17/07/2023
Das Grillen von Roastbeef mag auf den ersten Blick einschüchternd wirken, doch mit der richtigen Technik wird es zu einem wahren Kinderspiel und einem Highlight für jede Grillparty. Besonders wenn Sie eine größere Anzahl von Gästen bewirten möchten, ist ein ganzes Roastbeef vom Grill eine unkomplizierte und äußerst beeindruckende Wahl. Die hier vorgestellte Methode des Rückwärtsgarens sorgt nicht nur für ein perfekt zartes und saftiges Ergebnis, sondern bietet auch eine unglaubliche Flexibilität bei der Planung Ihres Events. So können Sie entspannt den Aperitif genießen, während das Fleisch im Hintergrund seinen perfekten Garpunkt erreicht.

Wir haben diese Zubereitung bereits mehrfach bei unserem traditionellen Angrillen im Januar praktiziert, wo wir stets zwischen 8 und 14 Personen bewirten. Die Vorteile liegen auf der Hand: Der Aufwand direkt am Grill hält sich in Grenzen, und alle können gleichzeitig ein perfekt gegartes Stück Fleisch genießen. Im Gegensatz zu einzelnen Steaks, die oft nacheinander gegrillt werden müssen, erlaubt ein großes Stück Roastbeef eine hervorragende Vorbereitung und Koordination. Selbst unvorhergesehene Verzögerungen durch die Ankunft der Gäste oder einen ausgedehnten Aperitif können problemlos ausgeglichen werden, da das Fleisch bei niedriger Temperatur kaum übergart.
- Warum Roastbeef vom Grill? Die Vorteile auf einen Blick
- Die richtige Fleischmenge planen: "Alles unter 400g ist Carpaccio"
- Die Kunst des Rückwärtsgarens: Perfektion Schritt für Schritt
- Rezept: Rückwärts gegartes Roastbeef vom Grill
- Roastbeef richtig würzen: Mehr als nur Salz und Pfeffer
- Roastbeef oder Rumpsteaks grillen: Was ist der Unterschied?
- Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Grillen von Roastbeef
- Warum sollte ich Roastbeef rückwärts garen?
- Ist ein Fleischthermometer wirklich notwendig?
- Wie lange muss das Roastbeef nach dem Grillen ruhen?
- Kann ich Roastbeef auch auf einem Gasgrill zubereiten?
- Was mache ich, wenn das Fett auf dem Grill anfängt zu brennen?
- Welche Beilagen passen am besten zu Roastbeef vom Grill?
- Fazit: Ein Grillmeisterwerk für jedermann
Warum Roastbeef vom Grill? Die Vorteile auf einen Blick
Roastbeef ist nicht nur ein optischer Hingucker, sondern auch ein kulinarischer Genuss, der sich hervorragend für größere Gesellschaften eignet. Einer der größten Vorteile ist die Möglichkeit, das Fleisch im Ganzen zuzubereiten. Dies minimiert den Stress am Grill und maximiert die Zeit, die Sie mit Ihren Gästen verbringen können. Die Textur des rückwärts gegarten Roastbeefs ist unvergleichlich zart, und der Geschmack wird durch die Röstaromen vom Grill perfekt abgerundet.
- Einfache Zubereitung für viele: Ein großes Stück Fleisch versorgt mühelos eine ganze Gruppe.
- Flexibilität bei der Planung: Das Rückwärtsgaren erlaubt es, das Fleisch lange auf Temperatur zu halten, ohne dass es übergart.
- Geringer Aufwand am Grill: Das eigentliche Grillen ist kurz und intensiv, der Großteil der Arbeit findet im Ofen statt.
- Beeindruckendes Ergebnis: Ein perfekt rosa gegartes Roastbeef ist ein Highlight auf jedem Buffet.
Die richtige Fleischmenge planen: "Alles unter 400g ist Carpaccio"
Die Planung der richtigen Fleischmenge ist entscheidend für den Erfolg einer jeden Grillparty. Es kommt immer darauf an, wie viele Beilagen es gibt, wie "gute Esser" Ihre Gäste sind und ob bereits bekannt ist, dass die Fleischmenge reichlich bemessen ist. Gerade bei den männlichen Gästen habe ich die Erfahrung gemacht, dass sie gerne herzhaft zugreifen. Der Ausspruch „Alles unter 400g ist Carpaccio“ ist dabei oft ein guter Richtwert. Für Damen plane ich in der Regel mit 150 bis 300 g pro Person, während ich für die Herren gerne 400 g und mehr pro Person berücksichtige. Bei 8 bis 14 Personen, wie bei unserem Angrillen, ist ein 4,5 kg schweres Roastbeef eine solide Basis, die niemanden hungrig lässt.
Die Kunst des Rückwärtsgarens: Perfektion Schritt für Schritt
Das Rückwärtsgaren hat sich als eine der effektivsten Kochtechniken für Fleisch etabliert, um ein optimales Ergebnis zu erzielen. Im Gegensatz zur traditionellen Methode, bei der das Fleisch zuerst scharf angebraten und dann bei niedrigerer Temperatur im Ofen fertiggegart wird, verläuft der Prozess beim Rückwärtsgaren genau umgekehrt. Zuerst wird das Fleisch bei niedriger, konstanter Temperatur langsam bis zur gewünschten Kerntemperatur gegart und erst danach auf dem heißen Grill oder in einer Pfanne scharf angebraten. Diese Methode bietet mehrere entscheidende Vorteile:
- Gleichmäßiger Gargrad: Das Fleisch gart von außen nach innen viel gleichmäßiger, wodurch der gefürchtete "Graurand" vermieden wird und das gesamte Stück eine wunderschöne, gleichmäßige Rosafärbung aufweist.
- Zartheit: Durch das langsame Garen bei niedriger Temperatur haben die Kollagenfasern im Fleisch mehr Zeit, sich aufzulösen, was zu einer unglaublich zarten Textur führt.
- Kontrolle: Die Kerntemperatur lässt sich präzise steuern, was das Risiko des Übergarens minimiert.
- Aromenentwicklung: Die abschließende scharfe Hitze sorgt für eine intensive Maillard-Reaktion und damit für köstliche Röstaromen und eine knusprige Kruste.
Niedrigtemperatur-Garen im Ofen: Der erste Schritt zur Perfektion
Das Niedrigtemperaturgaren ist der Grundstein für ein zartes und saftiges Roastbeef. Durch das langsame Erhitzen wird das Fleisch schonend gegart und bleibt wunderbar saftig. Als Faustformel können Sie mit etwa 1 Stunde pro Kilogramm Fleisch bei einer Ofentemperatur von 60 bis 80°C rechnen, plus/minus 15 %. Bei einem 4,5 kg schweren Roastbeef bedeutet dies eine Garzeit von ca. 3 bis 3,5 Stunden. Diese Technik wende ich auch erfolgreich bei Flanksteaks an, um sie besonders zart zu bekommen.
Ofentemperatur und Fleischkerntemperatur überprüfen
Um den Garzustand wirklich präzise zu kontrollieren, ist ein Fleischthermometer unerlässlich. Ein einfaches, aber zuverlässiges Thermometer, das die Kerntemperatur misst, ist hierfür ausreichend. Da es jedoch Toleranzen bei Thermometern und unterschiedliche persönliche Vorlieben beim Gargrad gibt, empfehle ich dringend, die für Sie perfekte Kerntemperatur mit Ihrem speziellen Thermometer zu ermitteln und sich diese zu notieren. Ein separates Ofenthermometer ist ebenfalls sehr hilfreich, da die angezeigte Temperatur vieler Haushaltsöfen erheblich vom tatsächlichen Wert abweichen kann. Achten Sie darauf, dass die Ofentemperatur während des Niedriggarens konstant zwischen 60 und 80°C Umluft bleibt.
| Garstufe | Kerntemperatur (°C) | Beschreibung |
|---|---|---|
| Rare (Englisch) | 50-52 | Sehr blutig, innen noch kalt/lauwarm |
| Medium Rare | 54-57 | Innen rosa bis rot, saftig |
| Medium | 58-60 | Rosa, noch sehr saftig |
| Medium Well | 61-64 | Leicht rosa bis grau, weniger saftig |
| Well Done | ab 65 | Durchgegart, grau, fest |
Der Höhepunkt: Das scharfe Angrillen des Roastbeefs
Das Grillen ist der entscheidende Schritt, um die begehrten Röstaromen und eine wunderbare Kruste zu erzeugen. Der Grill sollte so heiß wie möglich vorgeheizt werden. Das Fleisch wird nur kurz von allen Seiten angegrillt, um die Maillard-Reaktion in Gang zu setzen. Besonders wichtig: Grillen Sie die Fettseite unbedingt zuletzt. Das herabtropfende Fett in die Glut ist dabei unvermeidlich, und Sie müssen auf höhere Flammen gefasst und vorbereitet sein. Seien Sie wachsam und haben Sie gegebenenfalls eine Sprühflasche mit Wasser bereit, um Flammen zu kontrollieren.
Rezept: Rückwärts gegartes Roastbeef vom Grill
Dieses Rezept ist für ein Roastbeef von ca. 4,5 kg ausgelegt, kann aber leicht an kleinere oder größere Stücke angepasst werden, indem die Garzeiten entsprechend angepasst werden.
Zutaten:
- 150 bis 400 g Roastbeef pro Person (hier: 4,5 kg)
- Salz (grobes Meersalz oder Fleur de Sel)
- Frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
- Optional: Knoblauchpulver, Zwiebelpulver, Paprikapulver für eine Rub
Für Dips / Saucen / Kräuterbutter (Vorschläge):
- Remoulade mit Vollei-Mayonnaise
- Café de Paris Butter
- Selbstgemachte Kräuterbutter (schnelles, einfaches Rezept)
- Mango-Joghurt-Dip
- Chimichurri (fertig oder selbstgemacht)
Zubereitung Roastbeef vom Grill:
- Temperieren: Nehmen Sie das Roastbeef mindestens 1,5 Stunden, besser 3 Stunden, vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank, damit es Raumtemperatur annehmen kann. Dies fördert ein gleichmäßigeres Garen.
- Vorbereiten des Fleisches: Nehmen Sie das Fleisch aus dem Vakuumbeutel. Brausen Sie es kurz mit kaltem Wasser ab und tupfen Sie es gründlich mit Küchenrolle trocken. Schneiden Sie eventuell vorhandene dicke Sehnen oder Silberhaut mit einem scharfen Messer ab, um ein Zusammenziehen des Fleisches während des Garens zu verhindern. Die Fettseite können Sie rautenförmig einschneiden, ohne das Fleisch selbst zu verletzen. Dies hilft beim Ausbraten des Fettes und der Krustenbildung.
- Würzen: Salzen Sie das Roastbeef großzügig von allen Seiten mit grobem Meersalz und pfeffern Sie es frisch. Wenn Sie möchten, können Sie auch eine trockene Gewürzmischung (Rub) verwenden.
- Backofen vorheizen: Heizen Sie Ihren Backofen auf 60 – 80°C Umluft vor. Überprüfen Sie die Temperatur mit einem Ofenthermometer.
- Niedertemperatur vorgaren: Legen Sie das gewürzte Roastbeef auf ein Rost über einer Fettpfanne (um austretenden Saft aufzufangen) und schieben Sie es in den vorgeheizten Ofen. Stecken Sie das Fleischthermometer in die dickste Stelle des Fleisches, ohne einen Knochen zu berühren.
- Garen bis zur Kerntemperatur: Garen Sie das Fleisch bei niedriger Temperatur, bis es eine Kerntemperatur von 57°C erreicht hat. Dies ist der ideale Wert für ein "Medium Rare" bis "Medium" Ergebnis nach dem scharfen Angrillen. Für ein etwas blutigeres Ergebnis können Sie bei 50-55°C aufhören, für ein durchgegartes (nicht empfohlen für Roastbeef) bei 60-62°C. Die Faustformel von ca. 1 Stunde pro kg Fleisch (hier 3 bis 3,5 Stunden für 4,5 kg) dient als Orientierung.
- Ruhephase vor dem Grillen (optional, aber empfohlen): Sollten Sie noch Zeit überbrücken müssen (z.B. für einen längeren Aperitif), können Sie den Ofen ausschalten, sobald die gewünschte Kerntemperatur erreicht ist. Das Fleisch hält die Temperatur im geschlossenen Ofen für eine gute Stunde, ohne weiter zu garen. Achten Sie darauf, dass die Ofentemperatur nicht unter 50°C fällt.
- Grill sehr heiß vorheizen: Heizen Sie Ihren Grill auf die höchste Temperatur vor, die er erreichen kann. Alle Grillroste sollten glühend heiß sein.
- Finishing Grillen: Nehmen Sie das Roastbeef aus dem Ofen. Sie können es im Ganzen lassen oder, wie hier beschrieben, in zwei Teile teilen, falls es zu groß ist oder Sie unterschiedliche Garstufen wünschen. Grillen Sie alle vier Seiten des Roastbeefs für 1 bis 2 Minuten unter höchster Hitze. Beginnen Sie mit den Fleischseiten und grillen Sie die Fettseite zuletzt. Seien Sie äußerst vorsichtig: Wenn das Fett in die Glut tropft, entstehen große Flammen! Halten Sie Abstand und seien Sie bereit, den Deckel zu schließen, um die Flammen zu ersticken, falls nötig.
- Fleisch ruhen lassen: Nach dem Grillen ist eine weitere Ruhephase entscheidend. Wickeln Sie das Fleisch locker in Alufolie ein und lassen Sie es für 5 bis 10 Minuten ruhen. In dieser Zeit verteilen sich die Fleischsäfte gleichmäßig im ganzen Stück, was das Roastbeef noch saftiger macht.
- Servieren: Schneiden Sie das Fleisch gegen die Faser in dünne Scheiben und servieren Sie es sofort mit den vorbereiteten Dips und Beilagen.
Tipp: Fleischsaft für eine köstliche Sauce
Den beim Niedertemperaturgaren in der Fettpfanne ausgetretenen Saft und das Fett unbedingt auffangen. Sollte beim Ruhen oder Aufschneiden des Fleisches weiterer Saft austreten, geben Sie diesen ebenfalls dazu. Zusammen mit etwas Rinderbrühe und gegebenenfalls einem Schuss Rotwein können Sie diesen Fond zu einer wunderbaren Sauce einkochen. Reduzieren Sie die Flüssigkeit, schmecken Sie sie mit Salz und Pfeffer ab und binden Sie sie eventuell mit etwas kalter Butter oder einer Mehl-Butter-Mischung ab, um eine perfekte Begleitung zum Roastbeef zu erhalten.
Roastbeef richtig würzen: Mehr als nur Salz und Pfeffer
Ein saftiges Roastbeef vom Grill ist nicht schwer zuzubereiten, und das richtige Würzen trägt maßgeblich zum perfekten Geschmack bei. Während Salz und frisch gemahlener Pfeffer die absolute Basis bilden und den Eigengeschmack des Fleisches hervorragend unterstreichen, gibt es zahlreiche Möglichkeiten, das Aroma noch zu verfeinern.

- Die Basis: Salz und Pfeffer. Verwenden Sie grobes Meersalz oder Fleur de Sel und frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer. Salzen Sie das Fleisch großzügig und reiben Sie es gut ein, idealerweise schon einige Stunden vor dem Garen, damit das Salz ins Fleisch einziehen kann.
- Kräuter: Rosmarin und Thymian passen hervorragend zu Roastbeef. Sie können frische Zweige unter das Fleisch legen oder gehackte Kräuter direkt auf das Fleisch reiben.
- Knoblauch: Ganze Knoblauchzehen, leicht angedrückt, können während des Niedriggarens mitgegart werden und geben ein subtiles Aroma ab. Auch Knoblauchpulver in einer Rub ist eine Option.
- Rubs (Gewürzmischungen): Für eine komplexere Geschmacksnote können Sie spezielle Rindfleisch-Rubs verwenden oder selbst eine Mischung aus Paprikapulver (edelsüß oder geräuchert), Zwiebelpulver, Knoblauchpulver, Koriander, Kreuzkümmel und etwas braunem Zucker zusammenstellen. Reiben Sie das Fleisch damit großzügig ein.
- Marinaden: Während das Rückwärtsgaren oft keine intensive Marinade benötigt, da die Röstaromen im Vordergrund stehen, kann eine leichte Marinade aus Olivenöl, Kräutern und Knoblauch vor dem Garen für zusätzliche Feuchtigkeit und Geschmack sorgen.
Ein besonders leckerer Begleiter zu Roastbeef ist Chimichurri. Diese argentinische Kräutersauce können Sie ganz leicht selbst zubereiten oder als fertige Sauce oder Gewürzmischung kaufen. Sie verleiht dem Fleisch eine frische, leicht säuerliche Note und passt perfekt zu den kräftigen Röstaromen.
Roastbeef oder Rumpsteaks grillen: Was ist der Unterschied?
Roastbeef und Rumpsteaks stammen beide aus dem Rücken des Rindes. Das Roastbeef ist das ganze Stück, aus dem die Rumpsteaks geschnitten werden. Wenn Sie ein ganzes Roastbeef zubereiten, haben Sie den Vorteil, dass es sich hervorragend für das Rückwärtsgaren eignet und eine große Menge an Personen versorgt. Mit unserem Rezept können Sie jedoch auch einzelne Rumpsteaks zubereiten, die Sie aus dem Roastbeef schneiden. Die Garzeit verkürzt sich dann natürlich entsprechend drastisch. Auch hier ist die Verwendung eines Grillthermometers unbedingt zu empfehlen, um das Übergaren zu vermeiden und die perfekte Kerntemperatur für Steaks zu treffen. Unsere Übersicht zu den Kerntemperaturen für Rindfleisch bietet hierfür alle wichtigen Anhaltspunkte.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Grillen von Roastbeef
Um Ihnen die Zubereitung noch einfacher zu machen, haben wir hier einige häufig gestellte Fragen zum Thema Roastbeef vom Grill zusammengefasst.
Warum sollte ich Roastbeef rückwärts garen?
Das Rückwärtsgaren sorgt für einen extrem gleichmäßigen Gargrad von Rand zu Rand, eine unvergleichliche Zartheit und Saftigkeit. Die niedrige Ofentemperatur gart das Fleisch schonend, bevor es bei hoher Hitze die perfekte Kruste und Röstaromen erhält. Dies minimiert das Risiko eines trockenen, übergarten Fleisches.
Ist ein Fleischthermometer wirklich notwendig?
Ja, unbedingt! Ein Fleischthermometer ist der Schlüssel zum Erfolg beim Grillen von Roastbeef, besonders beim Rückwärtsgaren. Es ist die einzige zuverlässige Methode, um die Kerntemperatur des Fleisches präzise zu überwachen und den gewünschten Gargrad zu erreichen, ohne das Fleisch anzuschneiden und wertvollen Saft zu verlieren. Ohne Thermometer ist es reines Glücksspiel.
Wie lange muss das Roastbeef nach dem Grillen ruhen?
Eine Ruhephase von 5 bis 10 Minuten nach dem scharfen Angrillen ist entscheidend. In dieser Zeit verteilen sich die Fleischsäfte, die sich durch die Hitze im Kern des Fleisches gesammelt haben, wieder gleichmäßig im gesamten Stück. Das Ergebnis ist ein deutlich saftigeres und zarteres Roastbeef beim Anschneiden.
Kann ich Roastbeef auch auf einem Gasgrill zubereiten?
Absolut! Ein Gasgrill eignet sich hervorragend für das scharfe Angrillen des Roastbeefs, da er schnell hohe Temperaturen erreicht. Für das Niedrigtemperaturgaren können Sie entweder den Backofen nutzen oder, wenn Ihr Gasgrill über mehrere Brenner verfügt, indirekte Hitze verwenden, indem Sie nur einen Teil der Brenner einschalten und das Fleisch auf den ausgeschalteten Bereich legen.
Was mache ich, wenn das Fett auf dem Grill anfängt zu brennen?
Wenn die Fettseite des Roastbeefs auf dem heißen Grill zu Flammen führt (Fettbrand), schließen Sie sofort den Deckel des Grills. Dies entzieht den Flammen den Sauerstoff und lässt sie erlöschen. Schieben Sie das Fleisch bei Bedarf kurz auf einen kühleren Bereich des Grills. Halten Sie immer eine Sprühflasche mit Wasser bereit, um kleinere Flammen schnell zu löschen, ohne das Fleisch abzukühlen.
Welche Beilagen passen am besten zu Roastbeef vom Grill?
Zu Roastbeef vom Grill passen zahlreiche Beilagen. Klassiker sind Rosmarinkartoffeln, Kartoffelgratin, gegrilltes Gemüse (Spargel, Zucchini, Paprika), frische Salate oder ein Coleslaw. Auch ein knuspriges Baguette oder selbstgemachtes Brot sind eine gute Ergänzung, um die leckeren Saucen aufzunehmen.
Fazit: Ein Grillmeisterwerk für jedermann
Roastbeef vom Grill, rückwärts gegart, ist ein wahrhaft geniales Gericht, das mit ein wenig Vorbereitung und der richtigen Technik jeden Grillabend zu einem besonderen Ereignis macht. Die Kombination aus zartem, saftigem Fleisch und intensiven Röstaromen ist einfach unwiderstehlich. Die Flexibilität dieser Methode macht sie zudem perfekt für gesellige Runden, bei denen die Zeitplanung oft eine Herausforderung darstellt. Mit einem guten Fleischthermometer und etwas Geduld werden Sie zum Meister des rückwärts gegarten Roastbeefs und begeistern Ihre Familie und Freunde immer wieder aufs Neue. Probieren Sie es aus und lassen Sie sich von diesem Grillgenuss überzeugen!
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