10/11/2022
Wenn es um die Kunst des Grillens geht, ist Alexander Junker, Executive Chef bei Anima Catering und eine feste Größe im Motorsportbereich der DTM, ADAC Racing Weekend und GTO International, ein wahrer Meister seines Fachs. Seine Leidenschaft für das Grillen ist ansteckend, und seine Expertise, insbesondere im Umgang mit dem Holzkohlegrill, hat ihm den Ruf eines echten Grill-Gurus eingebracht. Für Junker ist der Geschmack das A und O, und hierbei schwört er auf die unvergleichliche Tiefe, die nur ein Holzkohlefeuer bieten kann. Doch wie gelingt es, Fleischstücke auf dem Grill so zu veredeln, dass sie nicht nur saftig, sondern auch voller Aroma sind? Ein zentraler Schritt ist das geschickte Einpinseln der Grillspezialitäten, das wir in diesem umfassenden Leitfaden detailliert beleuchten werden. Tauchen Sie ein in die Welt von Alexander Junker und entdecken Sie, wie Sie Ihr Grillgut auf ein neues Niveau heben können.

- Junkers Grillphilosophie: Die Wahl des richtigen Grills
- Das Tomahawk-Steak: Ein Meisterwerk vom Grill
- Die Unverzichtbare Begleitung: Junkers Hausgemachte BBQ-Soße
- Black Tiger Garnelen: Exotischer Genuss vom Grill
- Die Vegetarische Alternative oder Beilage: Vielfalt vom Grill
- Vergleich: Grilltypen nach Alexander Junker
- Häufig gestellte Fragen (FAQ)
- 1. Warum sollte ich das Tomahawk-Steak nicht sofort würzen?
- 2. Was ist Liquid Smoke und wofür wird es verwendet?
- 3. Wie erkenne ich, ob die Garnelen gar sind?
- 4. Kann ich die vegetarische Beilage auch ohne Tofu zubereiten?
- 5. Wie lange sollte die BBQ-Soße einkochen?
- 6. Warum sollte man Radieschen auf den Grill legen?
Junkers Grillphilosophie: Die Wahl des richtigen Grills
Für Alexander Junker steht fest: Der Geschmack ist das oberste Gebot beim Grillen. Und genau deshalb gibt es für ihn nur eine wahre Königin unter den Grillgeräten: der Holzkohlegrill. „Der Geschmack ist einfach nicht zu toppen“, so Junker. Die rauchigen Aromen, die sich tief in das Grillgut einprägen, sind für ihn unersetzlich und verleihen jedem Stück Fleisch, Fisch oder Gemüse eine unvergleichliche Note. Diese Methode erfordert zwar etwas mehr Geduld und Vorbereitung, doch das Ergebnis rechtfertigt den Aufwand allemal.
Auf Platz zwei seiner persönlichen Hitliste findet sich der Lavasteingrill. Dieser Grilltyp bietet eine gute Hitzeverteilung und erzeugt ebenfalls ansprechende Grillaromen, wenn auch nicht ganz so intensiv wie der Holzkohlegrill. Er ist eine ausgezeichnete Alternative für alle, die ein rauchiges Aroma wünschen, aber vielleicht nicht immer die Zeit oder Möglichkeit für Holzkohle haben.
Weit abgeschlagen in puncto Aroma ist für Junker der Gasgrill. Obwohl er für seine Bequemlichkeit und schnelle Einsatzbereitschaft geschätzt wird, kann er laut dem Experten geschmacklich einfach nicht mit den anderen beiden mithalten. Wer jedoch Wert auf Präzision und einfache Handhabung legt, findet im Gasgrill einen zuverlässigen Partner. Dennoch rät Junker dazu, wenn möglich, stets auf Holzkohle zurückzugreifen, um das volle Geschmackspotenzial auszuschöpfen.
Das Tomahawk-Steak: Ein Meisterwerk vom Grill
Ein saftiges Tomahawk-Steak ist der Traum vieler Grill-Enthusiasten. Mit seiner beeindruckenden Größe und dem langen Knochen ist es nicht nur ein optisches Highlight, sondern auch ein Genuss für den Gaumen, wenn es richtig zubereitet wird. Alexander Junker verrät seine Methode, wie dieses Prachtstück perfekt gelingt.
Vorbereitung und Anbraten: Das Fundament des Geschmacks
Bevor das Tomahawk-Steak sein volles Aroma entfalten kann, ist eine präzise Vorbereitung entscheidend. Junker empfiehlt, das Steak zunächst auf beiden Seiten jeweils einige Minuten scharf anzurösten. Dies sorgt für eine schöne Kruste und schließt die Säfte im Inneren ein. Wichtig ist hierbei: Auf keinen Fall jetzt schon würzen! Salz und Pfeffer würden dem Fleisch in dieser Phase Wasser entziehen und die Krustenbildung negativ beeinflussen.
Nach dem Anrösten wird das Steak beiseitegestellt. Es ist bereit, wenn es straff von beiden Seiten angebraten wurde und die Oberfläche leicht karamellisiert wirkt. Dies ist der Zeitpunkt, an dem das Fleisch seine erste Hitzewelle überstanden hat und für den nächsten entscheidenden Schritt bereit ist.
Das Geheimnis des Einpinselns: Aroma trifft Perfektion
Hier kommt der Kern von Junkers Grillphilosophie ins Spiel: das Einpinseln des Fleisches. Sobald das Tomahawk-Steak seine erste Anbratphase hinter sich hat und eine schöne Kruste entwickelt hat, wird es vom Knochen gelöst und in zwei größere Stücke geschnitten. Der Blick ins Innere sollte ein wunderschönes Rosa offenbaren – ein Zeichen für die perfekte Garstufe.
Nun greift man zu einem kleinen Pinsel und der selbstgemachten Barbecue-Soße. Die Fleischstücke werden von beiden (Grill-)Seiten großzügig mit der Soße eingepinselt. Dieser Schritt ist von immenser Bedeutung, denn die Soße karamellisiert auf dem Grill und bildet eine zusätzliche Geschmacksschicht, die das Aroma des Fleisches ideal ergänzt. Die Süße des Honigs, die Säure des Balsamicos und die rauchige Note des Liquid Smoke verbinden sich mit den Röstaromen des Steaks zu einer wahren Geschmacksexplosion.
Nach dem Einpinseln kommen die Stücke noch einmal – aber nur ganz kurz – auf den Grill. Dies dient dazu, die Soße anzubacken und ihr Aroma zu intensivieren, ohne das Fleisch zu übergaren. Die kurze Hitzeeinwirkung sorgt dafür, dass die Soße leicht karamellisiert und am Fleisch haftet. Anschließend werden die Stücke in kleine Tranchen geschnitten und eventuell mit einer Prise Fleur de Sel bestreut, bevor sie serviert werden. Das Ergebnis ist ein unglaublich saftiges, aromatisches und perfekt gegrilltes Tomahawk-Steak, das alle Erwartungen übertrifft.
Die Unverzichtbare Begleitung: Junkers Hausgemachte BBQ-Soße
Was wäre ein perfekt gegrilltes Tomahawk-Steak ohne die passende Soße? Alexander Junkers selbstgemachte BBQ-Soße ist der ideale Partner und ein Muss für jeden Grillabend. Sie ist nicht nur zum Einpinseln des Steaks gedacht, sondern auch als vielseitige Beilage zu vielen anderen Gerichten.
Zutaten für die BBQ-Soße:
- 200 ml Tomatenmark
- 200 ml Ketchup
- 120 ml Balsamico-Essig
- 40 g Honig
- Salz und Pfeffer nach Geschmack
- Einige Scheiben Bacon (Speck)
- Ein Schuss Liquid Smoke
Zubereitung:
- Beginnen Sie mit einem Schuss Öl in einem Topf. Darin lassen Sie den Bacon aus. Das ausgelassene Fett des Bacons verleiht der Soße eine wunderbare Tiefe.
- Fügen Sie das Tomatenmark und Ketchup hinzu. Rühren Sie gut um, damit sich alles vermischt.
- Honig sorgt für eine leichte Süße, die die Säure des Balsamico-Essigs perfekt ausgleicht. Geben Sie den Balsamico hinzu und rühren Sie erneut.
- Lassen Sie die Soße auf niedriger Stufe einkochen. Dies dauert eine Weile, aber es ist wichtig, damit sich die Aromen voll entfalten und die Soße die gewünschte Konsistenz erreicht.
- Am Schluss, kurz bevor die Soße fertig ist, fügen Sie einen Schuss „Liquid Smoke“ hinzu. Dieser verleiht der Soße eine authentische Rauchnote, die hervorragend zum Grillgut passt.
- Schmecken Sie die Soße mit Salz und Pfeffer ab. Die hausgemachte Barbecue-Soße ist nun fertig und bereit, Ihr Grillgut zu veredeln.
Black Tiger Garnelen: Exotischer Genuss vom Grill
Neben Fleischklassikern wie dem Tomahawk-Steak sind auch Meeresfrüchte eine fantastische Bereicherung für jeden Grillabend. Alexander Junker zeigt, wie man marinierte Black Tiger Garnelen zubereitet, die mit ihrem frischen, würzigen Aroma begeistern.
Zutaten für die Garnelen:
- 4 Black Tiger Garnelen
- 1 Knolle Ingwer
- 1 Bio-Limette (ungespritzt)
- 1 Bio-Orange (ungespritzt)
- 1 Zehe Knoblauch
- 1 Zweig Thymian
- 1 Zweig Rosmarin
- Olivenöl
- Fleur de Sel
- Geschroteter Pfeffer
Vorbereitung und Marinieren: Das Geheimnis des Aromas
Der erste Schritt ist das sorgfältige Schälen und Entdarmen der Garnelen. Drehen Sie den Kopf ab und brechen Sie den Körper zwischen den Beinen bis zum Schwanz herunter auf, um den Chitinpanzer in einer Drehbewegung zu entfernen. Um den Darm zu entfernen, setzen Sie am Rücken oben dezent einen Schnitt und streichen den Darm heraus. So sind die Garnelen perfekt vorbereitet.
Nun folgt das Marinieren, ein entscheidender Schritt für den Geschmack. In einer Schüssel werden die geschälten Garnelen mit dem Abrieb einer Bio-Limette und einer Bio-Orange vermischt. Ein wenig geriebener Ingwer gehört ebenso dazu wie geriebener Knoblauch. Junker betont: „Garnelen und Knoblauch lieben sich“ – und das schmeckt man! Gutes Olivenöl darüber träufeln und frische Zweige Rosmarin und Thymian darüber streuen. Alles gut verrühren und idealerweise über Nacht im Kühlschrank marinieren lassen. Je länger die Garnelen in der Marinade ziehen, desto intensiver wird ihr Geschmack.
Grillen der Garnelen: Kurz und knackig
Am nächsten Tag kommen die marinierten Garnelen einfach am Schluss auf den Grill. Sie brauchen nicht lange, da sie schnell gar sind. Junker gibt einen einfachen Tipp: „Wenn das Chitin am Schwanz rot wird, werden sie gut.“ Die Garnelen sollten glasig wirken und goldbraun sein, wo keine Haut mehr ist. Sie sind perfekt, wenn sie eine leichte Bräunung aufweisen und innen noch saftig sind. Ein Spritzer Fleur de Sel und geschroteter Pfeffer runden den Geschmack ab.
Die Vegetarische Alternative oder Beilage: Vielfalt vom Grill
Grillen ist längst nicht nur Fleischsache. Alexander Junker präsentiert eine köstliche vegetarische Alternative, die auch hervorragend als Beilage zum Fleischgericht dient. Diese bunte Mischung aus Gemüse und Räuchertofu ist nicht nur gesund, sondern auch unglaublich lecker.
Zutaten für das Gemüse:
- 1 Bund grüner Spargel
- 4 Stück Babykarotten
- 2 Radieschen
- 4 Kirschtomaten
- 1 Block Rauchtofu
- Olivenöl
- Fleur de Sel
- Geschroteter Pfeffer
Zubereitung im Alufolienpaket:
Bereiten Sie das Gemüse vor: Schneiden Sie die holzigen unteren Enden des grünen Spargels ab. Babykarotten müssen lediglich leicht abgeschabt werden. Den Räuchertofu schneiden Sie in kleine Würfel. Radieschen und Kirschtomaten können ganz bleiben oder halbiert werden.
Nehmen Sie ein ausreichend großes Stück Alufolie. Träufeln Sie zuerst ein wenig Olivenöl darauf. Dann verteilen Sie den Spargel, die Babykarotten, Kirschtomaten, Radieschen und den Räuchertofu obendrauf. Alexander Junker versichert: „Warm sind [Radieschen] sensationell!“ Noch einen Schuss Olivenöl sowie Fleur de Sel und bunten geschroteten Pfeffer hinzufügen.
Verpacken Sie die Folie zu einem festen Paket. Achten Sie darauf, dass an den Seiten nichts herauslaufen kann, damit die Säfte und Aromen im Paket bleiben. Dieses Paket kommt dann auf den Rand des Grills, wo die Hitze nicht ganz so intensiv ist. Dort kann das Gemüse langsam garen und seine Aromen entfalten, ohne zu verbrennen. Das Ergebnis ist eine zarte, aromatische Gemüsebeilage, die perfekt zu jedem Grillgut passt.
Vergleich: Grilltypen nach Alexander Junker
Um die Präferenzen von Alexander Junker noch einmal zu verdeutlichen, hier eine kurze Übersicht der von ihm genannten Grilltypen:
| Grilltyp | Geschmacksprofil | Vorteile | Nachteile (aus Junkers Sicht) |
|---|---|---|---|
| Holzkohlegrill | Unübertroffen rauchig, tief, intensiv | Authentisches Aroma, hohe Temperaturen möglich | Aufwendigere Vorbereitung, weniger spontan |
| Lavasteingrill | Gutes, dezentes Raucharoma | Gleichmäßige Hitze, relativ einfach zu bedienen | Aroma nicht so intensiv wie Holzkohle |
| Gasgrill | Kaum Raucharoma, sehr sauber | Schnell einsatzbereit, präzise Temperaturkontrolle, sauber | Aromatisch weit abgeschlagen, kein "echtes" Grillerlebnis |
Diese Tabelle unterstreicht Junkers klare Präferenz für den Holzkohlegrill, wenn es um das ultimative Geschmackserlebnis geht.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
1. Warum sollte ich das Tomahawk-Steak nicht sofort würzen?
Alexander Junker rät davon ab, das Steak vor dem Anbraten zu würzen, insbesondere mit Salz. Salz entzieht dem Fleisch Feuchtigkeit und kann die Bildung einer schönen, karamellisierten Kruste verhindern. Es ist besser, das Steak nach dem ersten Anbraten oder kurz vor dem Servieren zu salzen, um die Saftigkeit zu bewahren.
2. Was ist Liquid Smoke und wofür wird es verwendet?
Liquid Smoke ist ein flüssiges Raucharoma, das aus kondensiertem Rauch von verbranntem Holz gewonnen wird. Es wird verwendet, um Speisen, wie Junkers BBQ-Soße, eine rauchige Note zu verleihen, ohne dass man einen Smoker oder Räucherofen benötigt. Ein kleiner Schuss genügt, um ein intensives Aroma zu erzielen.
3. Wie erkenne ich, ob die Garnelen gar sind?
Alexander Junker gibt einen einfachen Tipp: Wenn das Chitin am Schwanz der Black Tiger Garnelen rot wird, sind sie in der Regel gut. Generell sollten Garnelen glasig und goldbraun aussehen, wo keine Haut mehr ist. Sie brauchen nur sehr kurz auf dem Grill, um nicht zäh zu werden.
4. Kann ich die vegetarische Beilage auch ohne Tofu zubereiten?
Ja, absolut! Alexander Junker erwähnt explizit, dass die vegetarische Alternative auch "eventuell ohne Tofu" zubereitet werden kann. Das Gemüse allein – Spargel, Babykarotten, Radieschen, Kirschtomaten – bietet bereits eine köstliche und gesunde Beilage. Der Tofu dient lediglich als zusätzliche Proteinquelle und Geschmacksgeber.
5. Wie lange sollte die BBQ-Soße einkochen?
Die genaue Einkochzeit hängt von der gewünschten Konsistenz ab. Junker empfiehlt, die Soße auf niedriger Stufe einzukochen, bis sie eindickt und die Aromen sich intensiviert haben. Dies kann 20-30 Minuten oder länger dauern. Rühren Sie gelegentlich um, um ein Anbrennen zu verhindern.
6. Warum sollte man Radieschen auf den Grill legen?
Alexander Junker betont, dass Radieschen "warm sensationell" sind. Durch das Grillen verlieren sie etwas von ihrer Schärfe und entwickeln eine leicht süßliche, erdige Note. Sie werden zarter und entfalten ein überraschendes Aroma, das hervorragend zu den anderen Gemüsesorten passt.
Die Grillkunst ist eine Mischung aus Leidenschaft, Technik und dem Verständnis für gute Zutaten. Alexander Junker hat uns gezeigt, wie man mit einfachen, aber präzisen Schritten außergewöhnliche Ergebnisse erzielen kann. Ob das perfekt eingepinselte Tomahawk-Steak, die aromatischen Garnelen oder die vielseitige Gemüsebeilage – mit diesen Tipps wird Ihr nächster Grillabend zu einem unvergesslichen Erlebnis. Probieren Sie es selbst aus, experimentieren Sie mit den Aromen und genießen Sie die Freude am gemeinsamen Grillen.
Viel Spaß beim Nachgrillen und guten Appetit!
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