Wie lagert man Medaillons?

Medaillons Perfekt Braten: Ein Leitfaden

06/12/2022

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Medaillons sind der Inbegriff von Zartheit und Eleganz auf dem Teller. Ob aus Schweinefilet, Rinderlende oder Putenbrust – richtig zubereitet, zergehen sie förmlich auf der Zunge. Doch wie erreicht man diese Perfektion in der heimischen Küche? Es ist einfacher, als Sie denken, wenn Sie einige grundlegende Techniken und Tipps befolgen. Dieser umfassende Leitfaden führt Sie Schritt für Schritt durch den Prozess, von der Auswahl bis zum Anschnitt, und stellt sicher, dass Ihre Medaillons jedes Mal ein kulinarisches Highlight werden.

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Wir tauchen ein in die Welt der Medaillons, beleuchten die verschiedenen Fleischsorten, die sich dafür eignen, und geben Ihnen praktische Ratschläge für die Vorbereitung und das Braten. Besonderes Augenmerk legen wir auf die Kunst, den Garpunkt exakt zu treffen – sei es mit dem bewährten Daumentest oder der präzisen Messung per Fleischthermometer. Machen Sie sich bereit, Ihre Bratkünste auf das nächste Level zu heben und Medaillons zuzubereiten, die Ihre Gäste begeistern werden.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Medaillons überhaupt?

Der Begriff „Medaillon“ bezieht sich auf eine kleine, runde oder ovale Scheibe Fleisch, die meist aus dem zartesten Teil eines Tieres geschnitten wird. Die beliebtesten Medaillons stammen aus:

  • Schweinefilet: Sehr mager, mild im Geschmack und unglaublich zart. Sie sind die am häufigsten verwendeten Medaillons in vielen Haushalten.
  • Rinderfilet: Das Filet vom Rind ist das edelste und teuerste Stück Fleisch. Rindermedaillons, oft auch als Tournedos bezeichnet, sind extrem zart und haben einen intensiven, feinen Fleischgeschmack.
  • Kalbsfilet: Kalbsmedaillons sind besonders fein in der Textur und im Geschmack, sehr hell und mild. Sie sind eine Delikatesse.
  • Puten- oder Hähnchenbrust: Eine leichtere Alternative, die ebenfalls sehr zart sein kann, wenn sie richtig zubereitet wird. Ideal für eine bewusste Ernährung.

Unabhängig von der Fleischsorte zeichnen sich Medaillons durch ihre schnelle Garzeit und ihre zarte Textur aus. Die Herausforderung liegt darin, sie auf den Punkt zu garen, ohne sie auszutrocknen.

Die richtige Vorbereitung ist die halbe Miete

Bevor die Medaillons in die Pfanne kommen, sind einige vorbereitende Schritte entscheidend für das Endergebnis:

  1. Raumtemperatur erreichen lassen: Nehmen Sie das Fleisch mindestens 30 Minuten, besser 1 Stunde, vor dem Braten aus dem Kühlschrank. So gart es gleichmäßiger und bleibt saftiger. Kaltes Fleisch würde die Pfannentemperatur zu stark absenken und außen verbrennen, während es innen noch roh ist.
  2. Trockentupfen: Tupfen Sie die Medaillons gründlich mit Küchenpapier trocken. Feuchtigkeit auf der Oberfläche verhindert eine schöne Kruste und führt dazu, dass das Fleisch eher kocht als brät.
  3. Würzen: Salzen und pfeffern Sie die Medaillons kurz vor dem Braten. Manche Köche salzen erst danach, um das Austreten von Fleischsaft zu vermeiden, aber ein leichtes Salzen vorab kann die Krustenbildung fördern.

Medaillons in der Pfanne braten: Schritt für Schritt zum Genuss

Das Braten von Medaillons in der Pfanne erfordert Aufmerksamkeit und Timing. Hier ist eine detaillierte Anleitung:

  1. Pfanne erhitzen: Verwenden Sie eine schwere Pfanne, idealerweise aus Gusseisen oder Edelstahl, die die Hitze gut speichert und verteilt. Erhitzen Sie die Pfanne bei mittlerer bis hoher Hitze.
  2. Fett hinzufügen: Geben Sie ein hoch erhitzbares Öl (z.B. Rapsöl, Sonnenblumenöl, Butterschmalz) hinzu. Verwenden Sie nicht zu viel, gerade so viel, dass der Boden leicht bedeckt ist. Das Fett sollte heiß sein, aber nicht rauchen.
  3. Anbraten: Legen Sie die Medaillons vorsichtig in die heiße Pfanne. Achten Sie darauf, die Pfanne nicht zu überfüllen, da sonst die Temperatur zu stark sinkt und das Fleisch nicht brät, sondern dünstet. Braten Sie die Medaillons auf jeder Seite 1-3 Minuten scharf an, bis sie eine schöne goldbraune Kruste haben. Diese Kruste ist entscheidend für den Geschmack (Maillard-Reaktion).
  4. Garziehen lassen: Reduzieren Sie die Hitze auf mittlere bis niedrige Stufe. Lassen Sie die Medaillons nun je nach Dicke und gewünschtem Garpunkt weitere 2-6 Minuten garen. Wenden Sie sie dabei regelmäßig.
  5. Garpunkt prüfen: Dies ist der wichtigste Schritt. Es gibt zwei bewährte Methoden: der Daumentest und das Fleischthermometer.

Der Daumentest: Ein Gefühl für den Garpunkt

Der Daumentest ist eine klassische Methode, um den Garpunkt von Fleisch ohne Hilfsmittel zu bestimmen. Er basiert auf dem Vergleich der Festigkeit des Fleisches mit der Festigkeit Ihres Daumenballens:

  • Roh (Sehr blutig): Drücken Sie Daumen und Zeigefinger locker zusammen. Der Daumenballen ist sehr weich. Wenn sich Ihr Medaillon so anfühlt, ist es noch sehr roh.
  • Medium Rare (Blutig): Berühren Sie Daumen und Mittelfinger. Der Daumenballen ist etwas fester, aber noch sehr nachgiebig.
  • Medium (Rosa): Legen Sie Daumen und Ringfinger zusammen. Drücken Sie auf den Daumenballen. Wenn sich Ihre Medaillons ähnlich fest, aber noch nachgiebig anfühlen, sind sie perfekt medium und rosa im Kern. Dies ist oft der bevorzugte Garpunkt für Medaillons.
  • Well Done (Durchgebraten): Legen Sie Daumen und kleinen Finger zusammen. Der Daumenballen ist nun sehr fest. Fühlt sich Ihr Medaillon so an, ist es durchgebraten.

Dieser Test erfordert etwas Übung, ist aber eine hervorragende Methode, um ein Gefühl für das Garen von Fleisch zu entwickeln.

Das Fleischthermometer: Präzision für Perfektion

Für absolute Präzision ist ein Fleischthermometer unerlässlich. Stechen Sie das Thermometer in die dickste Stelle des Medaillons, ohne den Knochen zu berühren (falls vorhanden). Die idealen Kerntemperaturen für Medaillons sind:

GarpunktKerntemperaturBeschreibung
Rare (Blutig)ca. 48-52 °CSehr roher, kühler Kern
Medium Rare (Blutig-Rosa)ca. 53-56 °CWarmer, roter Kern
Medium (Rosa)ca. 57-62 °CRosa Kern
Medium Well (Leicht Rosa)ca. 63 °CNur noch ein Hauch von Rosa, sehr saftig
Well Done (Durchgebraten)ab 68 °CDurchgehend grau, fest

Für die meisten Medaillons, insbesondere Schweine- und Putenmedaillons, ist eine Kerntemperatur von 63 °C ein ausgezeichneter Richtwert. Bei dieser Temperatur sind sie noch wunderbar saftig und zart, aber sicher durchgegart. Nehmen Sie das Fleisch aus der Pfanne, sobald es diese Temperatur erreicht hat.

Die Ruhephase: Ein Muss für saftiges Fleisch

Nach dem Braten ist es entscheidend, die Medaillons ruhen zu lassen. Nehmen Sie sie aus der Pfanne und legen Sie sie auf einen warmen Teller oder ein Schneidebrett. Decken Sie sie locker mit Alufolie ab. Lassen Sie die Medaillons mindestens 5-10 Minuten ruhen. Während dieser Ruhephase verteilen sich die Fleischsäfte, die sich beim Braten in die Mitte des Fleisches zurückgezogen haben, wieder gleichmäßig im gesamten Stück. Das Ergebnis ist ein unglaublich saftiges und zartes Medaillon. Wenn Sie das Fleisch sofort anschneiden würden, würden die Säfte einfach herauslaufen und das Medaillon trocken werden.

Wie lagert man Medaillons richtig?

Die richtige Lagerung ist entscheidend für die Qualität und Sicherheit Ihrer Medaillons, sowohl vor als auch nach dem Kochen.

Wie bereitet man Schweinemedaillons zu?
Unser Rezept für Schweinemedaillons im Speckmantel ist einfach und lecker: Das Fleisch wird in der Pfanne angebraten und anschließend mit Bacon umwickelt im Ofen gegart, wodurch es besonders saftig und zart wird.

Lagerung von frischen Medaillons:

  • Kühlschrank: Frisches Fleisch sollte immer im kältesten Bereich des Kühlschranks gelagert werden, idealerweise bei 0-4 °C. Bewahren Sie es in der Originalverpackung oder in einem luftdichten Behälter auf, um Kreuzkontaminationen mit anderen Lebensmitteln zu vermeiden. Verbrauchen Sie es innerhalb von 1-2 Tagen nach dem Kauf.
  • Einfrieren: Wenn Sie Medaillons nicht sofort zubereiten möchten, können Sie sie einfrieren. Wickeln Sie sie einzeln fest in Frischhaltefolie oder Vakuumbeutel ein und legen Sie sie in einen Gefrierbeutel. So bleiben sie 3-6 Monate im Gefrierschrank haltbar. Beschriften Sie die Pakete mit Datum und Inhalt. Zum Auftauen legen Sie das Fleisch am besten über Nacht in den Kühlschrank.

Lagerung von gebratenen Medaillons:

  • Kühlschrank: Gebratene Medaillons sollten nach dem Abkühlen innerhalb von zwei Stunden in einem luftdichten Behälter im Kühlschrank aufbewahrt werden. Sie sind dort 3-4 Tage haltbar. Zum Aufwärmen langsam in der Pfanne oder im Ofen erhitzen, um Austrocknen zu vermeiden.
  • Einfrieren: Auch gebratene Medaillons können eingefroren werden. Lassen Sie sie vollständig abkühlen, bevor Sie sie luftdicht verpacken und einfrieren. Sie sind dann 2-3 Monate haltbar. Beim Auftauen und Erwärmen darauf achten, dass das Fleisch nicht zäh wird.

Beilagen und Saucen für Medaillons

Medaillons sind vielseitig und passen hervorragend zu einer Vielzahl von Beilagen und Saucen. Hier sind einige Ideen:

  • Saucen: Eine cremige Pilzrahmsoße, eine Pfeffersoße, eine Rotweinreduktion oder eine leichte Kräuterbutter unterstreichen den feinen Geschmack der Medaillons perfekt.
  • Beilagen: Klassiker wie Rosmarinkartoffeln, Kartoffelgratin, Spätzle oder cremiges Risotto sind immer eine gute Wahl. Für eine leichtere Variante passen gedünstetes Gemüse wie Spargel, grüne Bohnen oder Brokkoli hervorragend. Ein frischer Salat rundet das Gericht ab.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Braten von Medaillons

Hier beantworten wir einige der häufigsten Fragen rund um die Zubereitung von Medaillons:

Kann ich Medaillons auch auf dem Grill zubereiten?

Ja, absolut! Medaillons eignen sich hervorragend zum Kurzbraten auf dem Grill. Heizen Sie den Grill gut vor und grillen Sie die Medaillons bei direkter hoher Hitze für 2-3 Minuten pro Seite, je nach Dicke und gewünschtem Garpunkt. Auch hier ist die Kerntemperatur entscheidend für das perfekte Ergebnis. Eine anschließende Ruhephase ist auch hier unerlässlich.

Warum werden meine Medaillons zäh?

Medaillons werden meistens zäh, wenn sie übergegart werden. Achten Sie genau auf den Garpunkt mit dem Daumentest oder dem Thermometer (ideal: 63 °C). Eine zu niedrige Anfangstemperatur in der Pfanne kann ebenfalls dazu führen, dass das Fleisch Saft verliert und zäh wird, anstatt eine schöne Kruste zu bekommen. Auch das Überspringen der Ruhephase führt zu trockenem, zähem Fleisch.

Soll ich Medaillons vor dem Braten klopfen?

In der Regel nicht. Medaillons sind bereits aus sehr zarten Fleischstücken geschnitten und meist schon in der passenden Dicke. Klopfen würde die Fasern unnötig zerstören und das Fleisch trocken machen. Nur wenn die Medaillons sehr dick sind und Sie eine schnellere Garzeit wünschen, könnte ein sanftes Klopfen in Betracht gezogen werden, aber generell ist es nicht notwendig.

Welches Öl ist am besten zum Braten von Medaillons geeignet?

Verwenden Sie Öle mit einem hohen Rauchpunkt, wie Rapsöl, Sonnenblumenöl, Erdnussöl oder Butterschmalz. Olivenöl ist für das scharfe Anbraten weniger geeignet, da es bei hohen Temperaturen schnell verbrennt und einen bitteren Geschmack entwickeln kann. Für den Geschmack können Sie am Ende der Garzeit ein Stück Butter in die Pfanne geben und die Medaillons darin schwenken.

Wie kann ich den Geschmack meiner Medaillons noch verfeinern?

Neben Salz und Pfeffer können Sie frische Kräuter wie Rosmarin oder Thymian mitbraten. Auch Knoblauchzehen oder Schalotten, die Sie in den letzten Minuten mit in die Pfanne geben, können dem Fleisch ein wunderbares Aroma verleihen. Eine Scheibe Speck umwickelt vor dem Braten kann zusätzlich Saftigkeit und Geschmack hinzufügen, besonders bei mageren Schweine- oder Putenmedaillons.

Mit diesen Tipps und Tricks steht Ihrem perfekten Medaillon-Genuss nichts mehr im Wege. Guten Appetit!

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