Warum war der Kamin zum Grillen ungeeignet?

Pizzaofen auf der Terrasse selbst bauen

08/08/2023

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Der Duft frisch gebackener Pizza, knuspriges Brot oder saftiger Flammkuchen, zubereitet in einem echten Holzofen – für viele ein kulinarischer Traum. Während herkömmliche Küchenöfen oft nicht die nötigen hohen Temperaturen erreichen, bietet ein selbstgebauter Pizzaofen im Garten oder auf der Terrasse die perfekte Lösung. Er ist nicht nur eine Bereicherung für jede Outdoorküche, sondern auch ein geselliger Mittelpunkt für Familie und Freunde. Dieser Artikel führt Sie detailliert durch den Bau Ihres eigenen Pizzaofens, von den ersten Planungsschritten bis zum Genuss Ihrer ersten selbstgebackenen Köstlichkeit.

Wie baut man einen Pizzaofen auf der Terrasse?
Sofern der Pizzaofen nicht auf der Terrasse aufgestellt wird, muss zunächst ein Fundament gebaut werden. Für das Fundament wird ein rund 30cm tiefes Bett ausgehoben. Dieses Bett wird dann mit einer Schicht aus Kies aufgefüllt, die etwa 25cm hoch sein sollte.

Ein Pizzaofen ist weit mehr als nur ein Backgerät; er ist eine Investition in Lebensqualität und kulinarische Freiheit. Die Möglichkeit, Pizzen mit dem unvergleichlichen Geschmack eines holzbefeuerten Ofens zu kreieren, ist ein Erlebnis für sich. Doch neben Pizza lassen sich darin auch hervorragend Brote, Flammkuchen und sogar Fleischgerichte zubereiten. Und wer es flexibel mag, kann ihn sogar als Grill nutzen. Im Handel gibt es zwar vorgefertigte Bausätze, die den Aufbau erleichtern, aber der Bau eines eigenen Ofens von Grund auf bietet die Möglichkeit zur individuellen Gestaltung und ein tiefes Gefühl der Zufriedenheit über das eigene handwerkliche Geschick.

Inhaltsverzeichnis

Warum einen eigenen Pizzaofen bauen?

Die Entscheidung, einen eigenen Pizzaofen zu bauen, birgt zahlreiche Vorteile, die über den reinen Backgenuss hinausgehen. Es ist ein Projekt, das sowohl handwerkliches Geschick fordert als auch die Möglichkeit bietet, einen einzigartigen Blickfang in Ihrem Garten oder auf Ihrer Terrasse zu schaffen. Ein selbstgebauter Ofen wird zum Mittelpunkt geselliger Runden und ermöglicht es Ihnen, jederzeit frische Pizzen und Backwaren zuzubereiten, die geschmacklich der Pizza vom Lieblingsitaliener in nichts nachstehen.

Vorteile des Eigenbaus

  • Kostengünstig: Im Vergleich zu fertigen Modellen können Sie durch den Eigenbau erhebliche Kosten sparen. Die Materialkosten für einen selbstgebauten Pizzaofen können je nach Größe und Ausführung zwischen 200 und 1000 Euro schwanken.
  • Individuelle Gestaltung: Sie können den Ofen exakt an Ihre Wünsche und den vorhandenen Platz anpassen. Ob traditionell mit Kuppel oder modern und eckig – die Gestaltungsmöglichkeiten sind vielfältig.
  • Handwerkliche Herausforderung: Der Bauprozess selbst ist ein lohnender Lernprozess und eine erfüllende handwerkliche Herausforderung. Der Stolz auf die eigene Leistung ist unbezahlbar.
  • Flexibilität: Sie können die Befeuerungsart wählen, ob traditionell mit Holz für authentischen Rauchgeschmack oder mit Gas für schnelle Aufheizzeiten.

Kosten und Planung

Eine gründliche Planung ist entscheidend für den erfolgreichen Bau Ihres Pizzaofens. Berücksichtigen Sie folgende Faktoren:

  • Standortwahl: Der gewählte Standort sollte windgeschützt sein, eine ebene und stabile Fläche für das Fundament bieten und genügend Platz für die Vorbereitung und Wartung rund um den Ofen haben. Beachten Sie einen ausreichenden Abstand zu brennbaren Materialien wie Hauswänden, Bäumen und Sträuchern (mindestens 3 Meter).
  • Untergrund: Der Untergrund muss stabil genug sein, um das beträchtliche Gewicht des Ofens zu tragen. Ein durchschnittlicher Pizzaofen wiegt etwa 580 Kilogramm. Planen Sie einen stabilen Untergrund ohne wasserführende Schichten.
  • Wetterschutz: Gerade im Außenbereich ist es wichtig, empfindliche Materialien vor Witterungseinflüssen zu schützen. Eine Überdachung oder eine geeignete Verkleidung kann die Lebensdauer des Ofens erheblich verlängern.

Standortwahl: Der Schlüssel zum Erfolg

Die Auswahl des richtigen Standorts für Ihren Gartenpizzaofen ist von zentraler Bedeutung für ein angenehmes und sicheres Nutzungserlebnis. Ein gut gewählter Platz integriert den Ofen harmonisch in Ihren Außenbereich und gewährleistet optimale Betriebsbedingungen.

Tipps zur Standortauswahl für den Pizzaofen

  • Windgeschützter Bereich: Ein windgeschützter Standort sorgt für ein gleichmäßigeres Brennen des Holzes und eine stabilere Temperatur im Ofen.
  • Ebene, stabile Fläche: Das Fundament des Ofens muss auf einer absolut ebenen und tragfähigen Fläche errichtet werden. Denken Sie daran, dass der Ofen ein erhebliches Gewicht haben wird.
  • Nähe zum Sitzbereich: Die Positionierung in der Nähe Ihres Sitzbereichs oder der Outdoorküche macht die Zubereitung und das Servieren der Speisen besonders komfortabel und fördert die Geselligkeit.
  • Ausreichend Arbeitsfläche: Planen Sie genügend Platz zum Arbeiten rund um den Ofen ein, um Brennholz zu lagern, Teig vorzubereiten und die fertigen Speisen zu entnehmen.

Sicherheitsaspekte beim Standort

Die Sicherheit hat beim Bau und Betrieb eines holzbefeuerten Ofens höchste Priorität:

  • Abstand zu brennbaren Materialien: Halten Sie einen Mindestabstand von 3 Metern zu brennbaren Materialien wie Holzkonstruktionen, Zäunen, Bäumen und Sträuchern ein.
  • Keine Überhänge: Platzieren Sie den Ofen nicht direkt unter überhängenden Ästen, Dachvorsprüngen oder anderen brennbaren Überdachungen.
  • Feuerlöscher bereit: Halten Sie immer einen Feuerlöscher oder einen Eimer Sand in unmittelbarer Nähe des Ofens bereit.
  • Fundament: Eine Grundfläche von etwa 754x754 mm ist für viele gängige Pizzaöfen ausreichend. Für das Aushärten des Betonfundaments sollten mindestens 48 Stunden eingeplant werden.

Materialien und Werkzeuge: Was Sie brauchen

Der Bau eines Pizzaofens erfordert spezifische Materialien und Werkzeuge. Während ein Bausatz Pizzaofen viele Komponenten bereits enthält, gibt es dennoch einige grundlegende Dinge, die Sie wahrscheinlich separat beschaffen müssen.

Notwendige Materialien

Für den Bau eines langlebigen und effizienten Pizzaofens sind hitzebeständige und robuste Materialien unerlässlich. Hier eine Übersicht der wichtigsten Komponenten:

  • Schamottsteine: Diese feuerfesten Steine (oft in den Maßen 40 x 20 x 3 cm) bilden die Backfläche und den inneren Korpus des Ofens. Sie speichern Wärme hervorragend und geben sie gleichmäßig ab.
  • Feuerfester Mörtel: Ein spezieller, hitzebeständiger Mörtel ist unerlässlich, um die Schamottsteine und andere feuerfeste Bauteile sicher zu verbinden.
  • Klinker-, Back- oder Bruchsteine: Diese dienen zum Mauern des äußeren Korpus und der tragenden Wände des Ofens.
  • Stahlstangen (ca. 1,5 cm Durchmesser): Diese können zur Armierung des Fundaments oder zur Stabilisierung des Mauerwerks verwendet werden.
  • Lehm: Kann zur Verkleidung oder als Dämmmaterial in Kombination mit anderen Stoffen genutzt werden.
  • Weidenruten: Traditionell für die Formgebung der Kuppel bei Lehmöfen, können aber auch als Hilfskonstruktion dienen.
  • Tontopf: Ein großer Tontopf kann als Schablone für die Kuppelform dienen oder als Teil des Abzugsrohrs.
  • Ofentür: Eine hitzebeständige Ofentür ist wichtig, um die Wärme im Ofen zu halten und den Verbrennungsprozess zu kontrollieren.
  • Vermiculite-Platten: Diese leichten, isolierenden Platten eignen sich hervorragend für den Korpus und die Dämmung.
  • Steinwolle oder Keramikfasern: Wichtige Materialien für die Isolierung, um Wärmeverluste zu minimieren.
  • Drahtgeflecht: Zum Fixieren der Isolierung um den Ofenkorpus.
  • Vierkantstahl und Stahlplatte: Für den Unterbau der Backfläche.
  • Ofenrohr: Für den Rauchabzug.

Wichtige Werkzeuge

Einige grundlegende Werkzeuge sind für den Bau unerlässlich:

  • Mischbohrmaschine (zum Anrühren von Beton und Mörtel)
  • Kreissäge (zum Zuschneiden von Holz für Schalungen oder Platten)
  • Hammer und Meißel (für Anpassungen an Steinen)
  • Maurerkellen (zum Auftragen von Mörtel)
  • Drahtbürste (zum Reinigen der Steine und des Ofens)
  • Wasserwaage und Richtschnur (für präzises Mauern)
  • Schutzbrille, Gehörschutz, Atemschutz (für Ihre Sicherheit)
  • Infrarotthermometer (zur Temperaturkontrolle beim Anheizen)

Kauf der Materialien

Fertige Pizzaöfen können über 2.000 € kosten. Der Selbstbau ist deutlich günstiger. Baumärkte und Fachgeschäfte bieten einzelne Materialien an. Online-Shops verkaufen komplette Bausätze für Pizzaöfen. Vor dem Kauf lohnt sich ein Preisvergleich verschiedener Anbieter. Achten Sie auf Qualität und Hitzebeständigkeit der Materialien.

Design und Bauweise: Von traditionell bis modern

Pizzaöfen gibt es in vielen Formen und Größen, von traditionellen Kuppelöfen bis zu modernen, eckigen Varianten. Die Wahl des Designs hängt oft von persönlichen Vorlieben, dem verfügbaren Platz und der gewünschten Ästhetik ab. Ein holzbefeuerter Pizzaofen bietet besonders authentischen Geschmack, während ein mobiler Pizzaofen Flexibilität ermöglicht.

Traditionelle und moderne Designs

  • Kuppelform: Traditionelle Pizzaöfen haben oft eine Kuppelform. Diese Form ist ideal für eine gleichmäßige Hitzeverteilung, da die Wärme im oberen Bereich zirkuliert und auf die Backfläche zurückstrahlt.
  • Eckige/Rechteckige Designs: Moderne Designs können eckig oder rechteckig sein, oft mit einem Flachgewölbe. Dies kann einen größeren Backraum bei geringerer Höhe bieten und ist manchmal einfacher zu mauern. Der Merano Pizzaofen, zum Beispiel, nutzt ein Flachgewölbe-Design mit einer empfohlenen Fugendicke von 2-3 mm.

Größen und Formen

Die Größe eines Pizzaofens hängt vom Einsatzzweck ab. Kleine, mobile Pizzaöfen eignen sich für Gärten oder Terrassen mit begrenztem Platz. Größere, stationäre Modelle passen gut in eine umfassendere Outdoorküche oder in Restaurants. Der Salerno Pizzaofen benötigt beispielsweise eine Grundfläche von etwa 754x754 mm für Basic- und Premium-Modelle oder 1132x754 mm für das XXL-Modell.

Praktische Überlegungen spielen bei der Wahl des Designs eine Rolle. Ein mobiler Pizzaofen auf Basis einer Europalette mit Steinen und Betonplatten bietet Flexibilität. Stationäre Öfen wie der Genua ermöglichen dauerhaften Pizzagenuss im Garten. Nach dem Aufbau eines Ofens empfiehlt sich eine Trocknungszeit von 1-2 Tagen vor dem ersten Anheizen.

Schritt-für-Schritt Bauanleitung

Der Selbstbau eines Pizzaofens gliedert sich im Wesentlichen in zwei Hauptschritte: die Erstellung eines stabilen Fundaments und den eigentlichen Bau des Ofens. Für den Rundbogen, der für einen Pizzaofen typisch ist, kann ein in Form gebogenes Metallblech als Schablone oder tragendes Element verwendet werden.

1. Schritt: Das Fundament bauen

Sofern der Pizzaofen nicht auf einer bereits tragfähigen Terrasse aufgestellt wird, muss zunächst ein Fundament gebaut werden. Dies ist entscheidend für die Stabilität und Langlebigkeit des Ofens.

  1. Aushub: Heben Sie ein rund 30 cm tiefes Bett für das Fundament aus. Die Grundfläche sollte etwas größer sein als die geplante Ofenbasis (z.B. 1x1 Meter für einen durchschnittlichen Ofen).
  2. Kiesschicht: Füllen Sie dieses Bett mit einer etwa 25 cm hohen Schicht aus Kies auf. Der Kies dient als Drainage und als frostsichere Schicht.
  3. Schalungsrahmen: Setzen Sie einen Schalungsrahmen aus einfachen Brettern in das Bett. Bestreichen Sie die Innenseiten der Bretter mit einer Mischung aus Öl und Wasser, damit sich der Rahmen später leichter lösen lässt.
  4. Beton gießen: Für die Betonschicht können Sie Fertigbeton verwenden (nach Packungsanleitung anrühren) oder selbst Beton mischen (Zement, Sand und Kies im Verhältnis 1: 2,5: 4 mit Wasser).
  5. Armierung: Um Risse im Fundament zu verhindern, armieren Sie die Betonschicht mit einer Baustahlmatte. Diese wird einfach während des Einfüllens in den feuchten Beton gelegt.
  6. Trocknungszeit: Lassen Sie das Fundament vollständig austrocknen und aushärten. Dies dauert in der Regel mindestens 48 Stunden, besser länger, je nach Witterung.

2. Schritt: Den Pizzaofen bauen

Wenn das Fundament fertig und ausgehärtet ist, kann der eigentliche Bau des Pizzaofens beginnen. Die Größe des Ofens kann flexibel gewählt werden, je nach Platz und gewünschter Kapazität.

  1. Basis und Wände mauern: Die Wände des Pizzaofens werden im sogenannten Läuferverband gemauert, was bedeutet, dass die senkrechten Fugen jeweils um einen halben Stein versetzt sind. Dies sorgt für Stabilität. Beginnt die erste Reihe mit einem ganzen Stein, wird die nächste Reihe mit einem halben Stein begonnen. Die Fugen sollten möglichst gleichmäßig und mit einer Stärke von 1 cm gearbeitet werden (oder 2-3 mm bei speziellen feuerfesten Steinen). Bei Verwendung von NF-Steinen (Normalformat) ergeben zwölf Reihen eine Höhe von etwa einem Meter. Nach dem Setzen der ersten Steine ist eine Trockenzeit von 24 Stunden empfehlenswert.
  2. Halterungen integrieren: In den gewünschten Höhen werden Halterungen in die Fugen integriert. Metallwinkel eignen sich hierfür sehr gut und werden einfach in die Fuge gelegt. Auf diese Halterungen können später Bleche, Grillroste oder ein Aschekasten positioniert werden. Sinnvoll ist es, mehrere Halterungen in verschiedenen Höhen einzumauern, um die Nutzungsmöglichkeiten zu variieren.
  3. Rundbogen einarbeiten: Das Metallblech wird zum Halbkreis geformt und dient als Schablone oder tragendes Element für den Ofenbogen. An der unteren Kante wird es eingeschnitten und flach zu einer Art Fuß gebogen. Dieser Fuß wird dann auf eine Fuge aufgelegt und mit weiteren Steinreihen ummauert, um den Bogen zu stabilisieren.
  4. Backfläche und Heizquelle: Die Backfläche sollte aus lebensmittelechten Schamottsteinen bestehen, die auf einem stabilen Unterbau aus Vierkantstahl und Stahlplatte liegen. Die Schamottsteine werden mit speziellem, feuerfestem Kleber befestigt. Die Heizquelle (Holz) wird in der Brennkammer positioniert.
  5. Ofenrohr installieren: Zum Schluss wird das Ofenrohr in die Brennkammer eingesetzt, um den Rauch sicher abzuleiten.

Verkleidung und Isolierung des Ofens

Eine gute Isolierung ist entscheidend für die Effizienz und Wärmespeicherung Ihres Pizzaofens. Sie sorgt dafür, dass die Hitze im Ofen bleibt und gleichmäßig verteilt wird.

  • Materialien zur Isolierung: Für die Isolierung eignen sich Steinwolle oder Keramikfasern. Diese werden von einem Drahtgeflecht in Form gehalten und um den Ofenkorpus gelegt. Die Wärmedämmschicht sollte mindestens 5 cm, besser 10 cm dick sein.
  • Mindestabstände: Beim Anbringen der Isolierung und Verkleidung muss ein Mindestabstand zur Brennkammer eingehalten werden: 10 cm auf der Oberseite und 5 cm seitlich unten.
  • Gestaltung der Außenfläche: Die Außenfläche des selbstgebauten Pizzaofens lässt sich vielfältig gestalten. Beliebte Optionen sind das Verputzen mit Lehm, das Verkleiden mit Naturstein oder das Anbringen von hitzebeständigen Fliesen. Im Freien braucht der Ofen zusätzlichen Schutz vor Regen und Feuchtigkeit, beispielsweise durch eine Überdachung oder eine spezielle Imprägnierung. Eine ansprechende Verkleidung wertet den Gartenpizzaofen nicht nur optisch auf, sondern schützt ihn auch vor Witterungseinflüssen.

Das erste Anheizen und die perfekte Pizza

Nachdem Ihr holzbefeuerter Pizzaofen fertiggestellt ist, ist die Vorfreude auf die erste Pizza riesig. Doch bevor es losgeht, sind einige wichtige Schritte zu beachten, um den Ofen auf den Betrieb vorzubereiten und optimale Backergebnisse zu erzielen.

Wie baut man einen Pizzaofen auf der Terrasse?
Sofern der Pizzaofen nicht auf der Terrasse aufgestellt wird, muss zunächst ein Fundament gebaut werden. Für das Fundament wird ein rund 30cm tiefes Bett ausgehoben. Dieses Bett wird dann mit einer Schicht aus Kies aufgefüllt, die etwa 25cm hoch sein sollte.

Trocknung und erstes Anheizen

  • Trocknungszeit: Lassen Sie den Ofen nach Fertigstellung unbedingt 1-2 Tage trocknen. Dies ist entscheidend, damit die Feuchtigkeit aus Mörtel und Steinen entweichen kann und Rissbildung beim ersten Aufheizen vermieden wird.
  • Langsam aufheizen: Das erste Anfeuern sollte sehr langsam und vorsichtig erfolgen. Beginnen Sie mit kleinen Feuern und steigern Sie die Temperatur über mehrere Stunden oder sogar Tage hinweg schrittweise. Dies hilft, die Materialien an die Hitze zu gewöhnen.
  • Temperaturkontrolle: Ein Infrarotthermometer ist ein nützliches Werkzeug, um die Temperatur der Backfläche und des Ofenraums zu überwachen.

Die optimale Temperatur für Pizza

Für knusprige Pizza liegt die ideale Temperatur im Ofen zwischen 400-450°C. Hochwertige Pizzaöfen erreichen diese Temperatur in 15-20 Minuten. Der Pizzastein sollte gut vorgeheizt sein, bevor die Pizza eingeschoben wird. Ein Teig mit einer Hydration von 60-80% liefert in einem Holzofen die besten Ergebnisse.

Klassische Margherita eignet sich hervorragend, um den Ofen zu testen und die Handhabung zu üben. Gasöfen wie der COZZE mit 8kW Leistung heizen schnell auf und verteilen die Hitze gleichmäßig. Elektrische Öfen wie der Unold Luigi bieten konstante Wärme und einfache Bedienung. Mit der richtigen Technik und etwas Übung gelingt die perfekte hausgemachte Pizza in jedem Ofen.

Wartung und Pflege des Pizzaofens

Ein selbstgebauter Pizzaofen erfordert regelmäßige Aufmerksamkeit, um langfristig perfekte Pizzen zu garantieren. Die richtige Pflege sorgt für eine lange Lebensdauer und sicheren Betrieb.

Regelmäßige Wartungsarbeiten

  • Asche entfernen: Nach jedem Gebrauch sollte die Asche vollständig aus dem Ofen entfernt werden. Dies verhindert Feuchtigkeitsansammlungen, die zu Schimmelbildung führen und die Ofenstruktur beschädigen können.
  • Reinigung des Backraums: Eine gründliche Reinigung des Backraums mit einer Drahtbürste ist alle paar Monate ratsam, um Ruß- und Speisereste zu entfernen.
  • Risse prüfen: Nutzen Sie die Reinigungsintervalle, um den Ofen auf Risse oder andere Beschädigungen zu prüfen. Kleine Risse können oft mit feuerfestem Mörtel ausgebessert werden.
  • Schutz vor Witterung: Im Freien sollte der Ofen bei Nichtgebrauch vor Regen und Feuchtigkeit geschützt werden, z.B. durch eine Abdeckhaube oder eine Überdachung.

Gefahren und Sicherheitsvorkehrungen

Beim Bau und Betrieb eines Pizzaofens ist es wichtig, Sicherheitsaspekte zu beachten. Der Ofen erreicht Temperaturen von über 400 Grad Celsius. Deshalb ist äußerste Vorsicht beim Umgang mit heißen Oberflächen geboten. Tragen Sie beim Bau und beim Anheizen immer geeignete Schutzkleidung wie Arbeitshandschuhe, Schutzbrille und gegebenenfalls Atemschutz.

Ein Feuerlöscher in der Nähe des Ofens ist eine sinnvolle Vorsichtsmaßnahme. Stellen Sie sicher, dass keine brennbaren Materialien in der direkten Umgebung des Ofens gelagert werden. Bei korrekter Wartung und Beachtung der Sicherheitshinweise wird der selbstgebaute Pizzaofen viele Jahre Freude bereiten und zum Highlight Ihrer Outdoorküche werden.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Pizzaofenbau

Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen rund um den Bau und Betrieb eines Pizzaofens.

Wie lange dauert der Bau eines Pizzaofens?

Die reine Bauzeit für einen Pizzaofen beträgt etwa eine Woche, wobei jeder einzelne Schritt nur wenige Stunden in Anspruch nimmt. Hinzu kommen jedoch Trocknungszeiten für das Fundament (mindestens 48 Stunden) und den Ofen selbst (1-2 Tage vor dem ersten Anheizen).

Welche Temperatur erreicht ein selbstgebauter Pizzaofen?

Ein gut gebauter, holzbefeuerter Pizzaofen kann Temperaturen von 400-450°C und mehr erreichen, was ideal für die Zubereitung authentischer Pizza ist. Die genaue Temperatur hängt von der Befeuerung und der Isolierung ab.

Welche Steine eignen sich für einen Pizzaofen?

Für die Backfläche und den inneren Korpus sind feuerfeste Schamottsteine unerlässlich, da sie hohe Temperaturen aushalten und Wärme speichern. Für die äußeren Wände können Klinker-, Back- oder Bruchsteine verwendet werden.

Kann ich den Pizzaofen auch zum Grillen nutzen?

Ja, ein Pizzaofen ist vielseitig einsetzbar. Durch das Einlegen von Grillrosten auf integrierten Halterungen kann er hervorragend als Grill für Fleisch, Fisch oder Gemüse genutzt werden.

Muss ich ein Fundament bauen, wenn ich den Ofen auf meiner Terrasse aufstelle?

Wenn Ihre Terrasse bereits einen sehr stabilen und tragfähigen Untergrund hat, der das Gewicht des Ofens tragen kann, ist ein separates Fundament möglicherweise nicht nötig. Bei Unsicherheit ist es jedoch immer ratsam, ein frostsicheres Fundament zu errichten, um Setzungen oder Risse zu vermeiden.

Wie dämme ich meinen Pizzaofen am besten?

Für eine effiziente Wärmespeicherung ist eine Isolierung mit Steinwolle oder Keramikfasern von mindestens 5-10 cm Dicke empfehlenswert. Diese wird um den Ofenkorpus gelegt und mit Drahtgeflecht fixiert, bevor die äußere Verkleidung angebracht wird.

Welcher Mörtel ist der richtige für den Pizzaofenbau?

Für die Verbindung der feuerfesten Steine im Ofeninneren ist unbedingt feuerfester Mörtel zu verwenden. Für die äußeren Mauersteine kann normaler Mauermörtel verwendet werden.

BauteilMaterialFunktion
FundamentKies, Beton, BaustahlmatteStabile, frostsichere Basis
Innerer Korpus & BackflächeSchamottsteine, feuerfester MörtelHitzebeständigkeit, Wärmespeicherung
Äußerer KorpusKlinker-, Back- oder Bruchsteine, MauermörtelStruktur, Ästhetik
IsolierungSteinwolle / Keramikfasern, DrahtgeflechtWärmedämmung, Energieeffizienz
AbzugOfenrohrRauchableitung
ZugangHitzebeständige OfentürWärmeabschluss, Luftzufuhrkontrolle

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