Wie kocht man Garnelen?

Garnelen perfekt in der Pfanne braten

11/07/2021

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Die Zubereitung von Garnelen in der Pfanne ist eine Kunst für sich – eine, die jedoch überraschend einfach zu meistern ist. Mit nur wenigen Handgriffen und dem richtigen Know-how verwandeln Sie diese zarten Meeresfrüchte in ein wahres Geschmackserlebnis. Ob als schnelle Vorspeise, Hauptgericht oder Beilage, perfekt gebratene Garnelen sind immer ein Genuss. Aber wie gelingt es, dass sie saftig und aromatisch bleiben und nicht zäh werden? Tauchen wir ein in die Welt der Garnelen und entdecken Sie alle Geheimnisse für die perfekte Zubereitung direkt in Ihrer Küche.

Wie grillt man Garnelen?
Schritt Garnelenspieße in eine Grillschale geben und unter Wenden etwa 5-6 Minuten bei direkter Hitze grillen, anschließend mit etwas Meersalz bestreuen und mit den Ciabattabrot-Scheiben servieren. Mit dieser wiederverwendbaren Grillschale von Natumo wird dein Grillgut auf den Punkt gegart.
Inhaltsverzeichnis

Was sind Garnelen überhaupt? Die Vielfalt der Namen

Bevor wir uns dem Braten widmen, ist es wichtig, Klarheit in die Begrifflichkeiten zu bringen, denn die Welt der Garnelen kann verwirrend sein. Garnelen, Crevetten, Gambas, Scampis und Shrimps – diese Namen schwirren oft durcheinander und führen zu Missverständnissen. Doch die gute Nachricht ist: Die meisten davon beziehen sich auf ein und dasselbe Tier.

Um es gleich vorwegzunehmen: Shrimps sind nur eine alternative Bezeichnung für Garnelen. Sie sind also identisch! Egal, ob Sie in den USA von "Shrimp" oder in Deutschland von "Garnelen" sprechen, Sie meinen dasselbe faszinierende Zehnfußkrebstier.

Garnelen zeichnen sich durch ihren länglichen, schlanken Körper aus, besitzen lange Tastfühler und haben dunkle, große Augen. Sie gehören zur Familie der Zehnfußkrebse, was bedeutet, dass sie sich auf zehn Füßen fortbewegen. In verschiedenen Regionen tragen sie unterschiedliche Namen:

  • Nordseekrabben / Granat / Crevetten: Dies sind die Bezeichnungen für Garnelen, die in der Nordsee heimisch sind. Sie sind meist kleiner und werden oft bereits gekocht und gepult angeboten.
  • Gambas: In Spanien und anderen Mittelmeerländern sind größere Garnelenarten als Gambas bekannt. Sie werden häufig mit Kopf und Schale zubereitet und sind für ihren intensiven Geschmack beliebt.
  • King Prawns: Im englischsprachigen Raum, insbesondere im Handel, werden größere Garnelen oft als King Prawns bezeichnet. Dies sind ebenfalls Garnelen, nur eben von stattlicherer Größe.

Es ist also meist die Größe oder die regionale Herkunft, die zu den verschiedenen Bezeichnungen führt, nicht aber eine grundlegende biologische Differenzierung innerhalb der Garnelenarten.

Garnelen vs. Scampi: Ein wichtiger Unterschied

Eine Ausnahme in dieser Namensvielfalt bilden die Scampi. Hier ist Vorsicht geboten, denn Scampi sind NICHT identisch mit Garnelen. Obwohl sie oft in ähnlichen Gerichten verwendet werden und optisch eine gewisse Ähnlichkeit aufweisen, handelt es sich um unterschiedliche Krustentiere. Scampi gehören wie der Hummer und die Languste zur Familie der Hummerartigen (Nephropidae). Ihre Unterscheidungsmerkmale sind deutlich:

  • Fühler vs. Scheren: Garnelen besitzen lange, dünne Tastfühler. Scampi hingegen haben keine Fühler, sondern kräftige Scheren, ähnlich wie ein kleiner Hummer.
  • Körperform: Garnelen haben einen eher schlanken und zylindrischen Körper. Scampi weisen einen deutlich breiteren Schwanz auf als Garnelen.
  • Farbe: Im rohen Zustand sind Garnelen oft grau-bläulich oder durchscheinend. Scampi hingegen zeigen eine eher rötliche Färbung.
  • Geschmack und Textur: Obwohl beide köstlich sind, haben Scampi oft ein etwas festeres Fleisch und einen leicht süßlicheren, hummerähnlichen Geschmack im Vergleich zu Garnelen.

Um Ihnen die Unterscheidung zu erleichtern, haben wir eine kleine Tabelle zusammengestellt:

MerkmalGarnele (Shrimp, Crevette, Gamba, King Prawn)Scampi (Kaisergranat, Langustino)
FamilieZehnfußkrebse (Caridea)Hummerartige (Nephropidae)
Fühler / ScherenLange TastfühlerKräftige Scheren (keine Fühler)
KörperformLänglich, schlank, schmaler SchwanzBreiterer Schwanz, kräftigerer Körper
Rohe FarbeGrau-bläulich, durchscheinendRötlich
VerwendungVielseitig, schnell gar, oft in PfannengerichtenOft gegrillt, gebraten, oder in Suppen; festeres Fleisch

Die ideale Garnele für Ihre Pfanne finden

Die Qualität der Garnelen ist entscheidend für das Endergebnis. Achten Sie beim Kauf auf Frische und Herkunft. Sie haben die Wahl zwischen frischen und gefrorenen Garnelen, sowie zwischen geschälten und ungeschälten Varianten.

  • Frische Garnelen: Sollten einen frischen, leicht salzigen Geruch haben, nicht fischig riechen. Die Schale sollte glänzend sein und die Körper fest und intakt. Augen sollten klar und nicht trüb sein. Frische Garnelen sind ideal, wenn Sie sie am selben Tag verarbeiten.
  • Gefrorene Garnelen: Sind eine hervorragende Alternative und oft sogar frischer als „frische“ Garnelen, die einen langen Transportweg hinter sich haben. Sie werden direkt nach dem Fang schockgefroren, was ihre Qualität und Nährstoffe optimal bewahrt. Achten Sie auf eine intakte Verpackung ohne Eiskristalle, die auf ein wiederholtes Auftauen hindeuten könnten.
  • Geschält oder ungeschält: Geschälte Garnelen sind praktisch und sparen Zeit. Ungeschälte Garnelen (mit Schale) bieten jedoch einen intensiveren Geschmack, da die Schale während des Bratens Aromen abgibt. Für ein besonders aromatisches Ergebnis können Sie auch Garnelen mit Schale braten und diese erst nach dem Garen entfernen. Die Köpfe können ebenfalls dranbleiben, da sie viel Geschmack enthalten.
  • Größe: Für die Pfanne eignen sich mittlere bis große Garnelen (z.B. 21/25 oder 16/20 pro Pfund), da sie beim Braten nicht so schnell austrocknen und eine schöne Textur behalten.

Vorbereitung ist der Schlüssel zum Erfolg

Die richtige Vorbereitung ist entscheidend, um das Beste aus Ihren Garnelen herauszuholen. Ein paar Schritte können einen großen Unterschied machen.

Auftauen (falls gefroren)

Gefrorene Garnelen sollten langsam und schonend aufgetaut werden, um ihre Textur zu bewahren. Die beste Methode ist, sie über Nacht im Kühlschrank aufzutauen. Alternativ können Sie sie in einem Sieb unter kaltem, fließendem Wasser auftauen lassen. Vermeiden Sie heißes Wasser oder die Mikrowelle, da dies die Garnelen ungleichmäßig garen oder zäh machen kann.

Reinigen und Entdarmen

Auch wenn viele Garnelen bereits entdarmt im Handel erhältlich sind, lohnt sich ein kurzer Check. Der Darm (eine dunkle Linie entlang des Rückens) kann bei größeren Garnelen einen sandigen Geschmack hinterlassen. So entdarmen Sie Garnelen:

  1. Nehmen Sie eine Garnele und biegen Sie sie leicht, um den Rücken zu strecken.
  2. Schneiden Sie mit einem kleinen, scharfen Messer oder einer Küchenschere vorsichtig entlang des Rückens, um die Schale zu öffnen und den Darm sichtbar zu machen.
  3. Ziehen Sie den dunklen Darmfaden vorsichtig mit der Messerspitze oder einem Zahnstocher heraus. Spülen Sie die Garnele bei Bedarf kurz unter kaltem Wasser ab.

Dieser Schritt ist nicht zwingend notwendig, wenn der Darm nicht sichtbar ist oder sehr klein ist, aber er verbessert das Esserlebnis erheblich.

Trocknen

Einer der wichtigsten Schritte für perfekt gebratene Garnelen ist das gründliche Trocknen. Tupfen Sie die aufgetauten und gereinigten Garnelen mit Küchenpapier sehr gut trocken. Wasser auf der Oberfläche verhindert, dass die Garnelen eine schöne Bräunung entwickeln und führt stattdessen dazu, dass sie gedämpft statt gebraten werden. Das Ergebnis wären blasse, zähe Garnelen.

Wie grillt man Garnelen?
Schritt Garnelenspieße in eine Grillschale geben und unter Wenden etwa 5-6 Minuten bei direkter Hitze grillen, anschließend mit etwas Meersalz bestreuen und mit den Ciabattabrot-Scheiben servieren. Mit dieser wiederverwendbaren Grillschale von Natumo wird dein Grillgut auf den Punkt gegart.

Marinieren (optional)

Eine kurze Marinade kann den Garnelen zusätzlichen Geschmack verleihen. Hier sind einige einfache Ideen:

  • Knoblauch-Kräuter-Marinade: Olivenöl, gehackter Knoblauch, frische Petersilie oder Koriander, etwas Zitronensaft, Salz und Pfeffer.
  • Asiatische Marinade: Sojasauce, Ingwer, Knoblauch, ein Hauch Sesamöl.
  • Scharfe Marinade: Olivenöl, Chiliflocken, Paprikapulver.

Lassen Sie die Garnelen nicht zu lange marinieren (maximal 15-30 Minuten), da die Säure im Zitronensaft oder Essig das Fleisch „kochen“ und zäh machen kann.

Schritt für Schritt: Garnelen in der Pfanne braten

Jetzt kommen wir zum Kernstück – dem Braten selbst. Es ist erstaunlich, wie schnell Garnelen gar sind, daher ist Timing alles.

Die richtige Pfanne und das richtige Öl

  • Pfanne: Verwenden Sie eine schwere Pfanne, die die Hitze gut speichert und gleichmäßig verteilt. Eine gusseiserne Pfanne oder eine Pfanne mit dickem Boden aus Edelstahl sind ideal. Eine Antihaftpfanne funktioniert auch gut.
  • Öl: Wählen Sie ein Öl mit einem hohen Rauchpunkt, das neutral im Geschmack ist. Olivenöl (nicht extra vergine, da es einen niedrigeren Rauchpunkt hat), Rapsöl, Sonnenblumenöl oder Ghee sind gute Optionen. Sie können auch einen Teelöffel Butter für zusätzlichen Geschmack hinzufügen, aber erst gegen Ende des Bratvorgangs, da Butter schnell verbrennt.

Der Bratvorgang

  1. Hitze: Erhitzen Sie die Pfanne bei mittlerer bis hoher Hitze. Geben Sie genug Öl hinzu, um den Boden der Pfanne leicht zu bedecken. Das Öl ist heiß genug, wenn es leicht zu glänzen beginnt oder wenn ein Tropfen Wasser darin sofort verdampft.
  2. Garnelen hinzufügen: Legen Sie die getrockneten Garnelen in einer einzigen Schicht in die heiße Pfanne. Überfüllen Sie die Pfanne nicht! Wenn Sie zu viele Garnelen gleichzeitig braten, sinkt die Temperatur der Pfanne zu stark ab, und die Garnelen kochen eher im eigenen Saft, anstatt schön zu braten. Braten Sie sie lieber in mehreren Durchgängen.
  3. Kurze Garzeit: Garnelen brauchen nur sehr wenig Zeit zum Garen. Braten Sie sie für etwa 1-2 Minuten pro Seite. Die genaue Zeit hängt von der Größe der Garnelen ab.
  4. Wenden: Sobald die Garnelen auf der Unterseite eine schöne rosa Farbe annehmen und leicht golden werden, wenden Sie sie mit einer Zange.
  5. Fertigstellen: Braten Sie die zweite Seite ebenfalls 1-2 Minuten. Die Garnelen sind gar, wenn sie eine undurchsichtige, rosa Farbe annehmen und sich zu einer C-Form krümmen. Wenn sie sich zu einer engen O-Form zusammenziehen, sind sie wahrscheinlich schon zu lange gebraten und könnten zäh werden.
  6. Würzen: Erst jetzt mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer würzen. Wenn Sie Knoblauch oder Kräuter hinzufügen möchten, tun Sie dies in den letzten 30 Sekunden des Bratvorgangs, um zu verhindern, dass sie verbrennen und bitter werden. Ein Spritzer Zitronensaft am Ende hebt den Geschmack wunderbar hervor.

Nehmen Sie die Garnelen sofort aus der Pfanne und servieren Sie sie. Jede Sekunde länger in der heißen Pfanne kann zum Überkochen führen.

Häufige Fehler beim Garnelenbraten vermeiden

Obwohl das Braten von Garnelen einfach ist, gibt es ein paar Fallstricke, die man leicht umgehen kann:

  • Überfüllung der Pfanne: Wie bereits erwähnt, senkt dies die Temperatur und führt zu gedämpften statt gebratenen Garnelen. Braten Sie in kleinen Chargen.
  • Nicht ausreichendes Trocknen: Feuchte Garnelen braten nicht. Sie kochen. Immer gründlich mit Küchenpapier trockentupfen.
  • Überkochen: Der häufigste Fehler! Garnelen werden schnell zäh und gummiartig, wenn sie zu lange gebraten werden. Achten Sie auf die Farbe und die Form (C-Form ist ideal).
  • Zu wenig Hitze: Eine nicht ausreichend heiße Pfanne führt ebenfalls zu gedämpften Garnelen. Die Pfanne muss richtig heiß sein, bevor die Garnelen hineingegeben werden.
  • Zu frühes Würzen mit Salz: Salz kann Flüssigkeit aus den Garnelen ziehen, was die Bräunung erschwert. Salzen Sie erst am Ende.

Serviervorschläge und Beilagen

Perfekt gebratene Garnelen sind vielseitig einsetzbar und passen zu vielen Gerichten:

  • Als Vorspeise: Einfach pur mit einem Knoblauch-Dip oder einer Aioli.
  • Mit Pasta: Eine klassische Kombination. Mit Olivenöl, Knoblauch, Chiliflocken und frischen Tomaten.
  • Im Salat: Kalt oder warm in einem frischen grünen Salat mit Zitronen-Vinaigrette.
  • Mit Reis: Als Teil eines Wok-Gerichts oder einfach zu Basmatireis.
  • Mit Brot: Zu einem knusprigen Baguette, um die leckere Soße aufzutunken.
  • Als Tapas: Mit etwas Petersilie bestreut, als Teil einer spanischen Tapas-Platte.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Muss ich Garnelen entdarmen?

Das Entdarmen ist nicht immer zwingend notwendig, insbesondere bei kleineren Garnelen. Bei größeren Garnelen ist der Darm jedoch oft sichtbar und kann einen sandigen oder leicht bitteren Geschmack haben. Für ein optimales Esserlebnis, besonders wenn Sie sie solo genießen, ist das Entdarmen empfehlenswert. Es ist ein kleiner Aufwand, der sich lohnt.

Wie lange brate ich Garnelen in der Pfanne?

Die Garzeit hängt von der Größe der Garnelen und der Hitze Ihrer Pfanne ab. Im Allgemeinen benötigen Garnelen nur 1 bis 2 Minuten pro Seite. Das bedeutet, dass sie in weniger als 5 Minuten komplett gar sind. Halten Sie die Zeit im Auge, um ein Überkochen zu vermeiden.

Woran erkenne ich, dass Garnelen gar sind?

Garnelen sind gar, wenn sie eine undurchsichtige, rosa Farbe annehmen und sich leicht krümmen. Eine perfekte Garnele hat eine Form, die an den Buchstaben "C" erinnert. Wenn sie sich zu einem engen "O" zusammenrollen, sind sie meistens schon überkocht und werden zäh. Die Oberfläche sollte zudem leicht gebräunt sein.

Kann ich gefrorene Garnelen direkt braten?

Es wird dringend empfohlen, gefrorene Garnelen vor dem Braten vollständig aufzutauen und gründlich trocken zu tupfen. Wenn Sie gefrorene Garnelen direkt in die Pfanne geben, senken sie die Temperatur der Pfanne drastisch, lassen Wasser austreten und führen dazu, dass die Garnelen gedämpft statt gebraten werden. Das Ergebnis ist eine weiche, wässrige Textur und kaum Bräunung.

Welches Öl eignet sich am besten zum Braten von Garnelen?

Verwenden Sie Öle mit einem hohen Rauchpunkt, wie Rapsöl, Sonnenblumenöl oder raffiniertes Olivenöl. Diese Öle können hohen Temperaturen standhalten, ohne zu verbrennen und einen bitteren Geschmack zu entwickeln. Kokosöl oder Ghee sind ebenfalls gute Optionen, wenn Sie einen leicht nussigen Geschmack mögen. Natives Olivenöl extra ist aufgrund seines niedrigen Rauchpunkts weniger geeignet.

Das Braten von Garnelen in der Pfanne ist eine schnelle und lohnende Methode, um ein köstliches Gericht zu zaubern. Mit den richtigen Vorbereitungen, der Beachtung der kurzen Garzeit und des perfekten Garpunkts sowie der Vermeidung häufiger Fehler gelingen Ihnen stets saftige, zarte und aromatische Garnelen. Experimentieren Sie mit verschiedenen Marinaden und Beilagen, um Ihre persönliche Lieblingskreation zu finden. Genießen Sie dieses einfache, aber elegante Gericht, das Ihre Gäste und Ihre Familie gleichermaßen begeistern wird!

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