in der japanischen Küche hat sie eine lange Tradition, wo sie oft in kleineren, länglicheren Varianten verwendet wird.
Ankunft im Mittelmeerraum
Im Mittelmeerraum, insbesondere in Italien, ist die Aubergine bereits seit dem Mittelalter bekannt und wird seit dem 15. Jahrhundert kultiviert. Hier hat sie sich fest in der kulinarischen Tradition etabliert. Im Sommer findet man in Italien unzählige Restaurants, die gegrillte Auberginen als köstliche Antipasti anbieten. Diese lange Tradition hat zu einer unglaublichen Kreativität in der Zubereitung geführt, die wir uns heute zunutze machen können.
Die Aubergine heute in Deutschland
Obwohl die Aubergine erst relativ spät in Deutschland populär wurde, wird sie mittlerweile auch hierzulande erfolgreich angebaut. Da die Pflanzen viel Wärme benötigen, stammen die meisten regionalen Auberginen aus Gewächshäusern. Ihre Hauptsaison ist in den warmen Monaten von Juni bis September. Dank Importen ist sie jedoch das ganze Jahr über frisch erhältlich, was uns ermöglicht, jederzeit in den Genuss dieser wunderbaren Frucht zu kommen.
Jenseits von Lila: Eine Welt der Auberginen-Sorten
Wer denkt, Auberginen seien immer violett und keulenförmig, irrt sich gewaltig. Die Welt der Auberginen ist voller Überraschungen und bietet eine beeindruckende Geschmacksvielfalt. Auch wenn im Supermarkt meist nur die klassische tiefviolette Variante zu finden ist, lohnt sich der Besuch auf dem Wochenmarkt oder im Feinkostladen, um besondere Exemplare zu entdecken. Diese bereichern nicht nur optisch Ihr Grillbuffet, sondern bieten auch einzigartige Geschmackserlebnisse.
Der Mythos der Bitterkeit
Es hält sich hartnäckig das Vorurteil, Auberginen würden bitter schmecken. Tatsächlich war eine dezente Bitternote früher bei manchen Sorten wahrnehmbar. Wirklich bitter sollten Auberginen jedoch nicht sein, denn das deutet auf Über- oder Unterreife hin. Die gute Nachricht: Dank moderner Züchtungen wurde den Auberginen ihre Bitterkeit weitgehend genommen. Das früher übliche kräftige Einsalzen, um Bitterstoffe zu entziehen und das Fruchtfleisch bissfester zu machen, ist heute oft nicht mehr zwingend notwendig, aber immer noch eine gute Methode für eine festere Textur und Würze.
Entdeckung der Aromen: Eine kleine Sortenkunde
- Die klassische violette Aubergine: Diese Sorte ist der Alleskönner und überzeugt mit einem dezenten, leicht pilzigen Geschmack. Sie harmoniert hervorragend mit mediterranen Aromen wie Tomaten und Parmesan.
- Die Eierfrucht (z.B. White Egg): Wie der Name schon sagt, sind diese Auberginen oft weiß und oval. Sie zeichnen sich durch einen hohen Ertrag und besonders feine Aromen aus, die kaum Bitterstoffe aufweisen. Ideal für alle, die noch skeptisch gegenüber der Aubergine sind.
- Schlangenauberginen (z.B. Ping Tung): Diese langen, schlanken Auberginen sind seltener im Handel zu finden, aber ein Anbau im eigenen Garten lohnt sich. Sie bieten einen außergewöhnlichen, leicht süßlichen Geschmack, der sie zu einem besonderen Genuss macht.
- Gestreifte Auberginen: Mit ihrem auffälligen Violett-Weiß-Muster sind sie nicht nur ein Hingucker, sondern auch geschmacklich spannend. Sie haben oft einen ausgeprägten Eigengeschmack mit pilzigen Noten und eignen sich hervorragend als „Alleinunterhalter“ auf dem Teller.
- Japanische Auberginen: Sie unterscheiden sich von ihren europäischen Verwandten durch ihre geringere Größe, längliche Form und dünnere Haut. Ihr Aroma ist kräftiger und süßlicher, was sie zu einer beliebten Zutat in der asiatischen Küche macht. Auch sie lassen sich hervorragend grillen, braten oder kochen.
Das Geheimnis der Aubergine: Warum sie so besonders ist
Die Aubergine besitzt eine Reihe einzigartiger Eigenschaften, die sie von anderen Gemüsesorten abheben und zu einem Liebling in vielen Küchen weltweit machen.

Konsistenz und Aromenaufnahme
Ein Phänomen in der Küche ist die Konsistenz der Aubergine: Gegart wird sie weich, cremig und vollmundig. Besonders bemerkenswert ist ihre Fähigkeit, Öl und damit Aromen hervorragend aufzunehmen. Was früher manchmal als Nachteil betrachtet wurde, ist heute ihr größter Vorteil. In der richtigen Dosis lassen sich auf diese Weise wunderbare Gewürze und Marinaden in die Aubergine zaubern. In der mediterranen und asiatischen Küche wird diese Eigenschaft perfekt genutzt, um komplexe Geschmacksbilder zu kreieren.
Der vegetarische Allrounder
Für Vegetarier und alle, die ihren Fleischkonsum reduzieren möchten, ist die Aubergine eine fantastische Alternative. Mit der passenden Zubereitung schmeckt sie herzhaft und verleiht Gerichten eine runde, fleischähnliche Textur. Sie kann als vollwertiger Ersatz in vielen Gerichten dienen und bringt eine angenehme Sättigung mit sich.
Natürliche Würze und Gesundheitliche Vorteile
Auch ohne viele zusätzliche Gewürze ist die Aubergine wohlschmeckend. Je nach Sorte erinnert sie an Pilze und kann eine leichte Schärfe aufweisen, die den Gaumen kitzelt. Darüber hinaus ist die Aubergine auch aus gesundheitlicher Sicht eine Bereicherung. Sie kann dazu beitragen, den Cholesterinspiegel (insbesondere LDL-Cholesterin) zu senken. Die intensiven Farbstoffe, sogenannte Flavonoide, wirken zudem antioxidativ und schützen die Zellen. Nicht zuletzt ist die Aubergine eine gute Quelle für Kalium, das wichtig für den Flüssigkeitshaushalt und die Nervenfunktion ist.
Die Kunst der Auberginen-Zubereitung: Fokus auf den Grill
Grundsätzlich gilt eine wichtige Regel: Auberginen sollten niemals roh verzehrt werden, da sie Pflanzenstoffe enthalten, die erst durch Hitze bekömmlich werden. Doch sobald diese Hürde genommen ist, stehen Ihnen unzählige Zubereitungsmöglichkeiten offen. Während in Asien Eintöpfe beliebt sind und in Indien Auberginen oft mit Blumenkohl und Curry gekocht werden, und in Italien die Parmigiana di melanzane ein Klassiker ist, widmen wir uns heute der wohl köstlichsten Methode: dem Grillen.
Auberginen Grillen: So wird's perfekt
Beim Grillen spielt die einzigartige Fähigkeit der Aubergine, Aromen aufzunehmen, eine entscheidende Rolle. Sie können mühelos rauchige BBQ-Auberginen oder würzige Antipasti zaubern. Ein wichtiger Hinweis vorweg: Ganz ohne Öl werden Auberginen vom Grill eher ledrig. Eine sorgfältige Marinade ist daher unerlässlich, bevor sie auf dem Rost landen. Und seien Sie darauf vorbereitet, dass die Scheiben während des Garens weicher werden. Was anfangs noch mühelos zu wenden ist, wird mit der Zeit anspruchsvoller. Mit etwas Übung gelingt Ihnen jedoch ein Grillgemüse wie aus dem Bilderbuch, das ein perfektes Grillmuster annimmt!
Schritt-für-Schritt zum Grillerfolg
- Vorbereitung der Auberginen: Halbieren Sie die Auberginen längs durch den Stielansatz. Die Schnittflächen der Hälften kreuzweise etwa 1 cm tief einschneiden, ohne die Schale zu verletzen.
- Würzen und Vorbereitung der Marinade: Die Schnittflächen kräftig mit Salz und Pfeffer würzen und anschließend mit Zitronensaft bestreichen. Für die Marinade den Peperoncino längs halbieren, entkernen und fein hacken. Thymianblättchen von den Zweigen zupfen. Knoblauch schälen und sehr fein hacken. Alle Zutaten mit dem Olivenöl mischen.
- Marinieren: Die Schnittflächen der Auberginenhälften großzügig mit der Ölmischung bestreichen. Am besten biegen Sie die Hälften dabei leicht auf, damit das Öl auch in die Einschnitte fließt. Es ist wichtig, das Öl vollständig aufzubrauchen. Lassen Sie die Auberginenhälften bei Zimmertemperatur mindestens eine halbe Stunde, besser aber länger, marinieren.
- Grillen: Legen Sie die marinierten Auberginen auf den vorgeheizten Grill. Achten Sie auf eine mittlere Hitze, damit sie garen, ohne zu verbrennen. Wenden Sie sie vorsichtig, bis sie weich sind und schöne Grillstreifen aufweisen.
Der Trick mit dem Einsalzen (optional, aber empfehlenswert)
Obwohl moderne Auberginen kaum noch bitter sind, kann das Einsalzen vor dem Grillen die Textur verbessern und sie noch bissfester machen. Dazu die aufgeschnittenen Auberginen großzügig mit grobem Salz bestreuen und etwa 20 Minuten warten. Das Salz zieht Wasser aus den Früchten, das sich als Flüssigkeit auf der Oberfläche sammelt. Dieses Wasser tupfen Sie vorsichtig mit einem Küchentuch ab. Achten Sie darauf, möglichst viel vom Salz wieder zu entfernen, damit das Gemüse nicht zu salzig wird. Dieser Schritt würzt die Aubergine zudem bereits von innen heraus.
Vielfältige Auberginen-Grillrezepte
Unsere Partner haben uns ihre besten Auberginen-Grillrezepte verraten, und die Auswahl ist riesig! Allein bei Chefkoch.de finden sich 146 beliebte Rezepte zum Thema Auberginen grillen. Ob mediterran, asiatisch inspiriert oder klassisch einfach – die Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt. Probieren Sie sich durch die Vielfalt und finden Sie Ihr persönliches Lieblingsrezept. Ihre Gäste werden die Kreativität und den Geschmack lieben!
Häufig gestellte Fragen zu Auberginen vom Grill
Wie viele Auberginen-Grillrezepte gibt es?
Die genaue Anzahl ist unendlich, da kreative Köche ständig neue Varianten entwickeln. Allein bei Chefkoch.de gibt es jedoch über 146 beliebte und erprobte Rezepte, die Ihnen eine hervorragende Grundlage für Ihre Grillabenteuer bieten.
Wie backt man Auberginen auf dem offenen Grill?
Auberginen werden auf dem Grill nicht gebacken, sondern direkt gegrillt. Dazu werden sie längs halbiert, die Schnittflächen kreuzweise eingeschnitten und kräftig mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft gewürzt. Anschließend großzügig mit einer Marinade aus Olivenöl, gehacktem Peperoncino, Thymian und Knoblauch bestreichen und mindestens 30 Minuten marinieren lassen. Danach auf dem heißen Grillrost garen, bis sie weich sind und ein schönes Grillmuster aufweisen.

Wie entstand die Aubergine?
Die Aubergine stammt ursprünglich aus Asien, vermutlich aus Indien, wo sie bereits vor über 4000 Jahren kultiviert wurde. Von dort gelangte sie über Handelsrouten in den Mittelmeerraum und wurde ab dem 15. Jahrhundert in Italien populär. In Deutschland wurde sie erst in den 1990er Jahren wirklich bekannt.
Ist die Aubergine immer violett?
Nein, entgegen der landläufigen Meinung gibt es Auberginen in vielen Farben und Formen! Neben den bekannten tiefvioletten Varianten gibt es auch weiße, gestreifte, runde oder längliche Sorten. Jede Sorte hat dabei ihren eigenen, einzigartigen Geschmack.
Schmecken Auberginen bitter?
Früher hatten manche Auberginensorten eine leichte Bitternote. Durch moderne Züchtungen wurde die Bitterkeit jedoch weitgehend entfernt. Sollten Sie dennoch eine Aubergine erwischen, die bitter schmeckt, ist sie möglicherweise über- oder unreif. Das traditionelle Einsalzen vor der Zubereitung kann helfen, eventuelle Bitterstoffe zu entziehen und die Textur zu verbessern.
Was ist der Unterschied zwischen japanischen Auberginen und anderen Sorten?
Japanische Auberginen sind in der Regel kleiner, länger und dünner als die hierzulande üblichen tropfenförmigen Varianten. Sie haben eine dünnere, aber ebenfalls kräftig violett gefärbte Haut. Geschmacklich sind sie oft süßlicher und kräftiger im Aroma. Sie eignen sich hervorragend für alle Zubereitungsarten, inklusive Grillen.
Was macht die Aubergine so besonders?
Die Aubergine zeichnet sich durch ihre einzigartige Konsistenz aus, die beim Garen weich und vollmundig wird. Ihre Fähigkeit, Öl und Aromen hervorragend aufzunehmen, macht sie zu einem idealen Geschmacksträger. Sie ist zudem eine beliebte und vielseitige Fleischalternative für Vegetarier und bietet durch ihre Flavonoide und Kalium auch gesundheitliche Vorteile.
Kann man Auberginen roh essen?
Nein, Auberginen sollten niemals roh verzehrt werden. Sie enthalten bestimmte Pflanzenstoffe, die erst durch Erhitzen bekömmlich und schmackhaft werden. Achten Sie immer darauf, Auberginen vor dem Verzehr ausreichend zu garen, sei es durch Grillen, Braten, Backen oder Kochen.
Die Aubergine ist ein wahrer Schatz auf dem Grill. Mit ihrer reichen Geschichte, der beeindruckenden Sortenvielfalt und ihrer Fähigkeit, Aromen perfekt aufzunehmen, bietet sie unzählige Möglichkeiten für kulinarische Entdeckungen. Egal, ob Sie ein erfahrener Grillmeister sind oder gerade erst die Freuden des Grillens entdecken – die Aubergine wird Sie mit Sicherheit begeistern und Ihre Grillabende bereichern. Probieren Sie die verschiedenen Zubereitungsarten und lassen Sie sich von diesem vielseitigen Gemüse inspirieren!
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