Wie wähle ich den richtigen Grill?

Ihr Traum-Grillkamin: Schritt für Schritt gemauert

14/02/2024

Rating: 4.11 (12850 votes)

Der Duft von gegrilltem Fleisch, das Knistern des Holzes und gemütliche Stunden im Garten – ein selbst gemauerter Grillkamin ist weit mehr als nur eine Kochstelle. Er ist das Herzstück Ihres Outdoor-Bereichs, ein Ort der Zusammenkunft und ein Ausdruck Ihrer handwerklichen Fähigkeiten. Doch bevor die erste Bratwurst auf dem Rost landet, gilt es, einige wichtige Schritte zu beachten. Von der Planung über die Materialauswahl bis hin zur präzisen Ausführung – wir führen Sie durch den gesamten Prozess, damit Ihr Grillkamin nicht nur stabil und sicher ist, sondern auch optisch überzeugt und viele Jahre lang Freude bereitet. Machen Sie sich bereit, Ihr eigenes Grillparadies zu erschaffen!

Inhaltsverzeichnis

Grundlagen für den Grillkaminbau: Das Fundament und seine Abdichtung

Jeder stabile Bau beginnt mit einem soliden Fundament. Für Ihren Grillkamin ist ein tragfähiges und ebenes Flächenfundament unerlässlich. Ist in Ihrem Garten bereits ein solches vorhanden, können Sie direkt mit den nächsten Schritten fortfahren. Falls nicht, sollten Sie zunächst ein passendes Flächenfundament erstellen. Dies stellt sicher, dass Ihr Grillkamin nicht absinkt oder sich ungleichmäßig setzt, was langfristig zu Rissen und Instabilität führen könnte.

Welche Steine eignen sich zum Mauern eines grillkamins?
Da ein Grillkamin hohen Temperaturen ausgesetzt ist, solltest Du zum Mauern unbedingt hitzebeständige Steine wie z.B. Klinker oder Backsteine verwenden. Insbesondere der gemauerte Bereich, der der Feuerquelle direkt ausgesetzt ist, sollte mit Schamottesteinen ausgemauert werden.

Die Notwendigkeit der Fundamentabdichtung

Ein oft unterschätzter, aber entscheidender Schritt ist die Abdichtung des Fundaments. Oberflächen, die nicht abgedichtet sind, können aufsteigende Feuchtigkeit aus dem Boden ziehen. Diese Feuchtigkeit kann das Mauerwerk schädigen, zu Ausblühungen führen und die Lebensdauer Ihres Grillkamins erheblich verkürzen. Um Ihren Outdoor-Grill effektiv vor aufsteigender Feuchtigkeit zu schützen, verwenden Sie eine spezielle Dichtungsschlämme.

Schritt-für-Schritt: Fundament abdichten

  1. Vorbereitung der Dichtungsschlämme: Mischen Sie die Dichtungsschlämme gemäß den Herstellerangaben auf der Verpackung mit sauberem Wasser an. Am einfachsten gelingt dies mit einer Bohrmaschine und einem Rührquirl bei niedriger Drehzahl. Achten Sie auf eine klumpenfreie, homogene Masse.
  2. Reifezeit: Lassen Sie die angerührte Masse einige Minuten „reifen“. In dieser Zeit können die Inhaltsstoffe mit dem Wasser reagieren, was die spätere Haftung und Wirksamkeit verbessert. Nach der Reifezeit nochmals kurz umrühren.
  3. Erste Schicht auftragen: Tragen Sie die Dichtungsschlämme großzügig und gleichmäßig mit einem Quast auf die saubere Betonoberfläche des Fundaments auf. Achten Sie darauf, dass alle Bereiche bedeckt sind.
  4. Trocknen und zweite Schicht: Lassen Sie die erste Schicht vollständig aushärten (Beachten Sie hierzu die Angaben des Herstellers, meist über Nacht). Am nächsten Tag tragen Sie eine zweite Schicht der Dichtungsschlämme auf und lassen auch diese gründlich trocknen.
  5. Wartezeit bei frischem Fundament: Wurde das Fundament frisch erstellt, sollten Sie etwa 2-3 Tage warten, bevor Sie mit der Abdichtung beginnen. Dies gibt dem Beton genügend Zeit, auszuhärten und Restfeuchtigkeit abzugeben.

Die Planung ist das A und O: Skizzieren und Materialwahl

Bevor Sie den ersten Stein setzen, nehmen Sie sich Zeit für eine detaillierte Planung. Überlegen Sie genau, wie Ihr Grill am Ende aussehen soll. Möchten Sie einen einfachen Aufbau mit zwei Mauern oder eine komplexere Struktur mit drei Seiten und vielleicht sogar einem Mauerbogen? Eine gute Vorbereitung spart Zeit, Material und Nerven.

Von der Idee zur detaillierten Skizze

Besorgen Sie sich, falls Sie keinen maßgefertigten Rost wünschen, bereits vorab den Grillrost. Dessen Maße dienen als wichtige Orientierung für die Größe Ihrer Grillkammer. Erstellen Sie eine maßstabsgetreue Skizze Ihres Grillkamins. Zeichnen Sie alle Details ein, wie die Höhe der einzelnen Ebenen, die Breite der Feuerkammer und die Positionen eventueller Ablagen. Basierend auf dieser Skizze können Sie den genauen Materialbedarf berechnen. Wer sich die Planung nicht zutraut, kann auch auf fertige Bausätze aus dem Baumarkt zurückgreifen. Diese bieten den Vorteil, dass alle Teile perfekt aufeinander abgestimmt sind.

Die richtige Wahl der Steine

Ein Grillkamin ist hohen Temperaturen ausgesetzt. Daher ist die Wahl der richtigen Steine entscheidend für die Langlebigkeit und Sicherheit. Sie benötigen unbedingt hitzebeständige Steine. Für die äußeren Bereiche und Wände, die nicht direkt der extremen Hitze ausgesetzt sind, eignen sich Klinker oder hochwertige Backsteine. Diese sind robust, witterungsbeständig und geben Ihrem Grill eine ansprechende Optik.

Das Herzstück Ihres Grillkamins – der Bereich, der der Feuerquelle direkt ausgesetzt ist – muss jedoch zwingend mit Schamottesteinen ausgemauert werden. Diese speziellen Steine sind nicht nur extrem temperaturbeständig, sondern besitzen auch die einzigartige Fähigkeit, Wärme über einen längeren Zeitraum zu speichern. Diese Eigenschaft ist besonders vorteilhaft, wenn Sie den Grillkamin nicht nur zum Grillen, sondern auch zum Brot- oder Pizzabacken nutzen möchten. Das Vorlegen der Steine ohne Mörtel kann Ihnen helfen, ein Gefühl für die Proportionen zu bekommen und die Anordnung zu optimieren.

Vergleich der Steinarten für den Grillkaminbau:

SteinartEinsatzbereichEigenschaftenVorteile
SchamottesteineDirekte Feuerkammer, BackbereichExtrem hitzebeständig, speichern WärmeHohe Temperaturbeständigkeit, ideal für Backöfen, lange Wärmespeicherung
Klinker / BacksteineÄußeres Mauerwerk, nicht direkt feuerberührtRobust, witterungsbeständig, dekorativÄsthetisch, gute Stabilität für die Gesamtkonstruktion
Normaler MauerziegelNicht empfohlen für feuerberührte BereicheGeringe HitzebeständigkeitKann bei Hitze reißen oder platzen, unsicher

Der richtige Mörtel für jede Zone

Nicht nur die Steine, auch der Mörtel muss den extremen Bedingungen eines Grillkamins standhalten. Es gibt unterschiedliche Mörtelarten für verschiedene Bereiche Ihres Grills.

Schamottemörtel: Der Spezialist für die Hitzezone

Für das Vermauern der Schamottesteine und aller Bereiche, die direkt Feuer und Hitze ausgesetzt sind, benötigen Sie unbedingt Schamottemörtel. Dieser spezielle Mörtel ist nicht brennbar und feuerbeständig bis zu beeindruckenden 1100 °C. Er sorgt dafür, dass die Feuerkammer auch bei hohen Temperaturen stabil und sicher bleibt.

Standard-Mauermörtel für nicht feuerberührte Bereiche

Die Teile Ihres Grills, die nicht direkt Feuer und Hitze ausgesetzt sind – also die äußeren Wände und tragende Strukturen außerhalb der Brennkammer – können Sie mit einem gewöhnlichen Mauermörtel wie Putz- und Mauermörtel oder Zementmörtel mauern. Die Grillkammer selbst sollte jedoch in jedem Fall mit Schamottemörtel gemauert werden.

Vergleich der Mörtelarten:

MörtelartEinsatzbereichTemperaturbeständigkeitBesonderheit
SchamottemörtelFeuerkammer, SchamottesteineBis 1100 °CNicht brennbar, feuerbeständig, hohe Bindekraft bei Hitze
Putz- und MauermörtelÄußere Wände, tragende Strukturen (nicht feuerberührt)Gering (nicht für Hitze)Standard-Mörtel für Mauerwerk, gute Verarbeitbarkeit
ZementmörtelÄußere Wände, tragende Strukturen (nicht feuerberührt)Gering (nicht für Hitze)Hohe Festigkeit, gute Wasserbeständigkeit, langlebig

Mörtel richtig anmischen

Das Anmischen des Mörtels ist ein entscheidender Schritt für die Stabilität und Haltbarkeit Ihres Mauerwerks. Gehen Sie dabei wie folgt vor:

  1. Sauberkeit ist wichtig: Verwenden Sie einen sauberen Eimer, um zu verhindern, dass sich der Mörtel mit Farbrückständen oder anderen Baustoffen vermischt.
  2. Anmischen: Rühren Sie den Mörtel (egal ob Schamottemörtel oder Mauermörtel) nach Verpackungsangabe mit sauberem Wasser an. Ein Bohrmaschine mit Rührquirl bei niedriger Drehzahl ist hierfür das ideale Werkzeug.
  3. Reifezeit: Nach dem ersten Anmischen benötigt der Mörtel eine kurze Reifezeit von einigen Minuten. Dies ermöglicht den Inhaltsstoffen, vollständig mit dem Wasser zu reagieren.
  4. Nochmaliges Umrühren: Nach der Reifezeit den Mörtel nochmals kurz umrühren, um eine gleichmäßige Konsistenz sicherzustellen.

Präzision beim Mauern: Die Wände errichten

Nun geht es ans eigentliche Mauern. Präzision ist hier das A und O, denn schief gemauerte Steine sehen nicht nur unschön aus, sondern können auch die Stabilität des gesamten Grillkamins beeinträchtigen.

Die erste Lage ausrichten

Beginnen Sie damit, ein etwa 5 cm dickes Mörtelbett mit einer Maurerkelle auf dem Fundament aufzubringen. Setzen Sie die ersten Steine in dieses Bett. Überprüfen Sie sofort mit einer Wasserwaage, ob die Steinreihe absolut eben liegt. Mit einem Winkel stellen Sie sicher, dass die Steinreihen für die Wände im rechten Winkel zueinander stehen. Diese erste Lage ist die Basis für alles Weitere – nehmen Sie sich hierfür ausreichend Zeit.

Wände mauern und Ausrichten

Auch bei den folgenden Reihen müssen Sie stets mit einer Wasserwaage überprüfen, ob die Steine waagerecht liegen. Achten Sie zudem darauf, dass die Steine lotgerecht übereinander liegen, damit die Wand nicht in eine Richtung kippt. Ein Richtscheit ist hier ein nützliches Hilfsmittel: Liegt die Wand fluchtgerecht, berührt sie das Richtscheit an allen Stellen. Arbeiten Sie exakt, denn Ungenauigkeiten sind später kaum zu korrigieren.

Die Steine können im Läuferverband verlegt werden, bei dem jede Reihe um einen halben Stein zur vorherigen versetzt wird. Am einfachsten gelingt dies, indem Sie jede zweite Lage mit einem halben Stein beginnen. So entsteht automatisch ein sauberer Versatz, der nicht nur optisch ansprechend ist, sondern auch die Stabilität des Mauerwerks erhöht.

Steine zuschneiden – Sicherheit geht vor!

Um Steine exakt zuzuschneiden, leihen Sie am besten eine Steinsäge im Baumarkt. Kleinere Anpassungen können auch mit einer Flex (Winkelschleifer) mit Steinscheibe vorgenommen werden. Dies ist jedoch nicht ungefährlich! Tragen Sie dabei unbedingt entsprechende Arbeitskleidung, eine Schutzbrille und Handschuhe. Geübte Maurer können Steine auch mit einem Maurerhammer zuschlagen, doch dies erfordert Übung und Geschick.

Mörtelauftrag und Fugenbildung

Für die zweite und alle weiteren Reihen tragen Sie den Mörtel in einer etwa 2-3 cm dicken Schicht auf die bereits gemauerte Reihe auf. Schrägen Sie den Mörtel zu den Kanten des Steins hin an und ziehen Sie ihn zum Schluss einmal waagerecht glatt. So entsteht ein trapezförmiges Mörtelbett, in das der nächste Stein von oben fest eingedrückt wird. Der dabei herausquellende Mörtel kann einfach mit der Kelle entfernt werden. Achten Sie darauf, dass Sie die Steine nicht Stoß auf Stoß setzen, sondern dass immer eine etwa 1 cm breite Fuge zwischen den Steinen bleibt. Zwischendurch können Sie die Fugen immer wieder mit einem Fugeisen glätten, überschüssigen Mörtel entfernen und fehlerhafte Fugen auffüllen, solange der Mörtel noch feucht ist.

Besondere Elemente: Bögen und Grillkammer-Ebenen

Ein gemauerter Grillkamin bietet die Möglichkeit, individuelle Akzente zu setzen, wie zum Beispiel einen Segmentbogen oder praktische Zwischenebenen.

Den Segmentbogen meistern mit einem Lehrbogen

Ein Segment- oder Mauerbogen verleiht Ihrem Grillkamin eine besondere Ästhetik. Für eine gleichmäßige, runde Form und zur Stützung der Konstruktion während der Trocknungsphase des Mörtels verwenden Sie einen sogenannten Lehrbogen. Schneiden Sie dafür aus Holz zwei gleiche Schablonen für den Bogen zu, deren Form ungefähr einem Halbkreis entspricht – die Rundung kann je nach gewünschtem Design auch flacher sein. Verbinden Sie die Rundungen der beiden Schablonen entweder mit einzelnen Holzlatten oder einer gebogenen Hartfaserplatte. Bei kleineren Bögen können Sie den Lehrbogen auch aus Gipskarton ausschneiden. Auf diese dreidimensionale Form wird der Segmentbogen gemauert. Die abschließenden Steine werden mit Mörtel mit den Seitenwänden verbunden. Zwischen die einzelnen Backsteine des Bogens können Sie kleine Keile stecken, damit sie nicht kippen, während der Mörtel noch trocknet.

Konstruktion von Zwischenebenen

Eine waagerechte Ebene, beispielsweise für die Holzkohle oder als Ablage, können Sie mit Stangen aus Eisen oder Edelstahl realisieren, die als Auflagefläche dienen. Zuerst mauern Sie die Seitenwände und die Rückwand bis zur gewünschten Höhe der Zwischenebene. Anschließend legen Sie die Stangen parallel zur Rückwand, sodass sie mit je einem Ende auf der einen bzw. der anderen Seitenwand aufliegen. Die Stangen sollten lang genug sein, um sicher aufzuliegen, aber nicht über die Breite des Grills hinausragen. Verwenden Sie genügend Stangen, damit sie dicht genug beieinander liegen und eine sichere Unterlage für die Steine bilden. Die Enden der Stangen werden beim Mauern der nächsten Steinschicht in die Fugen mit eingemauert. Passen Sie die Stangenstärke an die Fugenbreite an. Anschließend mauern Sie auf die Stangen eine waagerechte Zwischenebene aus Steinen. Alternativ können Sie auch eine einzelne, passende Steinplatte verwenden.

Möchten Sie lieber eine herausnehmbare Metallwanne für die Holzkohle nutzen, können Sie die Halterungen dafür ebenfalls einfach in die Fugen mit einmauern. Nach dem gleichen Prinzip befestigen Sie auch die Halterung für den Grillrost. Denken Sie daran, dass Wanne und Rost mindestens vier Auflagestellen benötigen, um sicher zu halten und ein Verrutschen zu verhindern.

Der letzte Schliff: Fugen schließen und Reinigen

Sobald Ihr Grillkamin fertig gemauert ist, steht der letzte Schritt an: die Reinigung und das Schließen der Fugen. Dies sorgt nicht nur für eine saubere Optik, sondern auch für eine längere Haltbarkeit des Mauerwerks.

Zementschleier entfernen

Entfernen Sie den Zementschleier, der sich auf den Steinen abgesetzt hat, mit einem feuchten Schwamm. Um ein zu starkes Antrocknen zu verhindern, können Sie fertige Teile des Grills auch schon während des Mauerns mit einem Schwamm säubern. Dies erleichtert die Endreinigung erheblich.

Fugen ausbessern mit Fugenmörtel

Besonders bei Mauerneulingen sind die Fugen oft nicht ganz gleichmäßig. Die Fugen des Sichtmauerwerks, das nicht mit Schamottemörtel gemauert wurde, können Sie mit einem speziellen Fugenmörtel ausbessern. So gehen Sie dabei vor:

  1. Fugen vorbereiten: Kratzen Sie den Mauermörtel mit einem Fugeisen etwa 1,5 – 2 cm tief aus den Fugen. Tun Sie dies, solange der Mörtel noch feucht ist, da er sich dann leichter entfernen lässt.
  2. Fugenmörtel anmischen: Rühren Sie den Fugenmörtel nach Verpackungsangabe mit sauberem Wasser an, am besten mit Bohrmaschine und Rührquirl.
  3. Reifezeit und Umrühren: Lassen Sie den Mörtel nach dem Anmischen einige Minuten reifen und rühren Sie ihn dann nochmals kurz um.
  4. Fugen vornässen: Nässen Sie die Fugen vor dem Auftragen des Fugenmörtels mit einem feuchten Schwamm vor. Dies verbessert die Haftung des neuen Mörtels.
  5. Fugenmörtel einbringen: Bringen Sie den Fugenmörtel in zwei Durchgängen ein. Im ersten Durchgang bearbeiten Sie zuerst die Stoßfugen (senkrechte Fugen) und dann die Lagerfugen (waagerechte Fugen). Im zweiten Durchgang verfahren Sie umgekehrt. Halten Sie eine Maurerkelle waagerecht unter die Fuge und drücken Sie den Mörtel mit einem Fugeisen hohlraumfrei in die Fuge. Anschließend glätten Sie die Fuge sorgfältig.
  6. Endreinigung: Nachdem die Fugen ausgehärtet sind, können Sie die Steine noch einmal mit einem feuchten Schwamm säubern, um letzte Mörtelreste zu entfernen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Bau des Grillkamins

Warum ist die Fundamentabdichtung so wichtig?

Die Abdichtung schützt das Mauerwerk des Grillkamins vor aufsteigender Feuchtigkeit aus dem Boden. Ohne Abdichtung könnte die Feuchtigkeit in die Steine ziehen, was zu Frostschäden, Ausblühungen und einer kürzeren Lebensdauer des Grills führen kann. Es gewährleistet die Stabilität und Langlebigkeit der gesamten Konstruktion.

Kann ich normale Ziegel für den ganzen Grillkamin verwenden?

Nein, für die Feuerkammer und alle Bereiche, die direkter Hitze ausgesetzt sind, sind normale Ziegel ungeeignet. Sie sind nicht ausreichend hitzebeständig und können bei hohen Temperaturen reißen oder sogar platzen. Für diese Bereiche müssen unbedingt Schamottesteine verwendet werden, da diese die Hitze speichern und den hohen Temperaturen standhalten.

Welcher Mörtel ist für die Feuerkammer geeignet?

Für die Feuerkammer und das Vermauern der Schamottesteine muss zwingend Schamottemörtel verwendet werden. Dieser Mörtel ist feuerbeständig bis 1100 °C und nicht brennbar, was für die Sicherheit und Haltbarkeit des feuerberührten Bereichs entscheidend ist. Für die äußeren, nicht hitzeexponierten Teile des Grills können Sie normalen Mauermörtel verwenden.

Wie lange muss der Mörtel trocknen, bevor ich den Grill benutzen kann?

Die genaue Trocknungszeit hängt von der Art des Mörtels, der Umgebungstemperatur und der Luftfeuchtigkeit ab. Im Allgemeinen sollte das Mauerwerk mindestens 1-2 Wochen aushärten, bevor Sie den Grill zum ersten Mal anheizen. Für den Schamottemörtel in der Feuerkammer ist es oft ratsam, eine noch längere Aushärtungszeit einzuplanen und den Grill beim ersten Anheizen nur langsam und schrittweise auf Temperatur zu bringen, um Spannungen im Material zu vermeiden.

Muss ich wirklich eine Skizze anfertigen?

Ja, eine detaillierte Skizze ist absolut empfehlenswert. Sie hilft Ihnen nicht nur, die genauen Maße und Proportionen Ihres Grillkamins zu planen, sondern auch den Materialbedarf präzise zu berechnen. Eine gute Skizze minimiert Fehler während des Baus und stellt sicher, dass der fertige Grill Ihren Vorstellungen entspricht und funktional ist.

Mit diesem umfassenden Leitfaden und ein wenig handwerklichem Geschick steht Ihrem Traum vom selbst gemauerten Grillkamin nichts mehr im Wege. Genießen Sie die Zufriedenheit, etwas Bleibendes mit den eigenen Händen geschaffen zu haben, und freuen Sie sich auf unzählige genussvolle Stunden im Kreise Ihrer Liebsten an Ihrem neuen Outdoor-Mittelpunkt!

Wenn du andere Artikel ähnlich wie Ihr Traum-Grillkamin: Schritt für Schritt gemauert kennenlernen möchtest, kannst du die Kategorie Grillen besuchen.

Go up