Wie grillt man Zucchini?

Perfektes Grillgemüse: Tipps für den Rost

02/05/2024

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Grillen ist weit mehr als nur Fleisch und Wurst. Immer mehr Grillmeister entdecken die unglaubliche Vielfalt und den intensiven Geschmack von gegrilltem Gemüse. Ob als gesunde Beilage oder als vollwertiges Hauptgericht, Grillgemüse ist ein wahres Highlight für jede Grillsession und bietet eine Fülle von Vitaminen und Abwechslung. Die Zubereitung von Gemüse auf dem Grill ist eine Kunst für sich, die Ihnen hilft, ein besseres Gefühl für Garzeiten und Temperaturzonen zu entwickeln. Wenn Sie Spargel, Zucchini und andere Gemüsesorten „auf den Punkt“ grillen können, werden Steaks und Würstchen für Sie zur Leichtigkeit. Für unerfahrene Griller gilt beim Gemüsegrillen dasselbe wie für Fleisch: Verzichten Sie auf übertriebene Marinaden- und Gewürz-Orgien. Genießen Sie den Eigengeschmack der möglichst erntefrischen Produkte, der durch die typischen Röstaromen wunderbar intensiviert wird. Laufen Sie nicht Gefahr, ein tolles Ausgangsprodukt durch falsche „Vorbehandlung“ zu verderben. Wer möchte, kann das Gemüse nach dem Grillvorgang mit Gewürzen, Kräutern und hochwertigen Essenzen verfeinern. Erst wenn Sie über einen längeren Zeitraum Ihren eigenen Grillgeschmack und Ihre Techniken entwickelt haben, sollten vorgewürzte, überbackene oder marinierte Gemüsevarianten ausprobiert werden.

Was eignet sich am besten zum Grillen?
Grundsätzlich eignet sich fast jedes Gemüse zum Grillen. Spargel lässt sich gut in einer Grillzange auf den Rost legen, Gemüsesorten wie Zucchini werden besser in einem Päckchen aus Alufolie gegrillt. Bekannt und beliebt sind Maiskolben vom Grill. Mit Butter bestrichen und ein bisschen Salz schmecken sie besonders...
Inhaltsverzeichnis

Die Grundlagen: Temperatur, Zuschnitte und Vorbereitung

Das Geheimnis perfekt gegrillten Gemüses liegt in der Beherrschung von Temperaturzonen und der richtigen Vorbereitung. Für das „direkte“ Gemüsegrillen, also die Zubereitung direkt über der Hitzequelle, wird in der Regel eine Temperatur von 180 bis 200 Grad Celsius benötigt. Diese Hitze sorgt für die gewünschten Röstaromen und eine schöne Bräunung der Oberfläche. Um eine möglichst große Aufnahmefläche für diese Aromen zu schaffen und gleichzeitig eine schnelle Durchgarung zu gewährleisten, sollten Sie Gemüse in große, aber dünne Scheiben schneiden. Dies ermöglicht eine effiziente Hitzeverteilung und verhindert, dass das Innere roh bleibt, während das Äußere bereits verkohlt ist.

Sollte das Gemüse Ihrer Wahl bereits bestens angeröstet sein, aber innen noch zu fest, gibt es einen einfachen Trick: Verschieben Sie es in den indirekt beheizten Bereich des Grills. Dort kann es bei geschlossenem Deckel in Ruhe nachgaren, ohne weiter Farbe anzunehmen. Diese Methode ist besonders nützlich für dickere Gemüsestücke oder Sorten, die eine längere Garzeit benötigen.

Kleine und „schlüpfrige“ Gemüsesorten wie Pilze oder Zwiebelringe stellen eine besondere Herausforderung dar, da sie leicht durch den Rost fallen können. Hierfür sind spezielle Hilfsmittel wie ein Grillkorb oder eine Plancha (Grillplatte) unerlässlich. Diese Utensilien sorgen dafür, dass Ihr wertvolles Grillgut sicher auf dem Rost bleibt und gleichmäßig garen kann.

Ein entscheidender Faktor für den Erfolg Ihrer Grillparty ist ein gut durchdachter Zeitplan. Verschaffen Sie sich einen Überblick über alle Gemüsesorten, die Sie gleichzeitig servieren möchten. Ermitteln Sie die jeweiligen Garzeiten für jede Sorte und rechnen Sie rückwärts: Mit welchem Produkt müssen Sie beginnen und wann und in welcher Reihenfolge müssen die übrigen Produkte hinzugefügt werden, damit alles gleichzeitig fertig wird? Dies erfordert etwas Übung, wird aber mit der Zeit zur Routine.

Gemüse vorgaren: Eine Zeitersparnis mit Biss

Besonders feste Gemüsesorten wie Kartoffeln, Blumenkohl, Brokkoli oder Maiskolben, die in größeren Stücken oder sogar im Ganzen auf den Grill kommen, profitieren oft von einem Vorkochprozess. Ein kurzes Vorkochen oder Blanchieren für einige Minuten in Salzwasser reduziert die spätere Grillzeit ganz entscheidend. Dies ist besonders praktisch, wenn Sie viele Gäste bewirten und die Grillzeit optimieren möchten. Alternativ können diese Sorten aber auch im indirekten Bereich des Grills bei geschlossenem Deckel für etwa 30 Minuten gegart werden, bevor Sie sie im direkten Bereich mit den begehrten Röstaromen versehen. Diese indirekte Hitze sorgt für eine sanfte Garung von innen, bevor die äußere Kruste entsteht.

Gemüsearten im Detail: Garzeiten und Zubereitungstipps

Jede Gemüsesorte hat ihre Eigenheiten beim Grillen. Hier finden Sie detaillierte Anleitungen für 12 beliebte Gemüsesorten:

Aubergine grillen

Die Aubergine zählt zu den geschmacksarmen Grillgemüsen und muss daher unbedingt vor dem Grillen mariniert werden, um ihren vollen Geschmack zu entfalten. Waschen Sie die Aubergine gründlich und schneiden Sie sie der Länge nach in circa ein bis zwei Zentimeter dicke Scheiben. Bestreichen Sie die Scheiben beidseitig großzügig mit einer Marinade aus nativem Olivenöl, Salz, Paprikapulver und frischem, gepresstem Knoblauch. Lassen Sie die Marinade mindestens zwei Stunden einziehen, damit die Aromen tief in das Fruchtfleisch eindringen können. Grillen Sie die marinierten Auberginenscheiben auf direkter Hitze bei 200 °C von jeder Seite circa fünf Minuten, bis sie weich sind und schöne Grillstreifen aufweisen. Heiß servieren.

Blumenkohl grillen

Entgegen vieler Meinungen muss Blumenkohl fürs Grillen nicht vorgekocht oder blanchiert werden. Am besten schmeckt gegrillter Blumenkohl, wenn er nach dem Putzen in circa zwei Zentimeter dicke „Steaks“ geschnitten wird. Damit die Scheiben nicht zu schnell austrocknen und dennoch ein gutes Röstaroma erhalten, bestreichen Sie sie vor dem Grillen mit nativem Olivenöl (achten Sie auf einen hohen Rauchpunkt). Grillen Sie die Blumenkohlsteaks bei 180 °C von jeder Seite rund zehn Minuten lang direkt, bis die Oberfläche gut angeröstet ist. Zum Schluss mit etwas Salz und Pfeffer würzen.

Brokkoli grillen

Putzen Sie den Brokkoli-Kopf und teilen Sie ihn in mundgerechte Röschen. Klassischerweise wird Brokkoli fünf Minuten in Salzwasser blanchiert und anschließend in Eiswasser abgeschreckt, bevor er leicht kross gegrillt wird. Doch es geht auch ohne Blanchieren: Halbieren Sie die Röschen und rösten Sie sie über direkter Hitze bei 180 °C für rund 15 Minuten unter regelmäßigem Wenden an. Nach dem Grillvorgang kommt das noch heiße Gemüse in eine Schale und wird mit etwas Sesamöl und Sojasauce sowie einigen Chiliflocken mariniert und lauwarm serviert. Diese asiatisch angehauchte Marinade verleiht dem Brokkoli eine besondere Note.

Karotten grillen

Karotten sind ein super leckeres Grillgemüse, da sie einen idealen Eigengeschmack mitbringen. Befreien Sie die Möhren vom Grün, schälen Sie sie und halbieren Sie sie der Länge nach. Vor dem Grillen sollten sie mit einem Öl, das einen hohen Rauchpunkt hat (z.B. raffiniertes Sonnenblumenöl), bepinselt und mit Salz und Pfeffer gewürzt werden. Die so vorbereiteten Möhren grillen Sie dann im direkten Bereich bei 200 °C für rund sechs Minuten pro Seite, bis sie leicht zart sind und Grillspuren zeigen.

Kartoffeln grillen

Kartoffeln, besonders in den großen Varianten, gelingen am einfachsten, wenn Sie sie vor dem Grillen gründlich abwaschen und mit Schale vorkochen. Empfehlenswert sind festkochende Knollen, da sie dem späteren Gericht noch einen ordentlichen „Biss“ geben und nicht auseinanderfallen. Vorgekochte und abgekühlte Kartoffeln werden im Ganzen circa 10 Minuten bei rund 180 °C in der indirekten Zone des Grills auf Temperatur gebracht und sind dann sofort genießbar. Eine tolle Variante, die kein Vorkochen erfordert, sind Kartoffelecken. Dazu werden die Knollen mit Schale zunächst sehr gründlich „abgeschrubbt“, abgetrocknet und geviertelt. Die Stücke werden dann im indirekten Bereich (ca. 200 °C) mit geschlossenem Deckel für 30 Minuten gebacken. So sind sie außen schön kross und innen soft. Der „Gabeltest“ verrät, ob sie fertig sind. Zum Schluss werden die Kartoffelecken noch mit Pommessalz oder einer Gewürzmischung aus Salz und Paprika veredelt.

Wie bereite ich Gemüse beim Grillen vor?
Schneidet Gemüse also in große, aber dünne Scheiben, damit es beim Grillen schnell durchgegart wird. Sollte das Gemüse eurer Wahl schon bestens angeröstet aber innen noch zu fest sein, wird es einfach im indirekt beheizten Bereich des Grills bei geschlossenem Deckel nachgegart.

Maiskolben grillen

Befreien Sie die frischen Kolben von Blättern und Fäden, schneiden Sie bei Bedarf den Stielansatz und die Spitze ab und spülen Sie sie gründlich ab. Wenn Sie etwas Zeit sparen möchten, kochen Sie die Maiskolben 20 Minuten in gezuckertem Wasser vor. Alternativ werden die frischen Kolben leicht gezuckert, in Alufolie gewickelt und 30 Minuten bei 200 °C im indirekten Bereich gegart. Die Alufolie verhindert, dass die Maiskolben zu oft abkühlen, falls Sie zwischendurch den Grill öffnen müssen. Danach werden beide Varianten für rund 20 Minuten bei 180 °C unter regelmäßigem Wenden direkt gegrillt, bis sie von allen Seiten gleichmäßig geröstet sind. Vor dem Servieren sollten die Maiskolben noch mit viel Butter und etwas Salz versehen werden.

Paprika grillen

Zunächst werden die Paprikaschoten halbiert, vom Stiel und vom Kerngehäuse befreit und abgewaschen. Die Grillzeit ergibt sich durch die Höhe der Temperatur und Ihre Vorlieben, wie knackig das Gemüse verzehrt werden soll. Da Paprika schnell anbrennt, sollte die Grilldauer im heißen, direkten Bereich (200 °C und mehr) sehr kurz sein (circa zwei Minuten von jeder Seite). Das Ergebnis sind leichte Röstaromen und ein bissfestes Gemüse. Bei 180 °C und weniger können die Paprikahälften bei regelmäßigem Wenden bis zu zehn Minuten gegart werden und sind innen dann deutlich weicher. Sollte Ihnen die Schale doch einmal anbrennen, können Sie sie mühelos mit einem Messer abziehen.

Pilze grillen

Die kleinen „Erdlinge“ vertragen ordentlich Hitze, damit sich der Grillgeschmack gut entfaltet. Nach dem Waschen sollten sie mindestens halbiert und mit einem Öl, das einen hohen Rauchpunkt hat (Tipp: Soja-Öl), eingepinselt werden. Bei 200 bis 220 °C werden die Pilze dann direkt für knapp fünf Minuten angegrillt und dabei regelmäßig gewendet. Da die kleinen Leckereien dabei gern durch den Rost fallen, sollten Sie zum Grillen eine Grillplatte oder einen Grillkorb nutzen. Kurz vor dem Servieren mit etwas Salz, Rosmarin und Thymian würzen.

Spargel grillen

Wer den puren Spargel zu genießen weiß, legt die edlen Stangen direkt auf den Rost. Hierbei eignet sich der grüne Spargel am besten. Er ist recht dünn, wird daher schneller gar und muss nicht aufwendig geschält werden. Den grünen Spargel müssen Sie nur gut abwaschen und die eventuell holzigen Enden abschneiden. Unmittelbar vor dem Grillen werden die Stangen dann mit etwas temperaturbeständigem Öl (Raps- oder Olivenöl) eingepinselt und direkt bei 180 Grad und regelmäßigem Wenden gegrillt. Nach zehn bis zwölf Minuten sollte der Spargel genussbereit sein. Weißer Spargel muss vor dem Grillen natürlich geschält werden und braucht mindestens die doppelte Grillzeit. Schneller ans Ziel kommen Sie, wenn Sie den weißen Spargel vorher blanchieren. Dazu einfach fünf Minuten in kochendem Wasser vorgaren. Für weißen und grünen Spargel gilt: Wie beim klassischen Spargelkochen gibt der „Gabeltest“ Aufschluss über den Zustand. Die Stangen sollten weich, aber innen noch bissfest sein. Echte Spargelfans beträufeln den Spargel nun nur noch mit etwas (Kräuter-)Butter und berieseln ihn mit etwas Salz und Pfeffer. Wer Bedenken hat, dass die Spargelstangen durch den Rost rutschen könnten, verbindet sie mit Schaschlikstäben zu kleinen Spargel-Mini-Flößen.

Tomaten grillen

Tomaten sind eine der wenigen Gemüsesorten, die mit starken Röstaromen nur schwer klarkommen. Daher sollten Sie sie nur indirekt garen. Dazu die Tomaten waschen, die Stielansätze entfernen und je nach Größe halbieren oder sogar vierteln. Mit der Schnittfläche nach oben legen Sie die Tomaten dann in eine Grillschale (z.B. einen Edelstahl-Bräter) und beträufeln sie mit ein wenig Knoblauchöl und würzen mit Salz und Pfeffer. Im indirekten Bereich des Grills werden die Tomaten dann bei 200 °C für rund zehn Minuten bei geschlossenem Deckel gegart. Sie werden zart und süßlich, ohne zu verbrennen.

Zucchini grillen

Der „Sommerkürbis“ ist eines der leckersten und einfachsten Grillgerichte. Wichtig ist nur, dass die Saftigkeit der Zucchini nicht verloren geht. Daher darf vor dem Grillvorgang auf keinen Fall gesalzen werden – Salz zieht Wasser. Schneiden Sie die Zucchini einfach in runde, circa ein Zentimeter dicke Scheiben und bepinseln Sie sie mit etwas nativem Olivenöl. Bei 180 °C werden die Zucchinischeiben dann von beiden Seiten direkt gegrillt, bis eine leichte Röstung entstanden ist. Das dauert in der Regel rund zehn Minuten. Aber Vorsicht: Es ist Fingerspitzengefühl gefragt. Die Zucchini sollte außen angeröstet und innen weich sein. Überprüfen Sie das aber nicht mit einer Gabel, da sonst zu viel Saft austreten könnte. Entweder mit dem Finger in der Mitte leicht andrücken oder mit der Grillzange an einer Ecke anheben, um die „Biegsamkeit“ der Scheiben zu prüfen. Falls die Zucchini innen noch nicht weich ist, aber außen schon ausreichend geröstet, wird sie einfach im indirekten Grillbereich „nachgezogen“.

Zwiebeln grillen

Zum Grillen eignet sich die Gemüsezwiebel am besten. Sie ist zwar nicht ganz so intensiv im Geschmack, bietet aber aufgrund ihrer Größe eine tolle Röstfläche. Bei der haushaltsüblichen Speisezwiebel ist das Vorgehen aber analog. Sie müssen die Zwiebel nur schälen und in rund 1,5 Zentimeter dicke Scheiben schneiden. Danach werden sie mit etwas Rapsöl (oder einer anderen Sorte mit hohem Rauchpunkt) eingepinselt und leicht gesalzen. Auf dem Grill müssen Sie die Scheiben dann nur noch unter häufigem Wenden bei 200 °C rund acht Minuten direkt grillen, bis sie weich und leicht karamellisiert sind.

Marinaden und Gewürze: Der Feinschliff nach dem Grillen

Wie bereits erwähnt, ist es für Einsteiger empfehlenswert, das Gemüse erst nach dem Grillen zu würzen. So kommt der Eigengeschmack des Gemüses am besten zur Geltung. Für Marinaden, die vor dem Grillen verwendet werden (wie bei der Aubergine), sollten raffinierte Öle verwendet werden, die höhere Temperaturen (etwa 200 °C) vertragen, beispielsweise Sonnenblumen- oder Rapsöl. Natives Olivenöl hingegen verbrennt bereits bei niedrigeren Temperaturen und ist daher für das direkte Grillen weniger geeignet. Bei Honigmarinaden ist Vorsicht geboten, da Honig schnell anbrennt.

Nach dem Grillen können Sie Ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Frische Kräuter wie Rosmarin, Thymian, Basilikum oder Petersilie passen hervorragend. Auch Gewürzmischungen wie Pommessalz, Paprikapulver oder eine italienische Kräutermischung verfeinern den Geschmack. Ein Schuss hochwertiges Olivenöl, etwas Balsamico oder Zitronensaft runden das Aroma ab. Für eine zusätzliche Geschmacksexplosion können Sie das gegrillte Gemüse auch mit verschiedenen Dips servieren. Beliebt sind Aioli, Tsatsiki, Kräuterquark, Hummus oder eine herzhafte Chimichurri. Diese Dips können nach Belieben mit etwas Zitronensaft abgeschmeckt werden, um eine frische Note hinzuzufügen. Wenn es nicht vegan sein muss, können Sie das Grillgemüse kurz vor dem Servieren mit gewürfeltem Feta bestreuen – das sorgt für eine salzige, cremige Komponente.

Vielfalt auf dem Rost: Beyond the Basics

Die Welt des Grillgemüses ist grenzenlos. Neben den Klassikern gibt es viele weitere Gemüsesorten, die sich hervorragend für den Grill eignen. Kirschtomaten können beispielsweise wunderbar in einer Grillschale oder auf Spießen gegrillt werden, wobei sie leicht aufplatzen und ihr süßes Aroma entfalten. Auch Süßkartoffeln sind eine fantastische Alternative zu normalen Kartoffeln. Geviertelt oder in dicke Scheiben geschnitten verkürzt sich ihre Garzeit erheblich. Sie können entweder direkt gegrillt oder, für eine weichere Konsistenz, in Alufolie gewickelt in der Glut gegart werden.

Wie bereite ich Gegrilltes Gemüse zu?
Für das Grillgemüse zunächst die Paprika, Zucchini und Aubergine waschen. Die Zucchini in runde Scheiben teilen. Die Paprika halbieren, entkernen und in Streifen schneiden. Von der Aubergine entweder längs oder quer Scheiben abschneiden. Zwiebeln und Knoblauch abziehen. Gegrilltes Gemüse macht sich nämlich hervorragend als Beilage zu Steak und Co.

Ihrer Fantasie sind beim Grillen keine Grenzen gesetzt. Probieren Sie doch einmal bunte Gemüsespieße mit Pilzen, Paprika und Zucchini. Oder wie wäre es mit gefüllten Champignons, beispielsweise mit Erbsen, Lauchzwiebeln, Schinken und Ricotta-Käse? Auch vegetarische Burger-Patties aus Pilzen, Reis, Haferflocken und Käse sind eine köstliche Option. Für eine einfache, aber effektvolle Beilage können Sie Gemüsetaler aus Zucchini und Auberginen zubereiten, die mit einer Käse-Kräuter-Mischung gegrillt werden.

Sollten Sie einmal keinen Grill zur Hand haben, müssen Sie nicht auf den Genuss von Grillgemüse verzichten. Viele Rezepte gelingen auch hervorragend im Ofen oder in einer Grillpfanne. Für das Ofengemüse mischen Sie alle Gemüsesorten mit Kräutern, Gewürzen und Öl und verteilen sie auf einem Backblech (eventuell mit Backpapier ausgelegt) oder in einer großen Auflaufform. Den Backofen auf 200 Grad vorheizen und das Gemüse 20–30 Minuten rösten. Wenn Sie das Gemüse in einer Pfanne braten möchten, eignet sich am besten eine gusseiserne Grillpfanne mit geriffeltem Boden. Dadurch erhält das Gemüse die typischen Grillstreifen. Geben Sie jeweils nur so viel Gemüse in die Pfanne, dass es sich nicht überlagert, um eine gleichmäßige Bräunung zu gewährleisten.

Häufig gestellte Fragen (FAQs) zum Grillgemüse

Muss ich Gemüse vor dem Grillen marinieren?

Nicht unbedingt. Viele Gemüsesorten, wie Zucchini oder Karotten, schmecken pur mit etwas Öl und Gewürzen nach dem Grillen hervorragend. Andere, wie Aubergine, profitieren von einer Marinade vor dem Grillen, um ihren Geschmack zu intensivieren. Für Anfänger ist es oft einfacher, das Gemüse nach dem Grillen zu würzen, um den Eigengeschmack zu genießen und ein Anbrennen der Marinade zu vermeiden.

Welches Öl eignet sich am besten zum Grillen von Gemüse?

Verwenden Sie Öle mit einem hohen Rauchpunkt, wie raffiniertes Sonnenblumenöl, Rapsöl oder spezielles Bratöl. Natives Olivenöl hat einen niedrigeren Rauchpunkt und kann bei hohen Grilltemperaturen verbrennen, was zu bitteren Aromen führen kann. Es eignet sich aber hervorragend zum Beträufeln des Gemüses nach dem Grillen.

Wie verhindere ich, dass Gemüse am Rost kleben bleibt oder durchfällt?

Ein leichtes Einölen des Gemüses vor dem Grillen hilft, ein Ankleben zu verhindern. Für kleine oder schlüpfrige Gemüsesorten wie Pilze, Zwiebelringe oder Kirschtomaten sind Grillkörbe, Grillpfannen oder eine Plancha (Grillplatte) ideal, da sie verhindern, dass das Gemüse durch den Rost fällt und gleichzeitig eine gleichmäßige Hitzeverteilung ermöglichen.

Kann ich auch gefrorenes Gemüse grillen?

Es wird generell empfohlen, frisches Gemüse zum Grillen zu verwenden, da es die beste Textur und den besten Geschmack bietet. Gefrorenes Gemüse enthält viel Wasser, das beim Auftauen austritt und das Gemüse matschig machen kann. Wenn Sie gefrorenes Gemüse grillen möchten, tauen Sie es vollständig auf und tupfen Sie es gründlich trocken, bevor Sie es auf den Grill legen.

Ist gegrilltes Gemüse gesund?

Ja, gegrilltes Gemüse ist eine sehr gesunde und vitaminreiche Ergänzung zu jeder Mahlzeit. Es ist oft fettarm und liefert wichtige Nährstoffe, Ballaststoffe und Antioxidantien. Durch das Grillen bleiben viele Vitamine erhalten, und die Röstaromen machen es besonders schmackhaft. Es ist eine ausgezeichnete Alternative zu Fleisch und Wurst.

Wie lange dauert es, Gemüse auf dem Grill zuzubereiten?

Die Grillzeit variiert stark je nach Gemüsesorte, Schnittgröße und gewünschter Konsistenz. Dünne Scheiben garen schneller als ganze Stücke. Einige Gemüsesorten sind in wenigen Minuten fertig (z.B. Paprika, Pilze), während andere (z.B. vorgekochte Kartoffeln, Maiskolben) 10 bis 30 Minuten benötigen. Ein Blick auf die folgende Tabelle gibt Ihnen einen schnellen Überblick über die durchschnittlichen Garzeiten.

Sollte ich Gemüse vorkochen, bevor ich es grille?

Für sehr feste Gemüsesorten wie Kartoffeln, Maiskolben, Blumenkohl oder Brokkoli kann ein Vorkochen oder Blanchieren die Grillzeit erheblich verkürzen und eine gleichmäßigere Garung gewährleisten. Dies ist besonders nützlich für größere Stücke oder wenn Sie sicherstellen möchten, dass das Gemüse innen zart und weich ist.

Übersicht: Garzeiten und Zubereitungstipps für Grillgemüse

Diese Tabelle bietet eine schnelle Orientierung für die gängigsten Gemüsesorten:

GemüseartVorbereitung (Beispiel)Grillmethode (Zone)Temperatur (ca.)Dauer (ca.)
AubergineScheiben (1-2 cm dick), marinierenDirekt200°C5 Min. pro Seite
BlumenkohlSteaks (2 cm dick), ölenDirekt180°C10 Min. pro Seite
BrokkoliRöschen (optional blanchieren), ölenDirekt180°C15 Min. (regelmäßig wenden)
KarottenHalbiert/geviertelt, ölenDirekt200°C6 Min. pro Seite
Kartoffeln (vorgekocht)Ganze Knollen/Ecken, vorgekochtIndirekt180-200°C10 Min. (vorgekocht) / 30 Min. (Ecken, gebacken)
MaiskolbenVorgekocht/in Alufolie gewickeltIndirekt, dann Direkt180-200°C30 Min. (indirekt), 20 Min. (direkt)
PaprikaHalbiert, entkerntDirekt180-200°C2-10 Min. (je nach Knackigkeit)
PilzeHalbiert, ölen (Grillkorb/Plancha)Direkt200-220°C5 Min. (regelmäßig wenden)
Spargel (grün)Enden entfernen, ölenDirekt180°C10-12 Min.
Spargel (weiß)Schälen (optional blanchieren), ölenDirekt180°C20+ Min. (ohne vor), 10-15 Min. (mit vor)
TomatenHalbiert/geviertelt, Knoblauchöl (in Schale)Indirekt200°C10 Min.
ZucchiniScheiben (1 cm dick), ölen (nicht salzen!)Direkt180°C10 Min. (regelmäßig wenden)
ZwiebelnScheiben (1,5 cm dick), ölen, leicht salzenDirekt200°C8 Min. (häufig wenden)

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