Wie bereite ich Pulled Pork zu?

Pulled Pork vom Gasgrill: Der ultimative Guide

13/02/2022

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Pulled Pork ist zweifellos eines der beliebtesten und befriedigendsten Gerichte, die die Welt des BBQ zu bieten hat. Das butterzarte, hocharomatische Schweinefleisch, das so weich ist, dass es sich mit einer Gabel zerrupfen lässt, begeistert Grillmeister und Genießer gleichermaßen. Während es traditionell oft im Smoker oder auf dem Kugelgrill zubereitet wird, ist die Zubereitung auf dem Gasgrill eine hervorragende Alternative, die mit der richtigen Anleitung und etwas Geduld ebenfalls zu perfekten Ergebnissen führt. Dieser umfassende Leitfaden konzentriert sich auf die Besonderheiten und Tricks, die Sie beim Pulled Pork vom Gasgrill beachten müssen, um ein saftiges und geschmackvolles Ergebnis zu erzielen.

Wie bereite ich Pulled Pork zu?
Bevor das Pulled Pork zubereitet wird, sollte der Gasgrill überprüft werden, auf welche Minimaltemperatur er runterkommt, sprich welche Temperatur er erreicht, wenn ein Brenner auf Minimalstellung läuft.Dazu wird der Grill gezündet und für 20 Minuten mit einem Brenner (idealerweise ganz rechts oder ganz links) auf niedrigster Stellung betrieben.
Inhaltsverzeichnis

Was ist Pulled Pork?

Pulled Pork ist ein klassisches „Slow and Low“-Gericht aus dem amerikanischen BBQ. Dabei wird ein großes Stück Schweinefleisch, meist Schweinenacken oder Boston Butt, über einen langen Zeitraum bei niedriger Temperatur gegart. Durch diese schonende Zubereitung bei etwa 105 bis 120 °C lösen sich Bindegewebe und Fett langsam auf, wodurch das Fleisch unglaublich zart und saftig wird. Am Ende ist es so weich, dass es nicht geschnitten, sondern mit Gabeln „gezupft“ (englisch: „pulled“) werden kann. Das Ergebnis ist ein aromatisches, faseriges Fleisch, das sich ideal für Burger, Sandwiches oder als Beilage eignet.

Der richtige Gasgrill für Pulled Pork

Die Zubereitung von Pulled Pork auf dem Gasgrill erfordert ähnliche Temperaturen wie im Kugelgrill oder Smoker, nämlich indirekte Hitze um 120 °C (± 10 °C). Daher ist ein Gasgrill mit Deckel und mindestens zwei Brennern unerlässlich. Das Fleisch darf niemals direkt über einem eingeschalteten Brenner liegen. Ideal ist ein Grill mit drei oder mehr Brennern, da dies die Platzierung des Grillguts in der Mitte – der indirekten Zone – ermöglicht, während die äußeren Brenner für die Hitze sorgen.

Selbst mit einem kleineren Gasgrill, wie einem Modell mit nur einem Brenner (z.B. Weber Q-Serie), ist indirektes Grillen möglich. Hierfür muss das Fleisch vom direkten Kontakt mit der Hitze entkoppelt werden, beispielsweise durch die Verwendung spezieller Hitzeschilder.

Vor der eigentlichen Zubereitung sollten Sie Ihren Gasgrill auf seine Minimaltemperatur überprüfen. Zünden Sie dazu einen Brenner (idealerweise ganz rechts oder links) auf niedrigster Stufe und lassen Sie ihn etwa 20 Minuten laufen. Überwachen Sie die Temperatur im Garraum auf Rosthöhe im indirekten Bereich. Deckelthermometer zeigen oft deutlich höhere Werte an (bis zu 40-50 °C mehr), da die Hitze nach oben steigt. Eine zuverlässige Messung auf Rosthöhe ist entscheidend. Wir empfehlen hierfür ein Grillthermometer mit zwei Fühlern, um sowohl die Kerntemperatur des Fleisches als auch die Garraumtemperatur präzise zu überwachen.

Hilfe, mein Gasgrill ist zu heiß!

Es kommt häufig vor, dass Gasgrills selbst auf Minimalstellung zu heiß werden und Temperaturen von über 130 °C erreichen. In solchen Fällen kann man improvisieren, indem man beispielsweise Holzklötze unter den Deckel klemmt, um etwas Hitze entweichen zu lassen. Eine elegantere Lösung sind einstellbare Druckregler für Gasgrills, die die Gasmenge und somit die Temperatur drosseln können. Hier sollten Sie sich jedoch unbedingt mit einem Grillfachhändler oder Gasspezialisten beraten, um den passenden Regler zu finden.

Raucharoma im Gasgrill

Der Gasgrill punktet mit konstanter Temperaturhaltung, hat aber den Nachteil, dass es schwierig sein kann, ein langanhaltendes und gleichmäßiges Raucharoma zu erzeugen. Herkömmliche Smokerboxen mit Holzchips brennen oft schnell ab, und die Rauchentwicklung endet vorzeitig.

Als äußerst effizient haben sich Räucherröhren (Smoking Tubes) aus Edelstahl erwiesen. Diese werden mit Wood Chips oder Holzpellets gefüllt und geben über mehrere Stunden konstant Rauch ab. Füllen Sie die Röhre mit Pellets (z.B. Kirschholz), legen Sie einen Anzündwürfel vor die Pellets und zünden Sie ihn an. Sobald die Pellets nach etwa fünf Minuten glimmen, pusten Sie das Feuer aus. Die Pellets sollen nicht brennen, sondern langsam vor sich hinglimmen und so das Raucharoma an das Grillgut abgeben. Das erzeugte Raucharoma ist dabei eher fein und dezent, aber eine der besten Möglichkeiten, im Gasgrill für authentischen BBQ-Geschmack zu sorgen. Für ein intensiveres Aroma können auch zwei solcher Röhren gleichzeitig verwendet werden.

Zutaten und Zubehör für Pulled Pork vom Gasgrill

Um Ihr eigenes, saftiges Pulled Pork zuzubereiten, benötigen Sie einige grundlegende Dinge:

Zutaten:

  • 2,5 kg Schweinenacken (oder Boston Butt)
  • BBQ-Rub nach Wahl (z.B. Pit Powder BBQ-Rub)

Benötigtes Zubehör:

  • Grillthermometer mit 2 Fühlern (z.B. GrillEye Pro Plus)
  • Vakuumierer (optional, aber empfohlen, z.B. CASO VC 300)
  • Edelstahlschale mit Rost (z.B. IKEA Koncis Ofenform)
  • Räucherröhre / Smoking Tube
  • Grill-Pellets (z.B. Kirschholzpellets)

Das Pulled Pork vorbereiten

In den USA wird Pulled Pork traditionell aus dem sogenannten Boston Butt hergestellt, einem Zuschnitt, der Schweinenacken und Schweineschulter inklusive Schulterblatt umfasst. Obwohl in Deutschland weniger verbreitet, können Sie Ihren Metzger danach fragen oder einen Schweinenacken verwenden, der ebenfalls hervorragende Ergebnisse liefert. Wir empfehlen einen gut durchwachsenen Schweinenacken von mindestens 2 kg, da Fett und Bindegewebe beim langen Garen schmelzen und für die einzigartige Zartheit sorgen.

Würzen Sie den Schweinenacken rundherum großzügig mit Ihrem bevorzugten BBQ-Rub. Als Faustregel können Sie etwa 30 g Rub pro Kilogramm Fleisch ansetzen. Legen Sie das Fleisch am besten in eine Edelstahlschale, um herunterfallenden Rub wiederverwenden zu können. Diese Schale (z.B. IKEA Koncis Ofenform) kann später auch im Grill verwendet werden, um herabtropfende Säfte und Fette aufzufangen und den Grill sauber zu halten.

Nach dem Würzen wird der Schweinenacken idealerweise vakuumiert und über Nacht im Kühlschrank gelagert. Das Marinieren ermöglicht es dem Rub, tiefer in die Fleischoberfläche einzuziehen und so für intensiveren Geschmack zu sorgen.

Wie viel Pulled Pork für 10 Personen?
Pro Person rechnest du etwa 250 g Pulled Pork, das ergibt 2,5 kg für 10 Personen. Allerdings verliert das Fleisch Wasser, wodurch es beim Garen leichter wird, und deine Gäste haben möglicherweise mehr Appetit als sonst, schließlich gibt es eher selten Pulled Pork. Mit einem Stück von 3,5 bis 4,5 kg bist du auf der sicheren Seite.

Das Pulled Pork wandert auf den Gasgrill

Am nächsten Tag regeln Sie Ihren Gasgrill auf eine konstante Temperatur von 120 °C ein. Je nach Grillmodell wird hierfür meist ein Brenner auf Minimalstellung benötigt. Bei größeren Grills mit mehreren Brennern können Sie die äußeren Brenner auf Minimalstellung stellen, um eine gleichmäßige indirekte Hitze von beiden Seiten zu gewährleisten.

Platzieren Sie den vorbereiteten Schweinenacken mittig auf dem Rost in der Edelstahlschale. Führen Sie einen Fühler Ihres Grillthermometers mittig in das Fleisch ein, um die Kerntemperatur zu überwachen. Den zweiten Fühler befestigen Sie auf dem Grillrost in Fleischnähe, um die Garraumtemperatur zu kontrollieren. Geben Sie etwas Wasser in die Edelstahlschale, um das Einbrennen von herabtropfendem Fett zu verhindern und gleichzeitig die Luftfeuchtigkeit im Garraum zu erhöhen, was das Fleisch saftiger hält. Zünden Sie die Holzpellets in Ihrer Räucherröhre an und platzieren Sie diese ebenfalls auf dem Grillrost. Nun können Sie den Grill für die nächsten Stunden getrost alleine lassen.

Garzeit und Fertigstellung: So lange dauert Pulled Pork

Die Frage nach der Garzeit ist eine der häufigsten beim Pulled Pork und lässt sich nicht pauschal beantworten, da jedes Stück Fleisch anders ist. Ein „Turbo Pulled Pork“ kann bereits nach etwa 10 Stunden fertig sein, aber in der Regel dauert es 15 bis 18 Stunden bei einer Gartemperatur von etwa 120 °C. Unser Beispiel-Pulled Pork benötigte beispielsweise 17 Stunden.

Pulled Pork sollte primär nach Zartheit und nicht starr nach einer bestimmten Kerntemperatur gegart werden. Während oft 90-95 °C als Referenzwert genannt werden, ist das Fleisch fertig, sobald Sie mit einem Messfühler nahezu widerstandslos in das Fleisch stechen können. Dies kann manchmal schon bei 90 oder 92 °C der Fall sein. Es geht darum, dass das Kollagen vollständig zerfallen ist und das Fleisch „butterweich“ ist.

Die Plateauphase und die Texas Crutch

Während des Garvorgangs steigt die Fleischtemperatur zunächst stetig an. Nach etwa drei bis vier Stunden, bei einer Kerntemperatur von knapp über 70 °C, kann die sogenannte Plateauphase eintreten. Hier stagniert die Temperatur über Stunden, da ein Gleichgewicht zwischen Wärmezufuhr und Wärmeabgabe durch Verdunstung und Garprozesse besteht. Bleiben Sie geduldig und erhöhen Sie nicht die Garraumtemperatur, da das Fleisch sonst trocken und fest werden könnte. Irgendwann wird die Temperatur von selbst wieder ansteigen.

Um die Plateauphase zu umgehen oder deutlich zu verkürzen, können Sie die „Texas Crutch“ anwenden: Wickeln Sie das Pulled Pork in mehrlagige Alufolie ein, sobald die Kerntemperatur bei etwa 70 °C stagniert. Dies beschleunigt den Garprozess und hilft, das Fleisch saftiger zu halten, allerdings nimmt es danach weniger Raucharoma auf.

Wenn das Pulled Pork zu früh fertig ist

Sollte Ihr Pulled Pork früher als erwartet fertig sein, lässt es sich problemlos mehrere Stunden warmhalten. Wickeln Sie den Schweinenacken dazu in mehrlagige Alufolie und legen Sie ihn in eine Styroporbox mit Wärmflaschen. Alternativ kann es auch im Backofen bei 70-80 °C warmgehalten werden. Eine Ruhezeit von 1-2 Stunden ist empfehlenswert, damit sich die Fleischsäfte wieder gleichmäßig im Fleisch verteilen und es noch saftiger wird.

Servierempfehlungen und Gasverbrauch

Es gibt keine festen Regeln, wie Pulled Pork genossen werden soll – ob pur, im Wrap oder überbacken, erlaubt ist, was schmeckt. Die wohl typischste Art ist jedoch als Pulled Pork Burger im soften Hamburgerbrötchen, zusammen mit Coleslaw und einer rauchig-süßen Barbecue-Sauce. Aber auch Aufläufe oder Nachos sind kreative Möglichkeiten, Reste zu verwerten.

Der Gasverbrauch

Die Frage nach dem Gasverbrauch ist nicht zu unterschätzen, um nicht mitten im Garprozess ohne Gas dazustehen. Für ein 17-stündiges Pulled Pork auf einem 4-Brenner Gasgrill mit zwei in Betrieb befindlichen Brennern kann der Verbrauch bei etwa 4,26 kg Gas liegen, was ungefähr 250 Gramm pro Stunde entspricht. Dieses Ergebnis ist als sparsam zu bewerten, kann aber je nach Grillmodell variieren. Es empfiehlt sich, die Gasflasche vor und nach dem Grillen zu wiegen (z.B. mit einer Kofferwaage) und immer eine Reserveflasche bereitzuhaben.

5 Tipps für Pulled Pork vom Gasgrill

Pulled Pork vom Gasgrill ist kein Hexenwerk und gelingt erstaunlich gut. Hier sind 5 wichtige Tipps, die Ihnen zum Erfolg verhelfen:

  1. Der Gasgrill sollte windgeschützt stehen, um ein Ausblasen der Flamme und Temperaturschwankungen zu vermeiden.
  2. Achten Sie auf eine volle bzw. ausreichend große Gasflasche und haben Sie immer eine Reserveflasche parat.
  3. Grillen Sie ausschließlich indirekt – das Fleisch darf niemals ungeschützt über dem Brenner liegen.
  4. Sorgen Sie für ausreichend Raucharoma, z.B. mit einer Smoking Tube und Holzpellets.
  5. Öffnen Sie den Deckel nicht zu oft, da dies die Garzeit unnötig verlängert und die Temperatur absinken lässt.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu Pulled Pork

Welches Fleisch eignet sich am besten für Pulled Pork?

Traditionell wird der sogenannte Boston Butt verwendet, ein Zuschnitt aus Schweinenacken und Schulter. In Deutschland ist ein gut durchwachsener Schweinenacken (ab 2 kg) eine hervorragende Alternative, da sein Fett- und Bindegewebe beim langen Garen schmelzen und das Fleisch zart und saftig machen.

Wie lange braucht ein Pulled Pork im Ofen?
Pulled Pork - der Klassiker aus den USA ist jetzt auch bei uns angekommen – so gelingt ein perfektes Pulled Pork zu Hause am Grill oder im Ofen. Schweinenacken od. Schweineschulter 980 min. Gesamtzeit 20 min. Zubereitungszeit 960 min. Koch & Ruhezeit Für ein Pulled Pork muss man das Fleisch vorbereiten.

Wie lange dauert die Zubereitung von Pulled Pork auf dem Gasgrill?

Die Garzeit variiert stark je nach Größe und Dicke des Fleischstücks sowie der konstanten Gartemperatur. Rechnen Sie mit 12 bis 20 Stunden bei ca. 120 °C. Ein 2,5 kg Schweinenacken kann durchaus 15-18 Stunden benötigen.

Woran erkenne ich, dass mein Pulled Pork fertig ist?

Pulled Pork ist fertig, wenn es butterzart ist und sich nahezu widerstandslos mit einem Messfühler durchstechen lässt. Dies ist oft bei einer Kerntemperatur zwischen 90 und 95 °C der Fall. Vertrauen Sie mehr auf die Zartheit als auf einen fixen Temperaturwert.

Muss ich das Fleisch während des Garens moppen?

Das regelmäßige Moppen (Bestreichen mit Flüssigkeit) ist Geschmackssache. Es kann die Kruste intensivieren und Aromen verdichten, aber auch Bitterstoffe bilden. Für den Gasgrill ist es nicht zwingend notwendig, da das Fleisch durch die Wasserschale und die indirekte Hitze saftig bleibt.

Kann ich Pulled Pork einfrieren?

Ja, übrig gebliebenes Pulled Pork lässt sich hervorragend einfrieren und später wieder aufwärmen. Vakuumieren Sie es portionsweise, um die Qualität zu erhalten.

Pulled Pork Schritt für Schritt zubereiten

Folgen Sie diesen Schritten, um Ihr perfektes Pulled Pork vom Gasgrill zu zaubern:

  1. Fleisch würzen: Reiben Sie den Schweinenacken großzügig mit Ihrem BBQ-Rub ein (ca. 30 g pro kg Fleisch). Vakuumieren Sie das gewürzte Fleisch und lassen Sie es über Nacht im Kühlschrank marinieren.
  2. Grill vorbereiten: Heizen Sie den Gasgrill auf 120 °C indirekte Hitze ein. Nutzen Sie hierfür die äußeren Brenner auf Minimalstellung und stellen Sie sicher, dass die Temperatur auf Rosthöhe gemessen wird. Platzieren Sie die Edelstahlschale mit Rost und etwas Wasser in der indirekten Zone.
  3. Raucharoma hinzufügen: Füllen Sie eine Räucherröhre mit Grill-Pellets (z.B. Kirschholz), zünden Sie diese an und platzieren Sie sie auf dem Grillrost. Pusten Sie die Flamme aus, sobald die Pellets glimmen.
  4. Fleisch auflegen: Legen Sie den Schweinenacken auf den Rost in der Edelstahlschale und platzieren Sie ihn mittig im Grill. Stecken Sie einen Fühler des Grillthermometers in die Mitte des Fleisches und einen weiteren auf den Rost, um die Garraumtemperatur zu überwachen.
  5. Garen und überwachen: Lassen Sie das Fleisch über viele Stunden garen. Überwachen Sie die Temperaturen und öffnen Sie den Deckel so selten wie möglich. Achten Sie auf die Plateauphase bei ca. 70 °C Kerntemperatur. Bei Bedarf können Sie die Texas Crutch (Einwickeln in Alufolie) anwenden, um diese Phase zu verkürzen.
  6. Fertigstellung: Das Pulled Pork ist fertig, wenn es butterzart ist und sich leicht zerrupfen lässt (meist bei 90-95 °C Kerntemperatur). Nehmen Sie es vom Grill und lassen Sie es, eingewickelt in Alufolie, für 1-2 Stunden ruhen.
  7. Servieren: Zupfen Sie das Fleisch mit zwei Gabeln auseinander. Vermengen Sie es eventuell mit dem Saft aus der Folie und servieren Sie es klassisch auf einem Burger mit Coleslaw und BBQ-Sauce.

Die besten Rubs für Pulled Pork: Eine Auswahl

Der Rub ist entscheidend für den Geschmack Ihres Pulled Porks. Hier ist eine Auswahl an bewährten und kreativen Rub-Rezepten, die Sie selbst mischen können:

Klassischer Rub für Pulled Pork

Diese Mischung vereint süße, herzhafte und rauchige Aromen und ist ideal für Einsteiger.

Zutaten pro kg Fleisch:

  • 3 EL Paprikapulver
  • 2 EL brauner Zucker
  • 1 EL scharfes Paprikapulver
  • 1 EL Salz
  • 1 EL Senfpulver
  • 1 EL Pfeffer (fein gemahlen)

Feuriger Pulled Pork Rub

Für Liebhaber der scharfen Küche, die ihrem Pulled Pork eine feurige Note verleihen möchten.

Zutaten pro kg Fleisch:

  • 2 EL Paprikapulver
  • 2 EL Zucker
  • 1 EL Chilipulver (z.B. Chipotle, Habanero)
  • 1 EL Knoblauchpulver
  • 1/2 EL Zwiebelpulver
  • 1/2 EL Senfpulver
  • 1/2 EL Pfeffer, gemahlen

Pulled Pork mit fruchtiger Note

Eine exotische Variante für alle, die gerne neue Geschmackserlebnisse entdecken. Fruchtpulver können Sie aus gefriergetrockneten Früchten selbst herstellen.

Zutaten pro kg Fleisch:

  • 2 EL Paprikapulver
  • 1/2 EL Zucker
  • 1/2 EL Piment
  • 1/4 EL Zimt
  • 2 EL Fruchtpulver
  • 1 EL Salz
  • 1/2 EL Pfeffer, gemahlen

Memphis Rub für Pulled Pork

Memphis ist bekannt für seine vielseitigen Rubs. Diese Mischung ist eine Hommage an die BBQ-Tradition.

Zutaten pro kg Fleisch:

  • 3 EL Paprikapulver
  • 1 EL Chilipulver
  • 1 EL Knoblauchpulver
  • 1 EL Salz
  • 1/2 EL Zwiebelpulver
  • 1/2 EL Sellerieknollenpulver
  • 1/2 EL Pfeffer, gemahlen
  • 1/4 EL Oregano
  • 1/4 EL Senfpulver
  • 1/4 EL Kreuzkümmel

Für alle Rubs gilt: Geben Sie die Zutaten in eine Schüssel und vermengen Sie sie gut miteinander. Reiben Sie anschließend das Fleisch damit ein.

Pulled Pork aus dem Dutch Oven (Kurzvergleich)

Pulled Pork kann auch im Dutch Oven zubereitet werden, was einen Kompromiss darstellt, aber auch Vorteile bietet. Im Dutch Oven gart das Fleisch deutlich schneller (ca. 4 Stunden), da die Hitze anders verteilt wird. Allerdings erhält es dabei keine so intensive Kruste und das charakteristische Raucharoma fehlt. Um dies zu kompensieren, kann das Fleisch vorher eine Stunde im Smoker geräuchert werden. Die Konsistenz ähnelt dem Original, ist jedoch nicht ganz so homogen, da Kollagen und Fett in der kürzeren Zeit nicht vollständig zerfallen.

Häufige Fehler beim Pulled Pork

Obwohl Pulled Pork nicht kompliziert ist, gibt es einige Fehler, die das Ergebnis negativ beeinflussen können:

  • Zu hohe Temperatur: Eine dauerhafte Gartemperatur über 120 °C führt dazu, dass das Fleisch trocken und fest wird statt butterzart.
  • Zu dünnes oder mageres Fleisch: Verwenden Sie immer ein gut durchwachsenes Stück Schweinefleisch von mindestens 2 kg, da Fett und Bindegewebe für die Zartheit essenziell sind.
  • Zu häufiges Öffnen des Deckels: Jedes Öffnen des Deckels lässt die Temperatur im Garraum sinken und verlängert die Garzeit unnötig.
  • Ungenaue Temperaturmessung: Verlassen Sie sich nicht nur auf das Deckelthermometer, sondern messen Sie die Garraumtemperatur auf Rosthöhe in Fleischnähe.

Mit dieser detaillierten Anleitung und den gesammelten Tipps steht Ihrem perfekten Pulled Pork vom Gasgrill nichts mehr im Wege. Lassen Sie es sich schmecken und genießen Sie dieses fantastische BBQ-Erlebnis!

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